Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Art - Histoire de l'art

Der Künstler Carl Spitzweg. Von den Pointenbildern zu Landschaftsbildern

Titre: Der Künstler Carl Spitzweg. Von den Pointenbildern zu Landschaftsbildern

Dossier / Travail , 2013 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Art - Histoire de l'art
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit beschäftigt sich mit Spitzwegs Entwicklung von Pointenbildern zur landschaftlichen Idylle und die damit einhergehende Veränderung in seiner Malweise. Um den Verlauf deutlicher zu machen, wird als erstes Beispiel ein Bild gewählt, das noch wenige landschaftliche Elemente in sich trägt und zu den Pointenbildern gezählt werden kann: "Der Kaktusfreund". Es wird als Vergleich herangezogen, da bereits hier erste Anflüge einer Abwendung von den Pointenbildern zu erkennen ist. Somit kann eine Verbindung hergestellt werden zwischen Gemälden, in denen die Figuren als Hauptmotiv das Bild bestimmen und Gemälden, in denen die Figuren immer weiter in den Hintergrund rücken (z.B. Drachensteigen).

Carl Spitzwegs Bilder tragen etwas Bühnenhaftes in sich, denn er komponiert seine Bilder aus vielen einzelnen Objekten wie ein „Bühnenbildner“. Dabei legt er bei den meist kleinformatigen Werken besonderen Wert auf die Figuren. Er gestaltet die Bilder zu „Szenarien“, in denen er als „Regisseur“ tätig ist und das Bildpersonal agieren lässt, um so „kleine, witzige Stücke“ zu schaffen. Dabei ziehen sich bestimmte Motive durch all seine Bilder, so zum Beispiel auch der Alte im Schlafrock die Morgenzeitung lesend.

In der künstlerischen Entwicklung des Malers fällt jedoch auch auf, dass ca. ab den 1850er Jahren eine Veränderung in der Malweise einsetzt, die sich besonders auf die Landschaften niederschlägt. Spitzweg verändert den Schwerpunkt seiner Malerei dahingehend, dass er sich mehr und mehr von den Pointenbildern abwendet und Idyllen darstellt. Zudem nimmt die Landschaftsmalerei eine immer wichtiger werdende Rolle ein und die Figuren werden zunehmend zur Staffage, auch wenn er sich nie völlig von ihnen lösen kann. Seine Figuren sind um 1860 noch zeichnerisch in den Bildraum integriert, später werden sie malerisch eingebracht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte mit knappem Hintergrund zur künstlerischen Entwicklung Spitzwegs

2. Von den Pointenbildern über die Idyllen zu Landschaftsbildern

2.1. „Arkadien im Kleinformat“ in Der Kaktusfreund

2.2. Spitzwegs Naturauffassung

2.3. Drei Bildbeispiele auf dem Weg zur Landschaft

2.3.1. Badende Nymphe

2.3.2. Das Liebespaar im Wald

2.3.3. Auf der Alm

2.4. Der Weg zur Staffage – Die Landschaft als tragendes Element

3. Abschliessende Betrachtung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Entwicklung von Carl Spitzweg, wobei der Fokus auf dem Übergang von seinen charakteristischen Pointenbildern hin zu landschaftlich geprägten Werken liegt. Es wird analysiert, wie sich die Malweise des Künstlers veränderte und welche Rolle die Landschaftsmalerei in diesem Prozess einnahm, während die Figuren zunehmend zur Staffage wurden.

  • Analyse der malerischen Entwicklung vom frühen Pointenbild zur Landschaftsidylle.
  • Untersuchung der künstlerischen Naturauffassung Spitzwegs und dessen Einordnung zwischen Tradition und Moderne.
  • Betrachtung der Bedeutung von Bühnenelementen und theatralischer Komposition in seinen Bildern.
  • Fallbeispiele zur Entwicklung der Staffage, unter anderem anhand von Werken wie Der Kaktusfreund und Drachensteigen.

Auszug aus dem Buch

2.1. „Arkadien im Kleinformat“ in Der Kaktusfreund

Der Kaktusfreund von vor 1858 zeigt eine stehende Figur zentral im Bild, welche in einem ummauerten Bereich vor einem Haus auf der linken Bildhälfte positioniert ist. Im Hintergrund ist ein grasbewachsener Erdwall mit Bäumen. Die zentrale männliche Figur ist von höherem Alter und besitzt eine breite Statur. Der Mann trägt einen hellbraunen Morgenmantel, graue Mütze, Brille und einen Bart. Im Mund hat er eine lange Pfeife und in seinen Händen befindet sich ein grün-blauer Topf mit einem Kaktus, welcher eine rote Blüte trägt. Der Alte begutachtet jenen Kaktus mit seiner Blüte. Die umliegende Terrasse ist von einer Steinmauer umringt, welche im Vordergrund mit einer Treppe endet, dort von Kakteen in Töpfen bedeckt und im Hintergrund mit einem eisernen Gitter unterbrochen ist. Am rechten Bildrand befinden sich unter bzw. neben einem hölzernen Rankbogen ein Stuhl und Tisch mit Kaffee-/Teeservice und aufgeklappter Zeitung.

Das Bild zeigt eine Abfolge von Handlungen, denn der Mann hat seinen morgendlichen Aufenthalt an dem Tisch auf seiner Terrasse mit Kaffee und Zeitung unterbrochen, weil etwas seine Aufmerksamkeit erregt hat: der aufblühende Kaktus. Er ist aufgestanden und begutachtet die Ernte seiner Bemühungen. Hier wird ein Aspekt deutlich, der für nahezu alle Bilder Spitzwegs gilt, nämlich die Blickrichtung. Jene und die Blicke der Figuren selbst sind in Spitzwegs Bildern oft essenziell, denn sie verweisen auf das Hauptgeschehen und den Auslöser für bestimmte Handlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Worte mit knappem Hintergrund zur künstlerischen Entwicklung Spitzwegs: Das Kapitel führt in die bühnenhafte Bildsprache Spitzwegs ein und beschreibt den Übergang von Pointenbildern hin zu Idyllen und einer stärkeren landschaftlichen Integration im Spätwerk.

2. Von den Pointenbildern über die Idyllen zu Landschaftsbildern: Dieser Hauptteil analysiert den Wandel der Idylle zur „realistischen Idylle“ und deren gestörtes Gleichgewicht in Spitzwegs Werken als Reflexion der zeitgenössischen Realität.

2.1. „Arkadien im Kleinformat“ in Der Kaktusfreund: Anhand des Gemäldes Der Kaktusfreund wird exemplarisch aufgezeigt, wie der Künstler den Raum als Bühne nutzt und die vermeintliche Idylle durch Details subtil bricht.

2.2. Spitzwegs Naturauffassung: Hier wird Spitzwegs individueller Zugang zur Naturlandschaft beleuchtet, der sich durch Atelierarbeit und die Nutzung von Herbarien von der Freilichtmalerei der Zeit distanziert.

2.3. Drei Bildbeispiele auf dem Weg zur Landschaft: In diesem Abschnitt werden Badende Nymphe, Das Liebespaar im Wald und Auf der Alm als Stationen der zunehmenden Einbindung der Figuren in die Landschaft analysiert.

2.3.1. Badende Nymphe: Analyse der Motivgeschichte der Badenden in Bezug auf Naturidyll und die subtile Störung durch Voyeure.

2.3.2. Das Liebespaar im Wald: Untersuchung der innigeren Verbindung zwischen Figur und Umgebung im Vergleich zu früheren bühnenartigen Darstellungen.

2.3.3. Auf der Alm: Betrachtung der farblichen Gestaltung und der zunehmenden Bedeutung der Landschaft gegenüber den Figuren.

2.4. Der Weg zur Staffage – Die Landschaft als tragendes Element: Fokus auf das Werk Drachensteigen als Beispiel für die Reduktion der Figuren zur reinen Staffage in einer weiten Landschaftskomposition.

3. Abschliessende Betrachtung: Zusammenfassung der künstlerischen Entwicklung, in der die Landschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt, ohne dass der Künstler jemals völlig auf die Figur als erzählerisches Element verzichtet.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur zur künstlerischen Einordnung von Carl Spitzweg.

Schlüsselwörter

Carl Spitzweg, Pointenbilder, Landschaftsmalerei, Idylle, realistische Idylle, Staffage, Naturauffassung, Bühnencharakter, Biedermeier, Der Kaktusfreund, Drachensteigen, Kunstgeschichte, 19. Jahrhundert, Bildanalyse, Motivik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der künstlerischen Entwicklung des Malers Carl Spitzweg, speziell dem Übergang von seinen frühen, figurenbetonten Pointenbildern hin zu späteren Landschaftsbildern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Wandlung der Idylle in Spitzwegs Werk, die veränderte Rolle der Figuren als Staffage und die besondere Naturauffassung des Künstlers.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Spitzweg die Landschaftsmalerei in sein Werk integriert hat und wie die Figuren dabei von den Hauptakteuren einer „Bühnenszene“ in den Hintergrund rückten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Bildanalyse und vergleicht verschiedene Werke des Künstlers, um stilistische und inhaltliche Veränderungen über einen längeren Zeitraum zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Aspekte der Idylle bei Spitzweg und führt konkrete Bildanalysen durch, um den Übergang zur Landschaftsmalerei anhand ausgewählter Gemälde zu illustrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Carl Spitzweg, Landschaftsmalerei, Idylle, Staffage und Bildanalyse beschreiben.

Welche Bedeutung hat das Werk "Der Kaktusfreund" für die Argumentation des Autors?

Es dient als wichtiges Fallbeispiel für eine "Zwischenstation", an der die Idylle bereits durch moderne Elemente wie die Lektürepause und die Blickrichtung des Protagonisten subtil gestört wird.

Wie bewertet der Autor Spitzwegs Verhältnis zur Freilichtmalerei?

Der Autor stellt fest, dass Spitzweg sich zwar von modernen Einflüssen anregen ließ, seine Bilder jedoch grundsätzlich im Atelier komponierte und sich somit von der direkten Naturabbildung der Freilichtmaler distanzierte.

Fin de l'extrait de 13 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Künstler Carl Spitzweg. Von den Pointenbildern zu Landschaftsbildern
Université
University of Osnabrück  (Kunstgeschichte)
Cours
Deutsche Malerei des 19. Jh.
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
13
N° de catalogue
V321465
ISBN (ebook)
9783668208858
ISBN (Livre)
9783668208865
Langue
allemand
mots-clé
Carl Spitzweg Pointebild
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2013, Der Künstler Carl Spitzweg. Von den Pointenbildern zu Landschaftsbildern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321465
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint