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Beurteilung der quantitativen Studie "Growing old at home". Hintergründe, Ergebnisse und Relevanz

Title: Beurteilung der quantitativen Studie "Growing old at home".  Hintergründe, Ergebnisse und Relevanz

Term Paper , 2014 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dieter Löffler (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Im Rahmen der Lehrveranstaltung: „Evidenzbasierung in der Pflege“ habe ich beschlossen, mich mit einer quantitativen Studie auseinander zu setzen. Nachdem in der einführenden Vorlesung zur quantitativen Pflegeforschung herausgearbeitet wurde, dass in der Pflegeforschung der Anteil von quantitativen Studien gegenüber den qualitativen eher gering ist, wurde ich aufmerksam. Als dann weiter dargestellt wurde, dass es von den quantitativen Studien, speziell in der deutschsprachigen Pflegeforschung, wiederum nur sehr wenige gibt, die dem höchsten Standard einer randomisiert kontrollierten Studie entsprechen, entschied ich mich, eine solche RCT-Studie zu suchen. Da ich ausgebildeter Altenpfleger bin und im Berufsfeld der häuslich ambulanten Altenpflege arbeite, machte ich mich entsprechend auf die Suche nach einer RCT Studie mit geriatrischen Bezug innerhalb des Bereiches der häusliche Pflege. Zudem sollte sie in Deutschland durchgeführt worden sein.

Ich durchforstete verschiedene Datenbanken, die an PUBMED angeschlossen sind, recherchierte auf CINAHL, schaute mich in der Bibliothek in Fachzeitschriften um, und tat mich schwer, etwas Passendes zu finden. Ich startete meine Suche über die Stichworte: rct + home + care + elderly + german und variierte diese, teils auf Englisch, teils auch auf Deutsch. Nach verschiedenen Variationen und Links, denen ich folgte, stieß ich über PUBMED auf die Studie: „Growing old at home – A randomized controlled trial to investigate the effectiveness and cost-effectiveness of preventive home visits to reduce nursing home admissions“, veröffentlicht über biomedcentral.com/1471-2458/8/185.

Diese Studie zum Nutzen von präventiven Hausbesuchen wurde von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Universität Bremen, unter der Leitung von Professor Behrens, im Raum Halle und Leipzig vom 01.02. 2007 bis zum 31.01.2010 durchgeführt. Sie traf genau mein Interesse, um mich hier in dieser Hausarbeit ausführlich mit der Beurteilung einer quantitativen Studie zu befassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erläuterung und Hintergrund zur Studie

3 Die Fragestellung der Studie

4 Studiendesign und methodisches Vorgehen

4.1 Das Design der untersuchten Studie

4.2 Die Randomisierung

4.3 Die Stichprobe

4.4 Der lineare Forschungsprozess und die weiteren wichtigen Stationen darin

5 Auswertung der Studie

5.1 Die falsche Studie?

5.2 Bewertung der Studienergebnisse

5.3 Attrition Bias

6 Zusammenfassende Beurteilung der Studie bezüglich der Gütekriterien

6.1 Die Validität der Teilergebnis-Studie Studie

6.2 Die Validität der Gesamtstudie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine ausgewählte quantitative Studie aus der geriatrischen Pflegeforschung anhand wissenschaftlicher Gütekriterien kritisch zu beurteilen, um die Aussagekraft und praktische Relevanz der Ergebnisse zu evaluieren.

  • Grundlagen und Hintergrund präventiver Hausbesuche in der Altenpflege
  • Methodische Analyse von Studiendesign und Randomisierung
  • Kritische Reflexion der Operationalisierung und Zielgrößen
  • Bewertung der Studienvalidität unter Berücksichtigung von Bias-Effekten

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Stichprobe

Die Stichprobe an sich wurde auf drei Wegen rekrutiert, über Hausärzte, über Krankenhäuser und per Post (mit Hilfe der Meldebehörden). Die Teilnehmer mussten zwingend 80 Jahre oder älter sein und Beeinträchtigungen in Bezug auf ihre Alltagsbewältigung mitbringen (Pflegestufe 1 oder vergleichbar). Ausgeschlossen wurden Personen ohne ausreichende Deutschkenntnisse, Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen bzw. ohne Einwilligungsfähigkeit und Personen, deren Pflegebedarf höher als Pflegestufe 1 lag.

Obwohl die Teilnehmer auf verschiedenen Wegen rekrutiert wurden, lässt sich fragen, in wie weit die gefundenen Teilnehmer repräsentativ sind. Es ist davon auszugehen, dass viele der alten Menschen, die freiwillig an der Studie teilnahmen, tendenziell eh aktiver in puncto Selbstsorge und dem Managment ihrer Defizite sind, als andere. Da dies aber in den Forschungsgegenstand fällt, ist dies problematisch. Zudem wurde schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass die Auswahlkriterien an sich, bezogen auf die Intervention selbst, aber auch auf die Repräsentativität der Ergebnisse, problematisch sein könnten.

Zur Berechnung der notwendigen Stichprobengröße wurde, bezüglich der Hauptzielgröße „Heimübersiedelung“, von dem Effekt ausgegangen, dass diese sich innerhalb der Stichprobe von 20% auf 7% bei der Interventionsgruppe verringern sollte. Die Drop-Out Rate wurde mit 30% veranschlagt, da in dieser Altergruppe von erhöhter Mortalität und Multimorbidität ausgegangen wird. Der Alphafehler wird mit 5%, also mit einer durchschnittlichen Signifikanz einbezogen, β wird auf 20 % geschätzt,. Die Angabe der „Power“ fehlt, sie wird wahrscheinlich wie üblich auf 80% gesetzt. All dies zusammen ergibt laut Studienbeschreibung eine Stichprobengröße N von 320.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für die Untersuchung einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) im Bereich der häuslichen Altenpflege.

2 Erläuterung und Hintergrund zur Studie: Es werden der demographische Kontext und das Konzept präventiver Hausbesuche als präventive Maßnahme zur Vermeidung von Heimeinweisungen dargestellt.

3 Die Fragestellung der Studie: Die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit präventiver Hausbesuche bei über 80-Jährigen wird definiert und die Erwartungshaltung hinsichtlich der Kosteneffektivität thematisiert.

4 Studiendesign und methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel analysiert das Design der Studie als randomisiert kontrollierte Längsschnittstudie, die Randomisierung, die Stichprobenwahl sowie den linearen Forschungsprozess.

5 Auswertung der Studie: Die Auswertung hinterfragt die Korrektheit der Studienreferenzen, bewertet die statistische Auswertung (Poisson-Regression) und thematisiert den Attrition Bias durch hohe Drop-out-Raten.

6 Zusammenfassende Beurteilung der Studie bezüglich der Gütekriterien: Es erfolgt eine Überprüfung der Studie hinsichtlich der Hauptgütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität, wobei insbesondere die Validität der Teil- und Gesamtstudie kritisch betrachtet wird.

7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Komplexität der evidenzbasierten Pflegeforschung und die Bedeutung präziser methodischer Ansätze.

Schlüsselwörter

Quantitative Forschung, RCT, präventive Hausbesuche, Altenpflege, Geriatrie, randomisiert kontrollierte Studie, Evidenzbasierung, Stichprobe, Validität, Reliabilität, Heimübersiedelung, Poisson-Regression, Attrition Bias, Forschungsdesign, Pflegequalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Beurteilung einer quantitativen Studie zur Effektivität von präventiven Hausbesuchen bei älteren Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind evidenzbasierte Altenpflege, Studiendesign in der Gesundheitsforschung, die Validität von Studienergebnissen und der Nutzen präventiver Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse und methodische Bewertung einer spezifischen klinischen Studie zur Vermeidung von Pflegeheimaufnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode der Literaturrecherche und die kritische Analyse wissenschaftlicher Texte anhand der Gütekriterien für quantitative Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die methodische Analyse des Studiendesigns, der Randomisierung, der Datenerhebung sowie eine kritische Prüfung der Validität der Studienergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie quantitative Forschung, RCT, Validität, präventive Hausbesuche und Altenpflege charakterisiert.

Warum wurde die "falsche" Studie im Laufe der Analyse hinterfragt?

Der Autor stellte fest, dass sich der ursprüngliche Studientitel auf die Reduktion von Pflegeheimaufnahmen bezog, während die später gefundene Publikation den Fokus fast ausschließlich auf die Sturzprävention legte, was eine kritische Hinterfragung der Transparenz erforderte.

Welche Auswirkung hat die hohe Drop-out-Rate auf die Studienergebnisse?

Eine Drop-out-Rate von 25% stellt einen Bias dar, der die interne Validität schwächt und die Aussagekraft der Effektstärke mindert, da die Analyse als Per-Protocol-Analyse und nicht als Intention-to-Treat-Analyse durchgeführt wurde.

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Details

Title
Beurteilung der quantitativen Studie "Growing old at home". Hintergründe, Ergebnisse und Relevanz
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Course
Modul: Evidenzbasierung in der Pflege
Grade
1,0
Author
Dieter Löffler (Author)
Publication Year
2014
Pages
14
Catalog Number
V321588
ISBN (eBook)
9783668218666
ISBN (Book)
9783668218673
Language
German
Tags
beurteilung studie growing hintergründe ergebnisse relevanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dieter Löffler (Author), 2014, Beurteilung der quantitativen Studie "Growing old at home". Hintergründe, Ergebnisse und Relevanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321588
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