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Sklaverei im atlantischen Raum der Frühen Neuzeit. Zu den Auswirkungen afrikanischer Sklaven auf die Wirtschaft der amerikanischen Kolonien und Europa

Title: Sklaverei im atlantischen Raum der Frühen Neuzeit. Zu den Auswirkungen afrikanischer Sklaven auf die Wirtschaft der amerikanischen Kolonien und Europa

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 18 Pages

Autor:in: Alexander Hinz (Author)

History - America
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Die Migration schwarzer Bevölkerungen in die "Neue Welt" auf Grund von Sklavenarbeit in der frühen Neuzeit bis hinein ins 19. Jahrhundert veränderte die Welt und das Gesicht des amerikanischen Kontinentes. Die vorliegende Arbeit geht dieser Migrationsbewegung nach und zeigt auf, wie diese nicht nur die Welt, sondern besonders die Entwicklung Europas beeinflusst hat.

Sklaverei war im Europa der Frühen Neuzeit kein neues Phänomen, das plötzlich aus heiterem Himmel entstanden ist. Seit der Antike gab es Sklaverei; zunächst nur im Mittelmeerraum angesiedelt und danach, ab dem Frühmittelalter und dem Aufkommen des Feudalsystems, auch im restlichen Europa unter der Bezeichnung „Leibeigenschaft“.

Doch auch in Afrika gab es bereits vor Ankunft der Europäer, vor allem in der westafrikanischen Küstenregion, eine Sklaventradition. Doch was war anders an der europäischen Variante des Sklavenhandels, den zunächst die Portugiesen initiierten und die Spanier etablierten und die anderen Kolonialmächte perfektionierten?

In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, warum Sklaven aus Afrika nach Amerika deportiert worden sind. Mit welcher Begründung haben die Europäer diese Verschleppung organisiert? Was waren die vermeintlichen Vorzüge schwarzer Zwangsarbeiter im Gegensatz zu europäischen oder indigenen Arbeitern? Was versprachen sich die Kolonialherren davon und wie wirkte sich der Einsatz von Sklaven auf die Wirtschaft der Kolonien und der Mutterländer in Europa aus?

Zunächst werde ich auf die Sklaventradition in Afrika vor der Ankunft der Europäer eingehen, um danach die Sklaverei in Afrika zu beleuchten, die nach der europäischen Ankunft stattfand. Daraufhin werde ich der Frage nachgehen, was aus europäischer Sicht afrikanische Sklaven für die Neue Welt so attraktiv gemacht hat, um letztendlich die Auswirkungen der Sklaverei auf die Wirtschaft der Kolonien und der Mutterländer in Europa zu schildern. Hierbei werde ich mich auf die gesamte Frühe Neuzeit beziehen, da es mir in dieser Hausarbeit primär darum geht, einen Überblick über den Sklavenhandel als solcher aus europäischer Sicht zu geben und zu begründen, warum der Sklavenhandel so wichtig für das Wachstum der Kolonialwirtschaft (in den Kolonien und in der Metropolis) war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Der Schwarze Atlantik

II. Der Schwarze Atlantik in der Frühen Neuzeit

1) Sklaverei in Afrika vor dem Kontakt mit den Europäern

2) Sklaverei in Afrika nach dem Kontakt mit den Europäern

3) Sklaven für die Amerikas – Warum Afrikaner?

4) Auswirkungen der Sklaverei in den Kolonien und in Europa

a) Auswirkungen in den Kolonien

b) Auswirkungen in Europa

5) Zwischenfazit

III. Endbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Beweggründe für den transatlantischen Sklavenhandel in der Frühen Neuzeit sowie dessen tiefgreifende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in den amerikanischen Kolonien als auch in den europäischen Mutterländern.

  • Historische Sklaventraditionen in Afrika vor und nach europäischem Kontakt.
  • Ökonomische und politische Gründe für die Bevorzugung afrikanischer Zwangsarbeiter gegenüber anderen Gruppen.
  • Die Rolle der Plantagenwirtschaft als Motor der kolonialen Expansion.
  • Wechselwirkungen zwischen kolonialer Produktion und dem europäischen Massenkonsum.
  • Kritische Analyse des Verhältnisses von Rassismus und ökonomischer Notwendigkeit.

Auszug aus dem Buch

3) Sklaven für die Amerikas – Warum Afrikaner?

Es gibt mehrere Gründe, warum die Europäer Afrikaner als Zwangsarbeiter eher bevorzugten als die indigene Bevölkerung Amerikas. Mehrere Gründe wurden hierbei von den Europäern angeführt.30

Im Prinzip kann man sagen, dass es vor allem ökonomische Kriterien waren, die aus der Sicht der Europäer Afrikaner besser geeignet erschienen ließen als Indigene.31

Doch was waren es für Gründe, die die Afrikaner besser für die Arbeiten in den Amerikas erscheinen ließ als Europäer und amerikanische Indigende?

Zunächst muss einmal festgestellt werden, dass die indigene Bevölkerung Amerikas aus europäischer Sicht wegen mehreren Gründen nicht für die Zwangsarbeit geeignet waren:

1.) Die indigene Bevölkerung war auf Grund der ungewohnten Krankheiten, die die Europäer bei der Besiedlung der Neuen Welt in diese mitbrachten, stark dezimiert worden, was dazu führte, dass manche Gegenden entvölkert waren32; wohingegen afrikanische Sklaven, gerade weil sie schon früher mit den Europäern in Kontakt gekommen waren33, gegen diese Krankheiten immunisiert sind und somit bessere Überlebenschancen hatten.34

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Schwarze Atlantik: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historischen Vorbedingungen der Sklaverei und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der ökonomischen Motivation hinter dem transatlantischen Sklavenhandel.

II. Der Schwarze Atlantik in der Frühen Neuzeit: Dieses Kapitel analysiert detailliert die Sklavenstrukturen in Afrika, begründet die Wahl afrikanischer Sklaven für Amerika durch ökonomische und praktische Faktoren und untersucht die wirtschaftlichen Folgen für Kolonien und Europa.

III. Endbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Sklavenhandel primär ein durch Nachfrage nach billigen Waren getriebenes ökonomisches System war, wobei Rassismus eher als Folge denn als Ursache der Sklaverei interpretiert wird.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Sklavenhandel, Frühe Neuzeit, Plantagenwirtschaft, ökonomische Expansion, Kolonialmächte, Zwangsarbeit, Dreieckshandel, Afrika, Amerika, Europa, soziale Auswirkungen, Wirtschaftswachstum, Massenkonsum, Arbeitsdisziplin, Diasporaforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Logik des transatlantischen Sklavenhandels in der Frühen Neuzeit und dessen Bedeutung für die Entwicklung der Kolonialwirtschaft sowie den Wohlstand in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Sklaventraditionen in Afrika, die spezifischen wirtschaftlichen Bedingungen der Plantagenökonomie und die wechselseitigen Handelsbeziehungen zwischen Europa, Afrika und Amerika.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu begründen, warum afrikanische Sklaven als Arbeitskraft gewählt wurden und wie ihr Einsatz maßgeblich zum Wachstum der Kolonialwirtschaft und zur Erhöhung des Lebensstandards in Europa beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Auswertung historischer Primärquellen wie Petitionen von Kolonisten und zeitgenössische Ladelisten, um ökonomische Zusammenhänge zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die strukturellen Veränderungen des Sklavenhandels, vergleicht die Eignung verschiedener Arbeitskräfte und stellt die Auswirkungen der Sklavenwirtschaft auf die Kolonien und das europäische Hinterland dar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Dreieckshandel, die Plantagenwirtschaft, ökonomische Alterität und der transatlantische Sklavenhandel als organisiertes Geschäft.

Welche Rolle spielten die indigenen Völker bei der Entscheidung für afrikanische Sklaven?

Die Arbeit führt aus, dass indigene Völker aufgrund hoher Mortalitätsraten durch eingeschleppte Krankheiten, politischer Schutzrechte durch die spanische Krone und religiöser Vorbehalte zunehmend als Zwangsarbeiter ausschieden.

Inwiefern hat der Sklavenhandel den europäischen Lebensstandard beeinflusst?

Durch den Import von verbilligten Kolonialwaren wie Zucker und Reis konnten die Preise in Europa so weit sinken, dass diese Produkte zu Massengütern wurden, was den allgemeinen Lebensstandard in den europäischen Zentren erhöhte.

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Details

Title
Sklaverei im atlantischen Raum der Frühen Neuzeit. Zu den Auswirkungen afrikanischer Sklaven auf die Wirtschaft der amerikanischen Kolonien und Europa
College
University of Bayreuth
Author
Alexander Hinz (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V321605
ISBN (eBook)
9783668209893
ISBN (Book)
9783668209909
Language
German
Tags
sklaverei raum frühen neuzeit auswirkungen sklaven wirtschaft kolonien europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Hinz (Author), 2009, Sklaverei im atlantischen Raum der Frühen Neuzeit. Zu den Auswirkungen afrikanischer Sklaven auf die Wirtschaft der amerikanischen Kolonien und Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321605
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