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Zur Ambiguität der barocken Tropen in Hofmannswaldaus Liebeslyrik

Analyse des Gedichtes „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“

Titre: Zur Ambiguität der barocken Tropen in Hofmannswaldaus Liebeslyrik

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anika Zoermer (Auteur)

Philologie Allemande - Genres
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Die Sprache der Barocklyrik als allegorisch-emblematische, welche auch in Deutschland von Petrarca und dem Manierismus geprägt war, birgt Anlass zur Untersuchung der daraus resultierenden Ambiguität. Diese ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit und soll anhand des Gedichts „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ von Christian Hofmann von Hofmannswaldau dargestellt und analysiert werden.

Hierzu wird zunächst in die Bildlichkeit der barocken Dichtung eingeführt, wobei die Metapher fokussiert wird. Ihre Erscheinung und Funktion wird vor dem Hintergrund der Epoche und in der Verwendung von Hofmannswaldau veranschaulicht. Über die aus der Verwendung der Tropen resultierende Ambiguität von Gedichtsanalysen wird übergeleitet zu Hofmannswaldau und seiner ausgewählten Ode.

An ihr soll der Pluralismus barocker Lyrik veranschaulicht werden, indem sie auf zwei verschiedene Interpretationsmöglichkeiten hin bearbeitet wird. Ziel dieser Arbeit ist es, exemplarisch zu zeigen, dass Metaphern in der barocken Lyrik auf vielfache Weise interpretiert werden können. Des Weiteren sollen Vermutungen darüber angestellt werden, weshalb sich besonders die Natur- und Jahreszeitenmetaphorik im bearbeiteten Gedicht für die Darstellung der Liebesbeziehung geeignet hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BILDLICHKEIT IN DER LYRIK DES BAROCK

2.1 Metapher und Allegorie als stilistische Formen der Tropen in der barocken Lyrik

2.2 Petrarkismus und Manierismus als Grundlage der Liebeslyrik von Hofmannswaldau

2.3 Bildlichkeit in der Liebeslyrik Hofmannswaldaus

3. CHRISTIAN HOFMANN VON HOFMANNSWALDAU

4. GEDICHTANALYSE: „GEDANCKEN BEY AUFFGEHENDER MORGEN-RÖTHE“

4.1 „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ als Gedicht über die Natur

4.2 „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ als Gedicht über die Liebe

5. SCHLUSS

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ambiguität barocker Metaphorik am Beispiel der Ode „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ von Christian Hofmann von Hofmannswaldau, um aufzuzeigen, wie naturmetaphorische Bilder zur Verschleierung erotischer Inhalte eingesetzt werden.

  • Grundlagen der Bildlichkeit in der Lyrik des Barock
  • Petrarkistische und manieristische Einflüsse auf Hofmannswaldaus Liebeslyrik
  • Methodische Textinterpretation auf syntaktischer, semantischer und pragmatischer Ebene
  • Analyse der Naturdarstellung im ausgewählten Gedicht
  • Interpretation des Gedichts als Ausdruck unerfüllter Liebe und erotischer Konventionen

Auszug aus dem Buch

4.1 „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ als Gedicht über die Natur

Bei der Lektüre der Ode „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ ist zunächst zu konstatieren, dass es ein lyrisches Ich gibt (z.B. V. 8, V. 23, V, 33) und eine Instanz, welche angesprochen wird. Dabei handelt es sich um „Aurora“ (V.1), die Göttin der Morgenröte oder je nach Auslegung des Gedichts um die Morgenröte selbst. Die erste Strophe beschreibt in Farbmetaphern und mithilfe zahlreicher Personifikationen das ‚Schaffen‘ der Morgenröte. „Der purpur triefft“ (V. 2) stellt die Sonnenstrahlen dar, welche beim Sonnenaufgang („aus deiner hand“, V. 2) die Natur rot anstrahlen. Die „bahn von gold und nectar“ (V. 5) kann verstanden werden als eine ‚Bahn‘ aus Feldern, die in der Morgensonne beleuchtet werden und in den Farben Gold und Gelb erscheinen.

In der zweiten Strophe erwacht die Natur zum Leben („ein jedes blat“, V. 7; „ein jeder vogel“, V. 8; „giebet uns mit lust zu wissen“, „dämpfft die nacht“, V. 12). Dies kann so verstanden werden, dass die Vögel zu singen beginnen und die Blätter (möglicherweise vom Wind oder durch die Vögel, welche durch die Landschaft streifen) rascheln. Man kann jedoch auch vermuten, dass es sich bei Blatt und Vogel um ein pars pro toto handelt, wobei der Vogel alles im Himmel und die Blätter alles auf Erden repräsentiert, was durch die Morgensonne sichtbar wird. Insgesamt handelt es sich dabei um ein schönes Landschaftsbild („dein glantz und deiner wunder pracht“, V. 11), auch verstärkt durch die Farben aus der ersten Strophe. Die dritte Strophe konzentriert sich auf die Landschaft beim Sonnenaufgang. Es bleibt bei der Verwendung von Bildern aus dem Naturbereich: „blumen“ (V14); „püschen“, „thal“, „heiden“ (V. 16).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Metaphorik bei Hofmannswaldau und Darlegung der Zielsetzung, die Ambiguität barocker Bilder anhand einer Ode zu untersuchen.

2. BILDLICHKEIT IN DER LYRIK DES BAROCK: Theoretische Herleitung der barocken Bildsprache, Definition von Metapher und Allegorie sowie Einordnung des Petrarkismus und Manierismus als stilistische Grundlagen.

2.1 Metapher und Allegorie als stilistische Formen der Tropen in der barocken Lyrik: Abgrenzung der rhetorischen Mittel der Übertragung und Erläuterung der Bedeutung von Metaphern für das barocke Sprachideal.

2.2 Petrarkismus und Manierismus als Grundlage der Liebeslyrik von Hofmannswaldau: Diskussion der zeitgenössischen Einflüsse auf den Autor und wie er diese formalen Vorgaben teilweise gezielt ignoriert oder erweitert.

2.3 Bildlichkeit in der Liebeslyrik Hofmannswaldaus: Untersuchung des Umgangs mit Erotik, Vergänglichkeit und Naturmotiven in der Poesie des Dichters zur Verdeckung intimer Inhalte.

3. CHRISTIAN HOFMANN VON HOFMANNSWALDAU: Biografischer Abriss des Autors und Einordnung seines Werks in den Kontext der barocken Literatur.

4. GEDICHTANALYSE: „GEDANCKEN BEY AUFFGEHENDER MORGEN-RÖTHE“: Vorstellung des gewählten Textbeispiels und methodische Hinführung zur Interpretation auf verschiedenen Ebenen.

4.1 „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ als Gedicht über die Natur: Detaillierte semantische Analyse der Naturbilder, Farbmetaphorik und jahreszeitlichen Elemente im Gedicht.

4.2 „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ als Gedicht über die Liebe: Interpretation des Gedichts als Liebeslyrik, bei der die Natur als Chiffre für das Gefühlsleben und die Anbetung der Frau dient.

5. SCHLUSS: Synthese der Analyseergebnisse und Reflexion darüber, wie Metaphern in barocker Lyrik gleichzeitig verdecken und enthüllen.

Schlüsselwörter

Barock, Hofmannswaldau, Metapher, Liebeslyrik, Ambiguität, Petrarkismus, Manierismus, Naturmetaphorik, Erotik, Gedichtanalyse, Vanitas, Carpe Diem, Allegorie, Bildlichkeit, Lyrik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der barocken Lyrik von Christian Hofmann von Hofmannswaldau und untersucht, wie metaphorische Sprache dazu genutzt wird, tiefere Sinngehalte zu verschleiern oder mehrdeutig zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Theorie der barocken Bildlichkeit, die Rolle von Metaphern in der Liebeslyrik sowie die literarhistorische Einordnung des Petrarkismus und Manierismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, anhand des Gedichts „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“ die Ambiguität barocker Tropen zu veranschaulichen und aufzuzeigen, wie Naturmetaphern als Vehikel für erotische Aussagen fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Interpretation erfolgt nach den methodischen Überlegungen von Rainer Warning, wobei die Textanalyse auf syntaktischer, semantischer und pragmatischer Ebene durchgeführt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur barocken Bildlichkeit und einen praktischen Analyseteil, der das Gedicht zunächst auf Naturmotive und anschließend auf dessen Liebes- und Erotikbezug hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Barock, Metaphorik, Ambiguität, Hofmannswaldau, Vanitas, Carpe Diem und die Analyse von Natur- und Liebesmetaphorik.

Wie spielt der Jahreszeitenwechsel im Gedicht eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass der Wechsel von Herbst über Winter bis zum Frühling nicht nur Naturbeschreibung ist, sondern auch die Vergänglichkeit (Vanitas) thematisiert und das Carpe Diem-Motiv unterstreicht.

Warum wird im Gedicht der Begriff „schöne ungeheur“ verwendet?

Dieser Begriff unterstreicht die ambivalente Natur der Liebe im Barock, die sowohl als Quelle von Schönheit und Glück als auch als Gefahr und Schmerz wahrgenommen wird.

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Résumé des informations

Titre
Zur Ambiguität der barocken Tropen in Hofmannswaldaus Liebeslyrik
Sous-titre
Analyse des Gedichtes „Gedancken bey auffgehender morgen-röthe“
Cours
Barocklyrik
Note
1,3
Auteur
Anika Zoermer (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
19
N° de catalogue
V321649
ISBN (ebook)
9783668211551
ISBN (Livre)
9783668211568
Langue
allemand
mots-clé
Lyrik Barock Barocklyrik gedicht Gedichtanalyse Vergleichende Analyse Hofmannswaldau Literaturwisseschaft Literatur Barockgedicht Tropen Metapher Metaphernuntersuchung
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Citation du texte
Anika Zoermer (Auteur), 2014, Zur Ambiguität der barocken Tropen in Hofmannswaldaus Liebeslyrik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321649
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Extrait de  19  pages
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