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Cybermobbing. Eine Analyse sprachlicher Gewalt anhand ausgewählter Facebook-Accounts

Titre: Cybermobbing. Eine Analyse sprachlicher Gewalt anhand ausgewählter Facebook-Accounts

Thèse de Master , 2014 , 135 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Kathrin Kubitza (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Da die Zahl der Cybermobbing-Opfer stetig zunimmt, ist es dringend notwendig, Forschungen über Cybermobbing in Angriff zu nehmen, um hieraus Präventionen herauszuarbeiten sowie jene letztlich auch erfolgreich anzuwenden. Unumgänglich ist dabei, sich mit dem Thema ausführlich zu befassen und auseinanderzusetzen. Zumal Cybermobbing ein sehr komplexes sowie vielschichtiges Phänomen ist, sind Untersuchungen aus differenten Wissenschaftsbereichen erforderlich. Dies bedeutet, dass Cybermobbing u. a. aus dem soziologischen, pädagogischen, medizinischen und psychologischen Blickwinkel untersucht werden sollte, um ein sachkundiges Verständnis hiervon zu erhalten. Aus diesem Grund verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, durch die linguistische Analyse der Gewaltsprache beim Cybermobbing einen Beitrag zum Verständnis jenes facettenreichen Phänomens zu leisten. Erst auf der Grundlage des Verständnisses, d. h. wie sprachliche Gewalt konstruiert ist und welche Effekte jene hervorrufen kann, können Einsicht und Kenntnis erfolgen, welche für die Präventionsentwicklung essentiell sind (vgl. Groeben, 2009, S. 121; Schwarz-Friesel, 2013, S. 234). Marx und Weidacher (2014, S. 170) werden konkreter und erklären den Nutzen einer linguistischen Analyse von Cybermobbing so: „[Eine linguistische Analyse] kann nicht verhindern, dass sich das Opfer zutiefst verletzt fühlt, aber sie kann helfen offen zu legen, warum eine Äußerung so bedrohlich, verletzend oder beängstigend wirkt. […] Wenn die Strategien und sprachlichen Mittel die ein Täter anwendet >>enttarnt<< werden können, gelingt es dem Opfer möglicherweise, die sprachliche Gewalttat für sich einzuordnen und zu relativieren.“
Aufgrund dessen soll analysiert werden, wie sich Gewalt gegen eine Person in dem heutigen ‚Netzjargon‘ äußert. Folglich sollen Textpassagen aus Beiträgen der sozialen Plattform ‚Facebook‘ herangenommen und auf ihre sprachliche Gewalt hin untersucht werden. An dieser Stelle soll noch einmal erwähnt werden, dass speziell nur sprachliche Gewalt analysiert wird, welche sich in diesem Fall konkret gegen Personen richtet und in schriftlicher Form vorliegt. Neben der im Vordergrund stehenden Analyse der sprachlichen Gewalt beider Facebook-Accounts wird zudem untersucht, ob Unterschiede im Kontext der Gewaltintensität zwischen diesen zu finden sind. Hierbei wird versucht, die These zu stützen, dass eine prominente, bewusst provokative Person eine gewaltreichere Sprache erfährt als ein Alltagsmensch.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Beispiele von Cybermobbing

1.2 Relevanz und Ziel der Arbeit

1.3 Forschungsstand

1.4 Verwendetes Korpus

1.5 Aufbau und Struktur der Arbeit

2. Cybermobbing

2.1 Was ist Cybermobbing?

2.2 Das Prekäre an Cybermobbing

2.3 Verletzungspotential und Auswirkungen von Cybermobbing

3. Gewaltsprache

3.1 Gewalt und Sprache – Gegensätze?

3.1.1 Gewalt

3.1.2 Sprache und ihr Handlungspotenzial

3.2 Was ist Gewaltsprache?

3.3 Warum kann Sprache verletzen?

4. Strategien verbaler Gewalt

4.1 Pejoration des Eigennamens

4.1.1 Schimpfwörter

4.1.2 Metaphern und Vergleiche

4.1.3 Kategorisierung und Stereotypisierung

4.1.4 Pronominale Anrede

4.2 Grammatik verbaler Gewalt

4.2.1 Komparativ und Diminuitiv

4.2.2 Partikeln

4.3 Gewaltpotenzial bestimmter Sprechakte

4.3.1 Sprechakt ‚Beschimpfen, Beleidigen‘

4.3.2 Sprechakt ‚Auslachen‘

4.3.3 Sprechakt ‚aggressives Kritisieren‘

4.3.4 Sprechakt ‚aggressives Auffordern‘

4.3.5 Sprechakt ‚Drohen‘

4.3.6 Sprechakt ‚Widersprechen‘

4.4 Kurzes Resümee der herausgearbeiteten Strategien

5. Analyse der sprachlichen Gewalt zweier Facebook-Accounts

5.1 Hat die Gewaltsprache ihre Wirkung erzielt?

5.2 Das Gewaltpotenzial einiger Kommunikationsbedingungen

5.2.1 Physische Nähe bzw. Distanz und Vertraut- bzw. Fremdheit

5.2.2 Privatheit bzw. Öffentlichkeit und Endgültigkeit

5.2.3 Dialogizität bzw. Monologizität

5.2.4 Synchronität bzw. Asynchronität

5.2.5 Spontanität und freie Themenentwicklung

5.2.6 Emotion

5.2.7 Gewaltpotenzial der Oraliteralität der Facebook-Sprache

5.3 Verwendete Strategien verbaler Gewalt bei Melisa Omeragic

5.3.1 Sprechakt ‚Beschimpfen, Beleidigen‘

5.3.2 Sprechakt ‚Auslachen‘

5.3.3 Sprechakt ‚aggressives Kritisieren‘

5.3.4 Sprechakt ‚aggressives Auffordern‘

5.3.5 Sprechakt ‚Drohen‘

5.3.6 Sprechakt ‚Widersprechen‘

5.4 Verwendete Strategien verbaler Gewalt bei Conchita Wurst

5.4.1 Sprechakt ‚Beschimpfen, Beleidigen‘

5.4.2 Sprechakt ‚Auslachen‘

5.4.3 Sprechakt ‚aggressives Kritisieren‘

5.4.4 Sprechakt ‚aggressives Auffordern‘

5.4.5 Sprechakt ‚Drohen‘

5.4.6 Sprechakt ‚Widersprechen‘

5.5 Kurzer Vergleich des Gewaltpotenzials beider Facebook-Accounts

6. Fazit und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch eine linguistische Analyse der Gewaltsprache beim Cybermobbing einen Beitrag zum Verständnis dieses komplexen Phänomens zu leisten und aufzuzeigen, wie sprachliche Gewalt konstruiert ist, um Präventionsmöglichkeiten zu unterstützen.

  • Phänomenologie und Auswirkungen von Cybermobbing
  • Linguistische Fundierung von Sprache als Waffe
  • Strategien und grammatikalische Mittel verbaler Gewalt
  • Analyse der Gewaltintensität in sozialen Netzwerken (Facebook)
  • Untersuchung des Gewaltpotenzials bei prominenten vs. privaten Personen

Auszug aus dem Buch

1.1 Beispiele von Cybermobbing

„Ich habe niemanden. Ich brauche jemanden“ (Mitic-Pigorsch, 2012). Amanda Todds schrieb diesen letzten Hilferuf auf Karteikarten, die sie schweigend in ihrem Youtube-Clip in die Kamera hält. Neun Minuten lang erzählen die Karteikarten von ihrer qualvollen Lebensgeschichte. So lernte sie einen jungen Mann im Internet kennen, vertraute ihm und schickte ihm, auf seine Bitte hin, Nacktaufnahmen von sich. Der junge Mann forderte mehr Bilder, bedrohte sie und leitete die Nacktaufnahmen, nachdem sie sich weigerte, weitere zu senden, schließlich an ihre Schulkameraden weiter. Die Fotos landeten sogar auf Facebook-Seiten, die für jeden öffentlich zugänglich waren. Ihre Mitschüler begannen sie zu beschimpfen, zu schlagen, zu demütigen. Der Horror endete jedoch nicht hinter verschlossenen Türen, sondern ging in der virtuellen Welt weiter. So entstanden im Internet eine regelrechte Hetzjagd und Verschwörung gegen die 15-jährige Kanadierin. Unzählige Schulwechsel änderten nichts an der Situation, bis Amanda letztlich zu Drogen und Alkohol griff, sogar versuchte, sich vergeblich mit Bleichmittel umzubringen. Ihr zweiter Selbstmordversuch war schließlich erfolgreich. Amanda Todds wurde nur 15 Jahre alt. Sie nahm sich am 10. Oktober 2012, nach jahrelangem qualvollem Mobbing und etwa einem Monat nach ihrem letzten Hilferuf, in Form des selbstgefilmten Youtube-Videos, das Leben. Der Fall Amanda Todds ist der weltweit Bekannteste im Kontext Cybermobbing, jedoch bei weitem nicht der einzige (vgl. Bradke, 2014, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aktualität des Themas Cybermobbing ein und definiert die Relevanz sowie das Ziel der Arbeit, sprachliche Gewalt auf Facebook zu untersuchen.

2. Cybermobbing: Hier werden Definitionen von Cybermobbing erarbeitet, die Gefahren erläutert und die gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen auf die Opfer dargelegt.

3. Gewaltsprache: Dieses Kapitel verknüpft das Phänomen Cybermobbing mit linguistischen Theorien, um das Handlungspotenzial und die verletzende Wirkung von Sprache wissenschaftlich zu begründen.

4. Strategien verbaler Gewalt: Hier werden konkrete verbale und grammatikalische Mittel wie Schimpfwörter, Metaphern und spezifische Sprechakte systematisch aufgeführt, die zur Ausübung von Gewalt genutzt werden.

5. Analyse der sprachlichen Gewalt zweier Facebook-Accounts: Der empirische Teil untersucht konkret die Facebook-Diskussionen rund um Melisa Omeragic und Conchita Wurst auf ihre sprachliche Gewalt, Kommunikationsbedingungen und Gewaltintensität.

6. Fazit und Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Erkenntnis unterstrichen, dass prominente Personen eine intensivere verbale Gewalt erfahren als Alltagsmenschen, was Ansatzpunkte für die Prävention liefert.

Schlüsselwörter

Cybermobbing, verbale Gewalt, Gewaltsprache, Facebook, Sprechakt, Pejoration, Beleidigung, Aggression, Online-Kommunikation, Oraliteralität, linguistische Analyse, Prävention, Netzjargon, soziale Netzwerke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse sprachlicher Gewalt im Kontext von Cybermobbing, insbesondere auf der sozialen Plattform Facebook.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Definition von Cybermobbing, die psycholinguistische Wirkweise von Gewaltsprache sowie die Untersuchung, wie spezifische Kommunikationsbedingungen im Netz die Gewaltintensität beeinflussen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sprachliche Gewalt konstruiert ist, um daraus Erkenntnisse für die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen abzuleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt eine linguistische Analyse, gestützt auf Sprechakttheorien (Austin, Searle) und diskursanalytische Konzepte, um Beiträge auf zwei spezifischen Facebook-Accounts auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Strategien verbaler Gewalt und eine anschließende empirische Untersuchung der Facebook-Kommentare von Melisa Omeragic und Conchita Wurst.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Cybermobbing, verbale Gewalt, Sprechakte, Oraliteralität, soziale Netzwerke und Prävention.

Welcher Unterschied besteht zwischen dem Mobbing bei den beiden untersuchten Personen?

Während sich die Angriffe gegen Melisa Omeragic primär auf ihr Aussehen und ihre Person beziehen, dient die Erscheinung von Conchita Wurst als Projektionsfläche für eine gesellschaftspolitische Debatte, was oft zu einer noch gewaltreicheren, ideologisch geprägten Sprache führt.

Welche Rolle spielt die "Oraliteralität" bei der Eskalation der Gewalt?

Die Autorin zeigt auf, dass die Internetsprache bei Facebook trotz ihrer schriftlichen Form viele Merkmale mündlicher Kommunikation (Spontanität, Emotionalität) aufweist, was eine unmittelbare, ungefilterte und dadurch besonders verletzende Kommunikation begünstigt.

Fin de l'extrait de 135 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Cybermobbing. Eine Analyse sprachlicher Gewalt anhand ausgewählter Facebook-Accounts
Université
Technical University of Darmstadt
Note
1,3
Auteur
Kathrin Kubitza (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
135
N° de catalogue
V321674
ISBN (ebook)
9783668263819
ISBN (Livre)
9783668263826
Langue
allemand
mots-clé
Gewaltsprache Facebook Moobing Cybermobbing Gewalt mit Sprache Sprachwissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kathrin Kubitza (Auteur), 2014, Cybermobbing. Eine Analyse sprachlicher Gewalt anhand ausgewählter Facebook-Accounts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321674
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Extrait de  135  pages
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