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Das dialogische Prinzip. Zugänge für die Soziale Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen

Titre: Das dialogische Prinzip. Zugänge für die Soziale Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen

Dossier / Travail , 2015 , 13 Pages

Autor:in: Thomas Schwarz (Auteur)

Travail Social
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Nachfolgend soll genauer darauf geblickt werden, welche Anschauungsmöglichkeiten vom Wesen und der Bedeutung des dialogischen Geschehens einer Sozialen Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen bestehen. Dies soll anhand eines anthroposophischen und psychoanalytischen Ansatzes dargestellt werden, was sicherlich in sozialwissenschaftlicher Hinsicht willkürlich erscheint, aber hier aufgrund des vorgegebenen Umfanges der Ausarbeitung erfolgt.

Beide Ansätze werden zunächst eingebettet in das professionelle Selbstverständnis Sozialer Arbeit, wobei der Blick aus einer Beurteilung gegenwärtiger Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit heraus erfolgt. Dies ist notwendig, da diese spürbar bis in die Mikroebene der AdressatInnenbeziehung hineinwirken. Zur Verdeutlichung sei auf die mittlerweile von Kostenträgern geforderte, fast minutiös zu erbringende Leistungsdokumentation im Rahmen des Persönlichen Budgets verwiesen.

Ein Kernproblem Sozialer Arbeit ist das Machtgefälle zwischen Professionellen und Klientel. Darüber täuschen auch die klassischen Methoden wie Empowerment oder klientenzentrierte Arbeit nicht hinweg. Neben aller Methodik ist Wahrhaftigkeit im Umgang mit den Hilfebedürftigen eine zentrale Herausforderung.

Das dialogische Prinzip stellt dabei eine Haltung dar, wie die Begegnung in der Sprache Wege zum Du ebnen kann. Dieses Haltungsprinzip ist zugleich eine dringend erforderliche Ablösung des inflationären Gebrauchs des Begriffs der Empathie.

Das dialogische Prinzip unterscheidet sich von jeglicher Methode durch die kaum von vornherein kalkulierbaren Resultate, die als Folge eines wirklichen Dialogs einzutreten vermögen, und Klientel und Professionelle in ein stimmiges Verhältnis zueinander bringen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 .Die Ausgangsbedingungen für eine dialogisch orientierte Soziale Arbeit

3. Der Dialog als sozialpädagogische Intervention und Grundlage

4. Der anthroposophische Ansatz einer professionellen Beziehungsgestaltung

5. Der Dialog in der psychoanalytischen Sozialen Arbeit

6. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzungsmöglichkeiten des dialogischen Prinzips in der ambulanten Sozialen Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen. Ziel ist es, unter Einbezug anthroposophischer und psychoanalytischer Ansätze aufzuzeigen, wie trotz institutioneller Rahmenbedingungen eine menschliche, auf Begegnung ausgerichtete Beziehungsgestaltung gelingen kann.

  • Professionelle Beziehungsgestaltung in der Sozialpsychiatrie
  • Die Rolle des Dialogs als sozialpädagogische Intervention
  • Anthroposophische Perspektiven auf Begegnung und Anerkennung
  • Psychoanalytische Konzepte des szenischen Verstehens und fördernden Dialogs
  • Herausforderungen durch aktivierende Sozialpolitik und Ökonomisierung

Auszug aus dem Buch

4. Der anthroposophische Ansatz einer professionellen Beziehungsgestaltung

Blomaard unterscheidet Begleitung, Gestaltung und Symmetrie in der Beziehungsarbeit mit behinderten Menschen. „Begleitung als Beziehung“ stelle demzufolge die „Frage der professionellen Aufgabe des Begleiters – als solcher wird der professionell Handelnde im Kontext einer Pädagogik und Sozialen Arbeit benannt. Begleitung umfasst dabei „(…) jede Art von Hilfe, Fürsorge, Betreuung, Unterstützung, Beratung und Beistand für Menschen mit geistiger Behinderung(…)“ (Blomaard 2012, 14). Aus der jahrelangen waldorf – pädagogischen Erfahrung des Verfassers lässt sich aber festhalten, dass dies nicht auf das Klientel mit sog. „geistiger“ Behinderung zu beschränken ist. Mit „Gestaltung der Beziehung“ sei sowohl die Form als auch der Inhalt der Beziehung gemeint. Mit der „Symmetrie in der Beziehung“ wird Gleichwertigkeit im Sinne einer „existenziellen Gleichheit aller Menschen“ beschrieben.

Nach Blomaard gilt es in der Beziehungsgestaltung über eine bloße „Ethik der Anerkennung“ behinderter Menschen hinaus zu gehen, ein „(…) Interesse an diesem individuellen Menschen(…)“ zu haben und damit mehr als nur den „Mitmenschen“ anzuerkennen. „(…) Anerkennung heißt: Du verdienst als Person meine Achtung und wir sind im Prinzip beide gleichwertige Personen. Anerkennung kann eine kognitive Leistung bleiben, mehr oder weniger von einem Achtungsgefühl getragen. Sich zu interessieren bedeutet eben sich zu engagieren(…)“(ebd.,196). Der Dialog mit dem – wie in der hier eingenommenen Sicht – psychisch erkrankten, erwachsenen Menschen, wäre demzufolge als eine „vorstellungsfreie Begegnung“ zu führen, denn: „(…) Es geht um die starke Intention, den anderen Menschen wirklich kennenlernen zu wollen. Wenn man aber von antisozialen Trieben geführt wird, und diese das freie Interesse am anderen Menschen verhindern, dann muss man sich von den normalen Regungen dieser Triebe befreien, damit dieses Interesse aufkommen kann(…)“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die ambulante psychosoziale Begleitung ein und thematisiert das Spannungsfeld zwischen professioneller Beziehungsgestaltung und den heutigen Rahmenbedingungen.

2 .Die Ausgangsbedingungen für eine dialogisch orientierte Soziale Arbeit: Dieses Kapitel beleuchtet die sozialpolitischen und institutionellen Herausforderungen, wie die Ökonomisierung und die Gefährdung einer lebensweltorientierten Hilfe.

3. Der Dialog als sozialpädagogische Intervention und Grundlage: Hier wird der Dialog als wesentliches Begegnungsgeschehen definiert, das über rein methodisches Handeln hinausgeht und die existenzielle Würde des Klienten betont.

4. Der anthroposophische Ansatz einer professionellen Beziehungsgestaltung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung von Symmetrie, Anerkennung und einer vorstellungsfreien Begegnung für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen.

5. Der Dialog in der psychoanalytischen Sozialen Arbeit: Die Konzepte des szenischen Verstehens und des fördernden Dialogs werden als Werkzeuge zur Erforschung der inneren Wirklichkeit und zur Beziehungsdynamik dargestellt.

6. Schluß: Das Fazit fasst zusammen, dass das Dialogische die zentrale Grundlage der Sozialen Arbeit ist und die dyadische Beziehung ein essenzielles Gegenstück zu kollektiven, entfremdenden Tendenzen bildet.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Psychische Erkrankungen, Dialogisches Prinzip, Sozialpsychiatrie, Beziehungsgestaltung, Anthroposophie, Psychoanalyse, Szenisches Verstehen, Inklusion, Empowerment, Lebensweltorientierung, Begegnung, Professionelle Hilfe, Behindertenrechtskonvention, Anerkennung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und der Bedeutung des dialogischen Prinzips in der ambulanten Sozialen Arbeit, speziell in der Begleitung psychisch erkrankter Erwachsener.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die ethische Beziehungsgestaltung, die Kritik an einer rein aktivierenden Sozialpolitik sowie die Integration philosophischer und psychoanalytischer Ansätze in die professionelle Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, theoretische Ansätze (Anthroposophie und Psychoanalyse) auf die Praxis der Sozialen Arbeit zu beziehen, um eine menschengemäße und würdevolle Beziehungsgestaltung in schwierigen institutionellen Kontexten zu begründen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig geisteswissenschaftliche Ansätze, insbesondere die anthroposophische Sichtweise (nach Blomaard und Steiner) sowie psychoanalytische Konzepte (Szenisches Verstehen nach Stemmer-Lück).

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Dialogs, die anthroposophische Perspektive auf die Beziehungsarbeit und der psychoanalytische Zugang über das szenische Verstehen ausführlich diskutiert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Dialog, Begegnung, Beziehungsdynamik, Soziale Arbeit und psychische Erkrankung.

Inwiefern beeinflusst die moderne Sozialpolitik die dialogische Arbeit?

Der Autor argumentiert, dass eine zunehmende Ökonomisierung und die Forderung nach Leistungsdokumentation das dialogische Miteinander und die authentische Begegnung zwischen Sozialarbeiter und Klient erschweren.

Was bedeutet das "szenische Verstehen" für die Soziale Arbeit?

Es dient als Instrument, um unbewusste Beziehungsmuster, die in der Interaktion zwischen Fachkraft und Klient entstehen, aufzudecken und therapeutisch bzw. pädagogisch reflektiert nutzbar zu machen.

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Résumé des informations

Titre
Das dialogische Prinzip. Zugänge für die Soziale Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences  (Sozialwesen)
Cours
Theorie und Gegenstandsgeschichte der Sozialen Arbeit
Auteur
Thomas Schwarz (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
13
N° de catalogue
V321689
ISBN (ebook)
9783668210554
ISBN (Livre)
9783668210561
Langue
allemand
mots-clé
prinzip zugänge soziale arbeit erwachsenen
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Citation du texte
Thomas Schwarz (Auteur), 2015, Das dialogische Prinzip. Zugänge für die Soziale Arbeit mit psychisch erkrankten Erwachsenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321689
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