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Qualität durch Standardisierung

Title: Qualität durch Standardisierung

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: gut (2,0)

Autor:in: Maik Teichgräber (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Eine veränderte wirtschaftliche Situation, verbunden mit einschneidenden Reformen und Sparkursen, lässt die Forderung nach Optimierung und Qualität auch in der Praxis der Berufsausbildung aufleben. Gerade deshalb bestreitet die Berufspädagogik seit den 90er Jahren neben den traditionellen Inhalten der betrieblichen Aus- und Weiterbildung ein neues und lukratives Aufgabenfeld – die Kontrolle und Evaluation von Bildungsmaßnahmen. Überall dort, „wo öffentlich über pädagogische Praxis diskutiert und wirksam gehandelt wird, wird Evaluation als zentrales Maß von Bildungsmanagement und Qualitätssicherung genutzt. Das ganze Instrumentarium qualitativer und quantitativer Forschung von der Beobachtung über die mündliche und schriftliche Befragung bis hin zur Dokumentenanalyse ist gegenwärtig im Einsatz, um die Wirksamkeit pädagogischer Arbeit zu erfassen“ (Gieseke 2002, S. 68). Die gesteigerte Nachfrage an Verbesserungsvorschlägen im Rahmen der Unternehmensentwicklung, sowie der Steuerung und qualitätssichernden Begleitung von Bildungsprozessen und Bildungsmaßnahmen, lässt das Angebot an vielseitigen Evaluationsmöglichkeiten explodieren. Die anbietenden Institute, Vereine und Unternehmungen werben mit voluminös anwirkenden Versprechungen der Kostenersparung und Optimierung bzw. Rationalisierung. Aber können diese Zusagen überhaupt in die Realität umgesetzt werden? Festzuhalten gilt, dass viele Programme der Aus- und Weiterbildung, Erziehung und Bildung evaluiert werden, um deren Qualität festzustellen und durch Optimierungsansätze diese zu steigern. Wenn die Evaluation jene Bildungsmaßnahme qualitativ verbessern soll bleibt jedoch eine zentrale Frage offen: Was ist eine gute Evaluation und wodurch wird sie eine gute Evaluation? Der dabei immer wiederkehrende schillernde Begriff der Qualität soll in dieser Arbeit nicht nach dem Hintergrund des Ausgangs der Evaluation sondern nach den Inhalten und Abläufen der Maßnahme selbst betrachtet werden. Dabei werden die von dem „Joint Committee on Standards for Educational Evaluation“ aufgestellten und vertretenen „Standards“ einer Evaluationsmaßnahme im Mittelpunkt stehen. Diese „Standards“ sind als Hilfsmittel anzusehen und „stellen eine Anleitung für Evaluationen von pädagogischen Programmen, Projekten und Materialien in verschiedensten Bereichen dar. Zielgruppen sind sowohl die Nutzer von Evaluationen als auch die Evaluatorinnen selbst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung und definitorische Einordnung

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Definitionsansatz

3 Vorbemerkungen zu den Evaluationsstandards

3.1 Die Entstehung der „Standards“

3.2 Das „Joint Committee on Standards for Educational Evaluation

4 Analyse der Evaluationsstandards

4.1 Inhalt und Struktur der Standards

4.1.1 Nützlichkeitsstandards (N1-N7)

4.1.2 Durchführbarkeitsstandards

4.1.3 Korrektheitsstandards

4.1.4 Genauigkeitsstandards

4.1.5 Gewichtung der Standards

5 Evaluationsstandards in der Praxis

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der „Evaluationsstandards“ des Joint Committee on Standards for Educational Evaluation als Instrument zur Qualitätssicherung in Bildungsmaßnahmen. Das primäre Ziel ist es, die Struktur, die theoretischen Grundlagen und die praktische Anwendbarkeit dieser Standards zu analysieren, um zu klären, wie sie zur Verbesserung der Evaluationsqualität beitragen können.

  • Grundlagen und Begriffsbestimmung von Evaluation
  • Entstehungsgeschichte des Joint Committee on Standards
  • Strukturelle Analyse der 30 Evaluationsstandards (Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Korrektheit, Genauigkeit)
  • Praktische Anwendung und Limitationen von Evaluationsstandards

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Nützlichkeitsstandards

Die Nützlichkeitsstandards legen fest, ob die jeweilige Evaluationsmaßnahme den Informationsbedürfnissen der beteiligten Gruppen gerecht wird. Dabei werden nicht nur die von der Umsetzung des Programms direkt betroffenen Personen impliziert, sondern auch die dafür verantwortlichen (N1: Ermittlung der Beteiligten und Betroffenen, N2: Glaubwürdigkeit der Evaluatorin, N3: Umfang und Auswahl der Informationen). Die dafür durchaus notwendigen Berichte und Erörterungen sollen das Zustandekommen der Ergebnisse nachvollziehbar machen (N4: Feststellen von Werten, N5: Klarheit des Berichts) und gleichzeitig die „Interpretationen enthalten, welche die zugrunde liegenden Werturteile offen legen“ (Beywl 1988, S. 117). Diese Informationen sind rechtzeitig an alle Beteiligten zu verteilen, um durch deren Schlussfolgerungen und Interpretationen Rückschlüsse zur Verbesserung des Programms zu gewinnen (N6: Rechtzeitigkeit und Verbreitung des Berichts, N7: Wirkung der Evaluation).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Evaluation in der modernen Berufspädagogik ein und stellt die Fragestellung nach der Qualität von Evaluationen sowie die Bedeutung der Standards in den Mittelpunkt.

2 Begriffsbestimmung und definitorische Einordnung: Hier werden semantische Ursprünge und verschiedene Definitionsansätze der Evaluation erläutert, um ein fachliches Verständnis für den Bildungs- und Weiterbildungskontext zu schaffen.

3 Vorbemerkungen zu den Evaluationsstandards: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Standards und die Rolle des Joint Committee on Standards for Educational Evaluation als zentrale Organisation für deren Entwicklung.

4 Analyse der Evaluationsstandards: In diesem Hauptteil werden die vier Kernkategorien der Standards – Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Korrektheit und Genauigkeit – detailliert analysiert und deren Gewichtung kritisch diskutiert.

5 Evaluationsstandards in der Praxis: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung der Standards zur Qualitätssicherung und beleuchtet Ursachen für Qualitätsmängel bei Evaluationsprojekten.

6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über den Nutzen der Standards als Instrument zur Qualitätssteigerung und zeigt gleichzeitig die Grenzen ihrer Anwendung auf.

Schlüsselwörter

Evaluation, Qualitätsmanagement, Bildungsmaßnahme, Joint Committee, Evaluationsstandards, Nützlichkeitsstandards, Durchführbarkeitsstandards, Korrektheitsstandards, Genauigkeitsstandards, Berufspädagogik, Qualitätssicherung, Meta-Evaluation, Bildungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Qualität von Evaluationsmaßnahmen im Bildungsbereich und analysiert die Standards des Joint Committee on Standards for Educational Evaluation als steuerndes Instrument.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Evaluation, die Genese der Standards sowie deren inhaltliche Strukturierung in vier Hauptkategorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Anwendung der Evaluationsstandards eine fundierte Qualitätssicherung und eine Verbesserung der Evaluationsergebnisse erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse und der strukturellen Untersuchung der offiziellen Standards basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die 30 Einzelstandards, die in die vier Kategorien Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Korrektheit und Genauigkeit unterteilt sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Evaluation, Qualitätssicherung, Standards und berufspädagogische Evaluation charakterisiert.

Wie werden konkurrierende Standards in der Praxis gelöst?

Laut dem Text erfordert die Anwendung der Standards bei Interessenkonflikten das Fingerspitzengefühl der Evaluatoren, da die Standards als Maximalanspruch und nicht als starre Minimalvorgaben zu verstehen sind.

Warum ist Meta-Evaluation ein Bestandteil der Standards?

Die Meta-Evaluation dient dazu, die Evaluationsmaßnahme selbst hinsichtlich der Standards formativ und summativ zu prüfen, um so die Qualität des gesamten Prozesses sicherzustellen.

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Details

Title
Qualität durch Standardisierung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
gut (2,0)
Author
Maik Teichgräber (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V32178
ISBN (eBook)
9783638329620
Language
German
Tags
Qualität Standardisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Teichgräber (Author), 2004, Qualität durch Standardisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32178
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