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Der Stellenwert von CAPM und APT als Kapitalkostenmodelle

Eine kritische Würdigung

Título: Der Stellenwert von CAPM und APT als Kapitalkostenmodelle

Tesis (Bachelor) , 2013 , 70 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Martin Herma (Autor)

Economía de las empresas - Control de gestión
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In der heutigen Unternehmenspraxis führt kaum ein Weg an dem Begriff „Kapitalkosten“ vorbei. „Wir verdienen eine Prämie auf unsere Kapitalkosten“, verkündet der deutsche Chemiekonzern BASF (2013). „Um den Ressourceneinsatz im Konzernbereich Automobile effizient zu gestalten und dessen Erfolg zu messen, nutzen wir seit vielen Jahren den Wertbeitrag, eine an den Kapitalkosten ausgerichtete Steuerungsgröße“, lässt Deutschlands größter Automobilkonzern Volkswagen (2013) verlauten.

Auch Unternehmensberatungen erkennen den hohen Stellenwert der Kapitalkosten. So beschreibt die Strategieberatung Roland Berger die Kapitalkosten als „zentrales Element für strategische Entscheidungen“, während McKinsey Deutschlandchef Frank Mattern den Kapitalkosten in Zukunft einen noch höheren Stellenwert zuschreibt. Wie entscheidend die Höhe der Kapitalkosten sein kann, illustrieren McNulty, Yeh, Schulze und Lubatkin (2002, S. 114) anhand eines effektvollen Beispiels. Hätte man im Jahr 2002 den britischen Telefonkonzern Vodafone mittels eines discounted cash flow Verfahrens bewertet, so hätte eine kleine Änderung der dabei verwendeten Kapitalkosten von 12% auf 11,6% zu einen Unternehmenswertzuwachs von £13,4 Milliarden geführt.

Doch was steckt nun hinter dieser enorm wichtig erscheinenden Zahl? Für ihre Bestimmung existieren verschiedene Methoden. Zwei bekannte und viel diskutierte Modelle sind dabei das Capital Asset Pricing Model (CAPM) und die Arbitrage Pricing Theory (APT). Beide Modelle sehen sich heftiger Kritik ausgesetzt. Moosa (2013, S. 63) gelangt so bspw. zu dem vernichtenden Urteil, dass die Modelle „theoretically bankrupt, empirically unsupported, and practically useless at best and misleading at worst“ sind. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Stellenwert dieser Kritik für die Unternehmenspraxis zu erfassen und abschließend in einer kritischen Würdigung folgende Forschungsfragen zu beantworten:

(1) Welches Modell bietet sich für den Einsatz in der Praxis an?
(2) Auf welche Bereiche sollte sich die künftige Forschung konzentrieren?

DIe Arbeit gliedert sich wie folgt: Grundlagenteil (Darstellung der theoretischen Hintergründe der Effizientmarkhypothese, des CAPM und der APT); Diskussionsteil (theoretische Fundierung der Modelle, empirische Untersuchungen und Nutzbarkeit in der Praxis); Vorstellung der Implied Cost of Capital als zukunftsorientiere Alternative; Kritische Würdigung und Zusammenfassung

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen

2.1 Funktion und Bedeutung der Kapitalkosten

2.2 Die Effizienzmarkthypothese

2.3 Das Capital Asset Pricing Model

2.4 Die Arbitrage Pricing Theory

3 CAPM, APT und die Effizienzmarkthypothese in der Diskussion

3.1 Wissenschaftliche Diskussion

3.1.1 Theoretische Fundierung der Modelle

3.1.2 Empirische Untersuchungen

3.2 Nutzbarkeit der Modelle in der Praxis

4 Implied Cost of Capital als zukunftsorientierte Alternative zu CAPM und APT

5 Kritische Würdigung

6 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des Capital Asset Pricing Model (CAPM) und der Arbitrage Pricing Theory (APT) als Modelle zur Bestimmung von Kapitalkosten. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Auseinandersetzung mit der theoretischen Fundierung, der empirischen Validität und der praktischen Nutzbarkeit dieser Modelle vor dem Hintergrund effizienter Märkte.

  • Vergleichende Analyse von CAPM und APT unter Berücksichtigung theoretischer Annahmen.
  • Diskussion empirischer Forschungsergebnisse und die Problematik von Marktanomalien.
  • Untersuchung der praktischen Anwendbarkeit und der Herausforderungen bei der Kapitalkostenbestimmung in Unternehmen.
  • Bewertung der Implied Cost of Capital (ICC) als zukunftsorientierte Alternative.
  • Kritische Reflexion über die Forschungspraxis und die Notwendigkeit einer praxisorientierteren Ausrichtung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Theoretische Fundierung der Modelle

An economist, an engineer and a chemist were stranded together on a desert island with a large tin of ham but no tin opener. After various exercises in applied science by the engineer and chemist aimed at opening the tin, they turned to the economist who all the while had been wearing a superior smile. "What would you do?" they asked, "let us assume we have a tin opener", came the unruffled reply (D.P. O'Brian: Inaugural lecture - the University of Durham, zitiert nach: Ryan, 1982, S. 443).

Das CAPM und die APT basieren zweifelsohne auf einigen unrealistisch erscheinenden Annahmen. Schon Sharpe (1964, S. 434) und Lintner (1965, S. 25) waren sich dessen bewusst. Besonders relevant und diskussionswürdig sind in diesem Zusammenhang die Annahmen eines effizienten Marktes und perfekt diversifizierter Anleger, welche im Falle des CAPM zudem allesamt das gleiche Portfolio an riskanten Wertpapieren halten. Auch die Annahme, dass Investoren generell risikoavers sind und rein rationale Entscheidungen treffen, die allein darauf abzielen, ihren finanziellen Nutzen zu maximieren, ist fragwürdig. Gerade die im CAPM angenommene μσ-Entscheidungsregel scheint bei der Komplexität der realen Entscheidungssituation diskussionswürdig. Bevor die drei Stufen der Effizienz und die empirischen Tests der Asset-Pricing Modelle näher betrachtet werden, sollen in diesem Teil der Arbeit die Annahmen der Modelle diskutiert werden. Hierbei wird untersucht, inwieweit sich die Theorie mit den tatsächlichen Marktbedingungen vereinbaren lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz der Kapitalkosten für die Unternehmenspraxis und führt in die Kritik am CAPM und der APT ein.

2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente des CAPM, der APT sowie die Hypothese effizienter Märkte dargestellt und abgegrenzt.

3 CAPM, APT und die Effizienzmarkthypothese in der Diskussion: Dieses zentrale Kapitel analysiert kritisch die theoretischen Annahmen, diskutiert empirische Studienergebnisse und beleuchtet die Nutzbarkeit der Modelle in der Praxis.

4 Implied Cost of Capital als zukunftsorientierte Alternative zu CAPM und APT: Es wird der ICC-Ansatz vorgestellt, der zukunftsorientierte Daten nutzt, um die Schwächen vergangener Rendite-Proxys zu vermeiden.

5 Kritische Würdigung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die wissenschaftliche Forschungsweise kritisch und beantwortet die initial gestellten Forschungsfragen.

6 Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel liefert eine prägnante Übersicht der wesentlichen Erkenntnisse der Bachelorarbeit.

Schlüsselwörter

Kapitalkosten, CAPM, APT, Effizienzmarkthypothese, Wertorientiertes Management, Behavioural Finance, Implied Cost of Capital, Beta-Faktor, Marktanomalien, Unternehmensbewertung, Kapitalmarktgleichgewicht, Risikoanpassung, Portfoliotheorie, Empirische Validität, Finanzwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der kritischen Prüfung von Kapitalkostenmodellen, insbesondere des CAPM und der APT, und untersucht deren Anwendbarkeit in der Unternehmenspraxis sowie ihre wissenschaftliche Belastbarkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Modelle, die Diskussion der Effizienzmarkthypothese, die kritische Würdigung empirischer Anomalien sowie die Herausforderungen bei der Bestimmung von Kapitalkosten in der Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Stellenwert wissenschaftlicher Kritik für die Unternehmenspraxis zu evaluieren. Dabei soll geklärt werden, welches Modell für die Praxis am besten geeignet ist und in welche Richtungen sich die zukünftige Forschung konzentrieren sollte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse und der Vergleich verschiedener theoretischer Ansätze (CAPM, APT, ICC) sowie eine kritische Auswertung empirischer Studien und Umfrageergebnisse aus der Finanzpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Modelle CAPM und APT theoretisch eingeführt, ihre Annahmen (z.B. Rationalität, Markteffizienz) hinterfragt, die empirische Beweislage anhand von Anomalien diskutiert und schließlich die ICC als zukunftsorientierte Alternative analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalkosten, Markteffizienz, Risiko, Behavioural Finance, CAPM, APT und Implied Cost of Capital definiert.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung des "data mining" in der empirischen Forschung?

Der Autor steht der unreflektierten Suche nach statistischen Zusammenhängen ("data mining") sehr kritisch gegenüber, da diese häufig zu zufälligen Ergebnissen führen, die keine robuste Aussagekraft für die Zukunft besitzen.

Warum wird das CAPM trotz häufiger empirischer Widerlegungen in der Praxis so bevorzugt?

Der Autor konstatiert, dass die Dominanz des CAPM in der Praxis vor allem auf die einfache theoretische Herleitung, die leichte Anwendbarkeit und die hohe Nachvollziehbarkeit zurückzuführen ist, die es für Entscheider in Unternehmen und Business Schools attraktiv macht.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die zukünftige Forschung?

Die Forschung soll sich stärker an den Bedürfnissen der Unternehmenspraxis orientieren, anstatt sich in abstrakter Mathematisierung und ökonometrischen Modellen zu verlieren, die kaum Mehrwert für reale Unternehmensentscheidungen bieten.

Final del extracto de 70 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Stellenwert von CAPM und APT als Kapitalkostenmodelle
Subtítulo
Eine kritische Würdigung
Universidad
Dresden Technical University  (Lehrstuhl für Betriebliches Rechnungswesen/Controlling)
Calificación
1,0
Autor
Martin Herma (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
70
No. de catálogo
V321807
ISBN (Ebook)
9783668211636
ISBN (Libro)
9783668211643
Idioma
Alemán
Etiqueta
CAPM APT Effizienzmarkthypothese Implied Cost of Capital Kapitalkosten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Herma (Autor), 2013, Der Stellenwert von CAPM und APT als Kapitalkostenmodelle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321807
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Extracto de  70  Páginas
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