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Musik als ganzheitlich bildende Kraft im Entwicklungsprozess eines Kindes. Musikvermittlung in der Primarstufe

Title: Musik als ganzheitlich bildende Kraft im Entwicklungsprozess eines Kindes. Musikvermittlung in der Primarstufe

Master's Thesis , 2015 , 88 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Susanne Freynschlag (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Kinder werden in unterschiedliche Lebensfelder hineingeboren, wachsen dort auf und werden dadurch Teil einer Gesellschaft, die sie prägt und formt. In diesem Umfeld lernen sie durch eigene Erfahrungen und durch Imitation von Verhaltensmustern, die ihnen vorgelebt werden.

Die Schule als Ort des Erforschens und Entdeckens darf nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie ist auch ein Ort des emotionalen Austausches, ein Ort indem eine Lern- und Arbeitshaltung vermittelt wird und soziale Handlungsfähigkeit aufgebaut werden soll. Kinder sollen in der Schule Beziehungen erleben, die dem Lernen und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit dienlich sind. Deshalb werden heute den sogenannten soft skills, wie Teamgeist, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität, Konfliktfähigkeit und Stressresistenz im Unterricht große Bedeutung beigemessen. Die genannten Faktoren haben positiven Einfluss auf Entfaltungsprozesse wodurch Kinder befähigt werden, ihr Leben selbst zu bestimmen und erfolgreich zu gestalten.

Qualitätssicherung im Unterricht, Evaluation, Forschung, Didaktik, Pädagogik etc. sind die Schlagwörter denen sich Pädagoginnen und Pädagogen Tag für Tag stellen müssen. Alle Welt redet davon, was in der Schule verändert und verbessert werden müsse, doch keiner weiß genau, wie das funktionieren soll. Dabei ist die internationale und deutschsprachige Unterrichtsforschung in den vergangenen Jahren ziemlich vorangeschritten. Dadurch können heute viel deutlicher Kriterien angegeben werden, die lernförderlich sind oder umgekehrt Kriterien, die auf Lernvorgänge störend einwirken.

Ziel dieser verfassten Arbeit ist es aufzuzeigen, wie durch ganzheitliche musikalische Bildung mehr Nachhaltigkeit erlangt werden kann und Inhalte intensiver wahrgenommen werden – Nachhaltigkeit im Sinne eines bewussten Auseinandersetzens mit Musik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1. Anthropologische Überlegungen zur Begründung einer Musikdidaktik

1.1 Mensch und Musik

1.1.1 Anthropologie und Musikdidaktik

1.1.2 Das Elementare Spiel – Spielräume öffnen

1.2. Carl Orff und das Elementare

1.3. Der reformpädagogische Ansatz

1.4. Musikerleben im neuronalen Netzwerk

1.5. Persönlichkeits-und Intelligenzentwicklung durch Musik

1.6. Musik und Lernen

1.7. Musik – mit allen Sinnen spielen

1.7.1. Der visuelle Sinn

1.7.2.Der auditive Sinn

1.7.3. Der taktile Sinn

1.7.4. Der vestibuläre und kinästhetische Sinn

1.8 Ganzheitliches Lernen mit Musik

1.8.1 Kind und Bewegung

1.8.2 Kind und Wahrnehmung

1.8.3 Kind und Stimme/Sprache

1.8.4 Kind und das Spiel auf elementaren Instrumenten

1.8.5 Kind und kreatives Gestalten

2. Musikpädagogische Konzepte in Anlehnung an anthropologische Dimensionen

2.1.Aussagen des österreichischen Lehrplans in Musikerziehung

2.1.1. Der Lehrplan für Musikerziehung in der Primarstufe

2.1.2 Der Lehrstoff für Musikerziehung in der Grundstufe 1 (6 bis 8 – Jährige)

2.1.3. Lehrstoff für Musikerziehung in der Grundstufe 2 (8 bis 10-Jährige)

2.1.4 Didaktische Grundsatzformulierungen

2.1.5. Musikerziehung als Aufgabe

2.1.6. Musikvermittlerische Aspekte des Lehrplans

2.2. Musikunterricht in der Unterrichtspraxis

2.2.1. Rahmenbedingungen und Organisationsmuster

2.2.2. Unterrichtsmaterialien im Musikunterricht

2.2.3. Spiel mit elementaren Instrumenten

2.2.4. Unterrichtsmethoden und Methodenvielfalt

2.2.5. Nachhaltigkeit einer Musikpädagogik

3. Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen

3.1. Curriculare Inhalte und Zielformulierungen in Musik

3.2. Ausbildung und Qualifikation im Bereich Musik an den Pädagogischen Hochschulen

3.2.1. Curriculum NEU

3.2.2. Schwerpunktausbildung im Curriculum NEU

3.2.3 Lehrerfortbildungen

3.2.4. Musik und Alltag

3.2.5. Weiterbildungsmaßnahmen

3.2.6. Erlernen eines Instruments

3.3. Vermitteln von musikalischen Grundkompetenzen

4. Musikvermittlung als Unterrichtsprinzip

4.1. Vermittlung und Unmittelbarkeit

4.1.1. Musikvermittlung – Zugänge zur Musik öffnen

4.1.2. Musikvermittlung in der musikpädagogischen Gegenwart

4.1.3. Musikvermittlung und soziale Kompetenz

4.1.4 Pädagoginnen und Pädagogen als Musikvermittler/Musikvermittlerinnen

5. Musikvermittlung in der Schulpraxis

5.1.1. Unterrichtsbeispiel 1

5.1.2. Unterrichtsbeispiel 2

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten einer ganzheitlichen und nachhaltigen Musikvermittlung in der Primarstufe aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, wie durch die Einbindung anthropologischer Dimensionen und einen handlungsorientierten Ansatz das musikalische Verständnis von Kindern gestärkt werden kann, um Musik als bereichernden Teil ihrer Lebenswelt zu etablieren.

  • Anthropologische Grundlagen des Musiklernens
  • Lehrplanvorgaben für die Musikerziehung in der Grundschule
  • Neurobiologische Aspekte von Musik und Entwicklung
  • Musikvermittlung als Unterrichtsprinzip
  • Praktische Anwendungsbeispiele für den Musikunterricht

Auszug aus dem Buch

1.2. Carl Orff und das Elementare

Der bedeutende und anerkannte Komponist und Elementardidaktiker Carl Orff prägte bereits 1932 folgenden Leitgedanken:

Die Musik fängt im Menschen an, und so die Unterweisung. Nicht am Instrument, nicht mit dem ersten Finger oder mit der ersten Lage, oder mit diesem oder jenem Akkord. Das Erste ist die eigene Stille, das In-sich-Horchen, das Bereit-Sein für die Musik, das Hören auf den eigenen Herzschlag oder Atem. So grundlegend sollte das Hinführen zur Musik beginnen, so allgemein, so umfassend, so von innen heraus, für Kinder wie für die Großen,.... Es sei, um alle Missverständnisse von vornherein auszuschließen, betont, dass hier von keiner musikalischen Fachbildung gesprochen wird, sondern von den Gegebenheiten und der grundlegenden Stufe, die dem eigentlichen Musikunterricht und aller Musikübung vorausgehen sollte, von der Vorbereitung, dem Weg zur Musik, und der ersten Rodung, die für jeden Menschen, dem Musik etwas bedeuten soll, gleich wichtig ist.

Zudem betonte er auch immer, dass es für ihn nicht um Musik allein ginge, sondern um „Menschenbildung“.

Seine Aussagen haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil! Heute haben die engen Zusammenhänge zwischen (Menschen-)Bildung und Musik wieder an Bedeutung gewonnen und werden in enge Beziehung zueinander gebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anthropologische Überlegungen zur Begründung einer Musikdidaktik: Dieses Kapitel betrachtet den Menschen als ein von Natur aus musikalisches Wesen und erläutert die Bedeutung von Sinneseindrücken und Spiel für die frühe kindliche Entwicklung.

2. Musikpädagogische Konzepte in Anlehnung an anthropologische Dimensionen: Es wird der österreichische Lehrplan analysiert und dargelegt, wie die dort verankerten Gestaltungsprinzipien in einen produktiven Musikunterricht überführt werden können.

3. Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung sowie die Notwendigkeit einer fachspezifischen Qualifizierung im Bereich Musik angesichts neuer Curricula.

4. Musikvermittlung als Unterrichtsprinzip: Hier wird der Begriff der Musikvermittlung im Kontext von Schul- und Lebenswelt sowie im Hinblick auf soziale Kompetenzen erörtert.

5. Musikvermittlung in der Schulpraxis: Das Kapitel bietet konkrete Unterrichtsbeispiele, die zeigen, wie ganzheitliche Musikvermittlung praktisch umgesetzt werden kann.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Bedeutung des handlungsorientierten Tuns für einen nachhaltigen Musikunterricht hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Musikvermittlung, Primarstufe, Elementare Musikpädagogik, Anthropologie, Musikdidaktik, Ganzheitliches Lernen, Lehrplan, Unterrichtspraxis, Musikalisches Selbstkonzept, Lehrerbildung, Neuroplastizität, Handlungsorientierung, Sinnliche Wahrnehmung, Musikalische Sozialisation, Musikpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Musikerziehung in der Primarstufe und untersucht, wie Musikvermittlung nachhaltiger und effektiver gestaltet werden kann, um Kinder optimal in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind anthropologische Grundlagen, die Analyse des österreichischen Lehrplans, die Lehrerbildung an Pädagogischen Hochschulen, die Verknüpfung von Musik und Alltag sowie praktische Unterrichtsbeispiele zur Musikvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine ganzheitliche musikalische Bildung und die bewusste Auseinandersetzung mit Musik mehr Nachhaltigkeit im Lernprozess erzielt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit ist als hermeneutische Untersuchung angelegt, die theoretische Grundlagen aus Anthropologie und Musikpädagogik mit praktischen Unterrichtsbeispielen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Betrachtungen zur menschlichen Musikalität, didaktische Grundlagen und Lehrplanvorgaben, die Ausbildungssituation der Lehrkräfte sowie praktische Beispiele für den Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Musikvermittlung, Primarstufe, ganzheitliches Lernen, Musikdidaktik, anthropologische Dimensionen und handlungsorientierter Musikunterricht.

Wie wichtig ist der Aspekt der Lehrerpersönlichkeit in der Musikvermittlung?

Die Arbeit betont, dass die Persönlichkeit der Lehrperson und ihre eigene Begeisterung für das Fach entscheidend sind, um Musik im Unterricht authentisch und professionell zu vermitteln.

Welche Rolle spielt das "Elementare" bei Carl Orff für die Zielgruppe dieser Arbeit?

Orffs Ansatz, dass Musik im Menschen beginnt und nicht am Instrument, dient als anthropologisches Fundament, um Kinder durch spielerische Zugänge zu fördern und ihr natürliches Potenzial zu entfalten.

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Details

Title
Musik als ganzheitlich bildende Kraft im Entwicklungsprozess eines Kindes. Musikvermittlung in der Primarstufe
College
Anton Bruckner PrivatuniversitätPrivat University
Course
Musikvermittlung im Kontext
Grade
Sehr gut
Author
Susanne Freynschlag (Author)
Publication Year
2015
Pages
88
Catalog Number
V321885
ISBN (eBook)
9783668255739
ISBN (Book)
9783668255746
Language
German
Tags
Musikvermittlung Klassische Werke in der Primarstufe Praxis Musik Musikunterricht in der Grundschule Ganzheitliche Bildung Musik in der Schule Gesamtunterricht und Musik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Freynschlag (Author), 2015, Musik als ganzheitlich bildende Kraft im Entwicklungsprozess eines Kindes. Musikvermittlung in der Primarstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321885
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