Gefälschte Wahrheiten. Verschwörungstheorien rund um 9/11


Facharbeit (Schule), 2016
25 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was wirklich geschah: Theorien von 9/11
2.1 Der offizielle Bericht
2.2 Kontrollierte Sprengung des World Trade Centers
2.3 Fehlende Luftabwehr des Militärs
2.3.1 Flug AA 11
2.3.2 Flug UA 175
2.3.3 Flug AA 77
2.3.4 Flug UA 93
2.4 Larry Silverstein – WTC 7
2.5 Das Pentagon – Flugzeug oder Rakete
2.6 Terror durchs eigene Land

3. Verschwörungstheorien
3.1 Definition
3.1.1 Merkmale einer Verschwörungstheorie
3.2 Entstehung einer Verschwörungstheorie
3.3 Funktionen und Ursachen einer Verschwörungstheorie
3.3.1 The Paranoid Style
3.3.2 Kollektivwahn einer Verschwörungstheorie
3.3.3 Verschwörungsdenken und Paranoia-Haltung
3.4 Folgen von Verschwörungstheorien

4. Kritische Auseinandersetzung mit den Verschwörungstheorien rund um Nine/Eleven
4.1 Lücken und Wiedersprüche in der offiziellen Version
4.1.1 Lückenhafte Verschwörungstheorien
4.1.2 Das Pentagon – der offizielle Ablauf
4.1.3 Lücken und Widersprüche behoben
4.1.4 Typisch amerikanisches Bild der Pentagonverschwörung
4.2 Verschwörungstheorien als Reaktion auf das Gefühl von Angst
4.3 Verschwörungstheorien – eine Möglichkeit das große Geld zu machen
4.3.1 Profit der Online –und Printmedien
4.3.2 Profit der Buchverlage und der Autoren
4.4 Politische Folgen
4.4.1 Die Gegner der USA

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Abstract

Auf der ganzen Welt kursieren schon lange zahlreiche Verschwörungstheorien rund um 9/11. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, sich mit diesen Theorien kritisch auseinanderzusetzen. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem theoretischen Bereich. Definition, Entstehung, Funktionen und das Ziel von Verschwörungstheorien werden analysiert. Im Anschluss werden konkret diese Theorien vom 11. September beschrieben und erklärt. Ausgehend von der Definition, dass Verschwörungstheorien Geschehnisse mit unangenehmen Folgen sind, die gerne jemand anderen angehängt werden, sind die Kapitel 2. und 3. im letzten Textabschnitt zusammengefasst. Hierbei zeigt sich, dass die Lücken und Widersprüche in den offiziellen Berichten, die die Menschen zum Diskutieren bringen. Außerdem tragen auch politische, psychologische und finanzielle Gründe zur Entstehung von Verschwörungstheorien um 9/11 bei. Die Quellen dieser Arbeit stützen sich auf viele verschiedene Literaturwerke und das Internet.

1. Einleitung

Wenn man das Datum 11. September 2001 hört, weiß jeder, was gemeint ist. An diesem Tag ereigneten sich die schrecklichen Anschläge in den USA. „Circa 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung glaubt jedoch, dass dieser Terroranschlag vorwiegend vom eigenen Land geplant wurde“ (Anton, Schetsche & Walther, 2014, S. 159). Um diese Verschwörungstheorien geht es in meiner vorwissenschaftlichen Arbeit.

Für eine einfache Einführung ins Thema wird zunächst das Wort Verschwörungstheorie definiert. Es wird erklärt, wie sie entsteht und welches Ziel sie verfolgt. Im dritten Kapitel werden verschiedene Verschwörungstheorien von 9/11 aufgezählt und beschrieben. Zuletzt werden Kapitel 2 und 3 miteinander verknüpft. Dabei wird das Wissen vom Kapitel 2 auf die Verschwörungstheorien vom 11. September angewandt. Es soll dargelegt werden warum viele Menschen diese Theorien viel spannender finden als den offiziellen Bericht und welche Funktionen sie erfüllen. Im Detail wird erwähnt wie sich Angst auf die Entstehung von Verschwörungstheorien auswirken kann im Bezug von 9/11 und welchen Einfluss die Lücken beziehungsweise die Widersprüche im offiziellen Bericht haben. Außerdem wird aufgezeigt, wem sie dienen. Politik und die Medien spielen eine bedeutende Rolle.

Meine Arbeit basiert hauptsächlich aus Büchern. Doch um einen persönlichen Bezug für die Leser und Leserinnen zu finden, werden auch einige Informationen durch ein Interview gewonnen. Dies wird Großteils im Kapitel 4.2 behandelt. „Alles hat sich verändert hier, besonders die Menschen die an dem Tag betroffen waren“ (Karl Lamprecht, Persönliche Mitteilung, 26. Jänner 2016).

In diesem Fall ist auch das Internet eine sehr gute Quelle, denn wo könnte man besser seine eigenen Vermutungen verstärken? Das Internet war eine große Hilfe, da es darstellen kann wie weit die Verbreitung dieser Theorien schon fortgeschritten ist. Deshalb habe ich öfters auf diverse Internetseiten zurückgegriffen. Mit der Frage, welche Verschwörungstheorien es noch gibt, haben sich zuletzt umfassend Andreas Anton und Christian C. Walther befasst. In ihrem 2011 erschienen Buch zeigen sie die verschiedenen Verschwörungstheorien auf und erklären ihre Abweichungen vom offiziellen Bericht der Behörden. Diese Informationen kann man gut für die Darstellung der Verschwörungstheorien im 3. Kapitel verwenden. Ein weiteres wichtiges Buch war Konspiration von Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael Walter, welches sich mit den psychologischen Aspekten von Verschwörungen beschäftigt.

2. Was wirklich geschah: Theorien von 9/11

„Es ist Zeit, dass wir die Wahrheit erfahren, so oder so, und dies werden wir auf dem Weg einer unabhängigen Untersuchung erreichen. Kennen wir nicht die Wahrheit über unsere Geschichte, wird dies unsere Zukunft gefährden“ (Jeanette Fitzsiminons zit. n. Bröckers & Walther, 2011, S.10).

Jeder von uns kennt sie oder hat schon einmal etwas von diesen Theorie rund um den 11. September gehört. Es gibt zahlreiche von ihnen. Die Quellen stammen aus Büchern, aber auch aus dem Internet. Wenn es diese Theorien geht, könnte man keine bessere Quelle finden. Im Internet kann man sie nicht nur ganz einfach veröffentlichen, sie verbreiten sich auch umso schneller. In diesem Kapitel werden Sie über einige wichtige der Theorien des 9. Septembers 2011 informiert.

2.1 Der offizielle Bericht

Den offizielle Bericht oder auch Ablauf des 11. Septembers kennt nicht jeder, denn die Verschwörungstheorien sind um vieles begehrter. Ein Beispiel wäre, gibt man bei der Suchmaschine Google Pentagon 11. September ein, findet man zum Großteil nur Theorien und nicht den offiziellen Ablauf. Wer glaubt schon lieber den langweiligen Berichten des Staates, wenn es viele verschiedene und interessantere Beiträge im Internet gibt. Außerdem wird man in den Berichten der offiziellen Version nie alles auffinden, was die Regierung über die Terrorangriffe weiß. Vieles wird unter Verschluss gehalten.

2.2 Kontrollierte Sprengung des World Trade Centers

„Der Südturm…, 10 Uhr Ostenküstenzeit heute morgen, stürzt in sich selbst zusammen. Dort arbeiteten Tausende von Menschen. Wir haben keine Ahnung, was die Ursache ist... Jeder, der einmal gesehen hat, wie ein Gebäude gezielt gesprengt wird, weiß, dass man dazu nach unten kommen muss, an die Infrastruktur eines Gebäudes, um es zu zerstören.“, so Peter Jennings in den ABC News“ (Bröckers & Walther, 2011, S. 205).

William Rodriguez, der Hausmeister des Nordturms, ist sich sicher, dass eine kontrollierte Sprengung die Schuld an dem Einsturz der Zwillingstürme trägt. Er erzählte dem Fernsehteam CBS, was er an diesem Tag erlebt hat. Doch sein Interview wurde nie im Fernsehen gezeigt. Wahrscheinlich deshalb, weil seine Aussage nicht mit dem schon abgeschlossenen Fallbericht übereinstimmt. Der Hausmeister hielt sich während des Aufpralls des Flugzeugs mit vielen weiteren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Erdgeschoss auf. Alle von ihnen spürten die Explosion im Keller des World Trade Centers. Außerdem lief ein brennender Mann aus dem Fahrstuhl, der von unten kam. Nach dem Gefühl Rodriguezs gab es drei Explosionen, zuletzt ausgelöst durch ein Erdbeben. Trotz der Aussagen von William Rodriguez und Peter Jennings wurde der Abschlussbericht nicht überarbeitet. Die 9/11 Kommission bleibt bei ihrer Pfannkuchen-Theorie – also, dass das Gebäude von oben nach unten zusammengefallen ist. Doch sogar viele Architekten und Architektinnen, Ingenieure und Ingenieurinnen, die sich mit dem 11. September befassten, kamen zum Ergebnis, dass diese Theorie auf keinen Fall zutreffen kann (Bröckers & Walther, 2011, S. 205-209).

Diese Architekten und Architektinnen, Ingenieure und Ingenieurinnen haben auf der Internetseite AE911.org einige Widersprüche gegen die Pfannkuchen-Theorie aufgezeichnet:

„1. Der Zusammenbruch erfolgte mit fast der gleichen Beschleunigung wie bei freiem Fall. Die Stahl –und Betonmassen, die den Einsturz von oben hätten bremsen müssen, leisteten keinerlei Widerstand.
2. Mehr als 100 Rettungskräfte berichteten von Explosionen und Blitzen.
3. 20 bis 40 Stockwerke unter der Einsturzfront wurden vereinzelte explosive Auswürfe beobachtet.
4. In den Stahl- und Staubproben, die von der FEMA gesichert wurden, ließen sich Thermit-Brandsätze und auch Nanothermit-Sprengstoffe nachweißen [sic!] “ (Bröckers & Walther, 2011, S. 207-208).

2.3 Fehlende Luftabwehr des Militärs

Für viele Skeptiker ist es rätselhaft, dass das Militär trotz des langen Zeitrahmens zwischen dem Anfang um 8.14 Uhr und dem Ende um 10.03 Uhr der Entführungen der Flugzeuge nicht eingriff. Ihre einzige Erklärung wäre eine Stand-Down-Order, also, dass ein Befehl von oben kam, keine Abfangjäger zu starten. Doch nun zur offiziellen Version. In dieser heißt es nämlich, dass das Militär keine Chance hatte, die entführten Passagiermaschinen abzuschießen, denn sie wurden von den zivilen Lotsen und Lotsinnen verspätet eingeweiht. Außerdem funktionierte das NEADS-Radar mangelhaft und so konnten die Flugzeuge nicht geortet werden (Bröckers & Walther, 2011, S. 147).

2.3.1 Flug AA 11

Der American Flug 11 stellte um 8.22 Uhr seinen Transponder ab. Das heißt dass man zu diesem Zeitpunkt weder Kennung, Höhe oder Geschwindigkeit wusste, sondern nur einen Punkt am Radar sah. Trotz allem fiel den zivilen Lotsen und Lotsinnen erst um 8.28 eine Kursabweichung auf, also von Boston in Richtung Süden. Sofort wurde das Militär informiert, doch diese sahen keinen Radarpunkt, was für viele merkwürdig erschien. Denn nur kurze Zeit später wurde Flug Delta 1998 als entführt gemeldet. Diesen Radarpunkt nahm das Militär wahr. Also konnte es nicht am veralteten Gerät liegen (Bröckers & Walther, 2011, S. 154).

2.3.2 Flug UA 175

Als American Flug 11um 8.46 Uhr in den Nordturm des World Trade Centers flog, veränderte United Airlines Flug 175 ihren Transpondercode mehrmals. Die Lotsen und Lotsinnen hatten keinen Grund zur Sorge, denn die Maschine hielt sich auf Kurs und der Transponder wurde auch nicht abgeschaltet. Doch als plötzlich ein unidentifiziertes Flugzeug mit Kurs auf New York am Radar erschien, brach Panik aus. Diese war begründet, denn um 9.03 stürzte das zweite Flugzeug in den Südturm des World Trade Centers (Bröckers & Walther 2011, S. 155-156).

2.3.3 Flug AA 77

American Airlines Flug 77 startete in Washington. Circa 30 Minuten später verlor sich sein Standort komplett vom Radar. Die Lotsen und Lotsinnen versuchten vergebens einen Kontakt zum abgängigen Flugzeug herzustellen. Nun ging man davon aus, dass Flug AA 77 entweder notgelandet oder abgestürzt war. Um 9.34 Uhr erschien jedoch ein Flugzeug ohne Transpondercode nicht weit entfernt vom Pentagon. Es durchflog den am besten gesicherten Luftraum ohne jede Luftabwehr, bis es schließlich mit einer Geschwindigkeit von etwa 500 Meilen pro Stunde ins Pentagon flog. Keiner konnte sich erklären, wie American Airlines Flug 77 so lang unerkannt bleiben konnte (Bröckers & Walther, 2011, S. 157-158).

2.3.4 Flug UA 93

United American Flug 93 wurde schon circa eine halbe Stunde nach seinem Start als entführt angegeben. Wegen dem Chaos wurde diese Maschine nämlich mit dem wirklich entführten Flug United Airlines 175 verwechselt. Überraschend jedoch schaltete Flug UA 93 dreißig Minuten später seinen Transponder aus und drehte wieder um. Durch Funkkontakt teilte der Fluglotse Jarrah um 9.39 Uhr dem Bodenpersonal die Ansprache des Piloten mit,

“Ah. Here's the captain; I would like to tell you all to remain seated. We have a bomb aboard, and are going back to the airport, and we have our demands. So please remain quiet“ („United-Airlines-Flug 93“, n.d.).

Danach gab es keinen Funkkontakt mehr. Kurz darauf, circa um 10.03, stürzte die Passagiermaschine in der Nähe von Shanksville, Pennsylvania ab (Bröckers & Walther, 2011, S. 158-160).

2.4 Larry Silverstein – WTC 7

“You know, we’ve had such terrible loss of life, maybe the smartest thing to do is to pull it. And they made that decision to pull and then we watched the building collapse.“, sagte Larry Silverstein in einem Interview” (Bröckers & Walther, 2011, S. 218).

Für viele Menschen hören sich diese drei Zeilen wie ein Schuldeingeständnis an, denn pull it heißt für Abrissunternehmer „dem Gebäude die tragende Struktur wegnehmen“ (Bröckers & Walther, 2011, S. 218). Am 11. September 2011 stürzten nämlich nicht nur die Zwillingstürme ein, sondern auch das World Trade Center 7, das nicht weit vom wirklichen Ziel entfernt war. Silverstein, der Besitzer der drei Hochhäuser, konnte sich glücklich schätzen, denn circa drei Monate vorher kaufte und versicherte er das World Trade Center mit einer sehr ungewöhnlich hohen Summe. Einige Tage nach der Katastrophe hielt er daran fest, dass er für beide Türme einzeln die Versicherungssumme bekommen sollte, da sie durch zwei verschiedene Anschläge zerstört wurden. Doch ob das WTC 7 wirklich von allein zusammenstürzte, ist vielen unklar. Shapiro erzählte:

„Kurz bevor das Gebäude einstürzte, sagten mir etliche NYPD-Beamte und Arbeiter (des New Yorker Stromversorgers) Con Edison, Larry Silverstein.. telefoniere gerade mit seinem Versicherungsträger, um zu klären, ob dieser den kontrollierten Abriss des Gebäudes genehmige – da dessen Fundament bereits instabil und einsturzgefährdet sei“ (Bröckers & Walther, 2011, S. 219).

Aber ein kontrollierter Abriss konnte gar nicht möglich gewesen sein. Ein Hochhaus müsste Wochen lang vorher dafür vorbereitet werden. Also musste Larry Silverstein von dem Angriff gewusst haben (Bröckers & Walther, 2011, S. 217-220).

2.5 Das Pentagon – Flugzeug oder Rakete

Die Autoren Mathias Bröckers und Christian C. Walther setzten sich mit dieser Frage speziell in ihrem Buch 11.9. zehn Jahre danach – Der Einsturz eines Lügengebäudes auseinander. Eine Überwachungskamera zeichnete den Crash des Fluges American 77 um 9:37:46 Uhr ins Pentagon auf. Trotzdem ist nicht klar erkennbar, ob sich auf diesem einen Video wirklich ein Flugzeug, also Flug American 77 befunden hat. Die Maschine zog nämlich eine Rauchspur hinter sich, was nicht normal für ein Flugzeug war. Viele vermuten, dass es sich deshalb um eine Rakete gehandelt haben muss (Bröckers & Walther, 2011, S. 194-197).

Eine weitere Unklarheit ist das kreisförmige Loch in der Mauer des dritten Gebäuderinges, an dem angeblich das Fahrwerk aufprallte. Doch das Loch erinnert mehr an einen Aufschlag mit einem Raketenkopf. Auch die drei Meter hohen Kabeltrommeln, die direkt vor der Mauer standen, müsste das Flugzeug gestreift haben. Diese waren jedoch komplett unbeschädigt. Erstaunlicherweise wurde etwa nur die Hälfte der Flugzeugtrümmer gefunden, die eher einem Tanklastzug ähneln (Bröckers & Walther, 2011, S. 196).

Auch die Anrufe der beiden Flugzeugpassagierinnen geben Anlass zum Rätsel. Denn die Anrufe wurden nicht mit einem Bordtelefon, sondern mit einem normalen Handy aus circa 4000 Fuß getätigt. Beide gaben zu den nicht arabischen Entführern verschiedene Angaben an. David Ray Griffin; ein Skeptiker, hat eine andere Theorie. Er glaubt nämlich, dass diese Anrufe gar nicht stattgefunden haben, dass stattdessen Hörspiele abgespielt wurden (Bröckers & Walther, 2011, S. 195).

2.6 Terror durchs eigene Land

Es gibt viele Skeptiker, die glauben, dass nicht Al-Kaida, sondern die CIA selbst für die Anschläge, die am 11. September 2001 passiert sind, verantwortlich waren. Die US-Regierung wusste nämlich schon Wochen vorher, dass Terroristen nach Amerika eingereist waren, trotzdem wurden die Sicherheitsvorkehrungen nicht verstärkt. Ebenso wurden auch noch verschiedenen Geheimdiensten gewarnt, die im Nachhinein aber behaupteten durch fehlerhafte Kommunikation, nichts von den bevorstehenden Anschlägen gewusst zu hätten. Eine weitere Unklarheit, die schon im Kapitel erwähnt wurde, ist die fehlende Luftabwehr des Militärs. Trotz vieler vermeintlich entführter Flugzeuge unternahm niemand etwas. Doch welchen Nutzen könnte die USA aus einer so großen Katastrophe ziehen? Diese Frage stellen sich wohl viele. Der Nahe Osten war das Ziel. Georg Bush verweilte keine Minuten nach den Anschlägen in New York. Sofort wurden von der Regierung die Schuldigen genannt um sie angreifen zu können. Heimliche Gründe dazu hatten sie viele. Zum Beispiel die reichlichen Rohstoffe, von denen ihre konkurrierenden Gegenmächte genug hatten. Nach dem Attentat auf die Zwillingstürme hatten sie auch noch die perfekte Ausrede. (Wippermann, 2007, S. 137; „Terroranschläge am 11. September 2011“, n.d.)

3. Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien wurden in den letzten Jahren immer beliebter und bekannter, speziell nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 in New York entstanden immer mehr von ihnen. Dieses Kapitel versucht eine passende Definition für das Wort Verschwörungstheorie zu finden. Außerdem wird erklärt, wie sie entsteht, welche Ursachen sie haben kann und welche möglichen Folgen es geben kann.

3.1 Definition

Das Wort Verschwörungstheorie besteht aus zwei verschiedenen Wörtern. Der Begriff Verschwörung wird mit „gemeinschaftliches Wirken zu einem geheimen, illegalen oder illegitimen Zweck“ (Popp, 2012) beschrieben. Für das Wort Theorie findet man die Definition „Modell der Realität, welches auf Beobachtungen, Indizien bzw. Prognosen basiert“ (Popp, 2012). Es gibt zahlreiche Definitionen für das Wort Verschwörungstheorie, doch jede von ihnen ist unterschiedlich. Sie setzen ihre Schwerpunkte immer auf etwas anderes, dadurch ist es schwer, eine gute und verständliche Definition zu finden. In einem Soziologie-Lexikon wurde Verschwörungstheorie oder auch Konspirationstheorie so beschrieben (Popp, 2012):

„Die Konspirationstheorie wird als Entlastung herangezogen, um Versäumnisse, eingetretene Mißstände [sic!] oder unangenehme Folgen von Aktionen nicht selbst verantwortlich zu müssen. Es wird irgendwelchen Dritten die Schuld an diesen Zuständen gegeben. Dabei wird meist nicht konkret jemand der Schuld bezichtigt, als vielmehr floskelhaft und nebulös `argumentiert`“ (Reinhold 1997: 356 zit. n. Anton, 2007, S. 18).

3.1.1 Merkmale einer Verschwörungstheorie

Nach Pieps sollen Verschwörungstheorien aus drei markanten Merkmalen bestehen.

1. Eine einflussreiche größere Geheimgemeinschaft
2. Menschen, die dieser Gemeinschaft helfen noch einflussreicher zu werden
3. Eine Gesellschaft, die auf Unterstützung zur Abwehr einer Katastrophe angewiesen ist (Pieps 1998 zit. nach Kilga, 2009, S. 49)

3.2 Entstehung einer Verschwörungstheorie

Für die Entstehung einer Verschwörungstheorie muss man vorerst, das Ereignis dokumentieren. Zuerst bildet sich der Verschwörungsglaube. Dies ist eine allgemeine unkonkrete Annahme einer Verschwörung. Daraus entsteht meist eine Verschwörungslegende. Das heißt, dass es bestimmte Ereignisse gibt, die den Verschwörungsglauben bestätigen. Die daraus entstandenen Legenden werden dann zu einer Theorie zusammengefasst. Somit formt sich ein Kreislauf. Durch viele Anhänger und Anhängerinnen wächst der Verschwörungsglaube und umso mehr Legenden kommen auf. Einfach gesagt, es könnte jeder eine Verschwörungstheorie erfinden. Sie müsste glaubwürdig sein, um sich schnell auszubreiten. Dies wären die ideale Grundlage für die Entstehung einer Verschwörungstheorie (Grüter, 2011)

3.3 Funktionen und Ursachen einer Verschwörungstheorie

3.3.1 The Paranoid Style

Der bedeutende US-amerikanische Historiker Richard Hofstädter entdeckte, dass eine neue Bewusstseinsform Ähnlichkeiten zum klinischen Paranoia hatte. Er nannte es deshalb The Paranoid Style. Bei dieser Form haben Personen oder Gruppen einen speziellen Drang dazu, an Verschwörungstheorien zu glauben und sie zu verbreiten. Menschen, die an einem klinischen Paranoia leiden, glauben daran, dass die Gefahr direkt gegen sich selbst gerichtet ist. Wobei die Menschen beim Paranoid Style annehmen, dass die Bedrohung gegen eine große Masse von Menschen gerichtet ist, zum Beispiel einem Land oder sogar einem Kontinent. Weiteres wird bei dieser Form festgestellt, dass alle wichtigen geschichtlichen Geschehen von Verschwörungstheorien beeinflusst wurden (Anton, 2011, S. 51).

3.3.2 Kollektivwahn einer Verschwörungstheorie

Ebenso fand Groh heraus, dass das klinische Paranoia auch Parallelen mit dem Kollektivwahn hat. Ein Beispiel wäre die Isoliertheit des Wahns. Das heißt, dass sich Charaktereigenschaften eines Menschen total verändern können, wobei die anderen Teile normal bleiben: liebenswerte Mutter und Hausfrau, mit einem begehrenswerten Job, aber mit einem abgrundtiefen Hass gegen dunkelfarbige Menschen. Dies wäre eine normale bürgerliche Verhaltensweise unter Einfluss des Kollektivwahns (Anton, 2011, S. 51-52).

3.3.3 Verschwörungsdenken und Paranoia-Haltung

Ein Verschwörungstheoretiker ist ein Mensch, der sich einer Verschwörungstheorie unterwirft. Dabei unterscheidet man zwischen wirklichen Anhängern und Anhängerinnen und bloßen Mitläufern und Mitläuferinnen. Eine Verschwörungstheorie hat außerdem die Macht, sie zu einer Lebensanschauung zu machen. Dies nennt man Verschwörungsdenken oder auch Paranoia-Haltung. Man könnte auch sagen:

„Es fängt damit an , dass jemand an eine vereinzelte Verschwörungstheorie glaubt – daran, daß [sic!] die Französische Revolution das Werk von Illuminaten, die Russische Revolution das Werk der Juden war. Und es endet schließlich mit einem Geschichtsverständnis, das sich weitgehend oder sogar ausschließlich auf die Annahme von Komplotten zum Erreichen von Weltherrschaft oder sogar zur Vernichtung der menschlichen Rasse gründet“ (Anton, 2011, S. 53).

Beim oben genannten Beispiel kommt noch das politische Paranoia hinzu (Anton, 2011, S. 53).

3.4 Folgen von Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien bringen positive und negative Folgen mit sich. Jeder Mensch hat Vorurteile, doch mit Verschwörungstheorien können diese noch verstärkt werden. Es muss immer einen Sündenbock geben. Außerdem beruht man sein Wissen nicht mehr auf wissenschaftlichen Aspekten, sondern auf erfundenen Tatsachen. Eine große negative Folge zum Beispiel soll der Holocaust gewesen sein. Sicherlich spielten damals andere Faktoren auch eine Rolle, doch zur Beschleunigung der Tötung von jüdischer Bevölkerung wurden Verschwörungstheorien zweifelsfrei eingesetzt (Kilga, 2009, S. 79-80).

Wie man aber auch im nächsten Kapitel sehen kann, ist nicht nur Angst eine Folge von Verschwörungstheorien. Auch positive Folgen wie der Profit in jeglicher Hinsicht spielt eine bedeutende Rolle. Ob finanziell, politisch oder auf menschlicher Ebene, dies alles kann von diesen Theorien verursacht werden.

4. Kritische Auseinandersetzung mit den Verschwörungstheorien rund um Nine/Eleven

„Circa 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung glaubt, dass die offizielle Version der Anschläge nicht wahr ist“ (Anton, Schetsche & Walther, 2014, S. 159). Viele einzelne Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Ein gutes Beispiel wäre hier der Einsatz der Medien, die damit ihr Geld verdienen. Ebenso die Politik, die Wähler auf ihre Seite ziehen wollen. Ein Interview brachte noch mehr Einblick wie amerikanische Bürger die Entstehung von Verschwörungstheorien durch Angst finden. Hierbei zeigt sich dann, welche Folgen die lückenhaften und widersprüchlichen offiziellen Berichte haben. In diesem Kapitel werden diese Ergebnisse dargelegt.

4.1 Lücken und Wiedersprüche in der offiziellen Version

In den offiziellen Berichten findet man viele Lücken und Widersprüche. Und genau hier entstehen Vermutungen oder Diskussionen über die fehlenden Informationen. Um es einfacher zu sagen, Verschwörungstheorien werden erfunden. In diesem Unterkapitel wird dargestellt, ob die entstandenen Verschwörungstheorien lückenfrei sind oder ob auch sie Zündstoff zum Rätseln liefern. Außerdem wird am Beispiel der Pentagonverschwörung gezeigt, welche Lücken die Theorien auffüllen und ob diese durch die offizielle Version widerlegt werden können.

4.1.1 Lückenhafte Verschwörungstheorien

So wie schon erwähnt, erfinden Menschen Verschwörungstheorien, um Lücken und Widersprüche zu füllen. Doch durch ihre meist absurden Vorstellungen sind Verschwörungstheorien nur noch unwahrscheinlicher als das wahre Ereignis. Denn jeder, bei klarem Menschenverstand, muss doch zugeben können, dass eine Boing 757 wahrscheinlicher ins Pentagon geflogen ist als eine Rakete. Diese angebliche Rakete müsste im Anflug aufs Pentagon mindestens von einer Person gesehen worden sein. Außerdem müsste sie von einer Gruppe Wissenschaftler extra für dieses Vorhaben gebaut worden sein. Wenn man andere Theorien von 9/11 hernimmt, kommt man auf dasselbe Ergebnis. Es bräuchte viel zu viele Menschen die in das Vorhaben eingeweiht sein hätten müssen. Dies wäre für die USA selbst viel zu gefährlich gewesen.

4.1.2 Das Pentagon – der offizielle Ablauf

American Airlines Flug 77 startete mit 10 Minuten verspätet um 8:20 Uhr vom Flughafen Washington-Dulles-International, um nach Los Angeles zu fliegen. Entführt wurde es dann circa eine halbe Stunde nach Abflug, denn zu diesem Zeitpunkt änderte es seine Flugrichtung und beendete den Transponder. Weitere 50 Minuten später raste es mit einer Geschwindigkeit von 982km/h ins Pentagon. Dabei starben 64 Passagiere und 125 Zivilisten und Zivilistinnen. Abgesehen von einer Überwachungskamera gab es weitere 5 Augenzeugen. Alle anderen Videoaufnahmen sind von der CIA unter Verschluss. Ein Taxi wurde sogar von einer Laterne ramponiert. Die Schäden am Pentagon selbst sind eher gering, wenn man davon ausgeht, dass eine Boing 757 ins Gebäude geflogen ist. Der Außenbereich hingegen wurde kaum zerstört („American-Airlines-Flug 77“, 2014).

4.1.3 Lücken und Widersprüche behoben

Viele Aspekte widersprechen sich und genau deshalb gibt es auch so viele verschiedene Verschwörungstheorien. Es gibt nur ein veröffentlichtes Video, dass den besagten Aufprall des American Airlines Flug 77 aufgezeichnet hat. Die Behörden haben nämlich beschlossen, die weiteren 84 Videoaufnahmen nicht an die Öffentlichkeit zu bringen. Dies würde nur noch mehr Spekulationen zur Folge haben. Ein weiterer Faktor ist die Rauchspur, die das Flugzeug kurz vor dem Einschlag hinter sich her gezogen hat. Ein Augenzeuge gibt dazu an, dass die Boing 757 eine Laterne gestreift haben muss, da diese kurz darauf das Taxi des Zeugens beschädigte. Weiteres gibt es Unklarheiten über die Läsur vor und des Pentagons. Viele Skeptiker können sich das drei Meter große Einschlagloch nur damit erklären, dass es eine Rakete gewesen sein muss. Doch der offizielle Bericht besagt, dass das Flugzeug glücklicherweise genau auf eine Eisentür stieß und erst im Inneren durch eine Kerosin-Explosion in tausend Teile gerissen worden ist. Das erklärt auch die nur wenig gefunden Wrackteile der Boing. Der letzte Punkt wären die Telefonate, die einige Passagiere geführt haben sollen, bevor sie ins Pentagon gestürzt seien. Laut der amtlichen Version der Behörden spielen einige Faktoren eine Rolle, ob es in dieser Höhe möglich war zu telefonieren. Erstens flogen sie zu diesem Zeitpunkt über das Landesinnere mit vielen Telefonmasten. Zweitens wurde die Maschine immer tiefer, je näher sie dem Pentagon kamen. Es war auch möglich zum damaligen Zeitpunkt mit älteren Handys bis in eine Höhe von circa 15000 Meter in analogen Netzwerken zu funken und somit auch zu telefonieren (Bröckers & Walther 2011, S. 194-197).

4.1.4 Typisch amerikanisches Bild der Pentagonverschwörung

Laut des Interviews fasziniert viele US-amerikanische Bürger an dieser Verschwörungstheorie die vielen Spekulationen, die man selber tätigen kann. Jeder stellt selbst Vermutungen an und bildet so noch mehr Stoff für das Internet. In den offiziellen Berichten gibt es viele Lücken und Widersprüche, die die Leute zum Grübeln bringen. Doch auch die Verschwörungstheorien sind nicht viel glaubwürdiger. Sie geben zwar einen Reiz, das Unvorstellbare zu glauben, doch durch längeres Beschäftigen mit diesem Thema kann man schnell Eins und Eins zusammenzählen. „Es ist wie ein Puzzle“ (Karl Lamprecht, Persönliche Mitteilung, 26. Jänner, 2016). Diese Theorien weisen nämlich ebenfalls Gegensätzlichkeit auf. Auch andere Verschwörungstheorien rund um den 11. September 2001 interessieren die Menschen, doch keine so wie die Pentagonverschwörung (Karl Lamprecht, Persönliche Mitteilung, 26. Jänner, 2016).

4.2 Verschwörungstheorien als Reaktion auf das Gefühl von Angst

Verschwörungstheorien entstehen nicht selten als Reaktion auf das Gefühl von Angst. Deshalb setzt auch meist die Suche nach Verantwortlichen beziehungsweise nach Sündenböcken ein. Auf Nachfrage, wieso diese Reaktion nach den Anschlägen in das World Trade Center entstehen konnte, gab es eine simple Antwort. Keiner fühlte sich mehr wohl im eigenen Land, in den USA begann Unsicherheit auszubrechen. Die Menschen fingen an zu spekulieren und so entstanden auch Verschwörungstheorien.

Ein weiterer Aspekt wäre wie im Unterkapitel 3.3.1 erwähnt und erklärt der Paranoid Style. Im Gegensatz zum klinischen Paranoia glaubt man Verschwörungstheorien unter der Angst von Bedrohungen gegen eine größere Gruppe. Bei den Angriffen auf die Twintowers oder aufs Pentagon wird in diesen Leuten die Furcht vor einer noch größeren Katastrophe in den USA geweckt. Deshalb erfinden sie Verschwörungstheorien wie zum Beispiel, dass diese Anschläge vom eigenen Land geplant wurden. Das könnte zum Beispiel die CIA-Verschwörung ausdrücken. Es gibt Vermutungen, dass Menschen diese Theorie verbreitet haben, weil sie vor Anschlägen vom eigenen Land weniger Angst hatten als von anderen Staaten. Viele glauben nämlich, dass die USA diesen Anschlag genau durchdacht haben muss und dass so etwas nicht wieder vorkommen kann . „Das eigene Land würde sich nur selbst zerstören“ (Karl Lamprecht, Persönliche Mitteilung, 26. Jänner, 2016). Außerdem gibt die CIA-Verschwörung gute Gründe, wieso die USA diesen Terror verursacht haben soll. Politische oder finanzielle Ursachen sind nur einige von vielen. Doch wenn es ein anderes Land gewesen sei, könnte es immer wieder passieren, denn jeder kann ohne Grund angreifen.

4.3 Verschwörungstheorien – eine Möglichkeit das große Geld zu machen

Die ganze Welt erfuhr in kürzester Zeit von den Anschlägen auf das World Trade Center. In diesen Tagen war die Medienpräsenz sehr groß. Jeder wollte darüber berichten und alles erfahren. Die offizielle Version der Ereignisse ging um die Welt. Daraus folgten aber auch Zweifler, die an diese Darstellung der Anschläge nicht glauben konnten.

4.3.1 Profit der Online –und Printmedien

Kurze Zeit nach dem 11. September entstand die Diskursgemeinschaft 9/11 Truth Movement. Diese Gruppe von Menschen wollte im Internet die Wahrheit über 9/11 verbreiten. Sie stellten jedoch nicht nur die offizielle Version in Frage, sondern kritisierten auch die etablierten Medien. Durch eine Umfrage, die ergab, dass der Großteil der Menschen eher an die Verschwörungstheorien glauben, wurden auch die anerkannten Medien darauf aufmerksam. Durch das große Interesse dieser Seite fingen die Online-Medien an, über Verschwörungstheorien zu berichten. Dies erhöhte nicht nur ihre Beliebtheit, sondern auch ihre Zugriffszahlen. Als erstes Magazin in Deutschland veröffentlichte der Spiegel den Artikel „Die September-Lüge“ (Fichtner, 2002). Dies war der Auslöser für die Ausbreitung von Verschwörungstheorien in allen Medien. Besonders an den Jahrestagen wimmelt es nur so von Berichten und Dokumentation über den 11. September 2001 (Anton, Schetsche & Walter 2014, S. 185-187).

4.3.2 Profit der Buchverlage und der Autoren

Nach wenigen Wochen erschienen schon die ersten Bücher über Verschwörungstheorien zum 11. September 2001. Natürlich mit großem Erfolg. Jeder wollte eines haben. Das Buch der 11. September: Geschichte eines Terrorangriffs ist nur eines von vielen, das schon im Jahr 2002 veröffentlicht wurde. Besonders Mathias Bröckers machte viel Profit mit seinen Büchern rund um die Anschläge. Auf der Internetseite Amazon ist sein Buch 11.9. zehn Jahre danach: Der Einsturz eines Lügengebäudes Bestseller Nummer Eins. Dieses Buch ist nicht das einzige bekannte Werk über Verschwörungstheorien. Auch diese Arbeit basiert hauptsächlich auf seinen Werken, was zeigt, dass er durch 9/11 zu einem berühmten Schriftsteller geworden ist.

Natürlich wissen die meisten Menschen in den USA, wie beliebt diese Verschwörungstheorien sind und wie man mit ihnen gut Geld verdienen kann. Trotzdem kaufen sie allerhand Bücher und Zeitschriften darüber. Die Herausgeber und Herausgeberinnen kassieren damit nicht nur eine Menge, sondern unterstützen so auch ihr Ego (Karl Lamprecht, Persönliche Mitteilung, 26. Jänner, 2016).

4.4 Politische Folgen

Nicht nur die Medien profitieren von den Verschwörungstheorien, sondern auch die Politik. Durch die Theorien verschlechterte sich das Image der USA und ihre Bürger wurden skeptisch. Viele dachten nämlich wirklich, dass eigene Leute etwas mit den Anschlägen zu tun hatten. Genau aus diesen Anschuldigungen zogen sich ausländische Gruppierungen ihren Nutzen.

4.4.1 Die Gegner der USA

Al Quaida oder die IS sind nur einige wenige Gruppierungen, die von den Verschwörungstheorien profitierten. Denn durch diese wurden sie nicht mehr als die Schuldigen bezeichnet. Viele Menschen in den USA vertrauten also ihnen mehr als ihrer eigenen Regierung. So hatten diese Gruppen es einfacher, ihre Anti-USA-Propaganda im Netz sowie auch im Land zu verteilen. Einige Bürger zogen sie so auf ihre Seite. Im Internet findet man häufig Websites, die die Verbindung zwischen diesen Gruppierungen von Menschen mit Verschwörungstheorien zeigen.

5. Fazit

Das Ziel der Arbeit war es, sich kritisch mit dem Thema Verschwörungstheorien rund um den 11. September 2001 auseinanderzusetzten. Im Fazit werden die wichtigsten Aspekte der Arbeit noch einmal zusammen gefasst.

Verschwörungstheorien rund um den11.September 2001 findet man schnell. Da wäre zum Beispiel die Pentagonverschwörung. Viele Menschen können einfach nicht glauben, dass eine Boing 757 in dieses Gebäude geflogen ist. Es gibt viele verschiedene Theorien, die vom offiziellen Bericht abweichen. Menschen formen sie, da viele Widersprüche und Lücken in der amtlichen Version auftreten. Ein weiterer Grund, wieso Leute Verschwörungstheorien erfinden, ist die Angst. Nimmt man die CIA-Verschwörung, so sieht man, dass die Angst vor fremden Ländern viel stärker ist, als die vor dem eigenen Staat.

Das Wort Verschwörungstheorie zu definieren, war die Schwierigkeit in der Arbeit. Es gibt zahlreiche verschiedene Erklärungen. Eine passende zu finden, hat viel Zeit gekostet. Schlussendlich wurde eine leicht verständliche ausgewählt, die beschreibt, dass Geschehnisse mit unangenehmen Folgen gerne jemand anderen angehängt werden.

Die Medien und die Politik haben auch eine bedeutsame Funktion. Aus diesen Anschlägen konnten viele Menschen großen finanziellen Profit ziehen. Eine besondere Rolle spielt hierbei das Internet. Der Medienboom begonnen. Blogs und Foren berichteten schon lange vor den etablierten Medien über Verschwörungstheorien rund um 9/11. Als Autoren dies für sich entdeckten, entstand ein regelrechter Bücherüberschluss. Die bekanntesten davon wurden in der Arbeit erwähnt. Für die Politik gab es ebenso Vorteile nach dieser Katastrophe. Islamisten nutzen zum Beispiel die CIA-Verschwörung, denn durch diese Theorie galten sie wieder als unschuldig und konnte so neue politische Anhänger für sich gewinnen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Gefälschte Wahrheiten. Verschwörungstheorien rund um 9/11
Note
2
Autor
Jahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V322016
ISBN (eBook)
9783668219410
ISBN (Buch)
9783668219427
Dateigröße
427 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gefälschte, wahrheiten, verschwörungstheorien
Arbeit zitieren
Christiane Klocker (Autor), 2016, Gefälschte Wahrheiten. Verschwörungstheorien rund um 9/11, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322016

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