Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung im Deutschunterricht

Vorgaben und Freiräume zur Wertevermittlung im Hessischen Rahmenlehrplan Deutsch


Hausarbeit, 2016
19 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Wertbegriffs

3. Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung
3.1. Werteerziehung im Kontext schulischer Sozialisation
3.2. Werteerziehung im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule
3.3. Wertewandel und Wertepluralismus und die Notwendigkeit schulischer Werteerziehung

4. Werteerziehung im Hessischen Lehrplan für das Fach Deutsch

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis
6.1. Primärquellen
6.2. Sekundärliteratur

1. Einleitung

Der Diskurs um die schulische Werteerziehung ist seit den 60er Jahren immer wieder äußerst kritisch betrachtet worden, da Wertevermittlung häufig mit staatlicher ideologischer Indoktrination1 und Manipulation in Verbindung gebracht wurde.2 Seit einiger Zeit spielt der Umgang mit Werten in der bildungspolitischen Debatte aufgrund des „vermeintlichen Werteverlustes“3 bei Jugendlichen jedoch wieder eine größere Rolle. Aufgrund des beschleunigten Wertewandels und der Wertevielfalt innerhalb der modernen pluralistischen Gesellschaft, gestaltet sich die Aufgabe der Schule, Kindern und Jugendlichen bei der Entwicklung eines stabilen handlungsleitenden Wertesystems zu helfen, allerdings zunehmend schwierig.4

Das Fach Deutsch gilt neben Geschichte, Politik, Philosophie, Ethik und Religion traditionell als eines der Fächer, die sich im besonderen Maße zur didaktischen Vermittlung von Werten eignen.5 Trotz der großen Bedeutung, die der Werteerziehung für den Sozialisationsprozess des Einzelnen zukommt,6 lassen sich in den einschlägigen Handbüchern der deutschen Literaturdidaktik keine expliziten Hinweise zur Wertevermittlung im Deutschunterricht finden.7 Generell gibt es nur sehr wenig Forschungsliteratur, die sich mit den theoretischen und didaktischen Aspekten der Werteerziehung im Deutschunterricht in einem größeren Rahmen auseinandersetzt.8 Um eine gemeinsame theoretische Basis entwickeln zu können und die Lücke in der Forschung zu schließen, scheint es angebracht, zunächst die Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung für das Fach Deutsch zu untersuchen. Welche Rolle spielt schulische Werteerziehung in unserer freiheitlichdemokratischen, pluralistischen Gesellschaft und wie kann Werteerziehung angesichts der zunehmenden Wertevielfalt funktionieren? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Bedeutung der Werteerziehung im Deutschunterricht ableiten? Welche konkreten Vorgaben zur Wertevermittlung sind im offiziellen Lehrplan Deutsch zu finden und an welchen Stellen lässt der Lehrplan Freiräume zur individuellen Wertevermittlung?

Um diese Fragen im Rahmen der vorliegenden Arbeit zielführend beantworten zu können, bedarf es zunächst einer terminologischen und wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzung mit dem Wertbegriff. Neben einer soziologischen Definition des Wertbegriffs und der Funktion von Werten soll geklärt werden, inwiefern Werte von Normen abgegrenzt werden können. In einem nächsten Schritt sollen die Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung abgesteckt werden, da diese von zentraler Bedeutung für die Wertevermittlung im Deutschunterricht sind. Unter Bezugnahme auf Fends Theorie zur Reproduktionsfunktion von Schule9 soll hier zunächst erläutert werden, inwiefern schulische Werteerziehung einen zentralen Beitrag zur Sozialisation Heranwachsender leistet. Anschließend wird aufgezeigt, dass Werteerziehung ein wichtiger, gesetzlich verankerter Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags ist. Darüber hinaus soll die Notwendigkeit schulischer Werteerziehung vor dem Hintergrund des beschleunigten Wertewandels und des zunehmenden Wertepluralismus thematisiert werden.

Von dieser theoretischen Basis ausgehend, soll im zweiten Teil der Arbeit anhand des Hessischen Lehrplans Deutsch10 untersucht werden, was der Deutschunterricht zur schulischen Werteerziehung beitragen kann. Es soll an dieser Stelle herausgearbeitet werden, welche konkreten Werte in den allgemeinen Aufgaben und Zielen des Faches Deutsch zur Vermittlung vorgeschrieben werden und welchen Spielraum das Curriculum für die Wertgenerierung lässt.

Die anschließende Schlussbetrachtung soll die erarbeiteten Ergebnisse kurz zusammenfassen, klären, ob die gestellten Fragen beantwortet werden konnten und Perspektiven der weiteren Forschung aufzeigen. theoretischen Überblick gibt ist: Kempf, Hans-Peter: Wertevermittlung in der Schule heute. Hintergründe - Entwicklungen - konkrete Beispiele aus dem Deutschunterricht. Berlin 2008.

2. Definition des Wertbegriffs

Auf den ersten Blick mag es schwierig erscheinen zu definieren, was Werte sind. So gibt es nicht nur zahlreiche Bedeutungsvarianten des Wertbegriffs, sondern auch viele Begriffe, die synonym verwendet werden oder bedeutungsverwandt sind, wie z. B. „Einstellung, Haltung, Attitude, Rolle, Norm, Ideal- und Leitbild, Motiv, Bedürfnis“.11 Zahlreiche Autoren kritisieren, dass der Wertbegriff nicht ausreichend operationalisiert und gegenüber ähnlichen Konstrukten abgegrenzt sei.12 Im terminologischen Diskurs werden Werte vor allem von Normen unterschieden und abgegrenzt. Dabei werden Normen meist als gesellschaftlich oder gesetzlich festgelegte „Sollens- oder Verhaltensforderungen“13 definiert, die sich aus bestimmten Werten ableiten oder auf diese zurückzuführen sind.

Alltagssprachlich beziehen sich „Werte“ häufig auf Güter materieller, soziologischer, kultureller und religiöser Art.14 So leitet sich der Wertbegriff etymologisch vom althochdeutschen Wort ‚werd‘ ab, „welches den Kaufpreis oder eine kostbare Ware bezeichnet [...]“.15 Im Kontext dieser Arbeit ist jedoch ein differenzierteres Werteverständnis vonnöten, das die ethische und soziologische Dimension von Werten miteinschließt. Der klassischen soziologischen Definition Claus Kluckhohns zufolge sind Werte:

„[...] ein Konzept von etwas Wünschenswertem, das explizit oder implizit für ein Individuum oder eine Gruppe kennzeichnend ist und das die Wahl der geeigneten Verhaltensweisen, die Mittel und Ziele des Handelns beeinflusst.“16

Werte können demnach als gesellschaftlich akzeptierte und erstrebenswerte subjektive Einstellungen, Haltungen oder Überzeugungen verstanden werden, die als handlungsstrukturierende Orientierungsrichtlinien und handlungsleitende Beurteilungsmaßstäbe fungieren und dem Menschen Verhaltenssicherheit innerhalb der Gesellschaft geben. Werte ermöglichen den Menschen, ihre eigenen Handlungswege und Ziele sowie die Handlungen fremder Menschen einzuschätzen, einzuordnen und zustimmend oder ablehnend zu bewerten.17 Werte können einerseits als reine Bewertungsmaßstäbe dienen, andererseits aber auch Lebensziele (goal/ terminal values) oder Alltagsstandards zum Erreichen bestimmter Ziele (instrumental values) sein.18 Darüber hinaus charakterisieren Werte Individuen und Gruppen und dienen somit der Entwicklung einer „personale[n] oder kollektive[n] Identität“19.

Es ist allgemein anerkannt, dass Werte im Zuge des gesellschaftlichen Sozialisationsprozesses entstehen „und zwar auf der Grundlage biologischer und sozialer Erfahrungen und in Relation zu individuellen und sozialen Bedürfnissen und Interessen.“20 Innerhalb der Sozialisation21 kommt Werten eine selektive, strukturierende, stabilisierende und konformisierende Funktion zu.22 So steuern Werte Wahrnehmungen, organisieren die Umwelt, wirken verhaltensleitend und lenken das Verhalten des Individuums gegenüber der bestehenden Gesellschaftsordnung.23

3. Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung

3.1. Werteerziehung im Kontext schulischer Sozialisation

Werteerziehung spielt im schulischen Sozialisationsprozess eine wichtige Rolle. Die Theorie der Schule als gesellschaftliche Sozialisationsinstanz ist vor allem durch die strukturell- funktionalen Erklärungsmodelle von Talcott Parsons24 und Helmut Fend25 geprägt. Während Parson in dem schulischen Sozialisationsprozess vor allem die Funktion einer Reproduktion und Weiterentwicklung der bestehenden Gesellschaftsordnung sieht, geht Fend von einer Doppelfunktion des schulischen Sozialisationsprozesses aus.26 So diene die schulische Sozialisation zwar einerseits der Gesellschaft und ihrer Reproduktion, andererseits jedoch auch dem Individuum und seiner Persönlichkeitsentwicklung und Integration in die Gesellschaft.

Fend unterscheidet drei Funktionen des Schulsystems, die zur Reproduktion der bestehenden Gesellschaftsordnung beitragen: Die Qualifikationsfunktion, die Selektions- und Allokationsfunktion, sowie die Integrationsfunktion von Schule, die auch als Legitimationsfunktion bezeichnet wird.27 Die Integrationsfunktion- bzw.

Legitimationsfunktion von Schule diene der Eingliederung des Individuums in die bestehende Gesellschaftsordnung und ist somit im besonderen Maße für den schulischen Sozialisationsprozess von Bedeutung. Die Integration erfolgt laut Fend durch die Vermittlung systemstabilisierender und systemlegitimierender Werte, Normen und Interpretationsmuster.28 Die Werteerziehung ist folglich ein wichtiger Bestandteil der Integrationsfunktion von Schule und soll zum einen gewährleisten, dass die Schüler das bestehende Gesellschaftsystem akzeptieren, sich in ihm zurechtfinden und in ihm handeln können. Zum anderen dient die Werteerziehung dazu, die Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung des Individuums zu fördern. Fend zufolge ist die Integrationsfunktion von Schule „die am schwersten beschreibbare als auch für die Sozialisationsforschung wichtigste”29, da sich oft Konflikte zwischen gesellschaftlicher Integration und individueller Persönlichkeitsentfaltung ergeben, die Fragen nach Verhältnis von Sozialisation und Individuation aufwerfen. Die Integration geht somit nicht immer reibungslos vonstatten. Nichtsdestotrotz kann festgehalten werden, dass die Werterziehung als Bestandteil der Integrationsfunktion bzw. Legitimationsfunktion von Schule einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Heranwachsende zu sozialisieren.

[...]


1 Zur Kritik der Schule als „ideologischem Staatsapparat“ siehe Althusser, Louis: Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie (Reihe Positionen 3). Hamburg [u.a.] 1977, S. 123-129.

2 Zum Gedankengang vgl. König, Eckard: Pädagogische Grundlagenprobleme der Werteerziehung. In: Klaus Breslauer/ Hartmut Hacker/ Dieter Poschardt (Hg.): Werterziehung als Auftrag der Schule (Auswahl: Reihe B 94). Hannover 1978, S. 82.

3 Ladenthin, Volker/ Jürgen Rekus: Werteerziehung als Qualitätsdimension von Schule und Unterricht. Zur Einführung in das Thema. In: Volker Ladenthin/ Jürgen Rekus (Hg.): Werterziehung als Qualitätsdimension von Schule und Unterricht (Münstersche Gespräche zur Pädagogik 24). Münster 2008, S. 1.

4 Zum Wertewandel und der Wertevielfalt in der Gesellschaft siehe Hillmann, Karl-Heinz: Wertewandel als Rahmenbedingung einer Werte-Erziehung. In: Reinhold Mokrosch/ Arnim Regenbogen (Hg.): Werte-Erziehung und Schule. Ein Handbuch für Unterrichtende. Göttingen 2009, S. 162-172.

5 Vgl. Hacker, Hartmut: Werterziehung als Weltaufklärung. In: Klaus Breslauer/ Hartmut Hacker/ Dieter Poschardt (Hg.): Werterziehung als Auftrag der Schule (Auswahl: Reihe B 94). Hannover 1978, S. 156.

6 Vgl. Fend, Helmut: Drei Reproduktionsfunktionen des Schulsystems. In: Ullrich Bauer (Hg.): Handbuch Bildungs- und Erziehungssoziologie. Wiesbaden 2012, S. 163.

7 Etwa bei Bogdal, Klaus-Michael. Grundzüge der Literaturdidaktik (DTV 30798). 6. Aufl., München 2012; oder Kämper-van den Boogaart, Michael: Deutsch-Didaktik. Leitfaden für die Sekundarstufe I und II. Berlin 2008.

8 So wird das Thema der Werteerziehung im Deutschunterricht in den meisten Monographien und Aufsätzen nur am Rande gestreift und hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Ästhetik-Erziehung in der Literaturdidaktik betrachtet. Siehe: Kaiser, Michael: Zur Frage des Aufbaus von Werten im Literaturunterricht. In: Klaus Breslauer/ Hartmut Hacker/ Dieter Poschardt (Hg.): Werterziehung als Auftrag der Schule (Auswahl: Reihe B 94). Hannover 1978 S. 88-93. Nur vereinzelt sind konkrete Unterrichtsvorschläge zu finden, die aufzeigen, wie bestimmte Werte in unterschiedlichen literarischen Textsorten mithilfe verschiedener Methoden und Arbeitsaufträgen vermittelt werden können. Siehe: Niethammer, Ortrun: Werte-Erziehung im Literaturunterricht, besonders im Fach Deutsch. In: Reinhold Mokrosch/ Arnim Regenbogen (Hg.): Werte-Erziehung und Schule. Ein Handbuch für Unterrichtende. Göttingen 2009, S. 282-289. Die einzige Monographie, die sich hinlänglich mit dem Thema Werteerziehung im Deutschunterricht auseinandersetzt und zugleich einen ausgezeichneten

9 Siehe Fend, Helmut: Drei Reproduktionsfunktionen des Schulsystems, S. 161-165.

10 Die vorliegende Arbeit wird sich aufgrund des beschränkten Rahmens zur Beantwortung dieser Fragestellung bloß auf die Untersuchung des Hessischen Lehrplans Deutsch für den gymnasialen Bildungsgang der Jahrgangsstufen 5 bis 13 konzentrieren.

11 Engelmayer, Otto: Wert und Wertorientierung in der Genese der Persönlichkeit. In: Klaus Breslauer/ Hartmut Hacker/ Dieter Poschardt (Hg.): Werterziehung als Auftrag der Schule (Auswahl Reihe B). Hannover 1978, S. 29.

12 Vgl. Maag, Gisela: Zur Erfassung von Werten in der Umfrageforschung. Zeitschrift für Soziologie 18/4 (1989), S. 313-323.

13 Stein, Margit: Wie können wir Kindern Werte vermitteln? Werteerziehung in Familie und Schule. München 2008, S. 21.

14 Vgl. ebenda, S. 18.

15 Vgl. ebenda, S. 18.

16 Kluckhohn, Clyde: Values and Value Orientatio in the Theory of Action. In: Talcott Parsons/ Edward Shils (Hg.): Toward a General Theory of Action. Cambridge 1951, S. 395. Zitiert wurde hier die deutsche Übersetzung von Engelmayer, Wert und Wertorientierung, S. 29.

17 Zur Argumentation vgl. Stein, Wie können wir Kindern Werte vermitteln?, S. 18-20.

18 Zur Unterscheidung zwischen goal/terminal values und instrumental values vgl. Rokeach, Milton: The Nature of Human Values. New York [u.a.] 1973, S. 12-16.

19 Thome, Helmut: Wandel gesellschaftlicher Wertvorstellungen aus der Sicht der empirischen Sozialforschung. In: Bernhard Dietz (Hg.): Gab es den Wertewandel? Neue Forschungen um gesellschaftlich-kulturellen Wandel seit den 1960er Jahren (Wertewandel im 20. Jahrhundert 1). München 2014. S. 43.

20 Schmidt, Siegfried J.: Werturteile in der empirischen Literaturwissenschaft. Thesen und Kommentare. In: Peter Finke/ Siegfried J. Schmidt (Hg.): Analytische Literaturwissenschaft. Braunschweig 1984, S. 241.

21 Unter dem Begriff der „Sozialisation“ wird in der vorliegenden Arbeit der „Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt“ verstanden. Bei dem Sozialisationsprozess geht es vorrangig darum „[...] wie sich der Mensch zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet.“ Diese Definition von Geulen/Hurrelmann genießt in der Sozialisationsforschung bis heute Anerkennung. Geulen, Dieter/ Hurrelmann, Klaus: Zur Programmatik einer umfassenden Sozialisationstheorie. In: Klaus Hurrelmann/ Dieter Ulrich (Hg.): Handbuch der Sozialisationsforschung. Weinheim 1980, S. 51.

22 Vgl. Schuppe, Matthias: Im Spiegel der Medien, Wertewandel in der Bundesrepublik Deutschland. Eine empirische Analyse anhand von Stern, ZDF-Magazin und Monitor im Zeitraum 1965 bis 1983 (Europäische Hochschulschriften 40/12). Frankfurt am Main [u.a.] 1988. Zit nach: Stein, Wie können wir Kindern Werte vermitteln?, S. 19.

23 Vgl. Stein, Wie können wir Kindern Werte vermitteln?, S. 19.

24 Siehe Parsons, Talcott: Sozialstruktur und Persönlichkeit. 7., unveränd. Aufl., Eschborn 2002.

25 Fend entwickelte das Erklärungsgerüst Parsons zur schulischen Sozialisation kritisch weiter. Siehe Fend, Helmut: Gesellschaftliche Bedingungen schulischer Sozialisation (Soziologie der Schule 1). Weinheim [u.a.] 1974.

26 Zur Argumentation vgl. Zimmermann, Peter: Grundwissen Sozialisation. Einführung zur Sozialisation im Kindes- und Jugendalter. 2., überarbeitete und ergänzte Aufl., Opladen 2003, S. 127.

27 Während der Qualifikationsfunktion die Aufgabe zukomme, die Schüler durch Vermittlung von Wissen und Kompetenzen zur erfolgreichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für die Ausübung bestimmter Berufe zu qualifizieren, weise die Schule den Schülern durch die Allokationsfunktion unterschiedliche gesellschaftliche Positionen zu. Dies geschehe wiederrum durch Selektion, d. h. über die frühe Auslese im Schulsystem, die sich über die Benotung und Bewertung von Schülerleistungen sowie die Verleihung von Berechtigungen vollziehe. Vgl. Fend, Drei Reproduktionsfunktionen des Schulsystems, S. 161-165.

28 Vgl. ebenda, S. 163.

29 Fend, Gesellschaftliche Bedingungen schulischer Sozialisation, S. 17.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung im Deutschunterricht
Untertitel
Vorgaben und Freiräume zur Wertevermittlung im Hessischen Rahmenlehrplan Deutsch
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V322130
ISBN (eBook)
9783668215016
ISBN (Buch)
9783668215023
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulische Werterziehung, Pädagogik, Wertevermittlung, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Sabrina Rutner (Autor), 2016, Rahmenbedingungen schulischer Werteerziehung im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322130

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