Das vorliegende Referat befasst sich mit dem Thema oral history, im Besonderen mit der Zeitzeugenbefragung in einem schulischen Kontext.
Aus dem Inhalt:
- Informationen zu "oral history"
- Durchführung eines Interviews
- Problemfelder
- Zeitzeugenbefragung in der Schule
Inhaltsverzeichnis
1. Erste Informationen zu ,,oral history“:
2. Durchführung eines Interviews:
3. Problemfelder:
4. Zeitzeugenbefragung in der Schule:
5. Arbeitsauftrag für Kommilitonen/ - innen:
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit gibt einen praxisorientierten Überblick über die Methode der Zeitzeugenbefragung (Oral History) im Kontext des Geschichtsunterrichts. Ziel ist es, Lehrkräften und Studierenden das theoretische Rüstzeug für die Durchführung von Interviews mit Zeitzeugen zu vermitteln sowie die methodischen Herausforderungen und didaktischen Potenziale kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen und Definition der Methode Oral History
- Praktische Anleitung zur Planung und Durchführung von Interviews
- Reflexion methodischer Schwierigkeiten und Fehlerquellen
- Didaktische Einbettung und Aufgabenfelder in der Schule
- Analyse der Vor- und Nachteile im schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
3. Problemfelder:
Risiken bei der Auswahl der Interviewten oder Interviewpartner
subjektive Wahrnehmungen der Befragten müssen in einen Kontext gestellt werden
Das Erzählte spiegelt nicht immer das Erlebte wider! die Bewertung des Erlebten verändert sich im Laufe der Zeit
die Bewertung des Erlebten wird bei neuen Denkweisen/Normen der Gesellschaft verändert Interviewte halten sich häufig an gesellschaftlich akzeptierten Deutungen fest
emotional belastende Ereignisse werden beim Erzählen verdrängt/ ausgelassen Interviewer muss häufig nachfragen
ungeübte Zeitzeugen weinen, verstummen oder können sich nicht gut genug ausdrücken
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erste Informationen zu ,,oral history“: Das Kapitel definiert den Begriff als Versuch, mündliche Überlieferungen als historische Quelle zu nutzen, um vernachlässigte soziale Schichten in die Geschichtsschreibung einzubeziehen.
2. Durchführung eines Interviews: Hier werden praktische Schritte erläutert, von der Erstellung des Fragenkatalogs über die methodische Durchführung bis hin zur Auswertung und Transkription des Gesprächs.
3. Problemfelder: Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen, wie etwa die Subjektivität der Erinnerungen, die Gefahr von gesellschaftlich geprägten Deutungen und den Umgang mit emotionalen Barrieren.
4. Zeitzeugenbefragung in der Schule: Es werden didaktische Vor- und Nachteile sowie konkrete Aufgabenfelder für Schülerinnen und Schüler bei der Einbindung von Zeitzeugen in den Unterricht diskutiert.
5. Arbeitsauftrag für Kommilitonen/ - innen: Der letzte inhaltliche Teil bietet konkrete Aufgabenstellungen zur Erstellung von Checklisten und Fragenkatalogen, um das theoretische Wissen praktisch anzuwenden.
Schlüsselwörter
Oral History, Zeitzeugenbefragung, Geschichtsunterricht, Interviewführung, Erinnerungskultur, Historisches Lernen, Quellenarbeit, Zeitzeugengespräche, Didaktik der Geschichte, Alltagsgeschichte, Quellenkritik, Methodik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Zeitzeugenbefragung, auch bekannt als Oral History, und deren Anwendung im schulischen Geschichtsunterricht.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Oral History, die praktische Durchführung von Interviews, die kritische Auseinandersetzung mit Fehlerquellen und die didaktische Umsetzung in der Schule.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung methodischer Sicherheit bei der Arbeit mit Zeitzeugen sowie die Sensibilisierung für die didaktischen Potenziale und Grenzen dieses Formats.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische Literatur zur Geschichtsmethodik und strukturiert die Methode der Oral History in klare, schrittweise Leitfäden für die Unterrichtspraxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die methodische Vorbereitung von Interviews, die Analyse typischer Problemfelder (wie Subjektivität) und die Möglichkeiten, Schüler aktiv in den Prozess einzubinden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Oral History, Zeitzeugenbefragung, Quellenarbeit, Geschichtsdidaktik und methodische Reflexion.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Erlebtem und Erzähltem so wichtig?
Da sich die Bewertung von Erlebtem über Zeit verändert und gesellschaftlichen Normen unterliegt, muss der Interviewer kritisch hinterfragen, ob das Erzählte tatsächlich ein historisches Abbild oder eine subjektive, zeitversetzte Deutung darstellt.
Welche Rolle spielt die Vorbereitung durch die Schüler?
Eine intensive Vorbereitung ist essenziell, da Schüler über ausreichendes Sachwissen verfügen müssen, um fundierte Fragen zu stellen und die Aussagen der Zeitzeugen in einen größeren historischen Kontext einordnen zu können.
- Quote paper
- Merve Kosmaz (Author), 2016, Oral history in der Schule. Zeitzeugenbefragung im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322196