Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - General y Teorías

Die Theorie des Wertewandels nach Inglehart und Klages. Die Suche nach den Ursachen

Título: Die Theorie des Wertewandels nach Inglehart und Klages. Die Suche nach den Ursachen

Redacción Científica , 2004 , 15 Páginas

Autor:in: Martin Utzweiher (Autor)

Sociología - General y Teorías
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Internet, Biotechnologie, Globalisierung. Das sind nur drei Schlagwörter, die den technischen Wandel beziehungsweise den Wandel unserer Umwelt in den letzten Jahren auf den Punkt bringen. Dieser Wandel stellt sicherlich auch seine Ansprüche an den Menschen, so muss man heute z. B. darüber diskutieren, bis zu welchem Maße man die Möglichkeiten, die die Biotechnologie bietet, nutzen möchte. Andere Beispiele wären die Mobilitätsbereitschaft, die dem Menschen abverlangt wird oder die Forderung nach dem lebenslangen Lernen, die ja auch impliziert, dass man bereits erlangtes Wissen wieder verwirft und durch neues ergänzt oder gar ersetzt.

Aufgrund dieses Wandels außerhalb des Menschen liegt die Frage nahe, ob sich denn auch ein Wandel im Menschen vollzieht, kommt es zu einer Änderung von Einstellungen oder - viel weitreichender - zu einem Wertewandel? Hat das oben angesprochene Zeitalter der Veränderungen einen Einfluss auf unsere Werte? Wenn ja welchen? In den Medien ist oft die Sprache vom Werteverfall, die Ellbogen-/ Egogesellschaft wird überall erkannt und verurteilt, man ruft nach der Rückbesinnung auf die alten Werte, auf die klassischen Sekundärtugenden. Im Zusammenhang mit diesen gern aufgegriffenen, weil medienwirksamen „Katastrophenszenarien“ (vgl. Klages 2002, 18-28), stellt sich für die Soziologie – die sich ja schon seit geraumer Zeit für den Wertewandel interessiert – natürlich die Frage, ob diese Szenarien denn wirklich so stattfinden.

Zunächst erfolgt eine Definition von Werten und von Wertewandel, anschließend werden die Wertewandelstheorien von Inglehart und Klages skizziert, um schließlich noch einmal kurz auf die Katastrophenszenarien (Werteverfall) auf der einen und deren Realitätsgehalt auf der anderen Seite zu einzugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Der Mensch in einer Welt des Wandels

2. Werte und Wertewandel

3. Inglehart und „Die Stille Revolution“

3.1 Dynamik und Stillstand

3.2 Grundannahmen/ Hypothesen

3.3 Empirisches Material Ingleharts

3.4 Kritik an Ingleharts Ansatz

4. Wertewandel nach Klages

4.1 Auf der Suche nach den Ursachen

4.2 Vertiefung und „Mehrebenenansatz“

5. Wohin wandelt sich der Mensch?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel menschlicher Werte in modernen Gesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Theorien von Ronald Inglehart und Helmut Klages, um der Frage nachzugehen, ob die mediale Debatte eines „Werteverfalls“ empirisch haltbar ist oder ob ein transformativer Wandel stattfindet.

  • Definition von Werten und Wertewandel
  • Die Theorie der „Stillen Revolution“ von Ronald Inglehart
  • Der Wertewandel in der Bundesrepublik Deutschland nach Helmut Klages
  • Analyse von Ursachen und Faktoren für Wertveränderungen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Katastrophenszenarien und Werteverfall

Auszug aus dem Buch

3.2 Grundannahmen/ Hypothesen

Ingleharts Theorie fußt auf der Annahme, dass sich eine Einstellungsänderung zu Gunsten postmaterialistischer Werte vollzogen hat beziehungsweise sich noch immer vollzieht. Als Grundlage nennt er pointiert: „In short people are safe and they have enough to eat“ (ebd. 22). Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist keine westliche Zivilisation mehr Opfer einer Invasion gewesen und die Versorgung der Bürger ist weitestgehend sichergestellt. Die Grundbedürfnisse des Menschen sind also gestillt.

Frei nach Brechts Auffassung „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ (Brecht 1978, 191) oder genauer gesagt, in starker Anlehnung an Maslows Bedürfnishierarchie kommt Inglehart zum Schluss, dass die Zeit für die Befriedigung höherer Werte jetzt gekommen ist. Maslows Bedürfnishierarchie bildet somit also einen wesentlichen Ansatzpunkt für die Theorie Ingleharts. Sie besagt, dass der Mensch seine Bedürfnisse in eine gewisse Reihenfolge bringt, bei der es zunächst um die Befriedigung ganz profaner Bedürfnisse wie der Nahrungsaufnahme geht, dann erst um die Erfüllung höherer Bedürfnissen wie der Selbstverwirklichung.

Hat der Mensch ein Bedürfnis befriedigt, wird er nach der Befriedigung des nächsten streben, er versucht also immer das, was noch nicht gegeben ist, bzw. das, was knapp ist, zu bekommen – Inglehart fasst dies in seiner Mangelhypothese zusammen. Die ersten Stufen der Bedürfnishierarchie stellen für ihn die materiellen, die höheren Stufen die postmateriellen Werte dar, er stuft also die Letzteren höher ein als die Ersten (vgl. Oesterdieckhoff 2001, 43).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Mensch in einer Welt des Wandels: Einführung in die Thematik technischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse sowie die daraus resultierende Forschungsfrage nach einem möglichen Wertewandel.

2. Werte und Wertewandel: Definition grundlegender Begriffe der Wertesoziologie und Abgrenzung von Werten gegenüber kurzfristigen Einstellungen.

3. Inglehart und „Die Stille Revolution“: Darstellung der Modernisierungstheorie von Ronald Inglehart inklusive seiner zentralen Hypothesen, empirischen Belege und der fachlichen Kritik.

4. Wertewandel nach Klages: Analyse der deutschlandspezifischen Perspektive von Helmut Klages, der den Wertewandel als komplexes Modell mit situativen Faktoren und einem „Mehrebenenansatz“ erklärt.

5. Wohin wandelt sich der Mensch?: Kritische Schlussbetrachtung zur Debatte des Werteverfalls, die aufzeigt, dass entgegen medialer Untergangsszenarien von einer Transformation hin zu Selbstentfaltungswerten auszugehen ist.

Schlüsselwörter

Wertewandel, Ronald Inglehart, Helmut Klages, Postmaterialismus, Mangelhypothese, Sozialisationshypothese, Modernisierungstheorie, Werteverfall, Selbstentfaltungswerte, Mehrebenenansatz, Soziologie, Bundesrepublik Deutschland, Bedürfnispyramide, Gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung des Wertewandels in westlichen Gesellschaften und analysiert, wie sich menschliche Wertvorstellungen im Kontext technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen verändern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Konzepte von Ronald Inglehart und Helmut Klages, die Analyse von Ursachen für Wertveränderungen sowie die kritische Reflexion der öffentlichen Diskussion über einen angeblichen Werteverfall.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Theorien zum Wertewandel zu skizzieren und zu prüfen, ob die in den Medien oft propagierten Katastrophenszenarien eines moralischen Werteverfalls wissenschaftlich fundiert sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich soziologischer Theorien, um die empirischen Befunde von Inglehart und Klages kritisch zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der „Stillen Revolution“ nach Inglehart (mit Mangel- und Sozialisationshypothese) und den spezifischen Mehrebenenansatz von Klages, der das Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlagworte sind insbesondere Wertewandel, Postmaterialismus, Selbstentfaltungswerte sowie die Theorien von Inglehart und Klages.

Warum unterscheidet Klages zwischen situativen Faktoren und Hintergrundfaktoren?

Klages führt diese Unterscheidung ein, um zu belegen, dass der Wertewandel nicht nur eine kurzfristige, situative Anpassung an äußere Umstände ist, sondern tieferliegende, strukturelle Ursachen hat.

Inwiefern relativiert der Text das Konzept des Werteverfalls?

Der Text zeigt durch die Einbeziehung der Forschung von Klages auf, dass traditionelle Sekundärtugenden konstant bleiben und eine Veränderung eher in Richtung einer höheren Bedeutung von Selbstentfaltung und Partizipation zu deuten ist, statt als Zerfall moralischer Instanzen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Theorie des Wertewandels nach Inglehart und Klages. Die Suche nach den Ursachen
Autor
Martin Utzweiher (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
15
No. de catálogo
V322284
ISBN (Ebook)
9783668602380
ISBN (Libro)
9783668602397
Idioma
Alemán
Etiqueta
theorie wertewandels inglehart klages suche ursachen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Utzweiher (Autor), 2004, Die Theorie des Wertewandels nach Inglehart und Klages. Die Suche nach den Ursachen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322284
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint