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Außenwirtschaftliche Abhängigkeit, Wirtschaftswachstum und Lebenschancen in den Entwicklungsländern: Eine Re-Analyse

Título: Außenwirtschaftliche Abhängigkeit, Wirtschaftswachstum und Lebenschancen in den Entwicklungsländern: Eine Re-Analyse

Trabajo de Investigación , 2004 , 96 Páginas , Calificación: Sehr gut

Autor:in: Marcus Habermann (Autor), Oliver De Capitani (Autor)

Sociología - Economía e industria
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Einen höheren Lebensstandard für alle Menschen in den unterentwickelten Ländern zu ermöglichen, ist ein herausragendes Anliegen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und –politik. Insbesondere interessiert die Frage, welche ökonomischen und sozialen Faktoren eine nachhaltige Entwicklung begünstigen bzw. hemmen. So überrascht es nicht, dass zu dieser Thematik unzählige Studien verfasst wurden, von Autoren unterschiedlicher akademischer Fachrichtungen. Seit längerem gilt Wirtschaftwachstum als bedeutsame Grösse um die nachholende Entwicklung in der Dritten Welt zu erfassen und zu messen. In der soziologischen Forschung und insbesondere in der Dependenzforschung wird seit geraumer Zeit auch darüber debattiert, ob die Präsenz transnationaler Konzerne und deren Einfluss auf die Dritten Welt abträglich für eine nachhaltige ökonomische und soziale Entwicklung seien. Je nach Modell und Operationalisierung unterscheiden sich die Forschungsergebnisse beträchtlich. Heutzutage stellt sich die interessante Frage, ob sich die Effekte von damals mit aktuellen Datensätzen reproduzieren lassen oder neue Ergebnisse auf eine Änderung der Voraussetzungen für nachholende Entwicklung schliessen lassen.
Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Wirtschaftswachstum einen positiven Effekt auf den Wohlstand der Bevölkerung in den Entwicklungsländern ausübt. Ausserdem interessiert auch, inwiefern dieser Zusammenhang durch aussenwirtschaftliche Abhängigkeit direkt oder indirekt beeinflusst wird.
Oftmals wird in der Entwicklungsforschung das Wirtschaftswachstum als zentraler Indikator für die nachholende Entwicklung in der Dritten Welt herangezogen. In theoretischer Hinsicht stellt sich jedoch die Frage, ob ökonomisches Pro-Kopf-Wirtschaftswachstum überhaupt eine Aussage darüber zulässt, ob die breite Masse eines Landes gleichmässig von diesem Anstieg profitieren kann. Im Extremfall konzentrieren sich die Wohlstandsgewinne hauptsächlich bei einer kleinen Elite und der Grossteil der Bevölkerung wird kaum bessergestellt. Aus diesem Grund verwenden wir in dieser Studie Kriteriumsvariablen, welche sich nur begrenzt durch die Elite eines Staates monopolisieren lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DEFINITIONEN UND FAKTEN

2.1 Begriffsdefinition „ausländische Direktinvestitionen“

2.2 Zahlen und Fakten zu FDI

2.2.1 FDI Global

2.2.2 Die Verteilung der FDI nach Herkunft und Empfänger

2.2.3 Relatives Gewicht der FDI in den Entwicklungsländer, im Verhältnis zum BIP

3 THEORIETEIL

3.1 Vorgeschichte der Entwicklungstheorien

3.2 Frühe entwicklungsökonomische Theorien: Der Entwicklungskeynesianismus

3.3 Modernisierungstheorie

3.4 Die Dependenz-Theorie

3.5 Die Weltsystemtheorien

3.6 Überblick und aktuelle theoretische Debatte

3.6.1 Die konventionelle Position

3.6.2 Die pessimistische Position

3.6.3 Die skeptische Position

4 VORLÄUFER DER FIREBAUGH-STUDIE

4.1 Die BCD-Studie

4.2 Entwicklung als Befriedigung der Grundbedürfnisse I: Kindersterblichkeit und Lebenserwartung nach einem Jahr

4.3 Entwicklung als Befriedigung der Grundbedürfnisse II: Kalorienkonsumption

4.4 Firebaugh und Beck (1994)

4.4.1 Theoretische Argumentation

4.4.2 Methodische Argumentation

4.4.3 Neuerungen

4.4.4 Abgeleitete Hypothesen für diese Studie

5 METHODISCHES UND STATISTISCHES VORGEHEN

5.1 Der Ländervergleich

5.1.1 Bivariate lineare Regression und Korrelation

5.1.2 Multiple lineare Regression und multiple Korrelation

5.1.2.1 Voraussetzungen für die Anwendung einer multiplen Regressionsanalyse

5.1.2.2 Die multiple Regression: additives Modell

5.1.2.3 Die multiple Regression: interaktives Modell

5.2 Das Wachstumsraten-Modell von Firebaugh/Beck (difference of logs)

5.2.1 Semi-Differenzmodelle versus Differenzmodelle

6 ANALYSE

6.1 Variablen, Sample und Daten

6.1.1 Indikatoren und Variablen

6.1.2 Datenquellen

6.1.3 Das Sample

6.2 Die Regressionsmodelle von Firebaugh und Beck

6.2.1 Additive Modelle

6.2.2 Interaktives Modell

6.3 Empirische Ergebnisse und Interpretation

6.3.1 Bivariate Analyse

6.3.2 Multivariate Regression

6.3.2.1 Überprüfung der Voraussetzungen der multiplen Regression

6.3.2.2 Ergebnisse und Interpretation der additiven Wachstumsraten-Modelle

6.3.2.3 Ergebnisse und Interpretation des interaktiven Wachstumsraten-Modells

7 ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION

7.1 Empirische Ergebnisse

7.2 Theoretische Implikationen

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen von Wirtschaftswachstum auf den Wohlstand der Bevölkerung in Entwicklungsländern zu untersuchen und zu prüfen, inwieweit aussenwirtschaftliche Abhängigkeit diesen Zusammenhang beeinflusst. Die Arbeit führt hierzu eine Replikationsstudie basierend auf dem Modell von Firebaugh und Beck durch.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Wirtschaftswachstum und Lebenschancen in Entwicklungsländern.
  • Untersuchung des Einflusses ausländischer Direktinvestitionen (FDI) und Handelsabhängigkeit auf die nationale Entwicklung.
  • Kritische Überprüfung der konventionellen, pessimistischen und skeptischen Positionen in der Entwicklungsdebatte.
  • Quantitativer Ländervergleich mittels multipler Regression für den Zeitraum 1980 bis 2000.
  • Methodische Auseinandersetzung mit "Stock-and-Flow"-Modellen und statistischen Artefakten in der Dependenzforschung.

Auszug aus dem Buch

4.4.1 Theoretische Argumentation

In der entwicklungssoziologischen Literatur ist vielerorts zu lesen, dass Wachstum aufgrund von ausländischen Direktinvestitionen den unterentwickelten Ländern keinen Nutzen oder sogar Schaden bringe. Der Suche nach Abhängigkeitseffekten haben sich in den 80er und 90er Jahren viele soziologische Forscher verschrieben, wobei der theoretische und teilweise auch ideologische Hintergrund vorwiegend von marxistischem, dependenztheoretischem und weltsystemischem Gedankengut geprägt gewesen sei.

Unter den theoretischen Argumenten, welche in der kritischen Literatur häufig Erwähnung finden, führen Firebaugh und Beck die Handels- sowie die Investitionsabhängigkeit auf. Obwohl Handel und Handelsabhängigkeit in der klassischen Ökonomie aufgrund von komparativen Kostenvorteilen und internationaler Spezialisierung als Vorteilhaft für alle beteiligten Parteien angesehen wird, seien die Resultate diesbezüglich in den Entwicklungsändern enttäuschend. Diese Problematik ist auch unter dem commodity problem bekannt, welches bereits auf Seite 18 in dieser Studie diskutiert wurde.

In den 80er Jahren verschob sich der Fokus der Entwicklungsforschung von der Handels- zur Investitionsabhängigkeit. 1985 veröffentlichten Bornschier und Chase-Dunn eine einflussreiche Studie, in welcher sie statistische Evidenz für signifikant negative Effekte von Auslanddirektinvestitionen auf Entwicklungsländer vorstellten, basierend auf einem neuen Mass für FDI. Einige Studien folgten, welche sich der gleichen Messgrösse bedienten und ebenfalls negative Effekte nachwiesen (Firebaugh 1992). Die theoretische Begründung lag im Argument, dass die transnationalen Konzerne die Entwicklungsländer in einem inferioren Status im Weltsystem einschlossen (Bornschier und Chase-Dunn 1985). Die strategische Ausrichtung der TNCs unterscheide sich bedeutsam von denjenigen ihrer Muttergesellschaften, da sie Gewinne häufig repatriieren, lokale Unternehmungen verdrängen und die Firmen des Zentrums mit billigen Rohstoffen und Halbfabrikaten versorgen würden. Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass Wachstum aufgrund von importiertem Kapital und Handel mit den industrialisierten Ländern langfristig nicht nachhaltig sei und soziale Ungleichheit fördere.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung zur Rolle von Wirtschaftswachstum und aussenwirtschaftlicher Abhängigkeit für die Lebenschancen in Entwicklungsländern.

DEFINITIONEN UND FAKTEN: Definition zentraler Begriffe wie ausländische Direktinvestitionen (FDI) und Darstellung der empirischen Verteilung von FDI.

THEORIETEIL: Chronologische Übersicht der Entwicklungstheorien und Diskussion der aktuellen Debatte zwischen konventioneller, pessimistischer und skeptischer Position.

VORLÄUFER DER FIREBAUGH-STUDIE: Besprechung vorangegangener Studien, insbesondere der BCD-Studie und der Arbeiten von Wimberley, sowie Einführung der Basisstudie von Firebaugh und Beck.

METHODISCHES UND STATISTISCHES VORGEHEN: Erläuterung der quantitativen Ländervergleichsmethode, der multiplen Regressionsmodelle und des "difference-of-logs"-Modells.

ANALYSE: Durchführung der statistischen Analyse, Vorstellung der Variablen und Datenquellen sowie Interpretation der Ergebnisse der verschiedenen Regressionsmodelle.

ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION: Synthese der Ergebnisse, Prüfung der aufgestellten Hypothesen und Diskussion der theoretischen Implikationen.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswachstum, Lebenschancen, Entwicklungsländer, Ausländische Direktinvestitionen, FDI, Abhängigkeit, Dependenztheorie, Weltsystemtheorie, Regressionsanalyse, Wohlstand, Kindersterblichkeit, Kalorienkonsum, Humankapital, Modernisierungstheorie, Quantitativer Ländervergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Forschungsarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und den Lebenschancen der Bevölkerung in Entwicklungsländern unter Berücksichtigung des Einflusses von aussenwirtschaftlicher Abhängigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Entwicklungstheorien, die Rolle transnationaler Unternehmen (TNCs), Methoden der quantitativen Ländervergleichsforschung und statistische Analysen zur globalen wirtschaftlichen Verflechtung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch eine Replikationsstudie basierend auf dem Modell von Firebaugh und Beck zu prüfen, ob frühere Befunde über negative Auswirkungen von Investitionsabhängigkeit auf Entwicklungsländer mit neueren Datensätzen reproduzierbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen quantitativen Ländervergleich mittels Panel-Design, basierend auf additiven und interaktiven Modellen der multiplen linearen Regression.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der statistischen Methodik, der Definition der Indikatoren und der Durchführung der Analyse anhand verschiedener Regressionsmodelle für die Periode 1980 bis 2000.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftswachstum, Entwicklungsländer, FDI-Abhängigkeit, Dependenztheorie und Regressionsmodelle bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von transnationalen Unternehmen?

Die Arbeit differenziert zwischen der konventionellen (positiven), pessimistischen (negativen) und skeptischen (situationsabhängigen) Position und kommt zu dem Schluss, dass ein pauschal negativer Effekt der TNC-Präsenz anhand der Daten nicht belegbar ist.

Welche Bedeutung haben "Floor-Effekte" in der Studie?

Floor-Effekte werden kontrolliert, um sicherzustellen, dass die Ausgangsniveaus der abhängigen Variablen und der Bestände an Direktinvestitionen die Wachstumsraten nicht verzerren, um präzisere statistische Schätzungen zu ermöglichen.

Final del extracto de 96 páginas  - subir

Detalles

Título
Außenwirtschaftliche Abhängigkeit, Wirtschaftswachstum und Lebenschancen in den Entwicklungsländern: Eine Re-Analyse
Universidad
University of Zurich  (Soziologisches Institut der Universität Zürich)
Calificación
Sehr gut
Autores
Marcus Habermann (Autor), Oliver De Capitani (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
96
No. de catálogo
V32236
ISBN (Ebook)
9783638330077
ISBN (Libro)
9783638703796
Idioma
Alemán
Etiqueta
außenwirtschaftliche abhängigkeit wirtschaftswachstum lebenschancen entwicklungsländern eine re-analyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marcus Habermann (Autor), Oliver De Capitani (Autor), 2004, Außenwirtschaftliche Abhängigkeit, Wirtschaftswachstum und Lebenschancen in den Entwicklungsländern: Eine Re-Analyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32236
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