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Der Technikbegriff in der Lebensphilosophie. Technisch-philosophische Positionen im Spannungsfeld zwischen Mythos und Moderne

Titel: Der Technikbegriff in der Lebensphilosophie. Technisch-philosophische Positionen im Spannungsfeld zwischen Mythos und Moderne

Seminararbeit , 2016 , 43 Seiten , Note: 1

Autor:in: Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der gegenständlichen Arbeit liegen im Wesentlichen zwei Gedanken zu Grunde.

Erstens soll gezeigt werden, dass obwohl die Methoden als auch die Grundlagen der Technik rein rational sind (die Wissenschaften, technische Verfahren, Planungen, technische Objekt, Ziele, etc.), sich nicht-rationale Elemente, wie die Intuition oder der Mythos zum Verständnis der Technik durchaus sehr gut eignen.

Und zweitens liegt die Grundintention der Arbeit darin zu zeigen, dass die drei diskutierten technisch-philosophischen Positionen von Ortega Y Gasset, Theodor Lessing sowie Oswald Spengler zahlreiche auch heute noch aktuelle Aspekte aufgezeigt haben bzw. beinhalten.

Die Diskussion wird anhand von acht definierten zentralen Fragestellungen der Technikphilosophie geführt. Es zeigt sich, dass die genannten Philosophen zu allen zentralen modernen Fragestellungen der Technikphilosophie auch heute noch als aktuell zu bezeichnende Positionen vertreten und dass der Mythos diese Zugänge durchaus sinnvoll ergänzt bzw. ergänzen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Technik in der Lebensphilosophie

1.1. Technik und Leben

1.2. Der Begriff der Technik

2. Acht zentrale Fragestellungen der Technikphilosophie

3. Der Mythos von Prometheus und Epimetheus

4. Die Technik in der Lebensphilosophie

4.1. Der Begriff der Technik bei Theodor Lessing

4.2. Der Begriff der Technik bei Ortega Y Gasset

4.3. Der Begriff der Technik bei Oswald Spengler

5. Der Mythos als möglicher Zugang zur Wirklichkeit

5.1. Die Arbeit am Mythos

5.2. Der prometheische Mythos und die Technik in der Lebensphilosophie

5.3. Der Mythos als Pate in der Technikphilosophie von Oswald Spengler

6. Die Frage nach der Aktualität technisch-philosophischer Positionen der Lebensphilosophie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die lebensphilosophischen Perspektiven auf Technik unter besonderer Berücksichtigung der Denker Theodor Lessing, Ortega Y Gasset und Oswald Spengler. Ziel ist es, die spezifische Verknüpfung von Technikverständnis und existenzieller Wirklichkeitsdeutung aufzuzeigen und dabei insbesondere die Rolle des prometheischen Mythos als fundamentales Erklärungsmuster für das moderne technische Handeln zu analysieren.

  • Analyse des Technikbegriffs innerhalb der lebensphilosophischen Strömung des 19. und 20. Jahrhunderts.
  • Systematische Gegenüberstellung der Positionen von Lessing, Gasset und Spengler anhand definierter Themenfelder.
  • Untersuchung des Mythos als nicht-rationales, aber grundlegendes Element der Technikphilosophie.
  • Bewertung der Aktualität lebensphilosophischer Technik-Kritik für gegenwärtige Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

4.1.Der Begriff der Technik bei Theodor Lessing

Der 1872 in Hannover geborene deutsch-jüdische Philosoph, Publizist und unglückliche Zwillingsbruder von Ludwig Klages Theodor Lessing ist kein klassischer Technikphilosoph. Seine Thesen zur Technik finden sich eingebunden in seine philosophischen Thesen, er wird auch nur selten in klassischen Werken zur Geschichte oder Systematik zur Technikphilosophie rezipiert. Seine Philosophie ist eine Philosophie der Tat, seine Themenfelder liegen abseits der Fachphilosophie - Fachphilosophie hat mich immer enttäuscht und abgestoßen - eher im Bereich der Geschichtsphilosophie. Geschichte ist für ihn Sinngebung des Sinnlosen. Weder in diesem Werk noch in seinen Schriften zu Nietzsche bzw. in seinem 1918 erschienen Werk Europa und Asien gibt es eine explizite Definition von Technik oder eine ausführliche systematische Zusammenstellung seiner Technikthesen. Dennoch finden sich in den angegebenen Schriften interessante und über die damalige Zeit hinausgehende Thesen zu technischen oder Technik-nahen Themenstellungen.

Der zentrale Begriff in dem Zusammenhang bei Lessing ist die Maschine. Die Maschine befreit den Menschen von der Sklaverei der Arbeit, macht ihn von der Knechtschaft los und schafft damit die Möglichkeit zur „selbstherrliche(n) Erlösung des Menschen aus Dunkel, Dumpfheit und ihn unterjochender Angst“.

„Es ist der ungeheuerlichste Gedanke der Technik, dass das gesamte Objektive des augenblicklich gegenwärtigen Lebens aufbewahrt werden kann, für späte Zeiten und übertragen werden kann nach den fernsten Räumen, ohne dass das lebende Element darum fortzuwirken braucht. Die ganze Menschenwelt kann somit als Automat dauern.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Technik in der Lebensphilosophie: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Herausforderungen bei der Definition des Technikbegriffs innerhalb der Lebensphilosophie und die daraus resultierenden Grundelemente der lebensphilosophischen Analyse.

2. Acht zentrale Fragestellungen der Technikphilosophie: Hier werden die methodischen Leitfragen definiert, die eine systematische Gegenüberstellung und Analyse der unterschiedlichen technikphilosophischen Positionen ermöglichen.

3. Der Mythos von Prometheus und Epimetheus: Es wird die mythologische Grundlage der griechischen Antike dargestellt, wobei insbesondere die Rolle von Prometheus und Epimetheus als Deutungsrahmen für menschliches Handeln und Technik erörtert wird.

4. Die Technik in der Lebensphilosophie: In diesem Hauptteil werden die spezifischen Technikverständnisse von Theodor Lessing, Ortega Y Gasset und Oswald Spengler detailliert analysiert und anhand der zuvor definierten Kriterien verglichen.

5. Der Mythos als möglicher Zugang zur Wirklichkeit: Dieses Kapitel verknüpft die erkenntnistheoretische Funktion des Mythos mit den Technikkonzepten der untersuchten Philosophen und betont die Relevanz mythischer Narrative für die Technikdeutung.

6. Die Frage nach der Aktualität technisch-philosophischer Positionen der Lebensphilosophie: Im Fazit wird reflektiert, inwieweit die historischen Positionen der Lebensphilosophie noch heute Relevanz für die kritische Auseinandersetzung mit moderner Technik und Industrie besitzen.

Schlüsselwörter

Technikphilosophie, Lebensphilosophie, Prometheus, Epimetheus, Theodor Lessing, Ortega Y Gasset, Oswald Spengler, Technikverständnis, Mythos, Moderne, Anthropologie, Existenz, Kulturkritik, Mensch-Maschine-Verhältnis, Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie führende Vertreter der Lebensphilosophie (Lessing, Gasset, Spengler) das Phänomen Technik in ihr jeweiliges philosophisches System integriert und bewertet haben.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Fokus stehen der Begriff der Technik, das Verhältnis zur Natur, die Bedeutung des technischen Handelns für den Lebensplan des Menschen sowie die gesellschaftlichen Folgen der Technisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein systematisches Verständnis für die lebensphilosophische Technikdeutung zu schaffen und zu prüfen, ob der antike prometheische Mythos als Deutungsschlüssel für moderne Technik dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt einen analytisch-vergleichenden Ansatz, bei dem acht definierte Themenfelder auf die Positionen der drei ausgewählten Denker angewandt und in ihrem jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Ausarbeitung der Technikauffassungen von Lessing, Gasset und Spengler, gefolgt von einer Untersuchung mythischer Zugänge zur Wirklichkeit, insbesondere durch die Arbeit am Mythos.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Technik als Lebenstaktik", "Gattungszwang", "Existenz", "Mythos vs. Logos", "Kulturpessimismus" und "Interdependenz von Technik und Mensch".

Wie verhält sich die Technik nach Ortega Y Gasset zum menschlichen Handeln?

Für Gasset ist Technik die notwendige Antwort des Menschen auf seine Umwelt, um einen individuellen Lebensplan zu verwirklichen; sie dient dabei weniger der bloßen Bedürfnisbefriedigung als der Schaffung von Überflüssigem und Komfort.

Welche Rolle spielt die Angst bei Oswald Spengler in Bezug auf Technik?

Spengler sieht in der Technik ein ambivalentes Werkzeug, das aus der menschlichen Notwendigkeit entspringt, der Welt Sinn zu geben, und gleichzeitig eng mit dem Grundgefühl der Angst und dem Bedürfnis nach Kontrolle über ein schicksalhaftes Dasein verknüpft ist.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Technikbegriff in der Lebensphilosophie. Technisch-philosophische Positionen im Spannungsfeld zwischen Mythos und Moderne
Hochschule
Universität Wien  (Philosophie)
Veranstaltung
Seminar zur Lebensphilosophie
Note
1
Autor
Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
43
Katalognummer
V322379
ISBN (eBook)
9783668216723
ISBN (Buch)
9783668216730
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Technikphilosophie Technikbegriff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in), 2016, Der Technikbegriff in der Lebensphilosophie. Technisch-philosophische Positionen im Spannungsfeld zwischen Mythos und Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322379
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Leseprobe aus  43  Seiten
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