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Historische Hintergründe der Commonwealth Games. Kritische Auseinandersetzung

Titre: Historische Hintergründe der Commonwealth Games. Kritische Auseinandersetzung

Dossier / Travail , 2010 , 12 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Carsten Müller (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
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Im Folgenden soll erörtert werden, inwieweit Entstehung und Verlauf der Spiele, die heute unter dem Namen „Commonwealth Games“ bekannt sind, den Übergang vom British Empire zum Commonwealth of Nations widerspiegeln.

Sport gilt als fester Bestandteil von Kultur und hat einen Zusammenhalt schaffenden Charakter. Verschiedenste Gesellschaftsgruppen finden durch Sport zueinander, Nationen konkurrieren friedvoll miteinander.

Eine bedeutsame Rolle spielt Sport seit jeher in Großbritannien. Dort ist Sport integraler Bestandteil des Schulsystems, man legt hohen Wert auf die Ausbildung von Eigenschaften wie Fairplay und Mannschaftsgeist. J.E.C. Welldon, Direktor der Elite- Schule Harrow in London von 1881- 1885, bezeichnete sogar den britischen Teamgeist als ausschlaggebend für die Überlegenheit Großbritanniens gegenüber den Deutschen und Franzosen im 19.Jahrhunderts.

Durch die Expansion des Britischen Empires über den Globus wurde durch Militär und Siedler auch der Sport in die Kolonien exportiert und dort sogar bewusst gefördert. Man versuchte vornehmlich durch Kricket, die englischen Moral -und Verhaltensvorstellungen an die Bevölkerung zu vermitteln. Als Gouverneur von Bombay und Präsident der Kricketvereinigung stellte Lord Harris, Ende des 19.Jahrhunderts, den Indern die Übernahme von politischer Verantwortung in Aussicht, sobald sie die Spiel- und Verhaltensregeln von Kricket verinnerlicht hätten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen einige „weiße Kolonien“ kurz vor der Entlassung in die Selbstverwaltung. Parallel häuften sich die Bestrebungen innerhalb des Empires einen sportlichen und kulturellen Event zu schaffen, der anstelle von britischem Imperialismus, den Zusammenhalt stärken sollte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Historischer Hintergrund British Empire

2.2. Historischer Hintergrund Commonwealth Games

2.3. Kritische Auseinandersetzung

3. Schlussbetrachtung

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Entwicklung der Commonwealth Games und dem historischen Übergang vom British Empire zum Commonwealth of Nations. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Spiele diesen politischen und gesellschaftlichen Wandel widerspiegeln und als Instrument zur Stärkung imperialer oder postkolonialer Zusammengehörigkeit dienten.

  • Historische Entwicklung des British Empire
  • Ursprünge und Evolution der Commonwealth Games
  • Sport als Instrument kultureller Macht und imperialer Identität
  • Diskursanalyse zur Bedeutung der Spiele für ehemalige Kolonien
  • Interaktion zwischen sportlichen Großereignissen und politischer Autonomie

Auszug aus dem Buch

2.3. Kritische Auseinandersetzung

Der Australier Professor Brian Stoddart beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der langjährigen Existenz des British Empires, die sich seiner Meinung nach, nicht allein auf militärische Dominanz begründen lässt. Nach Stoddart haben die Spiele eine wichtige Rolle beim Fortbestehen des imperialen Geistes gespielt, der in der postkolonialen Zeit präsenter war als angenommen.

„As the formal political ties with the imperial power have declinded` ..`the informal cultural ones have been strengthened to maintain a strong power relationship and a particular vision of social order.”

Als im späten 19.Jahrhunder die imperialen Truppen in hoher Geschwindigkeit aus den „weißen Kolonien“ abgezogen wurden, hinterließ man die Kolonien der Selbstverwaltung, auf der anderen Seite das zeigte auch, dass die imperiale Macht außerhalb von bloßer militärischer Präsenz lag. Stoddart beschreibt das als „kulturelle Macht“, also ein Gerüst von Überzeugungen, Ansichten, Gesetzen, Konventionen, die sich durch die Siedler, Streitkräfte und Privatiers in den Kolonien etabliert hatten.

Stoddart sieht weiterhin den am wenigsten berücksichtigten Anteil, während des kulturellen Austauschs zwischen dem British Empire und den Kolonien, beim Sport liegend. Den weit reichenden Einfluss von Sport würde man an den unzähligen Austauschprogrammen und Wettbewerben innerhalb der Kolonien und dem Empire sehen, außerdem habe Sport einen gesellschaftsübergreifenden Charakter. Auf dem Höhepunkt des British Empire 1911 entstand daraufhin der Event der am symbolischsten den kulturellen Zusammenhalt des Empires widerspiegelt- die Commonwealth Games.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Sports in der britischen Kultur ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen den Commonwealth Games und dem Übergang vom British Empire zum Commonwealth of Nations.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die historische Entwicklung des British Empire, die Genese der Commonwealth Games sowie kritische Perspektiven auf die Rolle des Sports als Instrument imperialer Bindung.

2.1. Historischer Hintergrund British Empire: Hier wird der Aufstieg und der allmähliche Dekolonisierungsprozess des britischen Weltreichs bis zur Entstehung des Commonwealth of Nations nachgezeichnet.

2.2. Historischer Hintergrund Commonwealth Games: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte der Spiele, beginnend bei den frühen Ideen wie den "Pan-Britannic-Games" bis hin zur Etablierung als regelmäßig stattfindendes Sportereignis.

2.3. Kritische Auseinandersetzung: Hier werden wissenschaftliche Debatten, insbesondere die Thesen von Brian Stoddart und Michael Dawson, über die politische und symbolische Funktion der Spiele gegenübergestellt.

3. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Entstehung der Commonwealth Games eine parallele und logische Entwicklung zum Wandel des British Empire darstellt.

4. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Untermauerung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Commonwealth Games, British Empire, Commonwealth of Nations, Kolonialgeschichte, Sportgeschichte, Dekolonisierung, Imperialismus, kulturelle Macht, nationale Identität, politische Instrumentalisierung, Dominion-Status, transnationale Beziehungen, Sportpolitik, Sozialordnung, postkoloniale Ära

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Verbindung zwischen den Commonwealth Games und dem politischen Transformationsprozess vom British Empire zum Commonwealth of Nations.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der imperialen Geschichte Großbritanniens, der Entwicklung sportlicher Großveranstaltungen innerhalb dieses Machtbereichs und der soziopolitischen Funktion von Sport für koloniale und postkoloniale Staaten.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie der sportliche Wettbewerb den Prozess der Auflösung des Empires und die Formierung eines neuen, auf gemeinsamen Werten basierenden Commonwealth begleitete oder spiegelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Stimmen und Diskursen über die Rolle des Sports im kolonialen Kontext basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Skizzierung des British Empire, die Entstehungsgeschichte der Commonwealth Games sowie eine kritische Gegenüberstellung verschiedener wissenschaftlicher Deutungen dieser historischen Prozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Commonwealth Games, British Empire, Dekolonisierung, kulturelle Macht, Sportgeschichte und Identitätsbildung innerhalb des Commonwealth.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Sport als politisches Instrument?

Der Autor stellt fest, dass Sport zwar oft einen gemeinschaftsbildenden Charakter hat, sein politischer Einfluss jedoch umstritten ist und oft wirtschaftliche oder machtpolitische Interessen unter dem Deckmantel des sportlichen Miteinanders verbirgt.

Welche Rolle spielten die "weißen Kolonien" bei der Entwicklung der Spiele?

Zu Beginn konzentrierte sich die Veranstaltung primär auf diese Gebiete, da sie einen besonderen Status innerhalb des Empires innehatten, was sich in der Aufmachung und Teilnehmerauswahl der frühen Festivals widerspiegelte.

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Résumé des informations

Titre
Historische Hintergründe der Commonwealth Games. Kritische Auseinandersetzung
Université
University of Mannheim  (Historisches Institut)
Cours
Internationale Organisationen
Note
2,5
Auteur
Carsten Müller (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
12
N° de catalogue
V322389
ISBN (ebook)
9783668221321
ISBN (Livre)
9783668221338
Langue
allemand
mots-clé
historische hintergründe commonwealth games kritische auseinandersetzung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carsten Müller (Auteur), 2010, Historische Hintergründe der Commonwealth Games. Kritische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322389
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Extrait de  12  pages
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