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Die Persistenz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten am Arbeitsmarkt

Ausgewählte Erklärungstheorien nach Pierre Bourdieu

Título: Die Persistenz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten am Arbeitsmarkt

Trabajo , 2013 , 24 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Insa Genausch (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Die Leitfrage, die im Folgenden beantwortet werden soll, lautet: Nehmen die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt ab oder bleiben sie trotzdem bestehen? Und wenn ja, wie lässt sich die eventuelle Persistenz der Ungleichheiten erklären? Für die Analyse der Fragestellung werden ausgewählte Theoriebausteine von Pierre Bourdieu verwendet.

Demnach sollen der Geschlechtshabitus, die männliche Herrschaft und die symbolische Gewalt Aufschluss über die Entstehung und das Fortbestehen von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten geben können. Um die eventuelle Abnahme der Ungleichheiten zu berücksichtigen, wird das Kulturkapital erläutert, das durch seine institutionalisierte sowie inkorporierte Form zu dieser Diskussion beitragen soll.

Nach diesem theoretischen Teil folgt ein Überblick über die Chancen und Ungleichheiten von Frauen am Arbeitsmarkt. Dieser setzt sich aus den Kapiteln der Arbeitsmarktsegregation, des Normalarbeitsverhältnis, des gesellschaftlichen Wandels und der doppelten Vergesellschaftung der Frauen zusammen, die damit Chancen und Hürden für diese aufzeigen können. Ergänzt wird der Teil durch das Kapitel Bildung, das die erhöhte Bildungsbeteiligung von Frauen aufgreift und zum Verständnis über die vermeintlich abnehmenden sowie weiter bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern beiträgt.

In einer abschließenden Diskussion wird erörtert, inwieweit die Theoriebausteine Bourdieus die Verbesserungen oder das Fortbestehen der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt erklären können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Habituskonzept

2.1 Geschlechtshabitus

2.2 Die männliche Herrschaft und symbolische Gewalt

4 Kapitalkonzept

4.1 Inkorporiertes Kulturkapital

4.2 Institutionalisiertes Kulturkapital

5 Geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt

5.1 Arbeitsmarksegregation: horizontal vs. Vertikal

5.2 Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und das Normalarbeitsverhältnis

5.3 Gesellschaftlicher Wandel und strukturelle Chancen

5.4 Spannungsverhältnis: Haushalt und Beruf und die doppelte Vergesellschaftung der Frau

5.5 Bildung und Geschlechterordnung

7 Schlussbemerkungen und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Persistenz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt unter Anwendung theoretischer Konzepte von Pierre Bourdieu. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Ungleichheiten trotz gesellschaftlicher Veränderungen abnehmen oder weiterhin bestehen bleiben und wie sich eine mögliche Persistenz theoretisch begründen lässt.

  • Analyse des Habituskonzepts und des Geschlechtshabitus zur Erklärung sozialer Ungleichheit.
  • Untersuchung der Mechanismen männlicher Herrschaft und symbolischer Gewalt.
  • Diskussion der Bedeutung von inkorporiertem und institutionalisiertem Kulturkapital für Bildungs- und Berufschancen.
  • Darstellung struktureller Merkmale wie Arbeitsmarktsegregation und Normalarbeitsverhältnis.
  • Reflektion über den Einfluss gesellschaftlichen Wandels und die doppelte Vergesellschaftung von Frauen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschlechtshabitus

Der Geschlechtshabitus bezeichnet nach Bourdieu eine inkorporierte soziale Geschlechtsstruktur, die auf einer zweigeschlechtlichen Weltsicht beruht, zur zweigeschlechtlichen Teilung der sozialen Welt führt und wiederum einen folgenreichen Einfluss auf die vergeschlechtlichten Wahrnehmungs- und Bewertungskategorien hat (Engler 2004: 225). Dieser vergeschlechtlichte und gleichzeitig vergeschlechtende Habitus hat seinen Ursprung in der biologischen Natur, der von Geburt an zur sozialen Identität der Subjekte, durch die körperlichen Merkmale entsteht (Bourdieu 2005: 44). „Der biologische Unterschied zwischen den Geschlechtern, [...] insbesondere der anatomische Unterschied zwischen den Geschlechtsorganen, kann als natürliche Rechtfertigung der gesellschaftlichen, konstruierten Unterschiede zwischen den Geschlechtern und besonders der geschlechtlichen Arbeitsteilung erscheinen“ (Bourdieu 2005: 44).

Geschlecht wird damit als polarer Gegensatz konstruier in Abgrenzung zu sozialen Klassen, die einer mehrstufigen Klassifikation untergeordnet werden können (Gebauer/Krais 2002: 50). Damit unterliegt die geschlechtsspezifische Habitusgenese einem ständigen Orientierungsprozess von Handlungen, Signalen und Wahrnehmungen an einem „binären Code“, bei dem eine von zwei geschlechtstypischen Möglichkeiten in den Habitus inkorporiert und die andere ausgeschlossen wird. Diese Unterscheidung prägt ebenfalls die Körperwahrnehmung, Ausdrucksweisen und Gewohnheiten der Subjekte (ebd. 2002: 50).

Nicht außer Acht gelassen werden darf, dass diese Geschlechterdifferenzierung, die im Habitus haftet von den Menschen selbst produzierte und beständig reproduzierte Struktur ist, die gewissermaßen als das Natürliche der Welt im Geist und Körper wahrgenommen und legitimiert wird (ebd. 2002: 51). Diese (re)produzierende Konstruktion wird von Bourdieu als zirkelhafte Kausalbeziehung betitelt (Bourdieu 2005: 23).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach deren Persistenz am Arbeitsmarkt.

2 Das Habituskonzept: Das Kapitel erläutert Bourdieus grundlegende Habitus-Theorie und deren spezifische Ausprägung als Geschlechtshabitus sowie die Bedeutung männlicher Herrschaft.

4 Kapitalkonzept: Hier wird das Konzept des Kulturkapitals in seinen inkorporierten und institutionalisierten Formen vorgestellt, um Erklärungsansätze für Bildungs- und Aufstiegschancen zu liefern.

5 Geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über Strukturmerkmale des Arbeitsmarktes, darunter Segregation, Normalarbeitsverhältnisse und die Auswirkungen der doppelten Vergesellschaftung.

7 Schlussbemerkungen und Diskussion: Die Diskussion führt die theoretischen Bausteine mit den empirischen Beobachtungen zusammen, um die Persistenz von Ungleichheiten kritisch zu bewerten.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Habitus, Geschlechtshabitus, Männliche Herrschaft, Symbolische Gewalt, Kulturkapital, Arbeitsmarktsegregation, Normalarbeitsverhältnis, Doppelte Vergesellschaftung, Geschlechterungleichheit, Soziale Praxis, Strukturwandel, Bildungsexpansion, Erwerbsbiografie, Soziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt trotz rechtlicher und gesellschaftlicher Fortschritte weiterhin fortbestehen oder abnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse kombiniert soziologische Theorien zu Habitus und Kapital mit empirischen Daten zu Arbeitsmarktstrukturen, Erwerbsverläufen und dem gesellschaftlichen Wandel der Geschlechterrollen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Persistenz von Ungleichheiten theoretisch durch die Konzepte von Pierre Bourdieu zu erklären und die Wirksamkeit von strukturellen Wandlungsprozessen zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der Bourdieus Konzepte (Habitus, Kapital, männliche Herrschaft) auf aktuelle arbeitsmarktsoziologische Befunde angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Habitus- und Kapitalkonzept sowie einen empirisch orientierten Überblick über Segregation, Normalarbeitsverhältnisse und die Bildungsbeteiligung von Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Geschlechtshabitus, männliche Herrschaft, Arbeitsmarktsegregation, Kulturkapital und die doppelte Vergesellschaftung der Frau.

Wie erklärt die Arbeit das Fortbestehen von männlicher Vorherrschaft in Führungspositionen?

Dies wird auf den tief verankerten Geschlechtshabitus und Mechanismen der symbolischen Gewalt zurückgeführt, die auch in modernen Unternehmensstrukturen die Teilhabe von Frauen erschweren.

Welche Rolle spielt Bildung bei der Überwindung von Ungleichheiten?

Bildung wird als Form des kulturellen Kapitals betrachtet, das zwar formale Gleichstellung fördert, jedoch durch den Zeitfaktor und die familiäre Inanspruchnahme von Frauen häufig an strukturelle Grenzen stößt.

Was sind sogenannte Vatermonate in diesem Kontext?

Sie werden als politisches Instrument angeführt, das dazu dienen soll, klassische Rollenkonstruktionen aufzubrechen und Frauen eine stabilere Erwerbsbeteiligung zu ermöglichen.

Warum wird das Konzept der Doxa in der Arbeit erwähnt?

Doxa bezeichnet die als selbstverständlich hingenommene Welt der Überlieferung, die dazu beiträgt, dass bestehende Ungleichheitsverhältnisse unhinterfragt als natürlich akzeptiert und reproduziert werden.

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Detalles

Título
Die Persistenz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten am Arbeitsmarkt
Subtítulo
Ausgewählte Erklärungstheorien nach Pierre Bourdieu
Universidad
University of Göttingen  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Curso
Pierre Bourdieus Theorien sozialer Praktiken
Calificación
2,7
Autor
Insa Genausch (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
24
No. de catálogo
V322406
ISBN (Ebook)
9783668215740
ISBN (Libro)
9783668215757
Idioma
Alemán
Etiqueta
persistenz ungleichheiten arbeitsmarkt ausgewählte erklärungstheorien pierre bourdieu
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Insa Genausch (Autor), 2013, Die Persistenz geschlechtsspezifischer Ungleichheiten am Arbeitsmarkt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322406
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