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Entgrenzung von Arbeit und Leben. Die Chancen und Risiken der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung für den Arbeitnehmer

Titre: Entgrenzung von Arbeit und Leben. Die Chancen und Risiken der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung für den Arbeitnehmer

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Insa Genausch (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Für die Untersuchung der Entgrenzung zwischen Berufs- und Privatsphäre sowie die damit einhergehenden Anforderungen gilt es, retrospektiv den ‚Zustand’ der Abgrenzung zwischen den beiden Sphären zu berücksichtigen, der mit der Phase des Fordismus besser nachzuvollziehen ist und als „historische Referenzfolie“ für das Entgrenzungsphänomen, in der Literatur herangezogen wird.

Demnach wird zuerst das Verhältnis zwischen Arbeit und Leben im Fordismus erläutert, um im darauffolgenden Kapitel die zentralen und aktuellen gesellschaftlichen Strukturveränderungen im Post-Fordismus zu klären, die eine Entgrenzung der Sphären forcieren. Um nicht nur nachzuvollziehen, wie das arbeitssoziologische Phänomen historisch gewachsen ist, sondern auch, wie und in welchem Umfang es definiert werden kann, wird im Hauptteil der Komplex unterschiedlicher Strukturdimensionen zwischen betrieblicher und häuslicher Sphäre dargestellt, auf denen Entgrenzung stattfindet. So wird neben den repräsentativen Dimensionen Zeit und Raum auch eine technische, qualifikatorische, soziale und motivationale Entgrenzung unterschieden.

In der zentralen Chancen-Risiken-Analyse im Anschluss, wird das Hauptaugenmerk auf die Entgrenzungen der beiden erstgenannten Dimensionen gelegt und mittels der Ergebnisse zweier empirischer Studien untersucht: Die zeitlichen Entgrenzung wird mit einer Studie von Eberling et al. (2004) zu Arbeitszeitkonten und Blockfreizeiten bearbeitet und die räumliche Entgrenzung mit einer Studie zur Teleheimarbeit von Kleemann (2005). Im Schlussteil werden die Ergebnisse der subjektzentrierten Chancen-Risiken-Analyse diskutiert und mögliche Fragestellungen daraus abgeleitet sowie ein Fazit gezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strukturwandel von Erwerbsarbeit

2.1. Trennung von Arbeit und Leben im Fordismus

2.2 Flexibilisierungsprozesse von Arbeit und Leben im Postfordismus

3 Entgrenzung von Arbeit und Leben

3.1 Ein Definitionsversuch

3.2 Mehrdimensionalität der Entgrenzung von Arbeit und Leben

4 Chance oder Risiko? Die ambivalenten Auswirkungen der Entgrenzung in den Dimensionen Zeit und Raum

4.1 Chancen und Risiken der zeitlichen Entgrenzung am Beispiel von Arbeitszeitkonten

4.2.1 Chancen für den Arbeitnehmer

4.2.1 Risiken für den Arbeitnehmer

4.3 Chancen und Risiken der räumlichen Entgrenzung am Beispiel der Teleheimarbeit

4.3.1 Chancen für den Arbeitnehmer

4.3.2 Risiken für den Arbeitnehmer

5 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Entgrenzung von Berufs- und Privatleben im Zuge des gesellschaftlichen Strukturwandels. Im Fokus steht dabei die Analyse der ambivalenten Auswirkungen auf das Individuum, wobei insbesondere beleuchtet wird, inwiefern zeitliche und räumliche Entgrenzungsprozesse neue Handlungsspielräume und Freiheiten eröffnen oder Risiken für das arbeitende Subjekt darstellen.

  • Historischer Wandel der Arbeitswelt vom Fordismus zum Postfordismus
  • Dimensionen und Definitionen der Entgrenzung von Arbeit und Leben
  • Chancen und Risiken zeitlicher Entgrenzung am Beispiel von Arbeitszeitkonten
  • Chancen und Risiken räumlicher Entgrenzung am Beispiel der Teleheimarbeit
  • Subjektzentrierte Analyse der Koordinationsanforderungen im Alltag

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Definitionsversuch

Der Begriff Entgrenzung beschreibt ganz allgemein einen gesellschaftlichen Prozess, in dem sich historisch entstandene begrenzende Sozialstrukturen, anfangen aufzulockern oder gar aufzulösen (Voß 1998: 474).

Zur Erinnerung, die räumliche und funktionale Ausdifferenzierung der verschiedenen Lebensaktivitäten steht repräsentativ für die Phase des Industriekapitalismus und das tayloristische Modell, in dem große Teile der Arbeit von häuslichen Reproduktionsstätten in Betriebe verlagert wurden und durch ihre existenzsichernde Eigenschaft eine gesellschaftliche Sonderstellung gegenüber anderen Tätigkeitsformen erhielten (Jürgens/Voß 2007: 3).

In Abgrenzung dazu charakterisiert die häusliche Reproduktionssphäre einen Bereich, in der sich die Menschen von den Beanspruchungen der Arbeit erholten und anderen Tätigkeiten nachgehen (ebd. 2007: 4).

Mit dem im Postfordismus entstandenen Entgrenzungsphänomen löst sich zunehmend die starre Struktur der betrieblich organisierten Arbeit und die davon separierte Privatsphäre (Kratzer 2005: 9). Durch eine zunehmend erhöhte Selbstorganisation im Arbeitsprozess erodieren einerseits die Grenzen zwischen der Person und der Nutzung seiner Arbeitskraft sowie vor allem die Grenzen zwischen der Arbeits- und Lebenswelt (ebd. 2005: 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der verschwimmenden Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben ein und legt die Forschungsfrage zur Ambivalenz dieser Entgrenzung dar.

2 Strukturwandel von Erwerbsarbeit: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel von der fordistischen Trennung von Arbeit und Leben hin zu flexibleren postfordistischen Arbeitsformen.

3 Entgrenzung von Arbeit und Leben: Hier wird der Entgrenzungsbegriff definiert und die Mehrdimensionalität dieses Phänomens auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen dargestellt.

4 Chance oder Risiko? Die ambivalenten Auswirkungen der Entgrenzung in den Dimensionen Zeit und Raum: Dieses Hauptkapitel analysiert anhand von zwei empirischen Studien die spezifischen Chancen und Risiken zeitlicher und räumlicher Entgrenzung für Arbeitnehmer.

5 Zusammenfassung und Diskussion: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die ambivalenten Folgen der Entgrenzung für das arbeitende Individuum.

Schlüsselwörter

Entgrenzung, Arbeit, Leben, Fordismus, Postfordismus, Arbeitszeitkonten, Teleheimarbeit, Zeithandeln, Flexibilisierung, Lebensqualität, Vereinbarkeit, Arbeitssoziologie, Selbstorganisation, Subjektorientierung, Ambivalenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem arbeitssoziologischen Phänomen der zunehmenden Auflösung der Grenzen zwischen dem betrieblich organisierten Berufsleben und der privaten Lebenssphäre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der historische Wandel der Arbeitswelt vom Fordismus zum Postfordismus sowie die Auswirkungen von Flexibilisierungsprozessen auf die zeitliche und räumliche Gestaltung des Alltags.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, inwiefern die Entgrenzung von Arbeit und Leben Chancen wie Autonomiegewinn bietet oder Risiken wie eine erhöhte Belastung für das arbeitende Individuum darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des historischen Wandels sowie eine Analyse von zwei existierenden empirischen Studien (Eberling et al. 2004 zu Arbeitszeitkonten und Kleemann 2005 zur Teleheimarbeit).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Strukturwandels und eine detaillierte Chancen-Risiken-Analyse der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung durch spezifische Flexibilisierungsinstrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Entgrenzung, Flexibilisierung, Zeithandeln, Teleheimarbeit, Arbeitszeitkonten und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Inwiefern beeinflusst der Fordismus das heutige Verständnis von Arbeit?

Der Fordismus dient als "historische Referenzfolie", da er eine strikte Trennung von Arbeitsort und Lebensort sowie von Erwerbszeit und Freizeit etablierte, die heute zunehmend erodiert.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Teleheimarbeit?

Die Autorin stellt fest, dass Teleheimarbeit zwar große Chancen für eine flexible Alltagsgestaltung bietet, das Risiko einer "Doppelbelastung" sowie sozialer Isolation jedoch stark von den individuellen Voraussetzungen und Motiven der Arbeitnehmer abhängt.

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Résumé des informations

Titre
Entgrenzung von Arbeit und Leben. Die Chancen und Risiken der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung für den Arbeitnehmer
Université
University of Göttingen  (Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
Neuere Ansätze der Industriesoziologie
Note
2,0
Auteur
Insa Genausch (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
22
N° de catalogue
V322408
ISBN (ebook)
9783668215788
ISBN (Livre)
9783668215795
Langue
allemand
mots-clé
entgrenzung arbeit leben chancen risiken arbeitnehmer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Insa Genausch (Auteur), 2014, Entgrenzung von Arbeit und Leben. Die Chancen und Risiken der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung für den Arbeitnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322408
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Extrait de  22  pages
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