Ausgehend vom 17.Jahrhundert wird die Sprachreform vorgestellt bis zur Gründung der Akademie der Wissenschaften auf Basis der von Leibniz verfassten Schrift: "Unvorgreifliche Gedanken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache" in der Zeit der Aufklärung.
Inhaltsverzeichnis
- Exposé
- Einführung: zeitgeschichtliche Einordnung
- Leibniz Anregung einer Wissenschaftssprache
- Kognition und Bedeutungstheorie
- Leibniz Sprachtheorie
- Akademie der Wissenschaften
- Wörterbucharbeit nach Leibniz
- Sprachbegriff Leibniz
- Zusammenfassung der weiteren Sprachentwicklung
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text untersucht die Sprachkritik und Sprachreform im Kontext der Wissenschaften, beginnend im 17. Jahrhundert. Der Fokus liegt dabei auf der Anregung von Gottfried Wilhelm Leibniz für eine neue Wissenschaftssprache. Der Text beleuchtet Leibniz' Sprachtheorie, seine Ansichten zur Kognition und Bedeutung sowie den Einfluss seiner Ideen auf die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften und die Wörterbucharbeit seiner Zeit.
- Leibniz' Sprachtheorie und seine Vision einer idealen Wissenschaftssprache
- Die Rolle der Sprache in der Wissensbildung und wissenschaftlichen Kommunikation
- Der Einfluss von Leibniz' Ideen auf die Sprachreform und die Entwicklung der Wissenschaftssprache
- Die Bedeutung der Wörterbucharbeit und der Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften
- Der Wandel der Sprachlandschaft im 17. und 18. Jahrhundert.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Exposé stellt die historische Ausgangsposition im 17. Jahrhundert dar. Es beleuchtet die Rolle des Latein als Universalsprache und die sprachliche Trennung zwischen Gelehrten und Laien. Der Text beleuchtet Leibniz' Sprachbegriff und seine Ideen zur Verbesserung der Wissenschaftssprache.
Das Kapitel "Einführung: zeitgeschichtliche Einordnung" setzt den Kontext der Sprachentwicklung vor 1700 dar. Es beschreibt die Dominanz des Latein, die sprachliche Trennung zwischen Gelehrten und Laien und die Etablierung des Französischen als gehobene Sprache. Das Kapitel stellt die Situation in Deutschland im Vergleich zu Frankreich dar.
Das Kapitel "Leibniz Anregung einer deutschen Wissenschaftssprache" beleuchtet Leibniz' Denktradition und seine Ansichten zur Sprache als Darstellungsmittel der Wissenschaft. Der Text erklärt Leibniz' Kognitionstheorie und seine Bedeutungstheorie, die die Grundlage für seine Sprachreform bilden.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieses Textes sind: Sprachkritik, Sprachreform, Wissenschaftssprache, Leibniz, Kognition, Bedeutungstheorie, Wörterbucharbeit, Akademie der Wissenschaften, Sprachwandel, Latein, Französisch, "honnete homme", "bon usage".
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielte Gottfried Wilhelm Leibniz bei der Sprachreform?
Leibniz gab wesentliche Impulse für eine neue deutsche Wissenschaftssprache, insbesondere durch seine Schrift „Unvorgreifliche Gedanken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der deutschen Sprache“.
Warum war Latein als Wissenschaftssprache problematisch?
Latein schuf eine sprachliche Trennung zwischen Gelehrten und Laien. Leibniz wollte die deutsche Sprache fördern, um Wissen breiter zugänglich zu machen und die Kognition zu verbessern.
Was ist Leibniz' Vision einer idealen Wissenschaftssprache?
Leibniz sah die Sprache als Darstellungsmittel der Wissenschaft. Seine Sprachtheorie verknüpfte Bedeutung und Kognition, um eine präzise Kommunikation von Wissen zu ermöglichen.
Welchen Einfluss hatten Leibniz' Ideen auf die Akademie der Wissenschaften?
Seine Anregungen führten maßgeblich zur Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften, die sich unter anderem der Pflege und Verbesserung der deutschen Sprache widmete.
Was bedeutet der Begriff "bon usage" in diesem Kontext?
Der „bon usage“ bezieht sich auf den gehobenen Sprachgebrauch, der im 17. und 18. Jahrhundert oft am Französischen orientiert war, während Leibniz eine eigenständige deutsche Sprachkultur anstrebte.
Wie hängen Wörterbucharbeit und Sprachreform zusammen?
Die Wörterbucharbeit war ein praktisches Instrument der Sprachreform, um Begriffe zu definieren, den Wortschatz zu ordnen und die deutsche Sprache für wissenschaftliche Zwecke zu rüsten.
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- Marbel John (Author), 1999, Sprachkritik und Sprachreform in den Wissenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32243