Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Médias / Communication - L'économie des médias, Management des médias

Die Rolle des Vertrauens in Institutionalismus und Institutionenökonomik

Titre: Die Rolle des Vertrauens in Institutionalismus und Institutionenökonomik

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 20 Pages , Note: gut - befriedigend

Autor:in: Marcus Habermann (Auteur)

Médias / Communication - L'économie des médias, Management des médias
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der Institutionalismus wurde um 1900 in der amerikanischen Wirtschaftswissenschaft und Soziologie entwickelt. Er stellt eine zu den klassischen Wirtschaftswissenschaften alternative Herangehensweise an wirtschaftliche Probleme dar. Denkgewohnheiten, Einstellungen und Verhaltensstile des Menschen werden, im Gegensatz zur klassischen Theorie, neben der psychischen Triebausstattung auch von den ihn umgebenden, wandelbaren Institutionen bestimmt. Der Ansatz des Institutionalismus wurde von der deutschen historischen Schule, von den philosophischen Evolutions- und Anpassungskonzeptionen des Darwinismus und vom Pragmatismus mitgeformt. Er richtet sich in erster Linie gegen die Rationalitäts-Prämissen der klassischen Wirtschaftstheorie und hebt die traditionelle, an geschichtlich gewachsenen Normen- und Verhaltensmustern ausgerichtete Lebensorientierung des Menschen hervor. Institutionen werden in sozialdarwinistisch- pragmatischer Sicht als Lösungsansätze für menschliche Daseinsprobleme interpretiert, wobei der jeweilige Stand geschichtlichen Kulturentwicklung berücksichtigt wird. Kennzeichnend für den Institutionalismus ist die Betonung der Dynamik des Wirtschaftsablaufs gegenüber der Statik des klassischen Gleichgewichts, die Darstellung soziologischer, psychologischer und rechtlicher Phänomene und deren Einfluss auf die Wirtschaftsordnung und das wirtschaftliche Verhalten der Akteure, sowie die Annahme, dass der Wirtschaftsablauf nicht nur durch das nutzenmaximierende Handeln von Individuen bestimmt ist, sondern auch und vor allem durch die das Handeln der Individuen bestimmenden Institutionen. (Quelle: verschiedene Lexika und Wörterbücher) Die herausragenden Persönlichkeiten, welche zum Institutionalismus gezählt werden, sind Thorstein Veblen und John Commons. (Reuter 1996: S. 24)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehen

2. Der Institutionalismus

2.1 Überblick

2.2 Geistesgeschichtlicher Hintergrund

2.3 Thorstein Veblen

2.4 John Commons

2.5 Kritik

3. Die neue Institutionenökonomik

3.1 Überblick

3.2 Property Rights

3.3 Transaktionskosten

3.4 Vertragstheorie

4. Die Rolle des Vertrauens

5. Abschliessende Bemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur theoretischen Annäherung an den Begriff des Vertrauens, indem sie dessen spezifische Rolle und Funktion innerhalb des Institutionalismus sowie der neuen Institutionenökonomik analysiert und vergleicht.

  • Theoretische Grundlagen des Institutionalismus und der neuen Institutionenökonomik
  • Vergleich der Rollenverständnisse von Individuum und Institution
  • Analyse des Konzepts der Transaktionskosten und dessen Bedeutung für das Wirtschaftsgefüge
  • Untersuchung der Vertragstheorie und Problematiken wie Opportunismus
  • Die instrumentelle Funktion von Vertrauen als „Schmiermittel“ ökonomischer Transaktionen

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Vertrauens

Der Begriff Vertrauen wird explizit erst von den jüngsten Institutionsökonomikern erwähnt. Das in Institutionen auch vertraut werden muss, damit sie ihre Wirkung überhaupt entfalten können, war für die Institutionalisten eine gegebene Voraussetzung, die keiner besonderen Untersuchung bedurfte. In der Transaktionskostentheorie von Williamson (1990) wird der Einfluss des Vertrauens, besonders im Konzept der „credible commitments“, klar thematisiert. Ein „..Aspekt der Transaktionskosten, insbesondere der Aufsichts- und Durchsetzungskosten, ist der, dass ihre Höhe vom Verhalten der Akteure abhängt. Herrscht gegenseitiges Vertrauen, werden Verfügungsrechte respektiert, bestehen relativ einheitliche Vorstellungen über faire und gerechte Lösungen im Konfliktfalle, dann sind die Transaktionskosten niedrig. Die instrumentelle Rolle der gesellschaftlichen Moral und mit ihr des Vertrauens in das Wort des anderen muss in diesem Licht gesehen werden.“ (Richter 1994: S.9) Vertrauen in das Wort des anderen, Vertrauen in gemeinsame Werte und Normen, wirkt also wie ein Schmiermittel für Transaktionen. Neben der rechtlichen Absicherung von Verträgen und dem Setzen von finanziellen Anreizen trägt der Aufbau von Vertrauen durch Zeichensetzung und Einhaltung nicht festgeschriebener Gesetze massgeblich zur Reduktion von Transaktionskosten bei. Die zwangsläufige Unvollständigkeit von Verträgen führt dazu, dass kommuniziert werden muss, dass im Konfliktfall beide Parteien an einer vernehmlichen Lösung interessiert sind und die gemachten Versprechungen eingehalten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung des Seminars ein und erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit in drei aufeinanderfolgenden Schritten.

Der Institutionalismus: Dieses Kapitel behandelt die historischen und theoretischen Wurzeln des Institutionalismus sowie die Ansätze seiner Hauptvertreter Veblen und Commons inklusive einer kritischen Würdigung.

Die neue Institutionenökonomik: Hier werden die theoretischen Konzepte der neuen Institutionenökonomik vorgestellt, wobei der Fokus auf Eigentumsrechten, Transaktionskosten und der Vertragstheorie liegt.

Die Rolle des Vertrauens: In diesem zentralen Kapitel wird untersucht, wie Vertrauen als Instrument zur Reduktion von Transaktionskosten fungiert und innerhalb ökonomischer Transaktionen wirksam wird.

Abschliessende Bemerkungen: Der Autor resümiert den Einfluss von Institutionen auf menschliches Handeln und zieht ein positives Fazit zur praktischen Anwendbarkeit der betrachteten ökonomischen Ansätze.

Schlüsselwörter

Institutionalismus, Institutionenökonomik, Vertrauen, Transaktionskosten, Vertragstheorie, Eigentumsrechte, Property Rights, methodologischer Individualismus, opportunistisches Verhalten, rationale Begründung, soziale Institutionen, ökonomische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der theoretischen Bedeutung von Vertrauen innerhalb der institutionalistischen und institutionenökonomischen Theoriebildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Institutionalismus, der neuen Institutionenökonomik sowie der Analyse von Eigentumsrechten und Vertragskonstellationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Rolle des Vertrauens als essenziellen Faktor für das Funktionieren von Institutionen und die Reduktion von Transaktionskosten herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Ansätze (z.B. Veblen, Commons, Williamson).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Institutionalismus, der neuen Institutionenökonomik inklusive ihrer Teilbereiche sowie die spezifische Rolle von Vertrauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Institutionen, Transaktionskosten, Vertrauen, Eigentumsrechte und Opportunismus.

Welche Funktion hat das Vertrauen in der Institutionenökonomik?

Vertrauen fungiert laut der Arbeit wie ein „Schmiermittel“ für wirtschaftliche Transaktionen, indem es die Überwachung und Durchsetzung von Verträgen erleichtert.

Inwiefern unterscheiden sich Institutionalismus und neue Institutionenökonomik beim Thema Vertrauen?

Während für frühe Institutionalisten Vertrauen eine gegebene Voraussetzung war, wird es in der neuen Institutionenökonomik (insbesondere bei Williamson) explizit als ökonomischer Faktor thematisiert.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Rolle des Vertrauens in Institutionalismus und Institutionenökonomik
Université
University of Zurich  (Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung)
Cours
Seminar Medien, Ökonomie und Vertrauen
Note
gut - befriedigend
Auteur
Marcus Habermann (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
20
N° de catalogue
V32244
ISBN (ebook)
9783638330145
ISBN (Livre)
9783638778565
Langue
allemand
mots-clé
rolle vertrauens institutionalismus institutionenökonomik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcus Habermann (Auteur), 2003, Die Rolle des Vertrauens in Institutionalismus und Institutionenökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32244
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint