Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel "Personalentwicklung - Instrument zur Mitarbeiterbindung oder Förderung der Personalfluktuation" befasst sich zunächst mit aktuellen Problemstellungen aus der Human-Resources-Praxis. Im konkreten Fall geht es um die zukünftigen Herausforderungen für den gesamten HR-Bereich, insbesondere für den der Personalentwicklung, sowie deren Auswirkungen auf die Mitarbeiterbindung.
Der Autor hat im Rahmen seiner Masterarbeit untersucht, ob die verschiedenen Instrumente der Personalentwicklung dazu beitragen, Mitarbeiter an die jeweiligen Organisationen zu binden oder ob dadurch ggf. eine ungewollte Fluktuation herbeigeführt werden kann. Einbezogen wurden sowohl Industrieunternehmen, als auch Organisationen aus dem Bereich Sozial- und Gesundheitswesen. Auf diese Art und Weise konnten interessante Ansätze generiert und beide Wirtschaftszweige im Rahmen eines Benchmarks vergleichend dargestellt werden.
Nachfolgende Fragen wurden durch die Masterarbeit beantwortet:
- Gibt es Unterschiede zwischen PE-Maßnahmen im Sozial- und Gesundheitswesen und Industrieunternehmen?
- Welche PE-Maßnahmen tragen in welchem Grade zur Mitarbeiterbindung bei?
- Gibt es unterschiedliche Sichtweisen der Beschäftigten der Generation X und Y?
- Stellen regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen einen Grund dar, die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen?
- Welche Ursachen im Kontext der PE gibt es für Personalfluktuation?
Konkretisiert wurde dies durch die Durchführung und Auswertung einer Online-Befragung mit insgesamt 500 Teilnehmern/-innen, die über diverse Online-Kanäle, wie z.B. Facebook, XING, etc. durchgeführt wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung aus der Praxis
1.2 Aktueller Stand der Forschung
1.3 Fragestellung und Zielsetzung
1.4 Untersuchungsmethodik und Vorgehensweise
2. Diverse Personalentwicklungsansätze
2.1 Einordnung und Definition des PE-Begriffs
2.2 Personalentwicklung in KMU
2.2.1 KMU - Begriffsverständnis und Abgrenzung
2.2.2 Berufsgruppen und Tätigkeiten in industriellen KMU
2.2.3 Umsetzung von PE-Maßnahmen in KMU
2.3 Personalentwicklung im Gesundheitswesen
2.3.1 Gesundheitswesen - Begriffsverständnis und Abgrenzung
2.3.2 Berufsgruppen und Tätigkeiten im Gesundheitswesen
2.3.3 Umsetzung der PE-Maßnahmen in Kliniken und Krankenhäusern
2.3.3.1 Fort- und Weiterbildungen in der Pflege
2.3.3.2 Fort- und Weiterbildungen im ärztlichen Dienst
2.3.3.3 Praktische Umsetzung der PE-Maßnahmen
2.4 Personalentwicklung aus Sicht der Generation Y
2.4.1 Definition Generation Y und Abgrenzung von der Generation X
2.4.2 Erwartungen und Vorstellungen der Generation Y
2.4.3 Anwendung geeigneter PE-Instrumente für die Generation Y
2.4.4 Die Generation Z
3. Mitarbeiterbindung
3.1 Die Ebenen der Mitarbeiterbindung
3.2 Mitarbeiterbindung aus Sicht des Unternehmens
3.3 Mitarbeiterbindung aus Sicht der Mitarbeiter
4. Personalfluktuation
4.1 Personalfluktuation und deren Auswirkungen für das Unternehmen
4.2 Messbarkeit der Personalfluktuation
5. Durchführung und Auswertung der Online-Befragung
5.1 Methodische Vorgehensweise
5.2 Aufbau des Online-Fragebogens
5.3 Vorstellung der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
6.1 Fazit und Reflexion der Masterarbeit
6.2 Ausblick in die Zukunft
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, in welchem Grad Personalentwicklungsmaßnahmen (PE-Maßnahmen) dazu beitragen, Mitarbeiter langfristig an Organisationen zu binden und ob dadurch eine Personalfluktuation reduziert werden kann, wobei die Wirtschaftszweige Industrie und Gesundheitswesen vergleichend betrachtet werden.
- Vergleichende Analyse der Personalentwicklung in Industrie und Gesundheitswesen.
- Einfluss von PE-Maßnahmen auf die Mitarbeiterbindung und Reduktion der Fluktuation.
- Berücksichtigung von Generationsunterschieden (insbesondere Generation X und Y).
- Untersuchung von Karriere- und Laufbahnplanung sowie betrieblichem Gesundheitsmanagement.
- Empirische Online-Befragung zur Validierung theoretischer Ansätze.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung aus der Praxis
Begrifflichkeiten, wie der demografische Wandel, die Generationen X und Y, sowie der Fachkräftemangel, sind aktuelle Themen, die in Medien und Fachkreisen diskutiert werden und immer mehr an Bedeutung gewinnen (vgl. Haag/Roßmann 2015: 253). Der demografische Wandel schreitet voran, mit der Konsequenz, dass sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Jung und Alt in Deutschland in den kommenden Jahren stark verändern wird (vgl. Jeschke 2013: 11). Als Gründe dafür können u.a. die niedrigen Geburtenraten der letzten Jahre, sowie der medizinische Fortschritt und demzufolge eine entsprechend höhere Lebenserwartung der Bevölkerung in Deutschland genannt werden (vgl. Rading 2010: 13). Neben der Tatsache, dass in den nächsten Jahren immer weniger qualifizierte, junge Fachkräfte ins Berufsleben einsteigen werden, wird sich auch die alternde Generation der sogenannten (sog.) "Babyboomer" (Jeschke 2013: 53) - die Geburtenjahrgänge von 1955 bis 1969 - auf Grund von Verrentungen oder Fluktuation aus gesundheitlichen Gründen verringern (vgl. Jeschke 2013: 53).
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bedeutet dies in Zahlen ausgedrückt, dass sich der Anteil der 23- bis 64-jährigen in Deutschland - verglichen mit dem Jahr 2000 - von 48,4 Millionen (Mio.) auf voraussichtlich 38,5 Mio. Menschen im Jahr 2050 verringern wird. Aktuell - Stand 2016 - können bereits nur noch 46,8 Mio. Menschen aus dieser Altersgruppe verzeichnet werden. Ebenfalls rückläufig ist die Anzahl der unter 23-jährigen. Waren es im Jahr 2000 mit insgesamt 20,2 Mio. noch ein Viertel der Bevölkerung, so werden es im Jahr 2050 voraussichtlich nur noch ca. 14,5 Mio., also 19 % sein (vgl. Statistisches Bundesamt online 2015). Bei einer genauen Betrachtung der Altersstruktur ist festzustellen, dass sich die grafische Darstellung von einer Pyramide zu einem Baum entwickelt hat (vgl. Wolf 2013: 29).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Diverse Personalentwicklungsansätze: Definition von Personalentwicklung sowie Vergleich von Ansätzen in KMU, dem Gesundheitswesen und bei spezifischen Generationen.
3. Mitarbeiterbindung: Erläuterung des Konzepts der Mitarbeiterbindung, dessen Ebenen sowie Sichtweisen von Arbeitgebern und Mitarbeitern.
4. Personalfluktuation: Definition, Messbarkeit und Auswirkungen von Fluktuation auf das Unternehmen.
5. Durchführung und Auswertung der Online-Befragung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, des Fragebogenaufbaus sowie der empirischen Ergebnisse.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit, Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Personalfluktuation, KMU, Gesundheitswesen, Generation Y, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Karriereplanung, Online-Befragung, Commitment, Arbeitszufriedenheit, Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung und der Vermeidung von Personalfluktuation im Kontext aktueller Herausforderungen wie dem demografischen Wandel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Personalentwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie im Gesundheitswesen, der Vergleich von Generationen (X, Y, Z), Instrumente zur Mitarbeiterbindung und die Messung von Fluktuation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist zu analysieren, ob und in welchem Maße PE-Maßnahmen dazu beitragen, Mitarbeiter zu binden, und kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen das Risiko bergen, Mitarbeiter auf Kosten des Arbeitgebers für den Wettbewerb zu qualifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Befragung bei 500 Teilnehmern aus verschiedenen Branchen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu PE-Ansätzen in der Industrie und im Gesundheitswesen, eine detaillierte Analyse der Mitarbeiterbindung, die Thematik der Personalfluktuation sowie die Durchführung und Auswertung der Online-Befragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung, Fluktuation, Generation Y, betriebliches Gesundheitsmanagement und Fachkräftemangel geprägt.
Gibt es Unterschiede in der Personalentwicklung zwischen Industrie und Gesundheitswesen?
Ja, laut der Arbeit ist das Gesundheitswesen personalintensiver, hat eine stärkere Tradition in der Fachqualifizierung und setzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend auf aktive, strategische Personalentwicklungsansätze, während in der Industrie oft Kapazitätsengpässe bestehen.
Welche Rolle spielt die Generation Y in dieser Studie?
Die Generation Y nimmt eine zentrale Rolle ein, da sie durch hohe Wechselbereitschaft, den Wunsch nach Selbstbestimmung, Work-Life-Balance und Feedback geprägt ist, was Organisationen dazu zwingt, ihre PE-Maßnahmen anzupassen.
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- Benjamin Schindler (Autor), 2016, Personalentwicklung. Instrument zur Mitarbeiterbindung oder Förderung der Personalfluktuation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322528