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Embryonenforschung und die Würde der Person innerhalb der modernen Biomedizin

Titel: Embryonenforschung und die Würde der Person innerhalb der modernen Biomedizin

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Victoria Theis (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit widmet sich der Thematik der Embryonenforschung und der damit in Verbindung stehenden Würde der Person. Die enorme Bandbreite der modernen Biomedizin und Humangenetik kann besonders anhand der Embryonenforschung verdeutlicht werden, da hier die Verfügungsgewalt des Menschen über das Leben und die Natur am deutlichsten bemerkbar wird.

Zunächst werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen der aktuellen wissenschaftlichen Forschung der modernen Biomedizin dargestellt, um die Definitionen und Begrifflichkeiten daran zu erläutern. Mit den Definitionen der Begrifflichkeiten soll eine Basis geschaffen werden, die es erlaubt, die Zusammenhänge und Inhalte in vollem Umfang verstehen zu können.

Das sich anschließende Kapitel verdeutlicht die Problematiken der Embryonenforschung aus moralischer Sicht und gibt einen Einblick in die aktuelle bioethische Meinungsbildung unter allgemeinethischen, philosophischen und theologischen Argumentationsstrukturen. Dabei werden Verbindungen zu Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben, wie dem Grundgesetz, dem Embryonenschutzgesetz und den Leitlinien der Bioethikkonvention der Europäischen Union aufgezeigt.

Die Würde der Person wird im nachfolgenden Kapitel mit Hilfe differenzierter Definitionsansätze wie dem utilitaristischen, dem pragmatischen, gesellschaftspolitischen und kategorischen Ansatz beleuchtet. Auch die so genannten SKIP- Argumente, zur Begründung des Schutzes von Embryonen, werden angeführt, um den aktuellen ethischen Meinungsfindungsprozess genauer zu betrachten.

Die Position der christlichen Kirchen zur Embryonenforschung erlaubt einen Einblick in die teilweise gegensätzlichen Haltungen der Kirchen untereinander.

Abschließend wird aufbauend auf die genannten Argumente und Interpretationsmöglichkeiten eine eigene ethische Meinungsbildung angestrebt, um in einem Fazit noch einmal die wichtigsten Fakten und Ergebnisse zusammenzufassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ENTSTEHUNG DES MENSCHLICHEN LEBENS

3. IN- VITRO- FERTILISATION UND PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK

3.1 Reproduktives Klonen

3.2 Therapeutisches Klonen

4. ETHISCHES UND MORALISCHES KONFLIKTPOTENZIAL DER MODERNEN BIOMEDIZIN

5. RECHTSGRUNDLAGEN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND UND DER EUROPÄISCHEN UNION

6. DIE WÜRDE DER PERSON

7. ETHISCHE ARGUMENTATIONSMÖGLICHKEITEN

7.1 Gesellschaftspolitische Argumentation

7.2 Pragmatische Argumentation

7.3 Utilitaristische Argumentation

7.4 Kategorische Argumentation

7.5 Kontinuitätsargument

7.6 Potentialitätsargument

7.7 Speziesargument

7.8 Identitätsargument

8. POSITIONIERUNG DER CHRISTLICHEN KIRCHEN ZU EMBRYONENFORSCHUNG UND MODERNER BIOMEDIZIN

9. EIGENSTÄNDIGE ETHISCHE URTEILSBILDUNG

10. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung der moralischen und ethischen Implikationen der Embryonenforschung sowie der damit eng verknüpften Bestimmung der Würde der Person. Ziel ist es, auf Basis einer Analyse der naturwissenschaftlichen Grundlagen, der gesetzlichen Rahmenbedingungen und verschiedener ethischer Argumentationsmodelle eine fundierte ethische Urteilsbildung zum Lebensschutz und Status des Embryos zu entwickeln.

  • Analyse der naturwissenschaftlichen Aspekte von In-Vitro-Fertilisation und Klonverfahren.
  • Untersuchung der Rechtsgrundlagen in Deutschland und der Europäischen Union.
  • Kritische Beleuchtung der philosophischen und theologischen Definitionen von "Mensch" und "Person".
  • Bewertung der SKIP-Argumente als Basis für den Schutz menschlicher Embryonen.
  • Vergleichende Darstellung der Positionen der christlichen Kirchen zur modernen Biomedizin.

Auszug aus dem Buch

7.6 Potentialitätsargument

Das Potentialitätsargument besagt, dass einem Embryo allein deshalb schon die Würde der Person zukommt, weil der das Potenzial besitzt, sich zu einem Wesen mit eigenem Willen, Interessen und selbstreflexiven Fähigkeiten entwickeln zu können. Embryonen besitzen Eigenschaften und Fähigkeiten potentiell und müssen demnach so behandelt werden, als besäßen sie jene Fähigkeiten in ihrem aktuellen Entwicklungszustand. Nach dem Potentialitätsargument besitzt demnach auch schon ein Embryo in seinem frühen Entwicklungsstadium die Würde der Person. Die Würde des Menschen ist an eine Moralfähigkeit gebunden, solange er existiert. Das Argument der Potentialität ist demnach an die Moralfähigkeit gebunden und wird auch schon einem Embryo zugesprochen.

Eine kritische Haltung gegenüber einem bestehenden Würdebegriff eines Embryos nach dem Potentialitätsprinzip äußert der Bioethiker Peter Singer. Ein Thronfolger sei beispielsweise, analog zum Status eines Embryos, nicht mit denselben Rechten ausgestattet, wie der König bzw. Königin. Bei diesem Vergleich bleibt es jedoch fraglich, inwiefern ein gesellschaftliches Privileg auf den moralischen Status eines Embryos übertragbar ist. Hinter der Aussage Singers steht die aristotelische Sicht, die potentielles Sein und aktuelles Sein nicht miteinander vergleicht, da die Möglichkeit eines potentiellen Seins auch immer sein Gegenteil zu realisieren vermag.

Als Befürworter des Potentialitätsarguments und der damit verbundenen Würde der Person, greift Ulrich Eibach die Religionsphilosophie Kants auf. Die gesamte Menschheit entwickele sich auf ein Reich der Gerechtigkeit hin, in welchem kein Lebewesen existiere, dass zwar die Würde der Person einmal realisieren solle, es aber faktisch nicht zur Vollendung bringe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der modernen Biomedizin und die damit verbundene Notwendigkeit, den Begriff der Menschenwürde neu zu definieren.

2. DIE ENTSTEHUNG DES MENSCHLICHEN LEBENS: Darstellung der biologischen Grundlagen der menschlichen Entwicklung von der Befruchtung bis zum Blastozysten-Stadium.

3. IN- VITRO- FERTILISATION UND PRÄIMPLANTATIONSDIAGNOSTIK: Erläuterung der medizinischen Verfahren der IVF und PID sowie der damit verbundenen ethischen Kontroversen.

4. ETHISCHES UND MORALISCHES KONFLIKTPOTENZIAL DER MODERNEN BIOMEDIZIN: Analyse der gesellschaftlichen und ethischen Spannungsfelder, die durch biotechnologische Möglichkeiten entstehen.

5. RECHTSGRUNDLAGEN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND UND DER EUROPÄISCHEN UNION: Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und den Schutzstatus des Embryos in Deutschland und Europa.

6. DIE WÜRDE DER PERSON: Philosophische und historische Auseinandersetzung mit den Begriffen "Mensch", "Person" und "Würde".

7. ETHISCHE ARGUMENTATIONSMÖGLICHKEITEN: Vorstellung und Erläuterung der verschiedenen ethischen Argumentationstypen, einschließlich der SKIP-Argumente.

8. POSITIONIERUNG DER CHRISTLICHEN KIRCHEN ZU EMBRYONENFORSCHUNG UND MODERNER BIOMEDIZIN: Gegenüberstellung der kirchlichen Standpunkte zum Schutz menschlichen Lebens.

9. EIGENSTÄNDIGE ETHISCHE URTEILSBILDUNG: Persönliche Reflexion der Autorin zu den gesetzlichen Regelungen und der Verantwortung gegenüber dem Leben.

10. FAZIT: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussbetrachtung zur Notwendigkeit einer ethischen Orientierung.

Schlüsselwörter

Biomedizin, Embryonenforschung, Menschenwürde, In-Vitro-Fertilisation, Präimplantationsdiagnostik, Potentialitätsargument, Identitätsargument, Personsein, Bioethik, Stammzellenforschung, Schutzwürdigkeit, Klonen, Embryonenschutzgesetz, Ethik, Lebensrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ethischen und moralischen Fragen, die durch moderne biomedizinische Verfahren wie die Embryonenforschung aufgeworfen werden, insbesondere im Hinblick auf den Status des Embryos und die Würde der Person.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die biologische Entstehung des Lebens, rechtliche Regelungen in Deutschland und Europa, philosophische Würdedefinitionen sowie die ethische Positionierung der christlichen Kirchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der unterschiedlichen Argumentationsstrukturen eine eigene ethische Meinungsbildung zu finden, ab wann einem Embryo als Mensch oder Person unabdingbare Rechte zuzusprechen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre methodische Herangehensweise, die naturwissenschaftliche Fakten mit philosophischen, theologischen und juristischen Analysen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die technischen Verfahren (IVF, Klonen) als auch die theoretischen Argumentationsmodelle (SKIP-Argumente) und der rechtliche Rahmen detailliert dargelegt und kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Menschenwürde, Bioethik, Embryonenschutz, Potentialitätsargument und eine kritische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Wissensdrang.

Wie bewertet die Arbeit den Import embryonaler Stammzellen?

Die Autorin äußert sich sehr kritisch dazu und fordert ein striktes Verbot des Imports, da dies im Widerspruch zu den im deutschen Embryonenschutzgesetz verankerten Prinzipien steht.

Wie steht die Autorin zum Status des Embryos im frühen Stadium?

Die Autorin vertritt die Auffassung, dass bereits ab dem Zeitpunkt der Befruchtung eine kontinuierliche Entwicklung gegeben ist, die dem Embryo den vollen Status und die Würde eines Menschen zuschreibt.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Embryonenforschung und die Würde der Person innerhalb der modernen Biomedizin
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
1,0
Autor
Victoria Theis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
42
Katalognummer
V322634
ISBN (eBook)
9783668217881
ISBN (Buch)
9783668217898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Embryo Forschung Ethik Moral Kirche Abtreibung Schwangerschaft Baby Kind katholisch Papst Meinung Konflikt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victoria Theis (Autor:in), 2015, Embryonenforschung und die Würde der Person innerhalb der modernen Biomedizin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322634
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Leseprobe aus  42  Seiten
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