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„Eine Schule für alle?“ Chancen und Grenzen in einem inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterricht. Sichtweisen von Lehrkräften

Titel: „Eine Schule für alle?“ Chancen und Grenzen in einem inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterricht. Sichtweisen von Lehrkräften

Bachelorarbeit , 2014 , 54 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sophia König (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird der inklusive, kompetenzorientierte Sportunterricht unter Berücksichtigung der starken Heterogenität im Klassengefüge näher beleuchtet. Dabei werden speziell die Sichtweisen von Lehrpersonen an zwei unterschiedlichen Grundschulen in Niedersachsen herausgearbeitet. Ziel dieser Arbeit ist es, die Chancen und Grenzen einer inklusiven, kompetenzorientierten Pädagogik im Schulsportunterricht herauszuarbeiten, um dabei mögliche Lösungsvorschläge und Perspektiven zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inklusion als Menschenrecht: Was bedeutet Inklusion im Schulbezug und wie wird es umgesetzt?

2.1 Inklusion - eine allgemeine Definition

2.2 Politische und rechtliche Grundlagen: Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und der Artikel 24

2.3 Die Umsetzung im Bundesland Niedersachsen

3 Sport als Antriebsmaschine für erfolgreiche, kompetenzorientierte Inklusion im Sportunterricht?

3.1 Kompetenzorientierung im Sportunterricht?

3.2 Die Vielfalt des inklusiven Sportunterrichts nutzen

3.2.1 Umgang mit heterogenen Lerngruppen

3.2.2 Unmittelbarkeit

3.2.3 Gemeinsames Handeln

3.3 Gelingt es immer...? Problematiken des inklusiven Sportunterrichts

3.3.1 Körperliche Exponiertheit

3.3.2 Direkte Interaktion

4 Möglichkeiten eines inklusiven Sportunterrichts – Ergebnisse einer Befragung von SportlehrerInnen in X. und Y. zu Chancen, Herausforderungen und Notwendigkeiten

4.1 Fragestellungen der Untersuchung

4.2 Methodisches Vorgehen

4.2.1 Datenerhebung

4.2.2 Datenauswertung

4.3 Ergebnisse

5 Was bleibt zu tun? - Notwendige Handlungsempfehlungen als Bausteine zur Gestaltung von inklusivem, kompetenzorientiertem Sportunterricht

5.1 Und jetzt alle zusammen: Lehrende im Multipädagogensystem

5.2 Inklusives Kerncurriculum

5.3 Schaffung gemeinsamer Lernsituationen in differenzierten Lernarrangements im Sportunterricht

6 „Inklusion beginnt im Kopf" - ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Grenzen eines inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterrichts unter Berücksichtigung der Sichtweisen von Lehrkräften und analysiert, inwiefern dieser Unterricht unter den gegebenen Rahmenbedingungen erfolgreich umgesetzt werden kann.

  • Inklusion als Menschenrecht und die rechtlichen Grundlagen (UN-Behindertenrechtskonvention)
  • Herausforderungen und Chancen im inklusiven Sportunterricht
  • Empirische Untersuchung der Lehrkräfte-Sichtweisen zu Inklusion im Schulsport
  • Entwicklung notwendiger Handlungsempfehlungen für die Praxis
  • Bedeutung des Multipädagogensystems und Team-Teachings

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Körperliche Exponiertheit

Die besonderen Merkmale des Faches Sport können jedoch auch Problematiken hervorrufen. Laut Miethling und Krieger (2004, S. 227) spiegelt sich das in der Darstellung des eigenen Körpers im Rahmen von Bewegungskönnen wieder (vgl. Wolters, 2008, S. 7). Demnach kann es besonders für SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf zu einer erhöhten Hemmschwelle kommen und sie erleben im Sportunterricht unangenehme Situationen. Besonders beispielgebend sind dafür Unterrichtsverläufe, in denen sich die Betroffenen dem direkten Vergleich durch Leistungsbenotung stellen müssen oder durch Demonstrieren einer sportlichen Übung vor der gesamten Klasse, womöglich eine Blamage einstecken müssen. Zudem kann dadurch auch das Selbstwertgefühl erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden (vgl. ebd.). Darüber hinaus kann dieses Gefühl noch durch ein schlechtes Klassenklima oder durch unangemessene Lernarrangements seitens der Lehrkraft verstärkt werden (vgl. Miethling und Krieger, 2004, S. 232, zitiert nach Wolters, 2008, S. 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Inklusion im Sportunterricht ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Inklusion als Menschenrecht: Was bedeutet Inklusion im Schulbezug und wie wird es umgesetzt?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Inklusion, beleuchtet die UN-Behindertenrechtskonvention und untersucht deren Umsetzung im Bundesland Niedersachsen.

3 Sport als Antriebsmaschine für erfolgreiche, kompetenzorientierte Inklusion im Sportunterricht?: Hier wird die Kompetenzorientierung diskutiert, die Möglichkeiten inklusiven Sportunterrichts analysiert und spezifische Problematiken wie körperliche Exponiertheit beleuchtet.

4 Möglichkeiten eines inklusiven Sportunterrichts – Ergebnisse einer Befragung von SportlehrerInnen in X. und Y. zu Chancen, Herausforderungen und Notwendigkeiten: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Befragung und präsentiert die Ergebnisse der Interviews mit den Sportlehrkräften.

5 Was bleibt zu tun? - Notwendige Handlungsempfehlungen als Bausteine zur Gestaltung von inklusivem, kompetenzorientiertem Sportunterricht: Basierend auf den Ergebnissen werden konkrete Handlungsempfehlungen, insbesondere zum Multipädagogensystem und zur curricularen Gestaltung, abgeleitet.

6 „Inklusion beginnt im Kopf" - ein Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Bedingungen für eine gelingende Inklusion.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sportunterricht, Kompetenzorientierung, Heterogenität, Sonderpädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Multipädagogensystem, Team-Teaching, Förderschulwesen, Inklusionspädagogik, Schulsport, Lehrereinstellungen, Differenzierung, Menschenrechte, Bildungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Umsetzung von Inklusion im kompetenzorientierten Sportunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen der Inklusion, der pädagogischen Umsetzung im Schulsport sowie den Erfahrungen und Sichtweisen praktizierender Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, wie unter aktuellen Rahmenbedingungen inklusiver Sportunterricht chancengerecht gestaltet werden kann und welche Barrieren dabei überwunden werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative Untersuchung in Form von Leitfadeninterviews mit Sportlehrkräften an zwei Grundschulen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zur Inklusion und Kompetenzorientierung enthält der Hauptteil die Auswertung empirischer Interviews sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung inklusiver Lernarrangements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Sportunterricht, Heterogenität, Multipädagogensystem und Kompetenzorientierung.

Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention in der Arbeit?

Sie dient als rechtliche Grundlage, die den Anspruch auf inklusive Bildung festschreibt und den Prozess der schulischen Umgestaltung in Deutschland (insbesondere Niedersachsen) maßgeblich beeinflusst.

Was wird unter einem "Multipädagogensystem" verstanden?

Das Konzept beschreibt die Zusammenarbeit verschiedener Professionen (Lehrkräfte, Sonderpädagogen, Schulbegleiter, etc.) im Unterricht, um der Heterogenität der Schülerschaft besser gerecht zu werden.

Warum wird die körperliche Exponiertheit im Sportunterricht als kritisch betrachtet?

Da der Sportunterricht den Körper der Schüler unmittelbar in den Mittelpunkt stellt, können sich Kinder mit Beeinträchtigungen schneller ausgegrenzt oder bei falscher methodischer Herangehensweise bloßgestellt fühlen.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte die derzeitigen Rahmenbedingungen?

Die Lehrkräfte befürworten das inklusive Prinzip zwar grundsätzlich, bemängeln aber deutlich das fehlende Fachpersonal, unzureichende Fortbildungsmöglichkeiten und mangelnde finanzielle Ressourcen.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Eine Schule für alle?“ Chancen und Grenzen in einem inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterricht. Sichtweisen von Lehrkräften
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Sportwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Sophia König (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
54
Katalognummer
V322670
ISBN (eBook)
9783668241510
ISBN (Buch)
9783668241527
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine schule chancen grenzen sportunterricht sichtweisen lehrkräften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophia König (Autor:in), 2014, „Eine Schule für alle?“ Chancen und Grenzen in einem inklusiven, kompetenzorientierten Sportunterricht. Sichtweisen von Lehrkräften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322670
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Leseprobe aus  54  Seiten
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