Metaphern begleiten uns durch unser Leben. Die Konzepte, die Metaphern zugrunde liegen, strukturieren das, was wir wahrnehmen und wie wir uns auf unsere Umwelt beziehen. Die folgende Arbeit setzt sich mit diesen Konzepten nach Lakoff und Johnson (1998) und der Darstellung von Metaphern dieser beiden Autoren auseinander und nimmt danach eine Einteilung von Metaphern und deren Systematik vor, um das Verständnis für Metaphern zu schärfen. Dieses Verständnis bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen, bei dem geklärt werden soll, ob es sich bei Metaphern um einen Umbau von Symbolfeldern handelt. Dafür wird zunächst der Begriff des “Symbolfelds” näher erläutert, um dann am Beispiel zweier Nomen zu zeigen, was den Umbau eines solchen Symbolfelds kennzeichnet. Dies ermöglicht das Aufstellen von Kriterien, die erfüllt sein müssen, um vom Umbau eines Symbolfelds sprechen zu können. In einem letzten Schritt werden diese Kriterien auf Metaphern angewendet. Als Ergebnis zeigt sich, dass Metaphern Symbolfelder nicht umbauen, sondern sie lediglich erweitern können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist eine Metapher?
- Konzepte nach denen wir leben sind metaphorisch strukturiert
- Systematik metaphorischer Konzepte
- Metapher beleuchtet einen Aspekt, verbirgt andere
- Klassifizierung von Metaphern
- Orientierungsmetaphern
- Eigenschaften metaphorischer Konzepte
- Empirische Grundlagen von Metaphern
- Kulturelle Kohärenz
- Ontologische Metaphern
- Metaphern der Entität
- Gefäßmetaphern
- Personifikation
- Metonymie
- Kohärenz und Konsistenz von Metapher
- Das Symbolfeld der Sprache
- Umbau von Symbolfeldern
- Umbau von Symbolfeldern in Bezug auf Metaphern
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Prinzip der metaphorischen Konzeptualisierung nach Lakoff & Johnson (1998). Sie analysiert, ob Metaphern einen Umbau von Symbolfeldern erfordern oder ob sie diese lediglich erweitern.
- Metaphern als Strukturprinzip des menschlichen Denkens und Handelns
- Die Rolle von Metaphern bei der Konstruktion von Konzepten
- Analyse der Systematik und Klassifizierung von Metaphern
- Das Konzept des Symbolfelds und dessen möglicher Umbau durch Metaphern
- Kriterien für den Umbau von Symbolfeldern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit und die Bedeutung von Metaphern für das menschliche Verständnis der Welt dar.
Kapitel 2 definiert den Begriff der Metapher und untersucht die Argumentation von Lakoff & Johnson, dass Konzepte, nach denen wir leben, metaphorisch strukturiert sind.
Kapitel 3 analysiert verschiedene Klassifizierungen von Metaphern, darunter Orientierungsmetaphern, ontologische Metaphern und Personifikation.
Kapitel 4 erläutert das Konzept des Symbolfelds und beleuchtet die Frage, ob und wie Metaphern dieses Feld verändern.
Kapitel 5 untersucht die Auswirkungen von Metaphern auf die Kohärenz und Konsistenz von Symbolen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen der metaphorischen Konzeptualisierung, der Systematik und Klassifizierung von Metaphern, dem Konzept des Symbolfelds und dem Einfluss von Metaphern auf dessen mögliche Veränderung. Weitere wichtige Aspekte sind die Rolle von Metaphern für das menschliche Denken und Handeln sowie ihre Bedeutung für die Konstruktion von Konzepten.
Häufig gestellte Fragen
Sind Metaphern nur sprachliche Schmuckmittel?
Nein, nach Lakoff und Johnson strukturieren Metaphern grundlegend unser Denken, unsere Wahrnehmung und unser Handeln.
Was ist eine Orientierungsmetapher?
Dies sind Metaphern, die räumliche Konzepte nutzen, wie etwa „Oben ist Gut“ oder „Unten ist Schlecht“.
Was versteht man unter einem „Symbolfeld“?
Ein Symbolfeld umfasst die Gesamtheit der Bedeutungen und Konzepte, die mit einem bestimmten sprachlichen Zeichen oder Symbol verknüpft sind.
Bauen Metaphern Symbolfelder um?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Metaphern Symbolfelder in der Regel nicht umbauen, sondern sie lediglich erweitern.
Was ist der Unterschied zwischen Metapher und Metonymie?
Die Arbeit grenzt diese Begriffe ab: Während die Metapher Dinge vergleicht, nutzt die Metonymie einen Teil für das Ganze (z.B. „Das weiße Haus“ für den Präsidenten).
- Quote paper
- Vesna Petruseva (Author), 2003, Metaphern - Umbau von Symbolfeldern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32278