Wenn Kinder eingeschult werden, ist es grundsätzlich der Fall, dass sie noch kein Wissen im Bezug auf die grundlegenden Aufgaben der schulischen Bildung besitzen. Schnell jedoch stellt sich für sie heraus, dass die große Herausforderung und das elementare Ziel unter anderem das Schreiben ist.
Als Grundschüler ist es womöglich schwierig, sich im Klaren darüber zu sein, dass man das Schreiben nicht nur lernt, um sich in der Schule beweisen zu können. Mit steigendem Alter entwickelt sich jedoch sicherlich ein Verständnis dafür, dass Schreiben eine zentrale Fähigkeit ist, um sich in der Gesellschaft durchsetzen zu können. Hat man einmal die Regeln der deutsche Sprache im Hinblick auf das Schreiben wie beispielsweise der korrekten Verwendung der Orthographie, Syntax oder Grammatik gelernt, so sollte man in der Lage dazu sein, einen für jeglichen Leser verständlichen Text verfassen zu können. Allerdings muss man die Schüler selbstverständlich dazu ermutigen und motivieren, eine gewisse Lust am Schreiben zu entwickeln und das Schreiben nicht nur als Zwang anzusehen, um die Klassenarbeiten und Klausuren meistern zu können.
In Anbetracht dessen wird es in der schriftlichen Ausarbeitung um die Frage gehen, wie Schreibförderung in der Schule erfolgen sollte und welche Fehler hierbei vermieden werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitendes Wort
2. Bezug auf die konkrete Fragestellung
3. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch, wie eine effektive Schreibförderung im schulischen Kontext gestaltet werden kann und welche didaktischen Fehler dabei vermieden werden sollten, um die Schreibkompetenz und Motivation der Lernenden nachhaltig zu steigern.
- Grundlagen des Schreibprozesses nach Otto Ludwig
- Methoden der gymnasialen Schreibförderung
- Konstruktives Feedback und Beurteilungskriterien
- Bedeutung der Schreibmotivation im Unterricht
- Ansätze zur Fehleranalyse und Sprachreflexion
Auszug aus dem Buch
2. Bezug auf die konkrete Fragestellung
Das Verfassen eines Textes habe laut Budde, Riegler und Wiprächtiger-Geppert selbst bei den professionellsten Schreibern weniger mit Talent und Begabung sondern vielmehr mit differenzierter Textarbeit zu tun. Trotzdem hat sich in der Gesellschaft eine Denkweise verankert, die besagt, dass Schreiben nicht erlernbar sei. „’Schreiben kann man, oder eben nicht!’“
Wenn nun der Prozess des Schreibens als Lerngegenstand betrachtet wird, dann fällt deutlich auf, dass dieses Phänomen eine deutliche Veränderung im Laufe der Zeit durchgemacht hat. Otto Ludwig stellt hierzu das Modell des Schreibprozesses auf, welches „vier Teilprozesse [aufweist], die im Prozess der Textproduktion ineinandergreifen“. Der erste dieser Prozesse ist der Konzeptionelle Prozess. Hierbei geht es um alle Handlungen des Schreibers, die dazu dienen, seine ersten Vorstellungen und Pläne bezüglich seiner Schreibhandlung zu konstruieren.
Der Schreiber müsse sich seine ersten, dennoch sehr wichtigen, Vorstellungen zum Inhalt seines Textes, zur äußeren Form und seiner Intention machen. Auch müsse er sich überlegen, an wen sich sein Text am Ende richten wird. Beim innersprachlichen Prozess werden dann erste Überlegungen darüber gemacht, wie man diese, im ersten Prozess festgelegten Ideen, sprachlich umsetzen kann. Man mache sich Gedanken um den Aufbau und um die Form des Textes, wodurch ein sogenannter Prätext entstehe.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitendes Wort: Die Einleitung begründet die Relevanz der Schreibförderung als zentrale Schlüsselqualifikation und gibt einen Überblick über die verwendeten fachdidaktischen Quellen.
2. Bezug auf die konkrete Fragestellung: Dieses Kapitel erläutert das Prozessmodell der Textproduktion, diskutiert verschiedene Schreibaufgaben sowie Möglichkeiten der konstruktiven Beurteilung und fördernden Rückmeldung.
3. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer klaren, methodengeleiteten Schreibförderung durch die Lehrkraft zur Erhaltung der Lernmotivation.
Schlüsselwörter
Schreibförderung, Sprachdidaktik, Schreibprozess, Textproduktion, Lernmotivation, Schreibkompetenz, Feedback, Fehleranalyse, schulische Bildung, gymnasiale Förderung, Schreibunterricht, Sprachreflexion, Kriterienkatalog, Lehrerrolle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung von Schreibförderung im schulischen Unterricht sowie der Frage, wie durch gezielte Didaktik Schreibfehler vermieden und Kompetenzen gestärkt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind das Modell des Schreibprozesses, die Kategorisierung von Schreibaufgaben, die Bedeutung von Motivation im Unterricht und moderne Ansätze der Leistungsbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer ihre Schüler durch prozessorientierte Methoden zur Textproduktion befähigen und dabei konstruktives Feedback nutzen können, statt lediglich auf das Endergebnis (die Note) zu fokussieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bedeutender fachdidaktischer Werke (u.a. von Budde et al., Abraham/Baurmann und Berkemeier/Pfenning), um theoretische Modelle in den schulischen Kontext zu übertragen.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Schreibprozesses, die Analyse von Schreibaufgaben, die Methoden der gymnasialen Schreibförderung sowie die kritische Betrachtung von Bewertungs- und Rückmeldungskultur.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Prozessorientierung, Schreibmotivation, konstruktives Beurteilen, Schreibkompetenz und Textproduktion.
Warum ist die Unterscheidung zwischen prüfendem und förderndem Beurteilen so wichtig?
Die Arbeit argumentiert, dass prüfendes Bewerten oft nur die Note festschreibt, während förderndes Beurteilen den Schüler motiviert, den eigenen Schreibprozess kritisch zu reflektieren und die Sprachfertigkeiten gezielt zu verbessern.
Wie wird das Phänomen der „Sprachreflexion“ anhand des Känguru-Beispiels verdeutlicht?
Anhand eines humorvollen Dialogs über Zeitformen zeigt Marc-Uwe Kling, wie man auf spielerische Weise ein Verständnis für die grammatischen Regeln und die kreative Anwendung von Zeitformen in Texten wecken kann.
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- Ayse Sahbaz (Author), 2014, Wie sollte Schreibförderung in der Schule erfolgen und welche Fehler sollten hierbei vermieden werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322786