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Der personenzentrierte und der systemische Beratungsansatz. Welcher Ansatz eignet sich besser für die Behandlung von Angststörungen bei Kindern?

Title: Der personenzentrierte und der systemische Beratungsansatz. Welcher Ansatz eignet sich besser für die Behandlung von Angststörungen bei Kindern?

Term Paper , 2013 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eva Ganz (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Herzrasen, Schwindel und Übelkeit - dies sind bekannte Zeichen der Angst. Die Anzahl möglicher Symptome ist allerdings noch wesentlich größer. Solche physischen wie auch psychischen Reaktionen können in ihrer Intensität für die Betroffenen fast unerträglich stark werden. Für die meisten sind solche Impulse nur Warnsignale in bedrohlichen Situationen – für andere gehören sie jedoch zum Alltag.

Für Betroffene von Angststörungen bedeuten diese eine weitreichende Einschränkung in ihrer alltäglichen Lebensführung. Gerade für Kinder können solche Störungen eine nicht zu unterschätzende Beeinträchtigung einer gesunden Entwicklung darstellen. Laut der Bundespsychotherapeutenkammer erkranken jährlich zehn Prozent der deutschen Kinder neu an einer Angststörung. Jedes Jahr, auch 2013, leidet demnach ein weiteres Zehntel unter einer pathologischen Angst z.B. vor der Schule, bestimmten Tieren oder der Dunkelheit. Das Problem schreitet fort.

Was kann dagegen unternommen werden? Wie muss vorgegangen werden? Welchen Einfluss kann die Soziale Arbeit nehmen?

Um diese Fragen zu beantworten, werden in dieser Arbeit zwei Beratungsansätze, der personenzentrierte und der systemische Ansatz, daraufhin analysiert, welcher sich besser für die Behandlung kindlicher Angststörungen eignet.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Angststörungen bei Kindern

1.1 Die Kindheit

1.1.1 Allgemeine Charakterisierung der Lebensphase

1.1.2 Besonderheiten und Schwerpunkte der Kinderpädagogik

1.2 Angststörungen

1.2.1 Definition „Angststörung“

1.2.2 Entstehung kindestypischer Angststörungen

2. Die Beratungsansätze

2.1 Definition „Beratung“

2.2 Die Behandlung kindlicher Angststörungen – ein Gegenstand der Sozialen Arbeit?

2.3 Der personenzentrierte Ansatz

2.3.1 Entstehung und Entwicklung

2.3.2 Menschenbild und Konzept

2.3.3 Methodik und Praxisfelder

2.4 Der systemische Ansatz

2.4.1 Entstehung und Entwicklung

2.4.2 Menschenbild und Konzept

2.4.3 Methodik und Praxisfelder

3. Fazit des Vergleichs der beiden Beratungsansätze in Bezug auf die Fragestellung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den personenzentrierten und den systemischen Beratungsansatz vergleichend auf ihre Eignung zur Behandlung kindlicher Angststörungen zu untersuchen und zu bewerten. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welche Methode effektiver ist, um Kindern bei verschiedenen Formen pathologischer Ängste, wie etwa Trennungsängsten, Phobien oder Angstneurosen, im Kontext der Sozialen Arbeit professionelle Unterstützung zu bieten.

  • Analyse der Lebensphase Kindheit und kindestypischer Entwicklungsaufgaben.
  • Definition und Differenzierung pathologischer Angststörungen bei Kindern.
  • Darstellung und Vergleich der theoretischen Grundlagen des personenzentrierten und des systemischen Beratungsansatzes.
  • Untersuchung der Anwendbarkeit beider Ansätze in der sozialpädagogischen Praxis.
  • Erörterung der Rolle des sozialen Umfelds und der Bezugspersonen für die Entstehung und Überwindung von Ängsten.

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Allgemeine Charakterisierung der Lebensphase

Die Kindheit bildet bei allen Menschen die erste Phase ihres Lebenslaufs, welcher bis Anfang des letzten Jahrhunderts nur aus den Abschnitten ‚Kind‘ und ‚Erwachsener‘ bestand. Ab diesem Zeitpunkt setzten jedoch umfassende ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklungen ein, aus denen sich deutliche strukturelle Veränderungen der menschlichen Lebensgeschichte ergaben. Eine intensivere Unterteilung in einzelne biografische Abschnitte folgte u.a. aus der Verdoppelung der Lebenserwartung im Durchschnitt, welche vor allem durch die verbesserten Leistungen staatlicher Systeme, wie z.B. des Gesundheits- und Sicherungssystems, bedingt wurde (vgl. Andresen/Hurrelmann 2010, S. 45f.).

Trotz der Verlängerung der menschlichen Lebensdauer im Gesamten hat sich die Phase der Kindheit durch die höhere Anzahl neuentstandener Abschnitte, wie z.B. das Jugend- und Seniorenalter, auf etwa elf bis zwölf Jahre verkürzt. Sie nimmt dadurch nur circa ein Achtel der durchschnittlichen Lebenszeit ein. Zeitlich kann die Phase der Kindheit mit der Geburt und dem Eintreten der Pubertät, früher mit der Gründung einer eigenen Familie, eingegrenzt werden (vgl. Andresen/Hurrelmann 2010, S. 45f.). Neben dieser biologischen Begrenzung rahmt der Sozialstaat die Kindheit durch Altersbegrenzungen im Rechts- und Schulsystem ebenfalls ein (vgl. Nauck zit. n. Honig in Abels u.a. 2008, S. 41f.). Menschen in dieser Phase werden hauptsächlich charakterisiert durch „die Abhängigkeit von den Eltern, ökonomische und sexuelle Inaktivität, Leben im Elternhaus und rechtliche Minderjährigkeit“ (Honig in Abels u.a. 2008, S. 44). Kinder zeichnen sich demnach durch ein hohes Maß an Unselbstständigkeit aus. Trotzdem sind in diesem verhältnismäßig kurzen Lebensabschnitt „sämtliche elementare Entwicklungen der Persönlichkeit verankert, mit insgesamt sehr hohen Anforderungen an die psychische und soziale Orientierung und die Bewältigung von Lebenssituationen“ (Andresen/Hurrelmann 2010, S. 46).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz kindlicher Angststörungen als Herausforderung für die Soziale Arbeit und skizziert das methodische Vorgehen der vergleichenden Analyse.

1. Angststörungen bei Kindern: Dieses Kapitel verortet die Kindheit als Lebensphase und definiert Angststörungen, wobei die Entstehung kindestypischer Ängste detailliert erläutert wird.

2. Die Beratungsansätze: Das Kapitel definiert den Beratungsbegriff, diskutiert die Legitimität sozialarbeiterischer Interventionen bei kindlichen Ängsten und stellt den personenzentrierten sowie den systemischen Ansatz in Theorie und Praxis gegenüber.

3. Fazit des Vergleichs der beiden Beratungsansätze in Bezug auf die Fragestellung: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass kein Ansatz universell überlegen ist, sondern die Wahl von der spezifischen Angstform abhängt.

Schlüsselwörter

Kindheit, Angststörungen, Soziale Arbeit, Beratung, personenzentrierter Ansatz, systemischer Ansatz, Trennungsangst, Phobie, Angstneurose, Familiensystem, Entwicklung, Erziehung, Psychologie, Intervention, Selbstkonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welcher Beratungsansatz – der personenzentrierte oder der systemische – sich besser für die Behandlung von Angststörungen bei Kindern im Rahmen der Sozialen Arbeit eignet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Entwicklungspsychologie des Kindesalters, die Phänomenologie verschiedener Angststörungen sowie die theoretischen und methodischen Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung und der systemischen Beratung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist ein strukturierter Vergleich zweier bedeutender Beratungsmodelle, um evidenzbasierte Empfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit bei der Betreuung ängstlicher Kinder zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der bestehende theoretische Konzepte und aktuelle Fachliteratur herangezogen werden, um deren Eignung für spezifische Störungsbilder kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kindheit und Angst) sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Beratungsansätze unter Berücksichtigung von Menschenbild, Konzept, Methodik und Praxisfeldern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Angststörungen bei Kindern, personenzentrierte Beratung, systemischer Ansatz, soziale Unterstützung und erziehungsbedingte Einflussfaktoren.

Welche spezifische Rolle spielt das Elternhaus bei kindlichen Angststörungen laut dieser Arbeit?

Die Arbeit betont, dass das elterliche Erziehungsverhalten, wie z.B. übermäßige Strenge, Inkonsequenz oder eine eigene ängstliche Grundhaltung, maßgeblich zur Entstehung und Chronifizierung kindlicher Ängste beitragen kann.

Warum wird im systemischen Ansatz das Kind nicht als alleiniges "Problem" betrachtet?

Da die systemische Sichtweise das Kind als Teil eines Beziehungsgefüges sieht, wird die Angststörung als Symptom einer systemischen Störung verstanden, die nur im kollektiven Kontext des gesamten Systems erfolgreich behandelt werden kann.

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Details

Title
Der personenzentrierte und der systemische Beratungsansatz. Welcher Ansatz eignet sich besser für die Behandlung von Angststörungen bei Kindern?
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,3
Author
Eva Ganz (Author)
Publication Year
2013
Pages
26
Catalog Number
V322801
ISBN (eBook)
9783668219168
ISBN (Book)
9783668219175
Language
German
Tags
Angststörung Psychotherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Ganz (Author), 2013, Der personenzentrierte und der systemische Beratungsansatz. Welcher Ansatz eignet sich besser für die Behandlung von Angststörungen bei Kindern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322801
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