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Wachstumskritik und nachhaltige Entwicklung. Gibt es nachhaltiges Wirtschaftswachstum?

Titel: Wachstumskritik und nachhaltige Entwicklung. Gibt es nachhaltiges Wirtschaftswachstum?

Studienarbeit , 2015 , 31 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Ralf Farina (Autor:in)

VWL - Konjunktur und Wachstum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Beginn der Industrialisierung ist die Durchschnittstemperatur um 0,85 Grad Celsius gestiegen, in drei Jahrzenten haben sich die Ozeane bis in 75 Metern Tiefe um jeweils 0,11 Grad Celsius erwärmt. Die Ozeane haben bereits 30% des menschengemachten Kohlendioxids (CO2) absorbiert und besitzen seit Beginn der industriellen Revolution einen 26 % saureren pH-Wert, wodurch viele Meereslebewesen geschädigt wurden. Die Gletscher schmelzen und die Haupttreibhausgase (Kohlendioxid, Methan und Lachgas) haben den höchsten Stand seit 800 000 Jahren erreicht. Hauptschuld trägt zu 90 – 95% der Mensch.

Denn das enorme Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum haben dazu geführt, dass Ressourcen immer schneller verbraucht wurden und immer mehr schädliche Abfälle in die Ökosysteme der Natur geraten sind. Doch Wirtschaftswachstum hat auch viele positive Auswirkungen, auf welche Volkswirtschaften kaum verzichten können. Drittweltländer und Entwicklungsländer können mit Hilfe von Wirtschaftswachstum der Armut entfliehen, wohingegen sich die Staaten der Industrienationen mit Wachstum den zunehmenden sozialen Ungleichheiten und den ansteigenden Finanzierungsverpflichtungen stellen können. Wie sind also diese zwei gegenläufigen Konzepte miteinander vereinbar?

Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt, dass durch nachhaltiges Wachstum eine Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum möglich ist. Die zentrale Erkenntnis hierbei ist, dass es nicht eine einzelne Dimension der Nachhaltigkeit zu erreichen gilt, da drei verschiedene Ebenen miteinander korreliert sind. Schafft es eine Gesellschaft ökologisch, ökonomisch und sozial Nachhaltig zu produzieren, zu konsumieren und sich zu verhalten, dann kann diese Entkoppelung stattfinden. Grundvoraussetzung hierfür ist die Aufklärung der Individuen, Kooperationen unterschiedlicher Volkswirtschaften und technischer Fortschritt, ebenso wie die Bereitschaft der einzelnen Wirtschaftsakteure diese Veränderungen anzunehmen und zu integrieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definition

1.1. Definition

1.2. Theoretische Grundlage

2. Gründe des Wirtschaftswachstums

2.1. Wachstum schafft Arbeitsplätze

2.2. Wachstum fördert Innovation

2.3. Wachstum und Verteilungsspielräume

2.4. Wachstum erhöht die Staatseinnahmen

2.5. Wachstumszwang

3. Wachstumskritik

3.1. Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung

3.2. Wachstum und Klimawandel

3.3. Weitere Probleme

4. Nachhaltige Entwicklung

4.1. Nachhaltigkeit, ein kontroverser Begriff

4.1.1. Nachhaltigkeit im Kontext der Neoklassik

4.1.2. Nachhaltigkeit im Kontext der ökologischen Ökonomie

4.1.3. Die ausgewogene Nachhaltigkeit

4.2. Das integrierende Nachhaltigkeitsdreieck

4.2.1. Ökologische Nachhaltigkeit

4.2.2. Ökonomische Nachhaltigkeit

4.2.3. Soziale Nachhaltigkeit

4.3. Wachstum 2.0

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von stetigem Wirtschaftswachstum und ökologischer Nachhaltigkeit. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob eine Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum möglich ist, um sowohl den Wohlstand als auch die planetaren Grenzen zu berücksichtigen.

  • Analyse der neoklassischen Wachstumstheorie nach Solow
  • Untersuchung der positiven Wohlfahrtseffekte von Wirtschaftswachstum
  • Kritische Beleuchtung ökologischer und sozialer Auswirkungen (Club of Rome)
  • Bewertung verschiedener Nachhaltigkeitsmodelle (Starke vs. Schwache vs. Ausgewogene Nachhaltigkeit)
  • Diskussion konkreter Lösungsansätze wie "Wachstum 2.0" und das integrierende Nachhaltigkeitsdreieck

Auszug aus dem Buch

1.1. Definition

Ökonomisch betrachtet, bedeutet wirtschaftliches Wachstum, dass die Gütermenge quantitativ zunimmt, sprich die Menge an verfügbaren Gütern (Produkte und Dienstleistungen) steigt. Der in der Fachwelt exakte Ausdruck für diesen Berg an Gütern ist das Volkseinkommen. „Wachstum ist also eine Veränderung von Leistung gegenüber einem früheren Zustand, die ein positives Vorzeichen aufweist.“ In der Praxis orientieren sich die Wachstumsberechnungen (fast) immer an den realen Bruttoinlandsprodukten (BIP). Das BIP misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen eines Landes, nachdem jegliche Vorleistungen abgezogen wurden – es ist in erster Linie ein Maß für produzierte Güter. Der Terminus real bedeutet lediglich, dass die jährliche Inflationsrate herausgerechnet wird. Zu unterscheiden gilt es hier das extensive und das intensive Wachstum, welches bei ersterem ausschließlich die Zunahme des BIP zugrunde legt (die Güterversorgung pro Kopf wird hierbei nicht beachtet). Bei letzterem wird das Pro-Kopf-Einkommen ermittelt, indem das BIP durch die Bevölkerungszahl des jeweiligen Landes dividiert wird. Die Wachstumsrate wird allgemein mit g ausgedrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition: Erläutert die ökonomischen Grundlagen von Wachstum, differenziert zwischen intensivem und extensivem Wachstum und führt das Bruttoinlandsprodukt als zentralen Indikator ein.

2. Gründe des Wirtschaftswachstums: Analysiert, warum Wachstum gesellschaftlich angestrebt wird, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsplätze, Innovation, Verteilungsspielräume und Staatseinnahmen.

3. Wachstumskritik: Beleuchtet die ökologischen Grenzen, die Umweltproblematiken wie den Klimawandel sowie sozioökonomische Spannungsfelder, die aus einem ungebremsten Wachstum resultieren.

4. Nachhaltige Entwicklung: Stellt verschiedene Nachhaltigkeitskonzepte vor, vom Drei-Säulen-Modell bis zum integrierenden Nachhaltigkeitsdreieck, und diskutiert die "7 Thesen" des Club of Rome.

5. Fazit: Fasst die Notwendigkeit einer Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch zusammen und betont, dass eine ausgewogene Nachhaltigkeit durch technologischen und sozialen Fortschritt erreicht werden muss.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit, Bruttoinlandsprodukt, Ressourcenverbrauch, Klimawandel, ökologische Ökonomie, Neoklassik, Entkopplung, Nachhaltigkeitsdreieck, Innovationsfähigkeit, Wohlstand, Club of Rome, steady state economy, soziale Gerechtigkeit, Wachstumskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit wirtschaftlichen Wachstums zur Wohlstandssicherung und den physischen Grenzen unseres Planeten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Wachstumstheorie nach Solow, Wachstumskritik durch den Club of Rome, verschiedene Nachhaltigkeitsmodelle und die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob und wie Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden kann, um eine ökologisch und sozial verträgliche Zukunft zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Wachstumstheorien, ergänzt durch aktuelle wirtschaftliche und ökologische Fachpublikationen sowie Berichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die theoretischen Grundlagen des Wachstums, anschließend dessen positive ökonomische Funktionen, gefolgt von einer tiefgehenden Kritik der negativen ökologischen Folgen und Lösungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftswachstum, ökologische Nachhaltigkeit, Entkopplung, Ressourcenverbrauch und soziale Gerechtigkeit sind die prägenden Begriffe.

Was besagt die Kapitalerhaltungsregel der Neoklassik?

Sie besagt, dass Naturkapital durch Sachkapital substituiert werden kann, solange das Gesamtkapital einer Volkswirtschaft erhalten bleibt oder wächst.

Was versteht man unter dem Begriff "Steady State Economy"?

Ein von der ökologischen Ökonomie geforderter Zustand, in dem auf ein stetiges Wirtschaftswachstum verzichtet wird, um den Materialdurchsatz innerhalb der natürlichen Grenzen zu halten.

Was ist das Ziel des integrierenden Nachhaltigkeitsdreiecks?

Es strebt eine gleichrangige Zusammenführung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension an, um eine nachhaltige Lebens- und Produktionsgrundlage zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wachstumskritik und nachhaltige Entwicklung. Gibt es nachhaltiges Wirtschaftswachstum?
Hochschule
Hochschule Reutlingen
Note
1,2
Autor
Ralf Farina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V322847
ISBN (eBook)
9783668219618
ISBN (Buch)
9783668219625
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wachstum Nachhaltigkeit Wachstumskritik Nachhaltige Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ralf Farina (Autor:in), 2015, Wachstumskritik und nachhaltige Entwicklung. Gibt es nachhaltiges Wirtschaftswachstum?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322847
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Leseprobe aus  31  Seiten
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