Sprachliche Phänomene und Strategien bei Shitstorms im Netz

Til Schweiger auf Facebook im Januar 2016


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

30 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Soziale Netzwerke und computervermittelte Kommunikation Soziale Netzwerke und ihre Nutzerzahlen Negative Botschaften im Social Web Skandal-Theorie nach Hondrich und Neckel

2.Hauptteil
2.1 Begriffsdefinition Shitstorm Shitstorm – Ein Onlineskandal? Shitstorm und Facebook Verhalten des Skandalierten
2.2 Til Schweiger und Social Media Auslöser des Shitstorms um Til Schweiger
2.3. Sprachliche Phänomene von Shitstorms
2.3.1 Grad der stilistischen Elaboriertheit der Beiträge
2.3.2 Ebene der Lexik
2.3.3 Ebene der Syntax
2.3.5 Emoticons
2.4 Prominente Reaktionen der Netzgemeinde am Beispiel von Jan Böhmermann

3. Fazit
3.1 Shitstorm und PR
3.2 Ein Shitstorm unterhält die User

4. Bibliographie

5. Abbildungsverzeichnis:

1. Einleitung

1.1 Soziale Netzwerke und computervermittelte Kommunikation Soziale Netzwerke und ihre Nutzerzahlen

Soziale Netzwerke lassen grundlegende Bedürfnisse des Menschen im virtuellen Raum neu aufleben: Beziehungen einzugehen und zu pflegen. Für viele, vor allem junge Menschen, spielen solche Netzwerke eine wichtige Rolle. Im Dezember 2015 verzeichnete Facebook täglich 1,04 Milliarden aktive Nutzer. Und damit sind nicht einmal alle existierenden Nutzerprofile gemeint, sondern Facebook zählt nur diejenigen, die sich täglich einloggen (vgl. Newsroom Facebook). Die Zahl der registrierten Nutzer ist also noch höher. Deutschland zählt derzeit 26 Millionen aktive Nutzer (vgl. Allfacebook). Die explodierenden Nutzerzahlen verdeutlichen die extrem große Reichweite dieser Netzwerke. Facebook beispielsweise existiert erst seit 2004 und hat in dieser Zeit konstant an Nutzerzahlen zugenommen. 1,4 Milliarden tägliche Nutzer lassen vermuten, dass Facebook für die meisten zu einem gewöhnlichen Tagesablauf dazugehört (vgl. Newsroom Facebook).

Der große Vorteil, den die sozialen Medien bieten, ist auch der Grund für den anhaltenden Erfolg dieser Netzwerke. Viele Menschen können binnen kürzester Zeit erreicht werden (vgl. Bilker 2011: 152). Man muss nicht einmal im Besitz eines Profils beim jeweiligen sozialen Netzwerk sein, um mitlesen zu können. Nur um kommentieren zu können, muss man sich anmelden (vgl. Bilker 156). Das Mitteilen von Botschaften im medialen Kontext wird als One-To-Many Kommunikation bezeichnet. Wie man auf Abbildung 1 sehen kann revolutionierten die neuen Medien diese Art der Verständigung und verwandelten sie in eine Many-To-Many Kommunikation. Ein Sender verbreitet eine Nachricht an viele Empfänger, diese wiederum leiten die Nachricht ebenfalls an viele Empfänger weiter, die auch selbst untereinander vernetzt sein können. Die Anzahl der Debattenteilnehmer ist insgesamt also bedeutend höher (vgl. Bilker 2011: 153).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1. Bilket 2011: 154

Soziale Netzwerke sind interaktive Plattformen, bei denen die Technik das Mittel zum Zweck für die Kommunikation darstellt (vgl. Bilker 2011: 155). Die User in den sozialen Medien werden in die mitgeteilten Botschaften involviert. Somit bieten die sozialen Medien, verglichen mit Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitung, also etwas entscheidend Neues: den sogenannten Rückkanal (vgl. Bilker 2011: 155). Diejenigen, die die Botschaft erhalten, können also sofort ihre Meinung dazu äußern. Die Betonung liegt hierbei auf sofort, denn bei Fernsehen, Radio und Zeitung gibt es die Option der Rückmeldung für Zuschauer, Zuhörer und Leser auch. Dennoch ist die Zeitspanne, in der das in den sozialen Medien geschehen kann, bedeutend kürzer. Die Kommunikation hat somit also einen stark dialogischen Charakter. Wenn es um die sozialen Medien geht, wird auch oft der Begriff Web 2.0 oder Mitmach-web erwähnt (vgl. Mutschler 2011). Laut Schmidt steht er für Anwendungen, die „den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und deren Pflege, die Kommunikation und die kollaborative Zusammenarbeit in einem gesellschaftlichen oder gemeinschaftlichen Kontext unterstützen, sowie den Daten, die dabei entstehen und den Beziehungen zwischen Menschen, die diese Anwendungen nutzen“ (Schmidt 2011: 22).

Negative Botschaften im Social Web

Im Internet können aber nicht nur positive Botschaften schnell verbreitet werden. Auch negative Botschaften können der Webgemeinde mitgeteilt werden und somit auch negative Kommentare zurückgesendet werden.

Bedingt durch die große Reichweite der sozialen Medien wird das von einem gewissen Kontrollverlust begleitet, denn durch die Größe der Plattform, der Anzahl an Botschaften und Antworten kann der Überblick über den offenen Dialog schnell verloren werden (vgl. Bilker 2011: 156). Das angesprochene Many-To-Many Phänomen führt dazu, dass entstehende Shitstorme wegen ihrer Unberechenbarkeit ein erhebliches Risiko für die Betroffenen bergen, denn jeder Nutzer kann ungefiltert, sowohl anonym als auch nicht anonym, seine Kritik äußern. Dies wird auch daran erkenntlich, dass der Berufstand Social-Media-Beauftragter für Firmen erst entstand und seither stets an Bedeutung zunimmt (vgl. Bakir 2013).

Es ist unwahrscheinlich, dass die Zahl der Kritiker im Zeitalter der sozialen Medien größer geworden ist. Aber die vermeintliche Anonymität, die das Internet verspricht, hat einen verlockenden Einfluss auf Nutzer, die ihren Unmut kundtun wollen (vgl. Bilker 2011: 157). Man darf jedoch nicht vergessen, dass es natürlich auch berechtigte Kritik gibt (vgl. Bilker 2011: 157). Diese wird täglich auf den jeweiligen Facebookseiten von Firmen oder anderen Institutionen geübt.

Skandal-Theorie nach Hondrich und Neckel

Laut Hondrich umfasst ein klassischer politischer Skandal vier Schritte. Der erste Schritt umfasst einen Verstoß gegen Regeln oder Moralvorstellungen beim Ziel- und Machtstreben (vgl. Hondrich 2002: 14). Daraufhin folgt der zweite Schritt, nämlich die Enthüllung des Verstoßes, begleitet von Entsetzen und Entrüstung. Wichtig hierbei ist, dass es nicht geplant und rational geschieht, sondern vielmehr spontan und emotional. Ein Skandal, selbst im Falle einer Inszenierung, ist eine „spontane Bewegung der Gefühle“ (Hondrich 2002: 15). Der dritte Schritt ist die kollektive Empörung, also die breite Masse, die sich anhand des Skandals entsetzt zeigt. Dies ist bedeutsam, denn bei einem einzelnen Entrüsteten stellt sich noch kein Skandal ein (vgl. Hondrich 2002: 16). Der vierte und letzte Schritt ist die Wiedergutmachung der verletzten moralischen Gefühle und somit die Genugtuung bei der vorher empörten breiten Masse (vgl. Hondrich 2002: 16).

Neckel bezeichnet die Beteiligten eines Skandals genauer und definiert diese wie folgt:

„der Skandalierte (der eine Verfehlung von öffentlichem Interesse öffentlich bezichtig wird), der Skandalierer (einer, der diese Verfehlung öffentlich denunziert), so wie ein, oder besser: mehrere Dritte, denen über das, was zum Skandal geworden ist, berichtet wird und die daraufhin eine wie auch immer geartete Reaktion zeigen (Neckel, 1989: 58f.)

2.Hauptteil

2.1 Begriffsdefinition Shitstorm

Bilker bezeichnet einen Shitstorm als „digitale Welle von Unmutsäußerungen“ (Bilker 2011: 152). Erstmals in den Medien verwendet wurde der Begriff Shitstorm 2010 von Spiegelautor und Blogger Sascha Lobo in einem Blog-Artikel (vgl. Lobo 2013). Auslösen können ihn Privatpersonen, Firmen oder Organisationen. Genauso kann der Shitstorm auch nur an eine einzelne Person oder aber auch ganze Firmen und öffentlich aktive Personengruppen wie Parteien und Verbände gerichtet sein (vgl. Mutschler 2012).

Shitstorm – Ein Onlineskandal?

Betrachtet man die einzelnen Schritte eines klassischen politischen Skandals, so lassen sich einige Analogien zum Shitstorm im Social Web feststellen (vgl. Folger 2014: 37). Als erstes besteht ein Verstoß einer nicht zwingend, aber in den meisten Fällen, öffentlichen Person, einem Verband oder einer Firma von öffentlichem Interesse gegen das kollektive Verständnis von Recht. Im Anschluss daran wird der Fehlschritt, begleitet von Entrüstung, der größeren Masse bekannt und mit Emotionalität thematisiert. Der letzte Schritt betrifft die Wiedergutmachung der verletzten Gefühle, was im Netz oft mit Häme und einem Imageschaden des Skandalierten einhergeht. Sascha Lobo bezeichnete als Auslöser für einen Shitstorm die Empörung bezogen auf eine in den Medien getätigte Äußerung oder politische Stellungnahme. Aber auch Kundenunzufriedenheit könne zu einem Shitstorm führen (vgl. Lobo 2012). In den sozialen Medien kann dies alles binnen Stunden geschehen. Folglich kann ein Shitstorm auch als ein Online-Skandal betrachtet werden.

2011 wurde der Begriff Shitstorm zum Anglizismus des Jahres gekürt. Die Jury beschrieb den Begriff als eine unvorhergesehene, anhaltende, über soziale Netzwerke und Blogs transportierte Welle der Entrüstung über das Verhalten öffentlicher Personen oder Institutionen, die sich schnell verselbstständigt und vom sachlichen Kern entfernt und häufig auch in die traditionellen Medien hinüber schwappt. (Anglizismus des Jahres 2011) Außerdem begründete die Jury ihre Entscheidung damit, dass das Wort „eine Lücke im deutschen Wortschatz, die sich durch Veränderungen in der öffentlichen Diskussionskultur aufgetan hat“ schließt. (Anglizismus des Jahres 2011).

Daraufhin listete auch der Duden das Fremdwort und bezeichnete es etwas knapper als „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“ (Shitstorm Duden).

Alle Definitionen haben den Punkt der Kritikwelle gemeinsam. Dies ist ein wichtiger Punkt bei der Beschreibung eines Shitstorms. Eine sehr große Anzahl an Usern äußert sich kritisch zu einem Sachverhalt und überflutet die Seite der Person, Firma oder Personengruppe mit negativen Kommentaren.

Das zweite wichtige Kennzeichen für die Definition des Webphänomens ist, dass sich bei einem Shitstorm die Kritik nicht immer nach geltenden Regeln der Höflichkeit entlädt. Häufig kritisieren User sehr subjektiv, werden ausfallend, aggressiv oder bedrohen andere Nutzer. Dabei muss der Kritiker, nicht immer den Shitstorm auslösenden Nutzer kritisieren, sondern auch Nutzer X einen anderen User Y in der Kommentarspalte.

Shitstorm und Facebook

Die Entrüstungswelle oder auch Schneeballeffekt genannt, ist von besonders großer Bedeutung. Denn bei einem Shitstorm wird eine Äußerung, also etwas, was der Nutzer eines sozialen Netzwerks der Netzgemeinde bzw. seinen Freunden (auf Facebook) oder Followern (bei Twitter) mitteilen möchte, geteilt. Die Bezeichnung Freunde beim sozialen Netzwerk Facebook bezieht sich nicht auf die zwischenmenschliche Qualität, sondern bezeichnet nur die Beziehung der beiden Nutzer innerhalb des Netzwerkes. Das bedeutet, dass die beiden Nutzer Informationen, Profiländerungen, und Mitteilungen des anderen einsehen können (vgl. Bilker 2011: 152).

Der Skandalierer prangert einen Missstand beispielsweise auf der Facebookseite des Skandalierers, respektive der Kommentarspalte unter einem Post an. Durch die Öffentlichkeitseinstellung der Facebookseite des Skandalierten wird die Beschwerde des Skandalierers der breiten Öffentlichkeit erst zugänglich (Folger 2014: 39). Würde der Skandalierte diese Kritik über seine private Facebookseite kundtun, so würde er nicht ansatzweise so viele Menschen erreichen. Dies führt dazu, dass sich andere Nutzer, die die betreffende Facebookseite mit Gefällt mir markiert haben, einklinken. Sie können den Beitrag entweder ebenfalls mit Gefällt mir markieren (was in einigen Punkten einem ihn teilen gleichkommt, da andere Nutzer in ihrem Newsfeed sehen können, was der besagte Freund mit Gefällt mir markiert), ihn teilen (also gezielt ihren Facebookfreunden zeigen), oder ihn kommentieren und entweder sich ebenfalls empören oder den Skandalierten unterstützen (Folger 2014: 39).

In vielen Fällen wird von den Medien über diesen Prozess Bericht erstattet, wobei manchmal auch eine Bewertung bzw. subtile Stellungnahme zur Debatte mitklingt. Nicht selten schalten sich auch andere Prominente, die selbst mit relativ großem Medieninteresse verfolgt werden, in die Debatte mit ein. Hierzu werde ich in Punkt 2.4. genauer eingehen. Dies erhöht das generelle Interesse an der Debatte, was wiederrum ebenfalls in größerer medialer Aufmerksamkeit endet (vgl. Folger 2014: 39).

Ein weiteres Phänomen eines Shitstorms ist, dass User dazu geneigt sind, die Meinung anderer User teilweise nahezu unreflektiert zu übernehmen oder zumindest sich gemeinsam gegen die Shitstorm auslösende Firma oder Person zu verbünden. Ein Grund hierfür ist, dass man sich in sozialen Netzwerken häufig mit Gleichgesinnten umgibt, denen man eine hohe Vertraulichkeit attestiert. Darüber hinaus ist im Zeitalter des Web 2.0 schnelles Handeln gefragt, es bleibt deshalb oft wenig Zeit für Reflektion (vgl. Schmidt 2012). Diese User leiten ihre Meinung dann wiederum an ihr eigenes Netzwerk weiter, was wiederum zum besagten Schneeballeffekt führt. Ein Shitstorm lebt davon, dass sich Nutzer sozialer Netzwerke gemeinsam gegen eine Sache verbünden. Die User haben in den letzten Jahren, in denen etliche Shitstorms großes Interesse erregt haben, gemerkt, welche Macht sie als empörte Masse haben und dass diese auch wahrgenommen wird (vgl. Schmidt 2012).

Ein Beispiel aus dem Jahr 2014 ist der Shitstorm um Zalando. Ein Fernsehbericht offenbarte die schlechten Arbeitsbedingungen in einem Logistiklager des Modeunternehmens. Daraufhin drohten einige User via Facebook sogar, nie wieder bei Zalando einkaufen zu wollen (vgl. Bakir 2014). Ein Beispiel aus dem Jahre 2012 ist der Shitstorm um die ING-Diba Bank und Dirk Nowitzki, der in einem Werbespot ein Stück Wurst isst und somit einige Veganer erzürnte (vgl. Brinkmann 2012). 2012 kam es ebenfalls zum Shitstorm um die Firma Vodafone, bei dem sich eine Kundin über eine zu hohe Rechnung und den schlechten Kundenservice des Mobilfunkanbieters beschwerte. Daraufhin klickten 70000 User auf Facebook den Gefällt-mir Button (vgl. Frickel 2012), Ein Beispiel für einen Shitstorm an einer Privatperson wäre der um Sarah Kuttner im Jahr 2012. Auf einer Lesung sprach die Autorin über eine Negerpuppe, ein Spielzeug, das ihr ihre Eltern im Kindesalter geschenkt haben, und zog so den Zorn eines Gastes mit äthiopischen Wurzeln auf sich, der auch Anzeige gegen sie erstattete (vgl. Brenner 2012). Die Beispiele Vodafone und Sarah Kuttner zeigen besonders eindrücklich, dass der Auslöser eines Shitstorms oft relativ unbedeutend sein kann, was der Empörungswelle aber keinen Abbruch tut (vgl. Schmidt 2012)

Verhalten des Skandalierten

Das Verhalten des Skandalierten selbst ist nicht unbedeutend. Dieser kann mit seiner Antwort den Verlauf eines Shitstorms beeinflussen. Es kann davon ausgegangen werden, dass User, die Kritik an einer öffentlichen Person, einem Unternehmen, einem Verband oder einem Verein üben, mit einer Stellungnahme rechnen (vgl. Folger 2014: 39 / vgl. Mutschler 2011). Wird dies für die Kritiker nur unzureichend getan, oder versucht die Kritik zu löschen womöglich sogar gerichtlich zu unterbinden, erweckt das schnell den Gedanken der Manipulation oder Unterbindung der Meinungsfreiheit. Dass dies kein guter Weg ist, um mit Kritik umzugehen, zeigt der sogenannte Streisand-Effekt:

Der Streisand-Effekt steht für eine kommunikative Paradoxie: Die Texte und Bilder, die man – warum auch immer – unterdrücken möchte, werden eben dadurch bekannt und bekommen eine Aufmerksamkeit, die sie ohne den missglückten Kontroll-und Zensurversuch niemals bekommen hätten. (Pörksen & Detel 2012: 207)

Der Name entstand in Anlehnung an die Sängerin und Schauspielerin Barbara Streisand, die 2003 gerichtlich gegen eine Website vorging, die eine Luftaufnahme veröffentlichte, auf der auch ihr Anwesen zu sehen war. Der gerichtliche Prozess vergrößerte das mediale Interesse um ein Vielfaches, weshalb viele das Bild erst bedingt durch den Gerichtsprozess zu sehen bekamen (vgl. Seemann 2011: 76).

In dieser Arbeit soll näher auf den Shitstorm um Til Schweiger und seine Tatortfolgen Der große Schmerz und Fegefeuer eingegangen werden. Darüber hinaus sollen die sprachlichen Besonderheiten der Userkommentare sowie des shitstormauslösenden Posts untersucht werden.

2.2 Til Schweiger und Social Media

Til Schweiger machte 2015 vor allem mit seiner öffentlichen Stellungnahme zur Flüchtlingsdebatte auf Facebook von sich Reden und ist auch sonst sehr aktiv auf diesem sozialen Medium. Er postet häufig, an manchen Tagen sogar mehrmals täglich, etwas über seinen verifizierten Account. Verifiziert bedeutet, dass Facebook bestätigt hat, dass es sich um eine authentische Seite für diese Person des öffentlichen Lebens handelt.

Til Schweiger warb vor Ausstrahlungsdatum auch über Facebook für seinen Tatort. Die beworbenen Krimifolgen hätten ursprünglich am 22. und 29. November 2015 ausgestrahlt werden sollen. Das Sendedatum wurde jedoch aus Respekt vor den Opfern der Anschläge von Paris auf den 1. und 3. Januar 2016 verlegt (Das Erste 2015). Ein Beispiel für dieses Werbevorgehen ist folgender Post, an den er auch einen Link für eine positive Vorabkritik auf Stern.de anfügt.

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Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Sprachliche Phänomene und Strategien bei Shitstorms im Netz
Untertitel
Til Schweiger auf Facebook im Januar 2016
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Jahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V322886
ISBN (eBook)
9783668223868
ISBN (Buch)
9783668223875
Dateigröße
2424 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprachliche, phänomene, strategien, shitstorms, netz, schweiger, facebook, januar
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Sprachliche Phänomene und Strategien bei Shitstorms im Netz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322886

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