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Leseflüssigkeit bei Grundschülern fördern. Entwicklung eines Unterrichtsvorhabens (2. Klasse Deutsch Grundschule)

Title: Leseflüssigkeit bei Grundschülern fördern. Entwicklung eines Unterrichtsvorhabens (2. Klasse Deutsch Grundschule)

Examination Thesis , 2015 , 45 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hanna Rath (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Ich konzentriere mich bei meinem Unterrichtsvorhaben auf die Förderung der Leseflüssigkeit. So ist es mir ein besonderes Anliegen, alle Schüler meiner Lerngruppe im Interesse einer positiven Leseentwicklung dahingehend effektiv zu fördern. Ebenso erscheint es mir für die Weiterentwicklung meiner Berufskompetenz relevant, verschiedene Verfahren zur Förderung von Lesekompetenz zu kennen und diese im Unterricht anwenden zu können.

Daher werde ich mich bei der Entwicklung des Unterrichtsvorhabens intensiv mit einer speziellen Methode zur Förderung der Leseflüssigkeit auseinandersetzen, von deren Einsatz ich mir positive Auswirkungen auf die Leseentwicklung meiner Schüler erhoffe.

Das Vorhaben dieser Arbeit entstand aus verschiedenen Beobachtungen im Deutschunterricht der Klasse 2b heraus, wobei mir insbesondere zwei Aspekte für mein Vorhaben bedeutsam erschienen. Ich stellte zum einen fest, dass die Leseleistungen der Schüler sehr heterogen sind.

So können einzelne Kinder Texte nur langsam, mühsam, ungenau und mitunter stockend lesen und haben dadurch bedingt Schwierigkeiten im Bereich des sinnerfassenden Lesens. Weiterhin bemerkte ich im Rahmen von Vorlesesituationen mit der ganzen Klasse, die mitunter dem Prinzip des Reihum-Lesens folgten, dass diese den Schülern nur geringe effektive Leseübungszeit bieten. Stärkere Leser wirken während dieser Lesephasen teilweise abgelenkt oder gelangweilt und lesen ebenso wie einzelne schwächere Schüler nicht mit.

Den schwächeren Lesern fällt es wiederum schwer, den Text für ihre Mitschüler sinnverstehend vorzulesen, einzelne fühlen sich sichtbar unwohl in dieser Vorführsituation. Die Erkenntnisse der Leseforschung bestätigten meine Eindrücke hinsichtlich der Effektivität des Reihum-Lesens, das „als unwirksam zur Förderung der Lesekompetenz angesehen“ wird.

Insgesamt ergab sich für mich aus den beschriebenen Beobachtungen heraus der Wunsch, eine geeignetere Methode zur Förderung der Lesekompetenz einzusetzen und zu ermitteln, wie ich meine Schüler im Deutschunterricht insbesondere hinsichtlich ihrer Leseflüssigkeit effektiver fördern kann.

Das Ziel dieser Arbeit besteht dementsprechend darin, ein Unterrichtsvorhaben zur Förderung der Leseflüssigkeit für meine Lerngruppe zu entwickeln. Meine Leitfrage formuliere ich folgendermaßen: (Inwieweit) gelingt es mir, ein Unterrichtsvorhaben für den Deutschunterricht zu entwickeln, mit welchem die Leseflüssigkeit meiner Lerngruppe messbar verbessert werden kann?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darlegung der theoretischen Grundlagen

2.1 Was ist Leseflüssigkeit?

2.2 Die Methode der Lautlesetandems

3. Das Unterrichtsvorhaben – Vorüberlegungen, Erprobung und Auswertung

3.1 Beschreibung der Lernausgangslage der 2. Klasse

3.2 Planung und Entwicklung des Unterrichtsvorhabens

3.3 Auswertung der Erprobungsphase

3.4 Entwicklung der Leseflüssigkeit durch das Unterrichtsvorhaben

4. Reflexion

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines Unterrichtsvorhabens zur effektiven Förderung der Leseflüssigkeit bei Schülern einer 2. Klasse unter Anwendung der Methode der Lautlesetandems.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Leseflüssigkeit und kooperativen Leseverfahren.
  • Ermittlung der Lernausgangslage einer 2. Klasse mittels standardisierter Testverfahren.
  • Planung und didaktische Aufbereitung eines Unterrichtsvorhabens mit einer motivierenden Rahmenhandlung.
  • Evaluation des Lernerfolgs durch den Vergleich von Leistungswerten vor und nach der Erprobungsphase.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Methode der Lautlesetandems

Wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Leseforschung haben ergeben, dass Lautleseverfahren besonders gut zur Förderung der Leseflüssigkeit in heterogenen Lerngruppen eignen. So handelt es sich bei den Lautlesetandems von Rosebrock und Nix um eine nachweislich wirksame kooperative Methode, welche die einzelnen Dimensionen der Leseflüssigkeit (s. Kap. 2.1) gezielt unterstützt und bereits ab der 2. Klasse eingesetzt werden kann.15 Im Rahmen von Lesetandems, die sich aus einem stärkeren (Lesetrainer) und einem schwächeren Leser (Lesesportler) zusammensetzen, wird das laute Vorlesen gemeinsam geübt. Bei der Einteilung der Lesetandems ist darauf zu achten, dass der Kompetenzunterschied zwischen Sportler und Trainer möglichst gering ist. Es empfiehlt sich daher, zunächst die Lernausgangslage zu ermitteln und nachvollziehbar die Einteilung für die Schüler anhand der individuellen Testergebnisse vorzunehmen, sodass sich zwei Rangfolgen (Lesetrainer/-sportler) ergeben. So bildet der stärkste Trainer ein Lautlesetandem mit dem stärksten Sportler und schließlich der schwächste Trainer mit dem schwächsten Sportler.

Die klar strukturierte Leseübungssituation ist durch die Grundprinzipien wiederholtes und chorisches Lautlesen gekennzeichnet. Demzufolge lesen die Partner ausgewählte Texte vier Mal wiederholt und synchron vor. Die mehrfache Wiederholung trägt dazu bei, dass der schwache Leser unbekannte Wörter in seinen Stichwortschatz aufnimmt und diese bei anderen Texten automatisiert erkennen kann. Beim chorischen Lautlesen fungiert der Lesetrainer als Lesemodell, dessen Leseverhalten der Lesesportler nachvollziehen und aktiv imitieren soll.16 Darüber hinaus besteht die Aufgabe des Lesetrainers darin, auf Lesefehler seines Sportlers zu achten, diese zu verbessern und gegebenenfalls Erklärungen zur Wortbedeutung abzugeben, falls sich der Sportler nicht selbst innerhalb einer vorgegebenen Frist korrigiert. Wird der Sportler durch seinen Trainer auf einen Fehler hingewiesen, wiederholt er das Wort korrekt und das begleitende Lesen beginnt wieder am Satzanfang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit der Förderung der Leseflüssigkeit als Voraussetzung für das Textverstehen und leitet die Forschungsfrage sowie das Vorhaben ab.

2. Darlegung der theoretischen Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Leseflüssigkeit in seinen Dimensionen und stellt die Methode der Lautlesetandems als kooperatives Förderverfahren vor.

3. Das Unterrichtsvorhaben – Vorüberlegungen, Erprobung und Auswertung: Der Hauptteil beschreibt die Lernausgangslage, die Planung, die praktische Erprobung im Unterricht sowie die abschließende Evaluation der Leistungsergebnisse.

4. Reflexion: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verlauf des Vorhabens, der Beantwortung der Leitfrage und der eigenen Kompetenzentwicklung.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse sowie die Chancen und Grenzen zusammen und skizziert Möglichkeiten zur zukünftigen Etablierung des Konzepts an der Schule.

Schlüsselwörter

Leseflüssigkeit, Lautlesetandems, Grundschule, Lesekompetenz, Unterrichtsvorhaben, Lesetrainer, Lesesportler, Lesedidaktik, Dekodieren, Lesemotivation, Salzburger Lesescreening, Heterogenität, kooperatives Lernen, Leseförderung, Lesestrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der schriftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung eines Unterrichtsvorhabens zur Verbesserung der Leseflüssigkeit in einer 2. Grundschulklasse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung der Leseflüssigkeit, die Methode der Lautlesetandems sowie die praktische Planung und Auswertung von Fördermaßnahmen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Autorin?

Die Arbeit untersucht, inwieweit es der Autorin gelingt, ein Unterrichtsvorhaben für den Deutschunterricht zu entwickeln, das die Leseflüssigkeit ihrer Lerngruppe messbar verbessert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Das Hauptinstrument ist die kooperative Methode der „Lautlesetandems“, kombiniert mit einer standardisierten Leistungsmessung durch das Salzburger Lesescreening.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Lernausgangslage, die methodisch-didaktische Planung, die Dokumentation der Erprobungsphase sowie eine datengestützte Analyse der erzielten Fortschritte.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leseflüssigkeit, Lautlesetandems, Lesetraining, Grundschulpädagogik und kompetenzorientierte Unterrichtsplanung.

Wie wurde die Motivation der Kinder während des Trainings aufrechterhalten?

Die Autorin nutzte eine kreative Rahmenhandlung rund um ein King-Kong-Kinderbuch, ein begleitendes Puzzlespiel als Belohnung sowie ein abschließendes Quiz.

Welche Rolle spielt die Einteilung der Tandems?

Die Tandems wurden aufgrund der Leistungswerte so eingeteilt, dass der Kompetenzunterschied zwischen Lesetrainer und Lesesportler möglichst gering blieb, um eine effektive Förderung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielten die Protokollbögen?

Die Protokollbögen dienten der visuellen Rückmeldung über die Leistungsfortschritte der Schüler bezüglich der gelesenen Wörter pro Minute.

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Details

Title
Leseflüssigkeit bei Grundschülern fördern. Entwicklung eines Unterrichtsvorhabens (2. Klasse Deutsch Grundschule)
College
Studienseminar Hameln
Grade
1,0
Author
Hanna Rath (Author)
Publication Year
2015
Pages
45
Catalog Number
V322991
ISBN (eBook)
9783668273894
ISBN (Book)
9783668273900
Language
German
Tags
leseflüssigkeit grundschülern entwicklung unterrichtsvorhabens klasse deutsch grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Rath (Author), 2015, Leseflüssigkeit bei Grundschülern fördern. Entwicklung eines Unterrichtsvorhabens (2. Klasse Deutsch Grundschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322991
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