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Die Entwicklung des christlichen Sündenverständnisses. Von seiner Entstehung bis zur Gegenwart

Titre: Die Entwicklung des christlichen Sündenverständnisses. Von seiner Entstehung bis zur Gegenwart

Dossier / Travail , 2011 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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Diese Hausarbeit soll sich mit der Thematik der Sünde beschäftigen. In genauerer Eingrenzung soll sie das christliche Sündenverständnis in verschiedenen Epochen und Ansätzen aufzeigen. So soll zu Beginn das Sündenverständnis in den Schriften des Alten Testaments aufgezeigt werden um den Grundstein für das christliche Sündenverständnis zu legen. Anschließend werden neutestamentliche Schriften untersucht. Darüber hinaus werden frühkirchliche, mittelalterliche und reformatorische Ansätze bei Luther aufgezeigt und schließlich neuere Ansätze der Forschung. Abschließend werden die Ergebnisse festgehalten und ausgewertet.

Der Begriff der Sünde ist in allen drei abrahamitischen Religionen wieder zu finden. Wird im christlichen Kontext von Sünde gesprochen, so ist die Abkehr des Menschen von Gott gemeint. Der Begriff Sünde beschreibt eine verwerfliche Tat, welche als Fehlverhalten und als Gegenteil moralischer Verantwortung angesehen wird. Diese kann bewusst wie auch unbewusst passieren. Die Entstehung der Sünde ist zurückzuführen auf den Sündenfall in Genesis 3, welcher durch Adam und Eva begangen wurde und die Trennung von Gott initiiert hat, durch welche der Mensch von Gottes Heilsplan verworfen wurde. Dieses Ereignis wird auch als Ursünde oder Erbsünde bezeichnet. “Siehe ich bin Schuld geboren und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen“

In den folgenden Schritten soll das Sündenverständnis nun in den genannten Zeitepochen untersucht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Das Sündenverständnis im Alten Testament

3.0 Die Sünde im Johannesevangelium

3.1 Paulus Sündenlehre

4.0 Augustinus von Hippos Erbsündenlehre

4.1 Thomas von Aquin

4.2 Die katholische Todsünde

5.0 Eine Reformation des Sündenverständnisses bei Martin Luther

5.1 Heutige Ansätze zum Umgang mit der Begrifflichkeit der Sünde

6.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die unterschiedlichen theologischen Ansätze des christlichen Sündenverständnisses von den biblischen Ursprüngen bis zur heutigen Zeit, um die Wandlung des Begriffs und dessen Relevanz für den Menschen aufzuzeigen.

  • Biblisches Sündenverständnis im Alten und Neuen Testament
  • Entwicklung der Erbsündenlehre durch Augustinus und Thomas von Aquin
  • Reformatorisches Sündenverständnis bei Martin Luther
  • Kritische Analyse der heutigen Krisenhaftigkeit des Sündenbegriffs
  • Theologische Lösungsansätze für einen modernen Umgang mit Schuld und Sünde

Auszug aus dem Buch

3.0 Die Sünde im Johannesevangelium

Das Sündenverständnis im neuen Testament ist geprägt von der Umkehr. Der Mensch, welcher durch sein sündiges Verhalten geprägt ist und sich dadurch von Gott distanziert und sich dem wahren Leben verschließt, bedarf der Erlösung durch Jesus Christus. Jesus Christus ist am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben und wieder auferstanden. Sündig ist der, der durch sein Verhalten im Leben durch „[…]Versagen oder Verfehlung schuldig geworden[…]“ ist.

Bei dem Johannesevangelium findet sich der Vergleich Jesu mit dem „Lamm“. Das Bild vom Lamm steht dabei vor dem alttestamentlichen Hintergrund des Paschalamms, welches nach jüdischer Tradition zur Sühne geopfert wurde. Jesus wird also als solches Opferlamm von Gott geopfert. Jesus, der selbst ohne Sünde ist. Durch seine Passion und das damit verbundene Leid, dass er auf sich nimmt, erfahren die Menschen Befreiung der Sünden. Nach dem Johanneischen Verständnis ist eine Rettung aus der Sünde und somit also eine Rettung von der Unheilssituation der Menschen nicht möglich, ohne den Glauben an Jesus denn nur er kennt die Wahrheit, die letztendlich zur Erlösung führt. “ Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Nur wer an ihn glaubt, kann die Wahrheit erkennen. Jeder der die Sünde tut, ist jedoch ihr Sklave. „Jesus ist so sehr eins mit dem Vater[…]“, dass er wie Gott selbst die Sünde der Menschen ausräumt. Seine Opferrolle als Lamm ist Zeichen für Gottes vergebende Liebe. Jesus offenbart den Menschen Gott und sein Heilsangebot an die Sünder. Eine Ablehnung Jesu jedoch führt nicht nur zu einer verwehrten Sündenvergebung, sondern darüber hinaus noch zu einer Erschwernis der bereits bestehenden Sünde.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Sünde ein, stellt die Forschungsfrage und umreißt den geplanten Aufbau der Arbeit durch die verschiedenen Epochen der Theologiegeschichte.

2.0 Das Sündenverständnis im Alten Testament: Das Kapitel erläutert den alttestamentlichen Sündenbegriff, der stark an den Bund Gottes mit Israel gebunden ist und handgreifliche Zustände sowie kollektive Verantwortung betont.

3.0 Die Sünde im Johannesevangelium: Hier wird der Fokus auf die Erlösung durch Jesus Christus gelegt, der als sündloses Opferlamm die Befreiung von der Sünde durch den Glauben ermöglicht.

3.1 Paulus Sündenlehre: Dieser Abschnitt behandelt die paulinische Sicht auf die allgemeine Sündhaftigkeit der Menschen und die Notwendigkeit der Rechtfertigung durch den Glauben an Christus.

4.0 Augustinus von Hippos Erbsündenlehre: Das Kapitel analysiert die Entstehung der Erbsündenlehre bei Augustinus, welche die Verflochtenheit der gesamten Menschheit mit der Sünde Adams betont.

4.1 Thomas von Aquin: Diese Untersuchung zeigt die scholastische Perspektive auf die Ursünde und die Schwächung des menschlichen Willens auf, der sich von Gott abwendet.

4.2 Die katholische Todsünde: Hier wird die kirchenrechtliche und moraltheologische Unterscheidung zwischen Todsünden und lässlichen Sünden im Katholizismus detailliert erläutert.

5.0 Eine Reformation des Sündenverständnisses bei Martin Luther: Luther wird hier als Kritiker des traditionellen Bußsakraments dargestellt, der die Sünde als existenzielle Abwendung von Gott definiert, die allein durch Gottes Gnade geheilt wird.

5.1 Heutige Ansätze zum Umgang mit der Begrifflichkeit der Sünde: Dieses Kapitel diskutiert die gegenwärtige Krise des Sündenbegriffs in der modernen Gesellschaft und stellt verschiedene theologische Lösungsansätze vor.

6.0 Fazit: Das Fazit fasst die historischen Entwicklungen der Sündenkategorisierung und der theologischen Ansätze zusammen und reflektiert den aktuellen Rückgang der Bedeutung des Sündenbegriffs.

Schlüsselwörter

Sünde, Vergebung, Erbsünde, Altes Testament, Neues Testament, Augustinus, Martin Luther, Erlösung, Gnade, Buße, Todsünde, Theologie, Glaube, Heilsplan, Sündhaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das christliche Sündenverständnis und dessen historische Transformation, angefangen bei den alttestamentlichen Grundlagen über die Dogmatisierung durch Augustinus bis hin zur reformatorischen Kritik und der heutigen Krise des Begriffs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der alttestamentliche Bundesbruch, die Erbsündenlehre, die katholische Einteilung in Tod- und lässliche Sünden sowie das reformatorische Verständnis der Sündenvergebung durch alleinige Gnade Gottes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung des christlichen Sündenverständnisses in verschiedenen Epochen aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich der Begriff von einer kollektiven, bundestheologischen Sicht bis hin zur gegenwärtigen, gesellschaftlich marginalisierten Wahrnehmung gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Schriften und Forschungsliteratur basiert, um die Sündentheologie historisch zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Er deckt das Alte Testament, das Johannesevangelium, die paulinische Sündenlehre, die Theologie von Augustinus und Thomas von Aquin, die katholische Todsündenlehre sowie die Reformation durch Luther ab.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sündentheologie, Erbsünde, Erlösung, Gnade, Bußpraxis und die Relevanz des Sündenbegriffs in der Moderne charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich Luthers Sündenverständnis von der traditionellen katholischen Lehre?

Luther lehnte das Bußsakrament als rituellen Akt ab und kritisierte die Differenzierung zwischen Todsünde und lässlicher Sünde, da für ihn jede Sünde eine existenzielle Abwendung von Gott darstellt, die allein durch den Glauben an die Gnade Gottes überwunden wird.

Warum befindet sich der Sündenbegriff laut Autor heute in einer Krise?

Die Krise wird auf eine mangelnde Kompatibilität zwischen traditioneller Theologie und modernem, aufgeklärtem Denken sowie auf eine anthropologische Tendenz zurückgeführt, das eigene Sündhaftsein zu verdrängen.

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des christlichen Sündenverständnisses. Von seiner Entstehung bis zur Gegenwart
Université
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaften, Philosophie und Theologie)
Cours
Grundkurs Systematische Theologie
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
15
N° de catalogue
V323083
ISBN (ebook)
9783668219953
ISBN (Livre)
9783668219960
Langue
allemand
mots-clé
Sünde Sündenverständnis Sünde im Mittelalter Todsünde christliche Sünde Sünde im Christentum
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2011, Die Entwicklung des christlichen Sündenverständnisses. Von seiner Entstehung bis zur Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323083
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