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Die Hypokrisie der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz. Warum die DIK von Anfang an zum Scheitern verurteilt war

Title: Die Hypokrisie der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz. Warum die DIK von Anfang an zum Scheitern verurteilt war

Essay , 2016 , 13 Pages

Autor:in: Marius Bednarczyk (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Summary Excerpt Details

Im September 2006 fand das Auftakttreffen zur ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz (DIK) statt. Mit großer Euphorie wurde ihre Einrichtung begrüßt.

Dieser Essay behauptet, die Deutsche Islamkonferenz wurde initiiert, um die Terrorgefahr zu minimieren. Das Dialogforum wäre nur ein Vorwand, um sich einen besseren Überblick über das Handeln der Muslime zu verschaffen. Dementsprechend wäre der Sicherheitsaspekt der wahre Grund der ersten Phase der DIK und nicht das gegenseitige Kennenlernen und der gemeinsame Dialog.

Im September 2006 fand das Auftakttreffen zur ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz (DIK) im Schloss Charlottenburg in Berlin statt. Mit einer großen Anfangseuphorie verkündete Dr. Wolfgang Schäuble, der damalige Bundesinnenminister und Initiator der DIK: „Ich hoffe, dass es mit der Deutschen Islamkonferenz gelingt, mehr Verständnis, Sympathie, Friedlichkeit, Toleranz und vor allen Dingen mehr Kommunikation und Vielfalt zu schaffen und damit zur Bereicherung in unserem Land beizutragen.“ Er betonte "Wir wollen einen ständigen Dialog […] um die Zukunft miteinander zu gestalten".

Ohne die Terroranschläge und die in Europa und Deutschland allgemein herrschende Angst vor den Muslimen, wäre es nicht zur DIK gekommen. Diese Hypokrisie im Verhalten des Deutschen Staates hat im Endeffekt dazu geführt, dass es zu keinem wahren und ehrlichen Dialog kam und die Konferenz ihr Ziel des freien Meinungsaustausches und einer ehrlichen Annäherung teilweise verfehlt hat.

Am Ende der ersten Phase der DIK bemerkte die Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek im Juni 2009: „Der Innenminister feierte auf dem Plenum der Deutschen Islamkonferenz einen Dialog, der nicht wirklich stattfand“ und sie schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (2009) die DIK wäre „erfolgreich gescheitert“. Im Folgenden wird erläutert, wieso der wahre Grund der DIK der Sicherheitsaspekt war und die DIK somit ihr Ziel teilweise verfehlt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Hypokrisie der ersten Phase der DIK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die erste Phase der Deutschen Islamkonferenz (DIK) und stellt die These auf, dass diese primär sicherheitspolitisch motiviert war und weniger dem ehrlichen Dialog diente. Dabei wird untersucht, inwiefern die Konferenz als Instrument zur Terrorprävention und Überwachung muslimischer Strukturen fungierte und warum dieses Vorgehen letztlich zum Scheitern des Dialogs beitrug.

  • Die sicherheitspolitische Instrumentalisierung der Islamkonferenz
  • Vergleich zwischen der deutschen Integrationspolitik und dem Umgang mit anderen Migrantengruppen
  • Die Rolle der Terrorgefahr (post-9/11) als Katalysator für die Einberufung der DIK
  • Die Kausalität zwischen staatlicher Überwachung und dem Scheitern des Dialogs
  • Kritische Würdigung der "Clearingstelle" und des Gesprächskreises "Sicherheit und Islamismus"

Auszug aus dem Buch

Die Hypokrisie der ersten Phase der DIK

Dieser Essay behauptet jedoch, die DIK wurde initiiert um die Terrorgefahr zu minimieren. Das Dialogforum wäre nur ein Vorwand, um sich einen besseren Überblick über das Handeln der Muslime zu verschaffen. Dementsprechend wäre der Sicherheitsaspekt der wahre Grund der ersten Phase der DIK und nicht das gegenseitige Kennenlernen und der gemeinsame Dialog. Ohne die Terroranschläge und die in Europa und Deutschland allgemein herrschende Angst vor den Muslimen, wäre es nicht zur DIK gekommen. Diese Hypokrisie im Verhalten des Deutschen Staates hat im Endeffekt dazu geführt, dass es zu keinem wahren und ehrlichen Dialog kam und die Konferenz ihr Ziel des freien Meinungsaustausches und einer ehrlichen Annäherung teilweise verfehlt hat. Am Ende der ersten Phase der DIK bemerkte die Sozialwissenschaftlerin und Islamkritikerin Necla Kelek im Juni 2009: „Der Innenminister feierte auf dem Plenum der Deutschen Islamkonferenz einen Dialog, der nicht wirklich stattfand“ und sie schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (2009) die DIK wäre „erfolgreich gescheitert“.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Hypokrisie der ersten Phase der DIK: Dieses Kapitel stellt die These auf, dass die Deutsche Islamkonferenz aus sicherheitspolitischen Erwägungen zur Terrorprävention ins Leben gerufen wurde, was zu einer unglaubwürdigen Dialoggrundlage führte.

Schlüsselwörter

Deutsche Islamkonferenz, DIK, Integration, Terrorismus, Sicherheitspolitik, Muslime, Migrationspolitik, Hypokrisie, Dialogforum, Überwachung, Islamismus, Gastarbeiter, 9/11, Integrationsgipfel, Staatsverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz (DIK) und hinterfragt deren offizielle Zielsetzung im Kontext der tatsächlichen sicherheitspolitischen Interessen des Staates.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis zwischen Staat und muslimischen Akteuren, der Einfluss von Sicherheitsdebatten auf die Integrationspolitik sowie die Rolle von Migrantenorganisationen im Dialogprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die DIK vor allem als Instrument zur Minimierung einer wahrgenommenen Terrorgefahr und zur besseren Kontrolle des muslimischen Milieus diente, anstatt einen ergebnisoffenen Dialog zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der auf der Analyse von Politikdokumenten, Medienberichten und fachwissenschaftlicher Literatur zur Zuwanderungsgeschichte und Integrationspolitik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Migrationspolitik seit den Gastarbeitern, vergleicht den staatlichen Umgang mit Muslimen gegenüber anderen Gruppen und untersucht spezifische Mechanismen wie die "Clearingstelle".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Deutsche Islamkonferenz (DIK), Sicherheitspolitik, Integration, Terrorprävention, Instrumentalisierung und die Ambivalenz staatlichen Handelns.

Warum wird im Dokument ein Vergleich zur russisch-orthodoxen Bevölkerung gezogen?

Der Vergleich dient dazu zu verdeutlichen, dass kulturelle oder religiöse Unterschiede bei anderen Einwanderergruppen nicht zur Einrichtung eines exklusiven "Dialogforums" geführt haben, was die These der reinen Sicherheitsfixierung bei Muslimen stützt.

Welche Rolle spielt die "Clearingstelle" im Kontext der Argumentation?

Die Clearingstelle wird als Beleg für den staatlichen Wunsch nach mehr Kontrolle und Vernetzung mit Sicherheitsbehörden angeführt, was im Widerspruch zu einem partnerschaftlichen Dialog auf Augenhöhe steht.

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Details

Title
Die Hypokrisie der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz. Warum die DIK von Anfang an zum Scheitern verurteilt war
College
University of Potsdam
Author
Marius Bednarczyk (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V323138
ISBN (eBook)
9783668229792
ISBN (Book)
9783668229808
Language
German
Tags
hypokrisie phase deutschen islamkonferenz warum anfang scheitern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Bednarczyk (Author), 2016, Die Hypokrisie der ersten Phase der Deutschen Islamkonferenz. Warum die DIK von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323138
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