Tabletklassen und deren Auswirkungen auf Kommunikation und Lernerfolg. Bewertungskriterien computervermittelter Kommunikation im Weblog "Herr Larbig"


Hausarbeit, 2016
24 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Computervermittelte Kommunikation
2.1 Definition von Kommunikation und Übergang zur computervermittelten Kommunikation
2.2 Definition und Besonderheiten computervermittelter Kommunikation
2.3 Medienwahl und -merkmale im Kontext computervermittelter Kommunikation
2.4 Computervermittelte Kommunikation von und mit vielen Personen
2.5 Interaktion in virtuellen Gruppen

3. Computervermittelte Kommunikation im Weblog (Herr Larbig)
3.1 Definition Weblog
3.1.1 Merkmale von Weblogs
3.2 Vorstellung des Weblogs Herr Larbig
3.2.1 Merkmale des Weblogs Herr Larbig zum Thema Tabletklassen
3.3 Kriterien der computervermittelten Kommunikation im Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen
3.4 Auswirkungen der Kriterien der computervermittelten Kommunikation auf Kommunikation und Lernerfolg der Bloggerinnen und Blogger
3.5 Diskussion und Reflexion der Ergebnisse

4. Zusammenfassung und Ausblick

Bibliografie

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Kriterien computervermittelter Kommunikation in dem Weblog Herr Larbig und analysiert deren Auswirkungen auf die virtuelle Kommunikation und die Lernerfolge der Bloggerinnen und Blogger.

Die Thematisierung von Kommunikation nimmt in der Wissenschaft einen großen Stellenwert ein. Der Terminus kann mithilfe unterschiedlicher Definitionen erklärt und unter anderem als eine soziale Interaktion zwischen Lebewesen bezeichnet werden (Boos, 2013, S. 14). Zudem kann Kommunikation mithilfe elektronischer Medien erfolgen; hierbei handelt es sich um eine computervermittelte Kommunikation. Dementsprechend wurden mit dem zunehmenden technischen Fortschritt bereits vorhandene Erklärungen und Kommunikationsmodelle erweitert oder neu beschrieben. Soziale Netzwerke wie beispielweise Facebook und Twitter haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung im privaten Nutzungsbereich gewonnen (Griebel et. al., 2014, S. 524). Allein in Deutschland stieg die Anzahl der Internetnutzer von 15 Millionen im Jahr 2006 auf über 30 Millionen im Jahr 2015 (Hessler, 2015, S. 13). Zu unterschiedlichen Themen haben sich virtuelle Gruppen gebildet, die in einem permanenten Informationsaustausch stehen können. Ebenfalls gibt es mittlerweile ebenfalls eine große Anzahl an Webseiten mit entsprechenden wissenschaftlichen Beiträgen, auch als Weblogs bezeichnet. Letzteres „ist ein Kunstwort, das sich aus den Komponenten Web und Logbuch zusammensetzt“ (Alpar & Blaschke, 2008, S. 19). Autoren können einzelne Personen oder Gruppen sein, die über verschiedene Themengebiete kommunizieren (Hettler, 2012, S. 43). Bislang gibt es wenig empirische Studien zu den Kriterien und Auswirkungen computervermittelter Kommunikation in Weblogs.

Daher befasst sich die vorliegende Arbeit mit den folgenden Forschungsfragen: Welche Kriterien der computervermittelten Kommunikation finden in dem Weblog Herr Larbig zum Thema Tabletklassen Anwendung? Inwieweit wirken sich diese Kriterien auf die virtuelle Kommunikation und den Lernerfolg der Bloggerinnen und Blogger aus?

Im zweiten Kapitel werden die Begriffe Kommunikation und computervermittelte Kommunikation definiert. Verschiedene Aspekte der computervermittelten Kommunikation wie beispielsweise die Medienmerkmale werden im Abschnitt 2.2 erläutert. Des Weiteren werden Charakteristika der Kommunikation mit vielen Personen sowie Aspekte der Interaktion in virtuellen Gruppen beschrieben. Im dritten Kapitel erfolgen eine Begriffserklärung des Terminus Weblog und die Aufzeigung von ausgewählten Medienmerkmalen. Des Weiteren wird der Weblog Herr Larbig im Abschnitt 3.3 vorgestellt und Kriterien der computervermittelten Kommunikation im Hinblick auf die Leitfragen der vorliegenden Arbeit analysiert. Nach einer Diskussion schließt die Arbeit mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick ab.

2. Computervermittelte Kommunikation

2.1 Definition von Kommunikation und Übergang zur computervermittelten Kommunikation

Der Terminus Kommunikation kann mithilfe unterschiedlicher Definitionen erklärt werden. Maletzke (1963, S. 18) sieht Kommunikation als eine „Bedeutungsvermittlung zwischen Lebewesen“ an. Diese Definition fokussiert soziale Kommunikationsprozesse und lässt andere technische Geräte, durch die Kommunikation ebenfalls erfolgen kann, außen vor. Boos (2013, S. 14) beschreibt Kommunikation „als soziales Verhalten (…), das heißt, als Verhalten, in dem Lebewesen aufeinander bezogen agieren und reagieren und bei diesem Verhalten Bedeutungen übermitteln“. Nachfolgend betont dieser Erklärungsansatz, dass kommunikatives Handeln einer Instanz bedarf, mit deren Hilfe das Kommunikationsgeschehen stattfinden kann. Diese Vermittlungsinstanz wird als Medium bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Ansätze, letzteres zu klassifizieren (Boos, 2013, S. 15). Burkart (2002, S. 36ff.) unterscheidet vier Gruppen von Medien; die Kommunikation über quartäre Medien steht in der vorliegenden Arbeit im Fokus. „Hiermit sind die auf der Digitalisierungstechnik beruhenden Medien gemeint, die die Nutzung eines Computers mit Onlineverbindung voraussetzen, z.B. E-Mail, Websites, Newsgroups, Blogs“ (Boos, 2013, S. 15). Diese Form der Kommunikation, die computervermittelte Kommunikation, die mithilfe elektronischer Medien erfolgt, wird im folgenden Abschnitt thematisiert.

2.2 Definition und Besonderheiten computervermittelter Kommunikation

Für die computervermittelte Kommunikation gibt es in der Literatur mehrere ähnlich ausgelegte Definitionen. Döring (2013, S. 424) versteht unter der computervermittelten Kommunikation die „interpersonale Kommunikation zwischen Einzelpersonen oder einer Gruppe, die über Computernetzwerke vermittelt wird“. Wagner (2003, S. 63) führt den Begriff weiter aus und betont, dass diese Form der Kommunikation „der Oberbegriff für unterschiedliche Formen der elektronischen Übermittlung, Speicherung und des Abrufs von elektronischen Nachrichten durch Menschen über miteinander vernetzte Computer“ ist. Mit Aufkommen der elektronischen Medien erfolgte die computervermittelte Kommunikation zunächst „auf schriftlicher Basis (E-Mail, Chats, Newsgroups, Mailinglisten)“ (Ebner & Schön, 2013, S. 158). Inzwischen stehen bedingt durch den technischen Fortschritt im Internet eine Reihe von Möglichkeiten für eine computervermittelte Kommunikation zur Verfügung wie beispielsweise alle sich dynamisch entwickelnden Social-Software-Tools wie zum Beispiel Skype, Google+, Micro/blogs, virtuelle online Whiteboards, virtuelle Klassenzimmer oder Wikis. Somit ist heutzutage auch die Übertragung von auditivem und visuellem Material möglich, wie beispielsweise Podcasts oder Videos. Die Modi der computervermittelten Kommunikation können demnach eine schriftliche oder mündliche Kommunikation umfassen. Der Öffentlichkeitsgrad kann über eine bestimmte geschlossene Benutzergruppe bis hin zu öffentlich, das heißt, für jede Person, die über einen Internetanschluss verfügt zugänglich, variieren. Die zeitliche Dimension kann synchron oder asynchron sein. Synchron beschreibt, dass die Personen in Echtzeit miteinander kommunizieren, das heißt, dass die zeitgleich an ihren Computern sitzen. Asynchron meint in diesem Zusammenhang, das zeitverzögert kommuniziert wird, zum Beispiel via Software (Ebner & Schön, 2013, S. 158ff.). Bei einer asynchronen Kommunikation können der Aufnahmezeitpunkt und die -geschwindigkeit selbst bestimmt werden. Bei einer synchronen Kommunikation „ist die individuelle Schreib- und Lesegeschwindigkeit die temporale Determinante für den Nachrichtenaustausch“ (Wagner, 2003, S. 65).

Basierend auf den unterschiedlichen Kriterien computervermittelter Kommunikation haben sich mehrere theoretische Modelle etabliert, die im folgenden Abschnitt beispielhaft erklärt werden.

2.3 Medienwahl und -merkmale im Kontext computervermittelter Kommunikation

Unter anderem kann im Kontext der computervermittelten Kommunikation zwischen Medienwahl und -merkmalen differenziert werden. Die Wahl des richtigen Kommunikationsmediums ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie zum Beispiel von der Komplexität der übertragenen Informationen. Alle relevanten Aspekte sollten mithilfe des gewählten Mediums erfasst werden können und nicht zu viele Nebeninformationen dargestellt werden. Des Weiteren kann mit der Wahl des Mediums über die soziale Präsenz entschieden werden, demnach der Grad der persönlichen Nähe zu bestimmen ist (Richter, 2010, S. 17). „Sofern die Medienwahlen angemessen getroffen werden“, stellen diese eine „Hilfe und Bereicherung im Privat- oder Berufsleben dar“ (Döring, 2013, S. 425).

Bei der computervermittelten Kommunikation stehen „weniger Austauschkanäle zur Verfügung (…) als bei einem persönlichen Treffen“ (Richter, S. 20). Daher sollten die Merkmale des zur Kommunikation angedachten Mediums bereits bei der Auswahl zur Kenntnis genommen werden. Hierzu existieren unterschiedliche Theorien wie die der Kanalreduktion und die der sozialen Hinweisreize. Demnach finden bei der computervermittelten Kommunikation „im Vergleich zu einem persönlichen Treffen (…) unter anderem eine Ent-Räumlichung und Ent-Zeitlichung statt“ (Herrmann, 1994). Des Weiteren führt diese Form der Kommunikation zu einer Reduktion der Kommunikationskanäle, wodurch es nach der Theorie zum Herausfiltern sozialer Hinweisreize zu einem „Verlust an Informationen über den psychosozialen Hintergrund der Kommunikationspartner und somit einer Ent-Kontextualisierung des Nachrichtenaustausches“ kommt (Boos, 2013, S. 26). Dementsprechend treten sozidemografische Faktoren wie zum Beispiel das Alter und das Aussehen in den Hintergrund. Ebenso erscheint die textbasierte Kommunikation zunächst für viele Personen unpersönlich sowie defizitär. Sie ist charakterisiert durch „einen geringen Grad an sozialer Präsenz, weil soziale Hinweisreize wie Mimik, Gestik oder Intonation ausgefiltert werden“ (Ebner & Schön, 2013, S. 159). Die mit all diesen Faktoren verbundene Anonymität kann in eine Enthemmung umschlagen, die letztendlich zu Cyber-Mobbing führt (Richter, 2010, S. 20). Allerdings konnte letzteres entgegen vielfacher Annahmen aus der Literatur in der Praxis in entsprechenden Laborstudien nicht bestätigt werden (Boos, 2013, S. 28).

Als Antwort auf die Theorie der Kanalreduktion und das Fehlen sozialer Hinweisreize entwickelte sich in den achtziger Jahren eine Reihe an Zeichenkürzeln, die gefühlsbasierte Äußerungen symbolisieren sollen. Daraus resultiert, dass Emotionen nicht weniger wichtig in der computervermittelten als in einer Präsenzkommunikation sind und auch in textbasierten Äußerungen enthalten sein können. Die Äußerung von Emotionen kann dazu beitragen, dass virtuell genauso unterschiedliche Kommunikationssituationen wie zum Beispiel Freundschaft, Liebe, Streit und Diskussionen durchlebt werden können wie im realen Leben. In visuellem Material können Äußerungen wie Gestik und Mimik natürlich ähnlich wie in der face-to-face-Kommunikation enthalten sein (Ebner & Schön, 2013, S. 159).

Des Weiteren wurde basierend auf der computervermittelten Kommunikation das Digitalisierungs-Modell beschrieben, welches sich auf das technische Datenformat bezieht und diesbezüglich einige Kriterien hervorhebt. Beispielsweise können bedingt durch die Form der medialen Übertragung Kommunikationsinhalte und die daraus resultierenden Informationen kostengünstig verbreitet und große Teilnehmerkreise erreicht werden. Zudem ist eine ortsunabhängige Erreichbarkeit der an der Kommunikation beteiligten Personen zu nennen, infolgedessen soziale Bindungen bestärkt werden können. Jedoch kann die jederzeit mögliche zeit- und ortsunabhängige computervermittelte Kommunikation auch zu Überlastung und Stress führen (Kuhlen, Semar, Strauch, 2013, S. 427).

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Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Tabletklassen und deren Auswirkungen auf Kommunikation und Lernerfolg. Bewertungskriterien computervermittelter Kommunikation im Weblog "Herr Larbig"
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V323148
ISBN (eBook)
9783668230095
ISBN (Buch)
9783668230101
Dateigröße
614 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
computervermittelte Kommunikation, Weblog, E-Learning
Arbeit zitieren
Nora Schrader (Autor), 2016, Tabletklassen und deren Auswirkungen auf Kommunikation und Lernerfolg. Bewertungskriterien computervermittelter Kommunikation im Weblog "Herr Larbig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323148

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