Die folgende Arbeit gibt einen Überblick über die Arktis als Lebens- und Wirtschaftsraum für den Menschen.
Als im 19. und 20. Jahrhundert Expeditionen in die Arktis unternommen wurden, entdeckte man Bodenschätze und hoffte „eine Passage zu finden, die den Seeweg zwischen Europa und Asien verringern sollte“. Somit gelangte die kühle Arktis immer mehr in das globale Scheinwerferlicht, was Streitereien um den Landanspruch um die Teile der Arktis aufwarf.
Die Anzahl der in der Arktis lebenden Einheimischen und Zugezogenen lässt sich nicht so einfach bestimmen, da die Arktis, wie bereits beschrieben, keine offizielle und eindeutige Grenze hat. Die Zahl dürfte sich auf circa vier Millionen Menschen belaufen, von denen sicher viele keine Einheimischen sind, sondern Zugezogene, die „die Belastung der arktischen Umwelt durch zunehmenden Fischfang, vermehrte Jagd auf Wildtiere und industrielle Entwicklung“ erhöht haben. Die Einheimischen stellen mit 10 Prozent nur einen kleinen Anteil der arktischen Bevölkerung dar und leben größtenteils in Grönland und Kanada.
„Die Wirtschaft der Region beruht in erster Linie auf Natur- und Bodenschätzen, von Erdöl, Erdgas und Metallerzen bis hin zu Fischen, Rentieren, Karibus, Walen, Robben und Vögeln“. Des Weiteren kam neben dem Militär noch der Tourismus als ernstzunehmender Wirtschaftssektor hinzu.
Inhaltsverzeichnis
1.) Die Arktis im Überblick
2.) Die Arktis als menschlicher Lebensraum
3.) Die Arktis als Wirtschaftsraum
4.) Die Folgen des Klimawandels auf den Lebens- und Wirtschaftsraum in der Arktis
4.1) Die Zukunft des menschlichen Lebensraumes in der Arktis
4.2) Die Zukunft des Wirtschaftsraumes in der Arktis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Arktis als menschlichen Lebens- und Wirtschaftsraum unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen des globalen Klimawandels auf diese sensiblen Regionen.
- Geografische Einordnung und hoheitliche Abgrenzung der Arktis
- Analyse der arktischen Bevölkerung und indigener Lebensweisen
- Wirtschaftliche Bedeutung der Region durch Bodenschätze, Fischerei und Tourismus
- Konsequenzen der Klimaerwärmung für Siedlungsgebiete und Infrastruktur
- Zukunftsperspektiven für Wirtschaftszweige wie Energie, IT und Aquakulturen
Auszug aus dem Buch
3.) Die Arktis als Wirtschaftsraum
„Die Wirtschaft der Region beruht in erster Linie auf Natur- und Bodenschätzen, von Erdöl, Erdgas und Metallerzen bis hin zu Fischen, Rentieren, Karibus, Walen, Robben und Vögeln“ (HASSOL & BENTHACK 2005: 7). Des Weiteren kam neben dem Militär noch der Tourismus als ernstzunehmender Wirtschaftssektor hinzu. Dem gegenüberstehend leisten nach wie vor traditionelle „Subsistenz- und Tauschwirtschaften einen bedeutenden Beitrag zum Gesamtwohlergehen von Teilen der Region, indem sie erhebliche Werte erzeugen, die in offiziellen Statistiken nicht auftauchen“ (HASSOL & BENTHACK 2005: 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Die Arktis im Überblick: Dieses Kapitel definiert die Arktis geografisch und erläutert die historisch gewachsenen territorialen Ansprüche sowie die Rolle des Arktischen Rates.
2.) Die Arktis als menschlicher Lebensraum: Es wird die demografische Situation beschrieben, wobei insbesondere auf die Situation der indigenen Völker und den Einfluss der Zuwanderung eingegangen wird.
3.) Die Arktis als Wirtschaftsraum: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Nutzung der Region, von der Rohstoffförderung über traditionelle Formen bis hin zu neuen Wirtschaftssektoren.
4.) Die Folgen des Klimawandels auf den Lebens- und Wirtschaftsraum in der Arktis: Das Kapitel analysiert die komplexen Auswirkungen der Erwärmung auf die Umwelt, die menschlichen Siedlungsstrukturen sowie die zukünftige Tragfähigkeit der lokalen Industrien.
4.1) Die Zukunft des menschlichen Lebensraumes in der Arktis: Hier werden die spezifischen Bedrohungen für die traditionelle Lebensweise der Ureinwohner und die gesundheitlichen Risiken durch Umweltveränderungen thematisiert.
4.2) Die Zukunft des Wirtschaftsraumes in der Arktis: Das Kapitel schließt mit einer Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung, wobei Chancen durch leichtere Rohstoffzugänge gegen strukturelle Herausforderungen abgewogen werden.
Schlüsselwörter
Arktis, Klimawandel, Bodenschätze, Wirtschaftsraum, Lebensraum, Indigene Völker, Meereis, Energiewirtschaft, Tourismus, Aquakulturen, Nachhaltigkeit, Geopolitik, Rohstoffförderung, Infrastruktur, Permafrost
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Arktis als vielschichtigen Raum, der sowohl als Lebensraum für indigene und zugezogene Bevölkerungsgruppen als auch als bedeutendes wirtschaftliches Interessengebiet dient.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der geografischen Definition der Region, der sozioökonomischen Lage der Bevölkerung sowie den ökonomischen Potenziale und klimatischen Risiken der arktischen Zone.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die menschlichen Lebensgrundlagen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Arktis kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle wissenschaftliche Berichte und Fachquellen zum arktischen Raum auswertet und in einen geographischen Kontext setzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Arktis als Lebens- und Wirtschaftsraum und analysiert anschließend die Folgen der Klimaerwärmung für diese beiden Bereiche.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Klimawandel, Rohstoffvorkommen, indigene Traditionen, industrielle Entwicklung und die ökologische Empfindlichkeit der Polarregion.
Welche Rolle spielt die IT-Branche bei der wirtschaftlichen Erschließung?
Die IT-Branche entdeckt die Arktis aufgrund der niedrigen Temperaturen, die eine kostengünstige Kühlung von Rechenzentren ermöglichen, was Nordschweden zunehmend für große Internet-Konzerne attraktiv macht.
Wie verändert der Klimawandel die Fischereiwirtschaft?
Während durch die Erwärmung einige Fischarten wie Kabeljau profitieren, stehen andere Bereiche wie die Aquakultur vor gesundheitlichen Risiken für die Bestände und unsicheren Futtergrundlagen.
- Quote paper
- Kim Stuppi (Author), 2014, Die Arktis als menschlicher Lebens- und Wirtschaftsraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323249