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Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik

Titel: Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Leonie Peters (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Simmels Ausführungen zur Schulpädagogik wurden posthum veröffentlicht. Die vorliegende Arbeit sucht nach den für Simmels soziologische Werke entscheidenden Begriffen von Individualisierung und Wechselwirkungen und untersucht diese in Bezug auf ihre Bedeutung für die Pädagogik sowie in Bezug auf mögliche Widersprüche innerhalb von Simmels Werk.

Begonnen wird mit Simmels Ausführungen zur Notwendigkeit des Anknüpfens an den individuellen Hintergrund des Schülers und daraus folgend seiner Ablehnung des schichtübergreifenden Unterrichts. Desweiteren sollen die sozialen Kreise in und um die Schule, sowie Simmels Ausführungen in Bezug auf die Individualität des Kindes im Unterschied zum Erwachsenen besprochen werden. Am Ende der Ausarbeitung soll die Frage beantwortet werden, welcher Gewinn aus einer konzentrierten Betrachtung der Funktion von Wechselwirkungen in der Schulpädagogik zu ziehen ist und auch wie konsequent sich Simmels besondere Art des Denkens und der Betrachtung der modernen Gesellschaft in diesem Werk widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Simmel und Wechselwirkungen

2.1 Individuen als Schnittpunkte sozialer Kreise / Individualisierung

3. Vergleiche und Ansätze in Simmels Schulpädagogik

3.1 Ausgehend vom Hintergrund des Schülers

3.2 Die Ablehnung heterogener Klassen

3.3 Soziale Kreise in der Schule

3.4 Das Kind im Unterschied zum Erwachsenen

4. Fazit: Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Georg Simmels soziologische Konzepte der Individualisierung und der Wechselwirkungen in seiner postum veröffentlichten "Schulpädagogik" theoretisch fundiert und praktisch konsequent angewendet werden.

  • Analyse der Schülerrolle als aktives Individuum innerhalb des Bildungsprozesses.
  • Untersuchung der Bedeutung sozialer Kreise für die Identitätsbildung.
  • Diskussion von Simmels Ablehnung heterogener Lerngruppen vor dem Hintergrund seiner soziologischen Theorien.
  • Kontrastierung der Entwicklung des Kindes im Vergleich zum Erwachsenen.
  • Kritische Reflexion der pädagogischen Relevanz Simmels für die moderne Lehrerbildung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ausgehend vom Hintergrund des Schülers

Die Aufgabe des Lehrers ist es nach Simmel den Unterricht immer so zu gestalten, dass er damit an das bereits vorhandene anknüpfe. Dieses Vorhandene besteht zum einen im vorherigen Lehrstoff. Zum größten Teil besteht es aber auch im Hintergrund des Schülers. Diesen bilden beispielsweise seine Familie, und damit seine vorherige Erziehung, sowie alles, was er außerhalb der Schule im alltäglichen Leben erfährt. Durch diese Verbindung zwischen Schule und Leben kann der Lehrende der Auffassung von der Schule als einer Art Paralleluniversum entgegenwirken. Dem Schüler soll die Verbindung zwischen dem in der Schule gelernten und dem real erlebten begreiflich gemacht werden. Dies geschieht über das Aufzeigen der, an dieser Stelle von Simmel nicht explizit erwähnten, Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Objekten der Bildung und dem Schüler selbst.

Stellt der Lernende eine Verbindung zwischen dem Lehrstoff und seinem eigenen Selbst fest, so kann er ihn ganz im Sinne des in 2.1 erläuterten Prinzips zu seiner eigenen subjektiven Kultur machen. Anstelle der Ausdrücke Wechselwirkungen und Relationen verwendet Simmel in seiner Vorlesung vermehrt die Begriffe Verbindungen, Verkettungen und Verschmelzungen. Inhaltlich drückt er damit genau das Selbe aus. Deutlicher wird er, wenn er sein Verständnis von Bildung noch einmal explizit erläutert:

„Denn Bildung ist weder das bloße Haben von Wissensinhalten, noch das bloße Sein als eine inhaltslose Verfassung der Seele. Gebildet ist vielmehr derjenige, dessen objektives Wissen eingegangen ist in die Lebendigkeit seiner subjektiven Entwicklung und Existenz, und dessen geistige Energie andrerseits mit einem möglichst weiten und immer wachsenden Umfang von an sich wertvollen Inhalten erfüllt ist. Jeder Lehrstoff greift von sich aus schon über sich hinaus, er ist der Teil eines Ganzen, ja vieler Ganzen, in deren Zusammenhang er allein wirklich verstanden werden kann.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die postum veröffentlichte "Schulpädagogik" ein und begründet die Analyse von Simmels soziologischen Kernbegriffen wie Individualisierung und Wechselwirkungen im pädagogischen Kontext.

2. Simmel und Wechselwirkungen: Hier wird Simmels soziologisches Grundverständnis der Gesellschaft als Summe sozialer Wechselwirkungen dargelegt.

2.1 Individuen als Schnittpunkte sozialer Kreise / Individualisierung: Dieses Kapitel erläutert, wie Individualität durch die Einbindung in eine Vielzahl sozialer Kreise quantitativ und qualitativ bestimmt wird.

3. Vergleiche und Ansätze in Simmels Schulpädagogik: Die Verbindung zwischen dem aktiven Lernenden und dem zurücktretenden Lehrer wird als zentrales Element von Simmels Schulpädagogik hervorgehoben.

3.1 Ausgehend vom Hintergrund des Schülers: Der Fokus liegt auf der Notwendigkeit, den Unterricht an die Lebenswelt und den Hintergrund des Schülers anzukoppeln, um Bildung als lebensnahen Prozess zu verstehen.

3.2 Die Ablehnung heterogener Klassen: Simmels Position zur Homogenität in Schulklassen wird kritisch hinterfragt und in den Kontext seiner Zeit sowie seiner soziologischen Prinzipien gesetzt.

3.3 Soziale Kreise in der Schule: Dieser Abschnitt beleuchtet die Interaktionen zwischen den Schülern sowie die Rolle des Lehrers bei der Förderung von Gemeinschaftssinn und gegenseitiger Unterstützung.

3.4 Das Kind im Unterschied zum Erwachsenen: Simmels Verständnis des Kindes als eigenständiges, in Entwicklung begriffenes Subjekt steht hier im Mittelpunkt, abgrenzend zum Erwachsenen.

4. Fazit: Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik: Das Fazit resümiert die Konsequenz von Simmels Denken in der Pädagogik und reflektiert die Grenzen seiner Ausführungen hinsichtlich der Komplexität von Schüler-Interaktionen.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, Schulpädagogik, Individualisierung, Wechselwirkungen, Bildungsprozess, Soziale Kreise, Subjektive Kultur, Objektive Kultur, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lebensphilosophie, Heterogenität, Entwicklungspsychologie, Identitätsbildung, Pädagogische Praxis, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendung von Georg Simmels soziologischen und lebensphilosophischen Konzepten – speziell Individualisierung und Wechselwirkungen – auf seine Überlegungen zur Schulpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung des individuellen Schülerhintergrunds, die Rolle des Lehrers, die Strukturierung von Unterricht in Bezug auf soziale Kreise sowie der Entwicklungsstatus des Kindes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie konsequent Simmel sein soziologisches Denken in sein Werk "Schulpädagogik" integriert hat und welchen Erkenntnisgewinn diese Perspektive für die moderne Pädagogik bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, bei der die "Schulpädagogik" vor dem Hintergrund von Simmels soziologischen Hauptwerken interpretiert und kritisch hinterfragt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Notwendigkeit des Anknüpfens an den Schüler, die Diskussion zur Ablehnung heterogener Klassen, die Rolle sozialer Kreise in der Schule und die Charakterisierung des Kindes gegenüber dem Erwachsenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Georg Simmel, Schulpädagogik, Individualisierung, Wechselwirkungen, Bildungsprozess und Soziale Kreise.

Warum lehnt Simmel laut der Analyse heterogene Klassen ab?

Simmel argumentiert primär mit den zu großen Unterschieden im soziokulturellen Hintergrund der Kinder, sieht jedoch gleichzeitig in einer zu starken Homogenisierung eine Gefahr für die natürliche Entwicklung der Individualität.

Inwiefern unterscheidet sich das Kind vom Erwachsenen in Simmels Sichtweise?

Für Simmel ist das Kind kein unfertiger Erwachsener, sondern ein vollständiges, in Entwicklung befindliches Subjekt, dessen "Wandelbarkeit" und "tätiges Wesen" im Zentrum des pädagogischen Interesses stehen sollten.

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Details

Titel
Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Georg Simmel, Schulpädagogik und Individualität
Note
2,0
Autor
Leonie Peters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V323256
ISBN (eBook)
9783668223745
ISBN (Buch)
9783668223752
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Georg Simmel Schulpädagogik Individualisierung Wechselwirkungen Bildungsphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Peters (Autor:in), 2014, Individualisierung und Wechselwirkungen in Simmels Schulpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323256
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