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Gesundheitsförderung

Title: Gesundheitsförderung

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christa Jüchter (Author)

Health - Miscellaneous
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Entgegen der strukturellen Vorgabe der Hausarbeit, Themenspektrum B – Anwendung auf den Pflegebereich, Thema B-1 wurde nach fernmündlicher Rücksprache mit Frau Dipl.-Pfl. Päd. Kracht auf die Erörterung des Konzepts des gesundheitsfördernden Krankenhauses zu Gunsten der Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege verzichtet. Als Pflege im Wandel der Zeit lässt sich momentan der Zustand der Pflege in Deutschland bezeichnen. Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG 1989) und verstärkt mit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 rollt die Reformlawine im Gesundheitswesen und stellt stetig neue An- und Herausforderungen an alle beteiligten Akteure. Neben primär ökonomischen und demographischen Reformzwänge wird der Wandel im Pflegeverständnis durch verschiedene Deklarationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorangetrieben. Seit dieser Zeit entwickelte sich in Deutschland, als Pendant zu der in den USA und in einigen anderen europäischen Staaten bereits etablierten Public Health, eine neue Wissenschaft: die Gesundheitswissenschaft. Ihre Aufgaben und Ziele flankieren und unterstützen die ebenfalls in Deutschland noch junge Pflegewissenschaft. Welche Bedeutung nun die Gesundheitswissenschaft für die Pflege hat, soll im Folgenden am Beispiel der Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflege verdeutlicht werden. Zunächst werden in den ersten beiden Kapiteln die Wissenschaftsgebiete Gesundheits- und Pflegewissenschaft bezüglich ihrer Entstehung und grundsätzlichen Inhalte dargestellt. Im dritten Kapitel wird Gesundheit näher definiert. Im vierten, fünften und sechsten Kapitel wird auf die Gesundheitsförderung mit ihren Konzepten, Ebenen und Methoden eingegangen. Kapitel sieben und acht beschäftigen sich abschließend mit den Möglichkeiten der Gesundheitsförderung in der ambulanten pflegerischen Praxis und deren Perspektiven.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gesundheitswissenschaft

1.1 Definition

1.2 Public Health

1.3 Fachliche Einzeldisziplinen

1.4 Aufgaben und Ziele

1.5 Entwicklung der Gesundheitswissenschaften

1.5.1 Demographische Veränderungen

1.5.2 Veränderungen im Krankheitsspektrum

1.6 Abgrenzung zur Medizin

1.7 Perspektiven

2 Gesundheits- und Pflegewissenschaft

2.1 Pflege zwischen Krankheit und Gesundheit

2.2 Krankenpflege

2.3 Gesundheitspflege

2.4 Pflegewissenschaft

2.4.1 Entwicklung

2.4.2 Aufgaben und Ziele

3 Definition von Gesundheit

4 Konzept der Gesundheitsförderung

4.1 Definition

4.2 Die Salutogenese von Antonovsky

4.3 Die Ottawa-Charta

4.4 Abgrenzung zur Prävention

5 Ebenen der Gesundheitsförderung

5.1 Personale Ebene

5.2 Verhaltensebene

5.3 Verhältnisebene

6 Methoden der Gesundheitsförderung

6.1 Gesundheitsaufklärung und –beratung

6.2 Gesundheitserziehung und –bildung

6.3 Gesundheitstraining und –selbsthilfe

6.4 Settings in der Gesundheitsförderung

7 Möglichkeiten der Gesundheitsförderung in der ambulanten pflegerischen Praxis

8 Perspektiven

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflegepraxis, wobei das primäre Ziel darin besteht, Potenziale der Gesundheitsförderung innerhalb der ambulanten Pflege aufzuzeigen und deren Stellenwert im Kontext eines sich wandelnden Pflegeverständnisses zu analysieren.

  • Interdisziplinäre Grundlagen und Entwicklungen der Gesundheitswissenschaften
  • Verhältnisbestimmung von Gesundheits- und Pflegewissenschaft
  • Konzepte der Gesundheitsförderung (Salutogenese, Ottawa-Charta) und deren Abgrenzung zur Prävention
  • Methodische Ansätze der Gesundheitsförderung in der ambulanten pflegerischen Praxis

Auszug aus dem Buch

1.5.2 Veränderungen im Krankheitsspektrum

Durch alle Generationen hindurch verschiebt sich das Krankheitsspektrum. Dominierten früher Akuterkrankungen und Infektionen, so sind es heute chronisch-degenerative Erkrankungen. Immer mehr Verbreitung finden ökosomatisch, soziosomatisch und psychosomatisch verankerte Störungen, stressartige Belastungen und Depressionen, Sucht und Abhängigkeit, Immunschwächen und Allergien. Zu beobachten ist weiterhin die Zunahme alter Menschen mit chronischen Erkrankungen, Multimorbidität und chronischen Verwirrtheitszuständen (Demenz).

Hinzu kommen Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Fehlernährung, Bewegungsmangel, Hektik und Lärm. Diese Krankheitsbilder und Todesursachen können allein durch die Medizin nicht mehr ausreichend analysiert und bewältigt werden. Vielmehr ist hier die Verzahnung von Gesundheitsförderung, Prävention, Kuration, Rehabilitation und Pflege erforderlich. Eine neue Arbeitsteilung zwischen ärztlich-medizinischen, verhaltensbezogenen und pflegerischen Diensten wird notwendig, um den nicht nur physiologisch-somatisch, sondern auch psychisch, sozial und ökologisch verankerten Belastungsbildern der Klienten und Patienten gerecht zu werden.

Die Nachordnung der Rehabilitation und der Pflege gegenüber der medizinischen Akutversorgung erweist sich in vielen Bereichen als obsolet und dysfunktional. Ein ausgewogeneres Verhältnis der Arbeitsteilung zwischen den Teilsektoren des Versorgungswesens ist dringend notwendig.

Das gilt auch für den Stellenwert von Gesundheitsförderung und Prävention. Es ist ein Merkmal vieler chronischer Krankheiten, dass sie schon früh in der Lebens- und Entwicklungsgeschichte eines Menschen ihren Ausgangspunkt nehmen und stark mit den Lebens- und Arbeitsweisen zusammenhängen. Es handelt sich hier um die eine Gesundheitsbeeinträchtigung auslösenden Risikofaktoren, die alle weitgehend verhaltensbedingt und damit potenziell prävenierbar sind (vgl. HURRELMANN/LAASER 2003, 18 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gesundheitswissenschaft: Das Kapitel definiert den Begriff der Gesundheitswissenschaften als interdisziplinäre Disziplin und erläutert deren Aufgaben, Ziele sowie die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen.

2 Gesundheits- und Pflegewissenschaft: Hier wird das Verhältnis zwischen Pflege und Gesundheit analysiert und die Professionalisierung der Pflegewissenschaft im Hinblick auf gesundheitsorientierte Aufgabenbereiche dargestellt.

3 Definition von Gesundheit: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftliche Vielschichtigkeit des Gesundheitsbegriffs und grenzt diesen vom landläufigen Verständnis der Abwesenheit von Krankheit ab.

4 Konzept der Gesundheitsförderung: Es werden zentrale Konzepte wie die Salutogenese nach Antonovsky und die Ottawa-Charta sowie die konzeptionelle Abgrenzung zur klassischen Prävention erläutert.

5 Ebenen der Gesundheitsförderung: Das Kapitel differenziert zwischen personaler, Verhaltens- und Verhältnisebene als strategische Handlungsfelder der Gesundheitsförderung.

6 Methoden der Gesundheitsförderung: Hier werden praxisrelevante Methoden wie Gesundheitsberatung, -erziehung, -training und der Settings-Ansatz vorgestellt.

7 Möglichkeiten der Gesundheitsförderung in der ambulanten pflegerischen Praxis: Dieses Kapitel diskutiert die praktische Implementierung gesundheitsförderlicher Maßnahmen durch pflegerische Schulung und Beratung.

8 Perspektiven: Der abschließende Teil bewertet den Status quo der Gesundheitsförderung in der deutschen Pflegepraxis und zeigt notwendige zukünftige Entwicklungen auf.

Schlüsselwörter

Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Gesundheitsförderung, Ambulante Pflege, Salutogenese, Ottawa-Charta, Prävention, Lebenswelten, Gesundheitsberatung, Patientenbefähigung, Professionalisierung, Public Health.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verankerung und der praktischen Anwendung von Gesundheitsförderung innerhalb des Berufsfeldes der ambulanten Pflege im Kontext der Gesundheitswissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Gesundheitswissenschaften, die Interdependenz von Pflege und Gesundheit, die theoretischen Konzepte der Gesundheitsförderung sowie deren konkrete Umsetzungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Gesundheitsförderung in der ambulanten Pflegepraxis trotz bestehender struktureller Begrenzungen effektiv integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender gesundheits- und pflegewissenschaftlicher Fachliteratur sowie offizieller gesundheitspolitischer Deklarationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung von Gesundheits- und Pflegewissenschaften, die Definition von Gesundheit, die Konzepte der Gesundheitsförderung sowie deren methodische und praktische Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ambulante Pflege, Prävention und Empowerment.

Warum ist die Salutogenese für die Pflege von Bedeutung?

Die Salutogenese nach Antonovsky bietet ein theoretisches Paradigma, das den Fokus von der reinen Krankheitsbekämpfung auf die Stärkung individueller Widerstandsressourcen verlagert, was ideal zum pflegerischen Auftrag passt.

Wie unterscheiden sich Gesundheitsförderung und Prävention?

Während sich die Prävention primär auf die Risikominimierung bei gefährdeten Gruppen konzentriert, zielt die Gesundheitsförderung allgemein auf die Stärkung der Ressourcen und Lebensbedingungen aller Menschen ab.

Welche Rolle spielt der Settings-Ansatz in der ambulanten Pflege?

Der Settings-Ansatz bedeutet, Gesundheitsförderung dort zu verankern, wo die Menschen leben und arbeiten, was in der ambulanten Pflege eine gezielte Einbeziehung des häuslichen Umfelds des Patienten erforderlich macht.

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Details

Title
Gesundheitsförderung
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
2,0
Author
Christa Jüchter (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V32330
ISBN (eBook)
9783638330787
ISBN (Book)
9783656519300
Language
German
Tags
Gesundheitsförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christa Jüchter (Author), 2004, Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32330
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