Der derzeit allgegenwärtig erscheinende Begriff „Mobile“ findet bereits sehr stark in der Endkunden-Vermarktung Anwendung und beeinflusst zunehmend auch die Entwicklungen im Business-to-Business Umfeld. Ein Grund dafür mag in der Tatsache begründet liegen, dass Geschäftskunden ihr privates Mediennutzungsverhalten immer weiter in den Berufsalltag übertragen und auch hier einen schnellen und bequemen Zugang zu Inhalten und Services voraussetzen.
Zielsetzung dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der mobilen Nutzung im Business-to-Business zu geben und die zukünftige Entwicklung von mobilen Kommunikationsmaßnahmen im Geschäftsumfeld zu beleuchten. Diesbezüglich wird vor allem die Absicht verfolgt, Transparenz über die Einsatzmöglichkeiten von mobilen Anwendungen im Geschäftsumfeld zu schaffen und Rahmenbedingungen als auch Handlungsempfehlungen für Unternehmen aufzuzeigen. Darüber hinaus liegt ein weiteres Ziel dieser Arbeit darin, ausgewählte Anwendungsbeispiele vorzustellen und sich daraus ergebende Potentiale zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Besonderheiten der B2B-Kommunikation
2.2 Rahmenbedingungen für mobile, digitale Kommunikationsstrategien
2.2.1 Service- und Kommunikationskanäle für mobile Endgeräte
2.2.2 Leistungsspezifika des mobilen Mediums
3 Betrachtung des Marktes zum Einsatz des mobilen Mediums im B2B
3.1 Nutzung von mobilen Endgeräten im Geschäftsumfeld
3.2 Einsatzmöglichkeiten von mobilen Anwendungen im B2B
3.3 Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele für mobile Anwendungen im B2B
3.3.1 TE Connectivity
3.3.2 Regus
3.3.3 ClearPoint Learning
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Untersuchung verfolgt das Ziel, einen Überblick über den aktuellen Stand und die zukünftigen Entwicklungspotenziale mobiler Kommunikationsmaßnahmen im B2B-Geschäftsumfeld zu geben, um Unternehmen Transparenz über Einsatzmöglichkeiten und strategische Rahmenbedingungen zu schaffen.
- Rolle der mobilen Internetnutzung im professionellen Geschäftsumfeld.
- Unterscheidung technischer Umsetzungsformen (Native Apps, Web-Apps, Responsive Webdesign).
- Nutzenargumente und Einsatzszenarien für mobile Applikationen im B2B-Marketing.
- Analyse von Fallbeispielen zur vertriebsunterstützenden Markenkommunikation.
- Handlungsempfehlungen für die Integration in bestehende Kommunikationsstrategien.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 TE Connectivity
Ein Anwendungsbeispiel für die Unterstützung der Markenkommunikation durch mobile Anwendungen stellt die 3-D-App von TE Connectivity dar. TE Connectivity ist ein weltweit agierendes Technologieunternehmen, welches Elektrokomponenten wie Sensoren oder Steckverbinder für Verbindungstechnologien entwickelt und vertreibt. Seit Ende 2015 setzt das Unternehmen eine mobile App zur vertriebsunterstützenden Markenkommunikation ein. Anlass der Entwicklung war das Ziel, die Kommunikation von einer reinen Produktebene auf eine Applikationsebene zu heben. Zugleich sollte durch die Integration dieses Kommunikationskanales das Innovationspotential von TE Connectivity für Geschäftspartner erlebbar gemacht werden. Die Nutzeroberfläche der App ist wie ein virtueller Showroom angelegt. Aufgrund ihrer Entwicklung als native App kann sie offline verwendet und damit von Ort und Zeit unabhängig eingesetzt werden. Integrierte Effekte wie 3-D-Animationen, Filme, Drag & Drop tragen dazu bei, die komplexen technologischen Inhalte verständlich zu transportieren. Kunden können sich jegliche Verbindungslösungen, vom Stecker bis zur vollständigen Baugruppe, im fertig verbauten Zustand mithilfe von interaktiven 3-D-Animationen darstellen lassen (s. Anhang Abb. 4). Die 360-Grad-Rundumansicht ermöglicht es Kunden, die Funktions-weise einzelner Produkte oder Produktgruppen detailliert zu betrachten, indem tief in die Applikation hinein gezoomt werden kann. Erweitert werden soll der „Showroom to go“ durch Virtual-Reality-Lösungen sowie 3-D-Drucke. Insbesondere der 3-D Druck eröffnet ganz neue Wege einer vertriebsunterstützenden Markenkommunikation. Neben dem virtuellen Erlebnis durch die App offerieren die 3-D gedruckten Prototypen ein haptisches Erlebnis der Produkte für den Geschäftskunden. Den Mitarbeitern des Unternehmens ermöglicht dieses Vertriebstool eine realitätsnahe, einfache und kundenorientierte Beratung. Das Beispiel von TE Connectivity illustriert, wie mithilfe des mobilen Mediums in Kombination mit innovativen Technologien die Marken-kommunikation sowie das Unternehmensimage bei erklärungsbedürftigen Produkten im B2B-Bereich erheblich aufgewertet werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Zielsetzung: Diese Einleitung skizziert die technologische Revolution im B2B-Bereich und definiert die Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten sowie des Nutzens mobiler Kommunikationsstrategien als primäres Forschungsziel.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten der B2B-Kommunikation und analysiert die Rahmenbedingungen für mobile Strategien, einschließlich der technischen Differenzierung zwischen Web-Apps, nativen Apps und responsiven Webdesigns.
3 Betrachtung des Marktes zum Einsatz des mobilen Mediums im B2B: Der Hauptteil beleuchtet das Nutzungsverhalten von Geschäftskunden, identifiziert spezifische Einsatzmöglichkeiten mobiler Anwendungen im Marketing- und Vertriebskontext und analysiert praxisnahe Fallstudien.
4 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass mobile Lösungen insbesondere bei komplexen Produkten einen signifikanten Mehrwert bieten, die Annäherung der Unternehmen an diese Strategien jedoch bisher eher zögerlich erfolgt.
Schlüsselwörter
B2B-Kommunikation, mobiles Medium, mobile Applikationen, digitale Kommunikationsstrategien, Markenkommunikation, Vertriebsunterstützung, Business-to-Business, mobile Webseite, Responsive Webdesign, Native Apps, Augmented Reality, 3-D-Animationen, Geschäftsumfeld, Kundenbindung, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie B2B-Unternehmen das mobile Medium und digitale Kommunikationsstrategien nutzen können, um ihre Markenkommunikation zu stärken und Geschäftsprozesse im Vertrieb zu unterstützen.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der mobilen Nutzung im Geschäftsumfeld, den technischen Voraussetzungen für mobile Anwendungen und der strategischen Integration dieser Kanäle in bestehende B2B-Vertriebsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Transparenz über die Einsatzmöglichkeiten mobiler Anwendungen zu schaffen und Unternehmen aufzuzeigen, wie sie durch diese Technologien Wettbewerbsvorteile erzielen und komplexe Produkte besser vermittelbar machen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse sowie der Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele aus der Praxis, um Potenziale und Herausforderungen zu identifizieren.
Was steht im Zentrum des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert das aktuelle Nutzungsverhalten, die verschiedenen Applikationstypen sowie spezifische Anwendungsfälle für mobiles Marketing und Vertriebsunterstützung in B2B-Unternehmen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen B2B-Kommunikation, mobile Strategien, interaktive Marketingtools, Markenkommunikation und digitale Transformation im Geschäftsumfeld.
Wie unterscheidet sich die App-Strategie bei TE Connectivity von anderen Ansätzen?
TE Connectivity setzt auf native Apps, um einen virtuellen Showroom zu schaffen, der komplexe Verbindungstechnologien durch 3-D-Animationen und 360-Grad-Ansichten auch offline erlebbar macht.
Welche spezifische Funktion bietet die mobile App von Regus?
Die App von Regus nutzt GPS-Funktionen und Augmented-Reality, um Kunden in Echtzeit Standorte von Büroräumen anzuzeigen und eine sofortige Buchung über das Smartphone zu ermöglichen.
Welches Ziel verfolgte ClearPoint Learning mit seinem mobilen Ansatz?
Das Unternehmen nutzte ein interaktives Quiz auf Tablets bei Konferenzen, um sich von Wettbewerbern zu differenzieren und Fachwissen über eine komplexe Gesundheitsreform zielgruppengerecht zu vermitteln.
- Citar trabajo
- Lisa Hartenstein (Autor), 2016, Mobile digitale Kommunikationsstrategien. Chancen und Erfolgsfaktoren des mobilen Mediums im B2B Markt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323314