Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Clickbaiting im Teaser von Nachrichten deren Weiterverbreitung auf sozialen Netzwerken beeinflusst. Hierzu wurde ein Online-Experiment mit zwei verschiedenen Experimentalgruppen durchgeführt und die Like- bzw. Teilbereitschaft der Teilnehmer abhängig vom Faktor Clickbaiting gemessen. Auffällig sind vor allem soziodemographische Einflüsse wie Alter und Bildung auf die Ergebnisse.
Generell lässt sich die Tendenz erkennen, dass Clickbaiting im Teaser von Nachrichten weniger gut bei den Befragten ankommt und zu einer geringeren Like- bzw. Teilbereitschaft führt. Allerdings muss beachtet werden, dass es sich bei den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit ausschließlich um leichte Tendenzen handelt, die sich bei der Errechnung größtenteils als nicht signifikant erwiesen. Die Ergebnisse sind somit weder valide noch repräsentativ, um sie auf eine größere Grundgesamtheit übertragen zu können.
Inhaltsverzeichnis
I. EINFÜHRUNG
II. THEORIE
III. METHODE
1. VORGEHEN UND ABLAUF
2. STICHPROBE
3. MATERIAL
IV. ERGEBNISSE
1. GENERELLES LIKE- UND TEILVERHALTEN DER BEFRAGTEN
2. LIKEN UND TEILEN DER VERSCHIEDENEN STIMULUS-BILDER
A. LIKEN DER BILDER
B. TEILEN DER BILDER
3. UNTERSCHIEDE IM TEILEN UND LIKEN IN BEZUG AUF DIE VERSCHIEDENEN SOZIALEN NETZWERKE
4. GEMESSENE EINFLÜSSE AUF DAS LIKEN UND TEILEN DER STIMULUS-BILDER
A. EINFLUSS DER NUTZUNGSHÄUFIGKEIT VON SOZIALEN NETZWERKEN
B. EINFLUSS DES GESCHLECHTS
C. EINFLUSS DES ALTERS
IV. DISKUSSION UND PROBLEMATIK
V. RESÜMEE UND FAZIT
Zielsetzung & Themen der Forschungsarbeit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Clickbaiting in Nachrichtenteasern auf die Bereitschaft von Nutzern in sozialen Netzwerken, diese Inhalte zu liken oder zu teilen. Ziel ist es zu ermitteln, ob durch das Auslassen relevanter Informationen ein messbarer Unterschied im Weiterverbreitungsverhalten entsteht.
- Wirkungsweise von Clickbaiting in sozialen Netzwerken
- Einfluss sozio-demographischer Faktoren (Alter, Bildung) auf die Partizipation
- Nutzungsverhalten bei Online-Nachrichten
- Experimentelle Untersuchung von Stimulus-Reaktionen
- Plattformspezifische Unterschiede (Facebook, Twitter, Instagram, Google+)
Auszug aus dem Buch
3. Material
Um in diesem Online-Experiment möglichst viele verwertbare, ausgefüllte Fragebögen zu erhalten, wurden diese online erstellt und per Link auf einer Plattform bereitgestellt.
Zunächst wurden allgemein übliche soziodemographische Merkmale abgefragt. Diese beinhalten das Geschlecht, das Herkunft bzw. Wohnort, den höchsten Bildungsabschluss, den Beruf und das Alter. Das Alter wurde jeweils in Altersgruppen eingeteilt, beginnend bei 18 bis 29 Jahre, 30 bis 39 Jahre, um 10 Jahre ansteigend bis hin zu 60 Jahre und älter.
Hierauf folgten allgemeine relevante Fragen. Beginnend mit der Frage nach den sozialen Netzwerken, in denen die Teilnehmer angemeldet sind, gab es hier und in den folgenden Fragen die Möglichkeit zwischen Facebook, Google+, Instagram, Twitter und keinem zu wählen. Wobei bei der Antwort, dass keines dieser Netzwerke genutzt wird, dazu führte, dass der Fragebogen hier beendet wurde, da keine relevanten Antworten mehr geliefert werden konnten. Hierauf folgte die Frage nach einer eventuellen beruflichen Nutzung. Die Frage nach der Häufigkeit des Teilens auf sozialen Netzwerken sollte mit einer Intervallskala von sehr häufig bis nie beantwortet werden. Auch die allgemeine Häufigkeit der Nutzung der sozialen Netzwerke war mit einer Intervallskala von mehrmals täglich bis seltener als einige Male pro Monat zu bewerten. Außerdem wurden sowohl die Endgeräte abgefragt, auf denen soziale Netzwerke genutzt werden, als auch die Verteilung der Nutzung auf die jeweiligen Endgeräte. Abschließend war zu beantworten, ob und wenn ja, welche Beiträge die Teilnehmer üblicherweise verfassen, Fotos, Videos, Text oder keine Beiträge.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung definiert Clickbaiting als das Auslassen relevanter Informationen und stellt das Forschungsdesign eines Online-Experiments vor.
II. THEORIE: Das Kapitel beleuchtet die steigende Bedeutung von Online-Medien und sozialen Netzwerken bei der Nachrichtenverbreitung sowie die Herausforderungen der empirischen Forschung in diesem Bereich.
III. METHODE: Es wird das methodische Vorgehen erläutert, das auf einem quantitativen Online-Experiment mit zwei verschiedenen Stimulus-Gruppen basiert.
IV. ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die Daten, wobei insbesondere die geringe Teilungsbereitschaft und der negative Einfluss von Clickbaiting im Vergleich zum informativeren Teaser hervorgehoben werden.
IV. DISKUSSION UND PROBLEMATIK: Die Autoren reflektieren die Limitationen der Studie, insbesondere bezüglich der nicht repräsentativen Stichprobe und der Gestaltung der Stimuli.
V. RESÜMEE UND FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Clickbaiting eher kontraproduktiv wirkt und Nutzer informativere Teaser bevorzugen.
Schlüsselwörter
Clickbaiting, Soziale Netzwerke, Online-Experiment, Nachrichtenverbreitung, Teilverhalten, Likeverhalten, Digitale Medien, Stimulus-Analyse, Mediennutzung, Partizipation, Online-Journalismus, Nutzerverhalten, Facebook, Forschungsbericht, Medienforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Verwendung von Clickbaiting-Elementen in Teasern von Nachrichten auf das Weiterverbreitungsverhalten von Nutzern auf sozialen Plattformen auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Online-Mediennutzung, der Wirkung von Clickbaiting auf die Interaktionsbereitschaft sowie dem Einfluss von soziodemographischen Daten auf dieses Verhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, durch ein Online-Experiment zu messen, ob Teaser mit weniger Informationen (Clickbaiting) zu einer anderen Interaktionsrate führen als sachlich informierte Teaser.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?
Es wurde ein quantitatives Online-Experiment durchgeführt, bei dem zwei Gruppen zufällig entweder einen Clickbait-Teaser oder einen informativen Teaser sahen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Methodenbeschreibung, die statistische Ergebnisauswertung und eine kritische Diskussion der erhobenen Daten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Clickbaiting, soziale Netzwerke, Partizipation, Online-Experiment, Teil- und Likeverhalten sowie digitale Nachrichtenverbreitung.
Wie stark beeinflusst das Alter die Ergebnisse?
Die Studie zeigt eine hohe Konzentration von jungen Teilnehmern (18-29 Jahre), was eine verallgemeinernde Aussage über andere Altersgruppen erschwert, jedoch deutliche Präferenzen dieser Alterskohorte aufzeigt.
Welche Rolle spielt die gewählte Plattform für die Ergebnisse?
Da der Fragebogen fast ausschließlich über Facebook verbreitet wurde, spiegelt sich dies in einer deutlichen Dominanz von Facebook als primärem sozialen Netzwerk in den Antworten wider.
Warum wird Clickbaiting in dieser Studie als negativ bewertet?
Die empirischen Daten deuten darauf hin, dass die Befragten eher dazu neigen, informativere Inhalte zu teilen, während Clickbait-Teaser zu einer geringeren Interaktionsbereitschaft führen.
- Quote paper
- Katharina Geiger (Author), Julia Kandler (Author), Oliver Dürr (Author), Simone Lösel (Author), 2015, Liken oder Teilen? Clickbaiting in sozialen Netzwerken und sein Einfluss auf die Weiterverbreitung von Nachrichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323322