El concepto de la literatura fantástica es uno de los más discutidos. Desde su aparición a finales del siglo XVIII, los filólogos intentaron dar una definición al género y todavía intentan definirlo. El presente estudio se dedica al análisis de la obra "El ángulo el horror", de Cristina Fernández Cubas, en el campo de la literatura fantástica.
Para aplicar el modelo de la literatura fantástica en la obra, al principio es necesario investigar su marco teórico. Para eso se examinan algunas teorías con detalle: por una parte, el concepto maximalista y minimalista y, por otra parte, la idea de lo fantástico a comienzos del siglo XX. La literatura fantástica tradicional difiere de la literatura fantástica moderna sobre todo en la nueva percepción del mundo. La literatura de los siglos XVIII y XIX se dedicó en particular a temas considerados tabú, como la muerte, el diablo o la sexualidad, que al final frecuentemente se resuelven (por ejemplo, sueño, alucinación o delirio). Además, la trama juega a menudo en lugares oscuros que provocan una sensación de miedo. El miedo como criterio de lo fantástico desempeña un papel importante en el concepto maximalista que considera todos los textos como fantásticos en los que se desbaratan las leyes de la naturaleza.
Al contrario, los representantes de la teoría minimalista, sobre todo Tzvetan Todorov, intentaron definir lo fantástico mediante rasgos estructurales. Desde el siglo XX la concepción de lo fantástico difiere de la definición recién dada. El elemento fantástico con frecuencia queda abierto al final del cuento y los autores no dan una solución o explicación de lo fantástico. Dan prioridad a la nueva percepción del mundo, donde el sujeto mismo llega a ser el elemento fantástico. ¿Se puede clasificar El ángulo del horror como texto fantástico? ¿Cuáles de los criterios investigados se pueden aplicar en la obra? El presente trabajo quiere contestar a estas preguntas basándose en el análisis del cuento de Cristina Fernández Cubas.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung und Problemstellung
2. Phantastiktheoretische Ansätze
2.1 Maximalistische und minimalistische Ansätze
2.2 Das neue Phantastikverständnis
3. Christina Fernández Cubas’ El ángulo del horror
3.1 Zur Autorin
3.2. Vorstellung des Werks El ángulo del horror
4. Untersuchung der phantastischen Elemente im Text
4.1 Das Element der Angst
4.2 Bruch mit der gegebenen Ordnung
4.3 Die Funktion des Erzählers
4.4 Allegorie und Poesie
4.5 Fokussierung auf die Wahrnehmung
4.6 Zeitliche Perzeption
5. Schlussfolgerung und Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kurzgeschichte "El ángulo del horror" von Christina Fernández Cubas hinsichtlich ihrer Einordnung in das Genre der phantastischen Literatur. Ziel ist es, unter Anwendung theoretischer Konzepte – insbesondere der Abgrenzung zwischen traditioneller und moderner Phantastik – zu analysieren, welche spezifischen phantastischen Elemente in dem Werk zum Tragen kommen.
- Theoretische Grundlagen der phantastischen Literatur (Todorov, Maximalismus vs. Minimalismus)
- Modernes Phantastikverständnis und Neophantastik
- Analyse narratologischer Merkmale wie Erzählsituation und Zeitstruktur
- Untersuchung der verzerrten Wahrnehmung als zentrales phantastisches Element
- Interpretation der Ambiguität und des Fehlens einer definitiven Auflösung
Auszug aus dem Buch
Die Funktion des Erzählers
Die Phantastik baut hinsichtlich der Erzählerfigur zunächst auf eine Identifikation mit dieser, um später eine Destabilisierung der gleichen zu erreichen (vgl. eigene Aufzeichnungen zum Seminar). In vielen phantastischen Werken wird die Handlung durch einen Ich-Erzähler dargestellt. Stanzel schreibt in seiner Theorie des Erzählens, dass bei solch einer Erzählerfigur von einer gewissen Parteilichkeit ausgegangen werden kann und diese deshalb „mehr oder weniger unverläßlich“ ist (2001: 200). Nach Todorov ist die Ich-Erzählform in phantastischen Erzählungen zu bevorzugen, da gerade durch seine Subjektivität Misstrauen und folglich Zweifel ihm gegenüber entstehen können, was das Phantastische ja braucht (vgl. 1992: 76). Andere als der Ich-Erzähler seien im „Bereich des Wunderbaren“ anzusiedeln, schriebt er weiter, wobei das für ihn so elementare Element des Zweifelns nicht mehr aufrecht erhalten werden könne (ebd.).
In El ángulo del horror hat sich Cristina Fernández Cubas hingegen für eine personale Erzählsituation entschieden. Stanzel konstatiert dazu:
In einer personalen ES [Erzählsituation, d. Verf.] schließlich tritt an die Stelle des vermittelnden Erzählers ein Reflektor: eine Romanfigur, die denkt, fühlt, wahrnimmt, aber nicht wie ein Erzähler spricht. Hier blickt der Leser mit den Augen dieser Reflektorfigur auf die anderen Charaktere der Erzählung. (2001: 16)
Das Dargestellte spiegelt sich in El ángulo del horror im Bewusstsein und aus dem Blickwinkel von Julia wieder, wobei Ihre Gefühle, Gedanken und Erinnerungen zum Ausdruck gebracht werden. Weiter schreibt Stanzel, dass dem persönlichen Erzähler weniger Parteilichkeit und mehr Glaubhaftigkeit als dem Ich-Erzähler zugesprochen wird, zumindest bis „dem Leser nicht ausdrücklich signalisiert wird, daß auch diesem Erzähler gegenüber skeptische Zurückhaltung am Platz ist“ (ebd., S. 201).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung und Problemstellung: Diese Einleitung skizziert die Schwierigkeiten bei der Definition des Genres Phantastik und definiert das Ziel der Arbeit, "El ángulo del horror" auf seine phantastischen Elemente hin zu untersuchen.
2. Phantastiktheoretische Ansätze: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Theorien, insbesondere die maximalistischen und minimalistischen Ansätze, sowie die historische Entwicklung hin zu einem modernen Phantastikverständnis im 20. Jahrhundert.
3. Christina Fernández Cubas’ El ángulo del horror: Dieser Teil stellt die Autorin vor und gibt eine inhaltliche Zusammenfassung der Kurzerzählung, um die Basis für die nachfolgende Analyse zu schaffen.
4. Untersuchung der phantastischen Elemente im Text: Hier erfolgt die detaillierte Untersuchung des Werks anhand von Kriterien wie Angst, Bruch mit der Ordnung, Erzählweise, Allegorie, Wahrnehmung und Zeitstruktur.
5. Schlussfolgerung und Resümee: Dieses Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die Einordnung des Werkes als moderne Phantastik, da es durch Ambivalenz und fehlende Auflösung überzeugt.
Schlüsselwörter
Phantastische Literatur, El ángulo del horror, Christina Fernández Cubas, moderne Phantastik, Neophantastik, Tzvetan Todorov, Wahrnehmung, Angst, Erzählstruktur, personale Erzählsituation, Ambiguität, Unschlüssigkeit, Literaturwissenschaft, Postmoderne, Grenzerfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die Erzählung "El ángulo del horror" von Christina Fernández Cubas unter dem Aspekt, ob und wie sie in das Genre der phantastischen Literatur einzuordnen ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die theoretische Definition der Phantastik, der Vergleich zwischen traditionellen und modernen Phantastikkonzepten sowie die narratologische Analyse des Werks.
Was ist die Forschungsfrage der Publikation?
Die Arbeit fragt danach, welche Kriterien der phantastischen Literatur sich auf das untersuchte Werk anwenden lassen und inwiefern es dem modernen Verständnis von Phantastik entspricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Phantastik-Theorien (insbesondere Todorov) und narratologischen Konzepten (Stanzel, Genette) basiert.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Element der Angst, den Bruch mit der alltäglichen Ordnung, die Funktion des Erzählers, die Rolle von Allegorien, die Fokussierung auf die Wahrnehmung sowie die spezifische zeitliche Struktur der Erzählung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie moderne Phantastik, Neophantastik, Ambiguität, Wahrnehmungsverschiebung, personale Erzählsituation und Grenzerfahrung beschreiben.
Warum wird in der Erzählung das Gefühl der Angst als Kriterium hinterfragt?
Die Arbeit stellt fest, dass die klassische Angst-Definition der traditionellen Phantastik hier nicht greift, da das Phantastische aus dem Inneren der Protagonistin entsteht und weniger eine äußere Bedrohung darstellt.
Welche Rolle spielt die "verzerrende Wahrnehmung" für die Einordnung des Werkes?
Sie dient als zentrales Merkmal der modernen Phantastik, bei dem die subjektive Sichtweise der Charaktere die Realität destabilisiert, ohne eine eindeutige Erklärung zu liefern.
Wie bewertet die Arbeit das Ende der Kurzgeschichte?
Die Arbeit hebt hervor, dass die bewusste Nicht-Auflösung und die dadurch entstehende Ambiguität ein wesentliches Merkmal für die Zugehörigkeit zur Phantastik des 20. Jahrhunderts darstellen.
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- Corinna Klaus (Autor), 2011, Theorien und Ansätze der phantastischen Literatur. "El ángulo del horror" von Christina Fernández Cubas, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323367