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Zivilmacht Europäische Union? Der außenpolitische Umgang der EU mit Belarus

Title: Zivilmacht Europäische Union? Der außenpolitische Umgang der EU mit Belarus

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Elisa Lina Wege (Author)

Politics - Region: Russia
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Die Beziehung zwischen Weißrussland und der Europäischen Union ist aufgrund der unterschiedlichen Regierungsformen seit jeher von besonderer Art. Die EU als Wertegemeinschaft trifft auf das von Lukaschenko autoritär geführte Weißrussland. Obwohl sich Belarus immer deutlicher zu einem antiwestlichen Vorposten Russlands entwickelt hat, sind die Staaten durch wirtschaftliche Beziehungen und ihre geographische Nähe eng miteinander verbunden.

In dieser Arbeit soll analysiert werden, ob das von Duchêne entwickelte Zivilmachtkonzept in dem ausgewählten Fallbeispiel auf die EU anwendbar ist. Alternative Konzepte wie der normative oder der hegemoniale Ansatz erscheinen ungeeigneter und werdender in die Analyse nicht einbezogen. Zum Einen erfährt der wirtschaftliche Faktor eine zu hohe Relevanz für die von Manners entwickelte, normative Konzeption. Zum Anderen scheint auch der Hegemonieansatz unpassender, da in diesem Fallbeispiel die miltärische Dimension keine tragende Rolle spielt.

Die leitende Fragestellung dieser Arbeit lautet daher: Kann das außenpolitische Verhalten der EU in der Beziehung zu Weißrussland mit dem Zivilmachtkonzept erklärt werden?

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Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Das Zivilmachtkonzept
  • Europa und Weißrussland - Ein Überblick
    • Das außenpolitische Selbstverständnis der Europäischen Union
    • Weißrussland
  • Europäische Union- Zivilmacht gegenüber Belarus?
    • Gestaltungswille.
    • Kollektive Sanktionen
    • Internationale Zielsetzung
    • Spezifische außenpolitische Handlungsmuster
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Beziehung zwischen der Europäischen Union und Weißrussland im Hinblick auf das von Duchêne entwickelte Zivilmachtkonzept. Sie untersucht, ob das Konzept auf das ausgewählte Fallbeispiel anwendbar ist und ob das außenpolitische Verhalten der EU in der Beziehung zu Weißrussland mit dem Zivilmachtkonzept erklärt werden kann.

  • Das Zivilmachtkonzept als analytisches Instrument für die Außenpolitik der EU
  • Die Beziehung zwischen der EU und Weißrussland als Fallbeispiel für die Anwendung des Zivilmachtkonzepts
  • Analyse der außenpolitischen Handlungsmuster der EU gegenüber Weißrussland im Kontext des Zivilmachtkonzepts
  • Die Rolle von Werten und Normen in der EU-Außenpolitik gegenüber Weißrussland
  • Die Bedeutung von wirtschaftlichen Beziehungen und Sanktionen für die EU-Weißrussland-Beziehung

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in die Thematik der Beziehung zwischen Weißrussland und der Europäischen Union ein und stellt die Forschungsfrage und die Methodik der Arbeit vor. Das zweite Kapitel widmet sich dem Zivilmachtkonzept von François Duchêne und dessen Weiterentwicklung durch Knut Kirste und Hans W. Maull. Es werden die zentralen Elemente des Konzepts erläutert und Kriterien für die Analyse des außenpolitischen Verhaltens der EU gegenüber Weißrussland herausgearbeitet. Das dritte Kapitel bietet einen Überblick über die Europäische Union und Weißrussland, wobei das außenpolitische Selbstverständnis der EU und die Entwicklung des weißrussischen Staatsgefüges beleuchtet werden. Im vierten Kapitel wird das außenpolitische Verhalten der EU gegenüber Weißrussland im Kontext des Zivilmachtkonzepts analysiert. Es werden die Kriterien Gestaltungswille, internationale Zielsetzung, kollektive Sanktionen und spezifische außenpolitische Handlungsmuster untersucht, um zu zeigen, welche außenpolitischen Mittel die EU in Bezug auf den Umgang mit der autoritären Staatsführung Lukaschenkos anwendet.

Schlüsselwörter

Zivilmacht, Europäische Union, Weißrussland, Außenpolitik, Werte und Normen, Sanktionen, wirtschaftliche Beziehungen, autoritäre Staatsführung, Lukaschenko, Fallbeispiel, within-case analysis, soft power, Hegemonie, normative Konzeption, Duchêne, Kirste, Maull.

Häufig gestellte Fragen

Was besagt das Zivilmachtkonzept der Europäischen Union?

Nach Duchêne ist eine Zivilmacht ein Akteur, der internationale Beziehungen primär durch wirtschaftliche und diplomatische Mittel statt durch militärische Gewalt gestaltet und Normen fördert.

Wie geht die EU außenpolitisch mit Weißrussland (Belarus) um?

Die EU nutzt eine Kombination aus Sanktionen gegen die Führung Lukaschenkos und der Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen, um demokratische Werte zu unterstützen.

Warum wird das Zivilmachtkonzept auf diesen Fall angewendet?

Weil die militärische Dimension im Konflikt mit Belarus keine Rolle spielt und die EU versucht, durch wirtschaftlichen Druck und normative Ziele Einfluss zu nehmen.

Welche Rolle spielen kollektive Sanktionen der EU?

Sanktionen sind ein zentrales Instrument der Zivilmacht, um auf Menschenrechtsverletzungen zu reagieren, ohne kriegerische Mittel einzusetzen.

Was ist das Problem des antiwestlichen Vorpostens Russlands?

Weißrussland dient strategisch oft als Puffer oder Partner Russlands, was den normativen Gestaltungsspielraum der EU in der Region massiv einschränkt.

Kann die EU als normative Macht bezeichnet werden?

Die Arbeit diskutiert dies kritisch, da wirtschaftliche Interessen und die geographische Nähe oft im Spannungsverhältnis zum reinen Export von Werten stehen.

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Details

Title
Zivilmacht Europäische Union? Der außenpolitische Umgang der EU mit Belarus
College
University of Hamburg  (Institut fur Politische Wisssenschaft)
Course
Modelle und Konzepte der Integrationsforschung
Grade
2.3
Author
Elisa Lina Wege (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V323378
ISBN (eBook)
9783668224612
ISBN (Book)
9783668224629
Language
German
Tags
Belarus Zivilmacht Europäische Union EU Außenpolitik Weißrussland Duchêne within-case analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisa Lina Wege (Author), 2012, Zivilmacht Europäische Union? Der außenpolitische Umgang der EU mit Belarus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323378
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