Theoretische Grundlagen des BilMoG. Wesentliche Änderungen und Auswirkungen


Studienarbeit, 2012

12 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsdefinition BilMoG
2.2 Ziele des BilMoG

3 Wesentliche Änderungen durch das BilMoG
3.1 Allgemeine Änderungen durch das BilMoG
3.2 Änderungen im Bereich des handelsrechtlichen Einzelabschlusses
3.3 Wichtige Änderungen im Bereich des handelsrechtlichen Konzernabschlusses

4 Beispiele für Auswirkungen des BilMoG
4.1 Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
4.2 Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit

5. Fazit

Literaturverzeichnis und Internetquellen

1 Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Darstellung der Unternehmensstruktur in Deutschland nach Größe und Rechtsform (Stand Ende 2004)

In Abbildung 1 lässt sich sehr gut erkennen, dass in Deutschland die kleinen Unternehmen (80%) überwiegen und Großunternehmen die Minderheit bilden. Außerdem zeigt uns die Abbildung, dass Einzelunternehmen in Deutschland bevorzugt werden im Vergleich zu GmbHs, Personengesellschaften und den Abschluss bilden die GmbH & Co. KG sowie die Aktiengesellschaften (AG).

All diese Unternehmen, egal ob klein oder groß und unabhängig von der Rechtsform der Unternehmen, sind entweder direkt oder indirekt von dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) betroffen.

Die Internationalisierung führte zu einer Anpassung des deutschen HGBs, so dass nun auch die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen beachtet werden und gleichzeitig eine Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erfolgt. Dazu wurde das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) eingeführt.[1]

1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) darzustellen. Dazu werden zu Beginn der Arbeit die theoretischen Grundlagen erläutert, wie die Begriffsdefinition des BilMoG und die Ziele des BilMoG. Anschließend werden die wesentlichen Änderungen, die sich durch das BilMoG ergeben haben, aufgezeigt. Die wesentlichen Änderungen werden dabei unterteilt in Allgemeine Änderungen, Änderungen im Bereich des handelsrechtlichen Einzelabschlusses und wichtige Änderungen im Bereich des handelsrechtlichen Konzernabschlusses. Um das Ganze anschaulicher zu machen, werden die Auswirkungen des BilMoG an zwei Beispielen deutlich gemacht. Den Schluss dieser Arbeit bildet ein Fazit.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsdefinition BilMoG

Am 26.März 2009 wurde das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz- BilMoG) durch den Deutschen Bundestag verabschiedet und am 3.April 2009 bekam es die Zustimmung des Bundesrats. Die Bekanntgabe des BilMoG erfolgte am 28.Mai 2009 und einen Tag später trat es in Kraft. Grundidee war es, das HGB-Bilanzrecht den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) anzunähern. Dabei sollen aber die Eckpunkte des HGB, wie z.B. das System der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, beibehalten werden. Die Annäherung soll für die Unternehmen auf möglichst kostengünstige Weise erfolgen.[2] Die Modernisierung des Handelsrechts war auch dringend notwendig, da sich die deutschen Unternehmen durch die zunehmende Globalisierung der Märkte immer mehr international bewegen.[3] Verpflichtend sind die Regelungen des BilMoG für Geschäftsjahre ab dem 1.1.2010.[4]

2.2 Ziele des BilMoG

Ziel des BilMoG ist es, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Unternehmen in den Abschlüssen nach deutschem HGB realistischer werden. Die IFRS wurden absichtlich nicht Wort für Wort in das Handelsrecht übernommen. Dadurch sollte eine selbstständige, kostengünstige und insbesondere einfache Regelung geschaffen werden. Zur Erreichung dieser Ziele kam es zur Abschaffung einiger Wahlrechte und Änderung verschiedener Ansatz- und Bewertungsvorschriften, um näher an Vorgaben zu sein, die für internationale Abschlüsse gelten.[5] Weitere Ziele sind die Deregulierung der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten, sowie die Verbesserung der Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses.[6]

3 Wesentliche Änderungen durch das BilMoG

3.1 Allgemeine Änderungen durch das BilMoG

Abschaffung der Buchführungspflicht für Einzelkaufleute

Nach §238 HGB ist jeder Kaufmann zur Buchführung verpflichtet. Das BilMoG führt mit §241a HGB eine Ausnahmeregelung für Einzelkaufleute ein. Nach §241a HGB können sich Einzelkaufleute von der Buchführungspflicht befreien, wenn diese an zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 500.000 EUR Umsatzerlöse und nicht mehr als 50.000 EUR Jahresüberschuss aufweisen.

Außerdem wird in §242 Abs.4 HGB erwähnt, dass Unternehmen, die unter §241a HGB fallen, auch von der Aufstellung des Jahresabschlusses befreit sind.[7]

[...]


[1] Vgl. http://www.ruschel-collegen.de/pix/links/Skripte/Skript_BilMoG.pdf

[2] Vgl. Kessler, Leinen, Strickmann, Handbuch BilMoG, 2.Auflage, 2010, Freiburg, S.47

[3] Vgl. Avella, Krudewig, Schnelleinstieg BilMoG, 1.Auflage, 2010, München, S.15

[4] Vgl. http://www2.nwb.de/portal/content/ir/beitraege/beitrag_831296.aspx

[5] Vgl. Haas, BilMoG- Die Bilanzrechtsreform im Überblick, 2.Auflage, 2011, Mainz, S.6

[6] Vgl. http://jahresabschluss.pro/rechnungslegung/bilmog/

[7] Vgl. http://www.bvbc.de/fileadmin/DATEN/Haufeportal/BilMoG-Guide.pdf

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Theoretische Grundlagen des BilMoG. Wesentliche Änderungen und Auswirkungen
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V323511
ISBN (eBook)
9783668230538
ISBN (Buch)
9783668230545
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
theoretische, grundlagen, bilmog, wesentliche, änderungen, auswirkungen
Arbeit zitieren
Roswitha Mehra (Autor), 2012, Theoretische Grundlagen des BilMoG. Wesentliche Änderungen und Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323511

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