Welche drei Kernthemen besetzten die einzelnen Fraktionen im österreichischen Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004: Das Issue Management von ÖVP und SPÖ. Untersuchung des Agenda-Setting der Parteien im Wahlkampf in Presse und Kurier.
In der modernen Gesellschaft fällt die Aufgabe der Konstruktion von Weltbildern immer häufiger den Massenmedien zu. Klassische Institutionen wie die Kirche oder die politischen Parteien haben nur noch in verminderter Weise Einfluss auf den Meinungs- und Willenbildungsprozess in der Bevölkerung. „Die Medien müssen wegen der ständigen Zunahme an Informationen eine Orientierungsfunktion für den Rezipienten übernehmen. Der Rezipient fühlt sich bei der Gewichtung aller Informationen überfordert und überläßt diese seiner Zeitung oder seinem bevorzugten Fernsehsender. Selektion und Reduktion von politischer Komplexität ist [sic] zu einer zentralen Funktion der Medien geworden. Auf der einen Seite nimmt die Komplexität der Politik zu, auf der anderen Seite simplifizieren die Medien den politischen Komplex immer stärker.“
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Agenda Setting
- Der Issue-Begriff
- Die Analyse
- Die Wahlkampfberichterstattung in der „Presse“
- Benita Ferrero-Waldner
- Heinz Fischer
- Die Wahlkampfberichterstattung im „Kurier“
- Benita Ferrero-Waldner
- Heinz Fischer
- Die Wahlkampfberichterstattung in der „Presse“
- Analyse der Ergebnisse
- Berichterstattung in der Presse
- Berichterstattung im „Kurier“
- Allgemeines
- Zusätzliche Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert das Issue Management der ÖVP und SPÖ im österreichischen Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004. Sie untersucht, welche drei Kernthemen von den einzelnen Fraktionen im Wahlkampf besetzt wurden, indem sie die Agenda-Setting-Funktion der Parteien in der Presse und im Kurier analysiert.
- Analyse des Agenda-Setting-Konzepts
- Definition des Issue-Begriffs
- Untersuchung der Wahlkampfberichterstattung in der Presse und im Kurier
- Analyse der in den Medien präsentierten Kernthemen der ÖVP und SPÖ
- Bewertung der Auswirkungen des Issue Managements auf den Wahlkampf
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung erläutert den Hintergrund des Bundespräsidentschaftswahlkampfes 2004 und die Bedeutung der Massenmedien für die Meinungsbildung in der Gesellschaft.
- Agenda Setting: Dieses Kapitel definiert das Konzept des Agenda Settings und erläutert die Annahme, dass Medien die Rezipienten beeinflussen, worüber diese nachdenken.
- Der Issue-Begriff: Hier wird der Begriff „Issue“ definiert und seine vielschichtigen Bedeutungen in verschiedenen Kontexten erläutert.
- Die Analyse: Dieses Kapitel beschreibt die Methodik der Analyse, die auf der Wahlkampfberichterstattung in der Presse und im Kurier basiert. Es werden die in den beiden Medien präsentierten Artikel und ihre Inhalte vorgestellt.
- Analyse der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Analyse, indem es die Berichterstattung in der Presse und im „Kurier“ im Hinblick auf die von den Parteien besetzten Kernthemen vergleicht.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen „Agenda Setting“, „Issue Management“, „Wahlkampfberichterstattung“, „Presse“, „Kurier“, „ÖVP“, „SPÖ“ und „Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004“. Sie untersucht die Rolle der Massenmedien in der Meinungsbildung und die Strategien von politischen Parteien im Wahlkampf.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Analyse zum Wahlkampf 2004?
Die Arbeit untersucht das Issue Management von ÖVP und SPÖ und welche drei Kernthemen sie in den Medien "Presse" und "Kurier" besetzt haben.
Was versteht man unter "Agenda-Setting"?
Agenda-Setting ist das Konzept, bei dem Medien durch die Auswahl und Gewichtung von Themen bestimmen, worüber die Bevölkerung nachdenkt (Orientierungsfunktion).
Wer waren die Hauptkandidaten im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004?
Die Analyse konzentriert sich auf die Berichterstattung über Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) und Heinz Fischer (SPÖ).
Warum ist die Orientierungsfunktion der Medien so wichtig?
Da klassische Institutionen wie die Kirche an Einfluss verlieren, übernehmen Medien die Aufgabe, politische Komplexität zu reduzieren und Weltbilder zu konstruieren.
Was bedeutet der Begriff "Issue" in diesem Kontext?
Ein "Issue" ist ein politisches Thema oder Streitpunkt, den eine Partei gezielt besetzt, um im Wahlkampf Profil zu gewinnen und Wähler zu mobilisieren.
- Citar trabajo
- Mag. Hannes S. Auer (Autor), 2004, Welche drei Kernthemen besetzten die einzelnen Fraktionen im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2004?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32352