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Islamic Banking. Prinzipien, Instrumente und Produkte des islamkonformen Bankgeschäfts

Titel: Islamic Banking. Prinzipien, Instrumente und Produkte des islamkonformen Bankgeschäfts

Bachelorarbeit , 2016 , 56 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ali Beyazgül (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hohe Zinsen, bodenlose Spekulationen, übermäßige Risikofreudigkeit und die Lockerung der Kreditvergabestandards führten 2008 zu einer weltweiten Finanzkrise. Die Krise war aber in den arabischen Ländern nur in abgeschwächter Form zu spüren, da im islamischen Finanzsystem ein Zins- und Spekulationsverbot gilt. Die diversen Grundsätze, Gebote sowie Verbote im Koran und in der Sunna legen die Regeln für die Bankprodukte und Finanzdienstleistungen im islamischen Finanzwesen fest.

Das islamkonforme Finanzwesen, auch als „Islamic Finance“ bezeichnet, ist mittlerweile einer der aussichtsreichsten Finanzmärkte der Welt. Islamic Finance besteht aus den folgenden drei Elementen: „Islamic Insurance“, „Islamic Capital Markets“ und „Islamic Banking“. In dieser Arbeit geht es hauptsächlich um Islamic Banking, da die Untersuchung aller Islamic Finance Elemente den geforderten Rahmen einer Bachelorarbeit beträchtlich übersteigen würde. Im Jahr 2013 belief sich die Zahl der Kunden bei den islamischen Banken auf 38 Millionen und das Vermögen islamischer Banken ist von 2008 bis 2013 jährlich ca. um 16,89 %5 auf 1,7 Bio. USD gestiegen.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen mit religiösem Hintergrund und die gegenwärtigen wirtschaftlichen Ereignisse die Nachfrage nach islamischen Finanzprodukten - als Alternative zum konventionellen Bankwesen - erhöhen. Die religiösen Restriktionen führen aber bei den meisten Nicht-Muslimen und auch Muslimen dazu, dass das islamische Finanzwesen für einen kompliziert und unattraktiv erscheint. Dies führt zu der Frage, ob islamische Banken tatsächlich anders arbeiten als die konventionellen Banken und ob die islamischen Finanzprodukte besser sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 GRUNDLAGEN DES ISLAMIC BANKING

2.1 Definition

2.2 Die Entstehung des Islamic Banking

2.3 Scharia: Das islamische Recht

2.3.1 Koran

2.3.2 Sunna

2.4 Aufsichts- und Dienstleistungsorgane

2.4.1 Sharia Board

2.4.2 Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions (AAOIFI)

2.4.3 Islamic Financial Services Board (IFSB)

2.4.4 Islamic Development Bank (IDB)

3 PRINZIPIEN DES ISLAMIC BANKING

3.1 Riba: Das Zinsverbot

3.2 Gharar: Das Spekulationsverbot

3.3 Maysir und Qimar: Das Verbot des Glücksspiels

3.4 Weitere Rahmenbedingungen des Islamic Banking

4 ISLAMKONFORME FINANZIERUNGS- UND INVESTITIONSINSTRUMENTE

4.1 Eigenkapitalbasierte Instrumente

4.1.1 Mudaraba

4.1.2 Musharaka

4.2 Fremdkapitalbasierte Instrumente

4.2.1 Murabaha

4.2.2 Tawarruq

4.2.3 Salam

4.2.4 Istisna´a

4.2.5 Arbun

4.2.6 Quard-Hassan

4.3 Ijara: Leasing

5 ISLAMKONFORME FINANZPRODUKTE UND FINANZDIENSTLEISTUNGEN

5.1 Konten und Karten

5.1.1 Girokonto

5.1.2 Sparkonto

5.1.3 Investmentkonto

5.1.4 Islamische Kreditkarten

5.2 Kapitalmarktprodukte

5.2.1 Sukuk: Islamische Anleihen

5.2.2 Islamische Aktien

5.2.3 Islamische Investmentfonds

6 ISLAMIC BANKING IN DEUTSCHLAND

7 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Besonderheiten des Islamic Banking zu analysieren, sein theoretisches Fundament auf Basis der Scharia zu beleuchten und die verschiedenen islamkonformen Finanzinstrumente sowie deren praktische Anwendung zu untersuchen, um zu klären, wie sich dieses System vom konventionellen Bankwesen unterscheidet.

  • Grundlagen und Entstehung des islamischen Finanzwesens.
  • Die religiösen Verbote Riba, Gharar und Maysir als Basis des Systems.
  • Islamkonforme Eigen- und Fremdkapitalinstrumente wie Mudaraba, Musharaka und Murabaha.
  • Aufbau von islamischen Bankprodukten wie Konten, Karten und Kapitalmarktprodukten.
  • Status quo und Zukunftsperspektiven des Islamic Banking in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Murabaha

Murabaha ist das am häufigsten angewendete Finanzierungsinstru ment im islamischen Bankensystem mit einem Anteil von ca. 75 % aller abgeschlossenen Verträge. Bei diesem fremdkapitalbasierten Instrument kauft die islamische Bank zunächst im Auftrag seines Kunden einen Gegenstand. Der Gegenstand wird dem Kunden sofort nach dem Kauf zur Verfügung gestellt und der Kunde muss der Bank den Kaufpreis mit einem zuvor festgelegten Aufschlag zu einem späteren Zeitpunkt zahlen. Den Betrag zuzüglich der Profit marge zahlt der Kunde in der Regel in Raten zurück. Das Versprechen des Kunden, die Ware von der Bank zu kaufen, ist in der Praxis als rechtsverbindlich anzusehen. Es kann im Vertrag vereinbart werden, dass bei Zahlungsverzügen ein bestimmter Betrag an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden muss. Die Bank darf aber keinen Ertrag durch diese Verzugszahlung erzielen. Der ursprünglich vereinbarte Verkaufspreis darf sich laut dem islamischen Recht dadurch nicht verändern, wie es bei den konventionellen Banken durch Verzugszinsen der Fall wäre. Im Gegensatz zu einem verbindlichen Darlehen erhält der Kunde keine flüssigen Mittel für den Erwerb der Ware, sondern die Bank kauft den Gegenstand zunächst selbst und wird dadurch vorübergehend Eigentümer der Ware. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Schließung eines Murabaha-Vertrages sind, dass der Vertragsgegenstand beim Vertragsabschluss existiert und dass es der Scharia entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Finanzkrise 2008 als Ausgangspunkt und Definition der Relevanz des Islamic Banking als alternative, zinsfreie Finanzmethode.

2 GRUNDLAGEN DES ISLAMIC BANKING: Erläuterung der Definition, der historischen Entstehung, der Bedeutung von Koran und Sunna sowie der Rolle aufsichtsführender Organe wie Sharia Boards und AAOIFI.

3 PRINZIPIEN DES ISLAMIC BANKING: Detaillierte Darstellung der fundamentalen Verbote im islamischen Finanzwesen, namentlich Riba (Zins), Gharar (Spekulation) und Maysir/Qimar (Glücksspiel).

4 ISLAMKONFORME FINANZIERUNGS- UND INVESTITIONSINSTRUMENTE: Analyse der verschiedenen vertraglichen Instrumente, unterteilt in eigenkapitalbasierte (z.B. Mudaraba, Musharaka) und fremdkapitalbasierte Ansätze (z.B. Murabaha, Tawarruq, Salam).

5 ISLAMKONFORME FINANZPRODUKTE UND FINANZDIENSTLEISTUNGEN: Beschreibung der praktischen Anwendung der Instrumente in Bankprodukten wie Konten, Sparkonten, Investmentkonten und Kapitalmarktprodukten wie Sukuk.

6 ISLAMIC BANKING IN DEUTSCHLAND: Untersuchung des Potenzials und der aktuellen Marktentwicklung des islamischen Bankwesens im deutschen Finanzmarkt.

7 AUSBLICK: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Rolle des Islamic Banking als wachsende internationale Industrie mit spezifischen Herausforderungen und Innovationsbedarf.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Scharia, Riba, Zinsverbot, Gharar, Mudaraba, Musharaka, Murabaha, Sukuk, Islamic Finance, Profit and Loss Sharing, Banken, Investitionen, Deutschland, Finanzmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Konzept des Islamic Banking?

Es ist ein Finanzsystem, das strikt auf den ethischen und rechtlichen Normen der Scharia basiert, wobei insbesondere Zinsen (Riba) und Spekulationen (Gharar) verboten sind.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit deckt die religiösen Grundlagen, die Prinzipien des Zins- und Spekulationsverbots, die spezifischen Vertragsinstrumente sowie die Umsetzung dieser in konkreten Bankprodukten ab.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der Funktionsweise und Besonderheiten des Islamic Banking, um das Verständnis für dieses alternative System gegenüber dem konventionellen Bankwesen zu vertiefen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, um die theoretischen Konzepte des islamischen Rechts und die Praxis der verschiedenen Vertragsinstrumente systematisch aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Bachelorarbeit detailliert beschrieben?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prinzipien (Kapitel 3), die konkreten Finanzierungs- und Investitionsinstrumente (Kapitel 4) und die daraus abgeleiteten Finanzprodukte für Kunden (Kapitel 5).

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Riba, Scharia, Mudaraba, Musharaka, Murabaha, Sukuk sowie das Prinzip des "Profit and Loss Sharing".

Wie unterscheidet sich Murabaha von einem herkömmlichen Kredit?

Bei Murabaha kauft die Bank die Ware selbst und verkauft sie mit einem Gewinnaufschlag an den Kunden weiter, anstatt Bargeld gegen Zins zu verleihen.

Warum ist das Quard-Hassan-Modell eine Ausnahme unter den Darlehen?

Es ist die einzige Form von Darlehen im Islam, die explizit ohne Gewinnabsicht und zinslos als Wohltätigkeitsinstrument vorgesehen ist.

Welche Rolle spielt die BaFin für das Islamic Banking in Deutschland?

Die BaFin spielt eine Schlüsselrolle, da sie durch die Erteilung von Lizenzen (wie an die KT Bank) den regulatorischen Rahmen für das Angebot islamkonformer Finanzdienstleistungen in Deutschland schafft.

Was sind die größten Hürden für die Entwicklung in Deutschland?

Neben der aktuellen Anfangsphase ist es die Herausforderung, Produkte zu entwickeln, die über die bloße Nachahmung konventioneller Bankprodukte hinausgehen und echte, innovative islamkonforme Mehrwerte bieten.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Islamic Banking. Prinzipien, Instrumente und Produkte des islamkonformen Bankgeschäfts
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,7
Autor
Ali Beyazgül (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
56
Katalognummer
V323571
ISBN (eBook)
9783668232457
ISBN (Buch)
9783668232464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
islamic banking finance islamic banking islamic finance islamic insurance insurance islamische finanzwesen bank islamisch versicherung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ali Beyazgül (Autor:in), 2016, Islamic Banking. Prinzipien, Instrumente und Produkte des islamkonformen Bankgeschäfts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323571
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Leseprobe aus  56  Seiten
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