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Durchführung einer Präsenzveranstaltung als Mitarbeiter am Lehrgebiet. Die Konzeption eines Schulungskonzeptes

Titre: Durchführung einer Präsenzveranstaltung als Mitarbeiter am Lehrgebiet. Die Konzeption eines Schulungskonzeptes

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 17 Pages

Autor:in: Jan Mundhenk (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Im Text geht es um die Konzeption eines Schulungskonzeptes für Mitarbeiter an einem Lehrgebiet zum Vorbereiten, Durchführen und Evaluieren eines Seminars vor Ort (zum Beispiel als Teil von Blended Learning).

In dieser Hausarbeit wird das 4C/ID-Modell von van Merriënboer et al. (2007) und van Merriënboer et al. (2002, S.39-64) angewendet auf das Thema. Dieser Anwendungsbereich heißt „Eine Präsenzveranstaltung durchführen als Mitarbeiter am Lehrgebiet“.
Besonders interessant am hier vorliegenden Thema ist für den Verfasser der Arbeit, dass er als Dozent tätig ist und somit häufig selbst Schulungen oder Seminare konzipieren, durchführen und evaluieren kann. Insofern hat sich ein Praxisbezug bei der Aufgabenstellung durchaus ergeben.

Ziel des 4CID-Modelles ist es, komplexe Fertigkeiten zu trainieren und dazu so zerlegt vorzubereiten, dass Instruktionsdesigner daraus eine Lernumgebung anfertigen können für ein Instructional Design. Damit kann schrittweise diese Fertigkeit mit all ihren Teilfertigkeiten erlernt werden und in der realen Situation anzuwenden.

Da das speziell zu vermittelnde Fachwissen der Präsenzveranstaltung nicht Gegenstand dieses Entwurfes ist, kann er auf verschiedene Lehrgebiete angewendet werden. Im Folgenden wird die Präsenzveranstaltung kurz als Seminar bezeichnet.

Das 4CID-Modell ist ein Modell in der Tradition des Instruktionsdesigns und wurde von van Merriënboer et al. (2007, S.9ff.) entwickelt mit den Komponenten Lernaufgaben (Learning Tasks), unterstützenden Informationen (Supportive Information), Ablaufinformationen oder prozeduralen Informationen (Procedural Information) und Übung von Teilfertigkeiten oder Teilaufgaben üben (Part-task Practice). Daraus wurden dann zehn Schritte entwickelt, wobei den Lernaufgaben die Schritte 1 bis 4 zugeordnet wurden, den Unterstützenden Informationen die Schritte 4 bis 6 und den prozeduralen Informationen die Schritte 7 bis 9 und den Übungen der Teilfertigkeiten der Schritt 10 von van Merriënboer et al. (2007, S.9ff.). Verpflichtend durchgeführt werden sollen die Schritte, in denen entsprechende Komponenten entwickelt werden (Design). Schritt 1, 4, 7 und 10 sind somit grundlegend wichtig. Die anderen Schritte können unterstützend durchgeführt werden, um eine vollständige Trainingsvorlage zu erarbeiten.

In der folgenden Tabelle sind diese Komponenten und Schritte noch einmal dargestellt und vom Autoren ins Deutsche übersetzt worden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 4CID-Modell

1.3 Szenario

1.4 Überblick

2 Theoretischer Exkurs

2.1 Pfadabhängigkeit

2.2 Unterschied zwischen Didaktik und Instruktionsdesign

2.3 Bezugstheorie des 4CID-Modells

3 Hierarchische Kompetenzanalyse

3.1 Hierarchieerstellung

3.2 (Non-)Rekurrente Fertigkeiten

3.3 Hierarchiefunktion

4 Bildung von Aufgabenklassen

4.1 Funktion

4.2 Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen

5 Entwicklung von Lernaufgaben

5.1 Lernaufgaben

5.2 Variabilität

5.3 Mediale Umsetzung

6 Prozedurale und unterstützende Informationen

6.1 Unterstützende Information

6.2 Prozedurale Information

7 Part-task Practice

8 Didaktische Szenarien

8.1 Diskussion

8.2 Fidelity

9 Fazit

9.1 Verortung im ADDIE-Phasenmodell

9.2 Stärken-Schwächen-Abschätzung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendung des 4CID-Modells nach van Merriënboer auf die Durchführung von Präsenzveranstaltungen. Ziel ist es, eine komplexe Fertigkeit mittels systematischer Instruktionsdesign-Methoden in eine strukturierte Lernumgebung zu überführen und diese hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit zu evaluieren.

  • Anwendung des 4CID-Modells auf ein konkretes Praxisszenario
  • Erstellung einer Fertigkeitenhierarchie für das Seminardesign
  • Entwicklung von Aufgabenklassen und Lernaufgaben
  • Analyse der kognitiven Belastung (Cognitive Load Theory) im Lernprozess
  • Vergleichende Betrachtung zwischen Instructional Design und Allgemeiner Didaktik

Auszug aus dem Buch

2.3 Bezugstheorie des 4CID-Modells

Die Bezugstheorien des 4CID-Modells liegen in den allgemeinen Lerntheorien. Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus und das daraus entwickelte Instructional Design sind Vorläufer in Verbindung mit dem situierten Lernen für das Four Components Instructional Design (4CID) für komplexe Fertigkeiten.

Eine spezielle Bezugstheorie ist beispielsweise die Cognitive Load Thory (CLT), die davon ausgeht, dass Lernende Schwierigkeiten bekommen können, wenn sie von zu komplexen Aufgaben belastet werden. Für van Merriënboer et al. (2013, S. 22-24) lässt sich mit der CLT die Belastung der Lernenden bei den Lernaufgaben soweit reduzieren, dass sie trotz begrenzten Arbeitsgedächtnisses in Verbindung mit dem verstehenden Teil des Gehirnes lernen können. In dieser Theorie gibt es drei Arten kognitiver Belastung, die benannt sind nach den auslösenden Gründen. Zunächst gibt es intrinsische Belastung (Intrinsic Load), die direkt aus der Ausführung der Aufgabe entsteht. Zudem kann es eine zusätzliche äußere Belastung (Extraneous Load) geben, wenn die Aufgabenstellung zu schwach entworfen wurde und nicht alle notwendigen Informationen zur Bearbeitung liefert. In diesem Falle benötigen die Lernenden kognitive Leistung, um für sich die Aufgabe zu klären. Schließlich gibt es noch eine Art prozedurale Belastung (Germane Load), wenn die Lernenden Schemata bilden oder Regeln automatisiert anwenden. Dies trifft beispielsweise beim Verbinden von Bekanntem mit Unbekanntem zu. Ziel der Anwendung der CLT ist also das Vermeiden von Extraneous Load, damit die Lernenden sich auf Intrinsic Load und Germane Load konzentrieren können nach van Merriënboer et al. (2007, S. 22-24).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das 4CID-Modell und Festlegung des Anwendungsbereichs „Präsenzveranstaltung durchführen“.

2 Theoretischer Exkurs: Erörterung der Pfadabhängigkeit und Abgrenzung zwischen Allgemeiner Didaktik und Instructional Design unter Einbeziehung der Cognitive Load Theory.

3 Hierarchische Kompetenzanalyse: Entwicklung einer Fertigkeitenhierarchie zur Strukturierung der Teilfertigkeiten einer Präsenzveranstaltung.

4 Bildung von Aufgabenklassen: Definition von Aufgabenklassen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad zur Vermeidung kognitiver Überlastung.

5 Entwicklung von Lernaufgaben: Konkretisierung von Lernaufgaben beispielhaft für die identifizierten Aufgabenklassen.

6 Prozedurale und unterstützende Informationen: Untersuchung der Bereitstellung von unterstützenden und prozeduralen Informationen für den Lernprozess.

7 Part-task Practice: Erläuterung der Übung von Teilfertigkeiten zur Automatisierung wiederkehrender Abläufe.

8 Didaktische Szenarien: Analyse der Einsetzbarkeit von Simulation, Erkundung und der Fidelity des Mediendesigns.

9 Fazit: Kritische Reflexion der Eignung des 4CID-Modells für das gewählte Szenario und Verortung im ADDIE-Phasenmodell.

Schlüsselwörter

4CID-Modell, Instructional Design, Komplexe Fertigkeiten, Kognitive Belastung, Cognitive Load Theory, Fertigkeitenhierarchie, Lernaufgaben, Aufgabenklassen, Präsenzveranstaltung, Pfadabhängigkeit, Didaktik, Mediale Umsetzung, Wissensvermittlung, Instruktionsdesign, Kompetenzanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Four-Component Instructional Design (4CID) Modells auf die Planung und Durchführung von universitären Präsenzveranstaltungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die methodische Zerlegung komplexer Lehrfertigkeiten, die Steuerung der kognitiven Belastung beim Lernenden sowie die Gegenüberstellung von Instructional Design und Allgemeiner Didaktik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Blueprint für ein Seminartraining zu erstellen, der nach den Regeln des 4CID-Modells komplexe Fertigkeiten operationalisiert und trainierbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deduktive Anwendung des 4CID-Modells genutzt, ergänzt durch eine hierarchische Kompetenzanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit lerntheoretischen Konzepten wie der Cognitive Load Theory.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erstellung einer Fertigkeitenhierarchie, die Bildung von Aufgabenklassen und die Gestaltung spezifischer Lernaufgaben sowie didaktischer Szenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie 4CID-Modell, Instructional Design, Lernaufgaben, Fertigkeitenhierarchie und Cognitive Load Theory charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Arbeit in Bezug auf die „Pfadabhängigkeit“?

Der Autor argumentiert, dass etablierte Lehrmethoden (Allgemeine Didaktik) aufgrund historischer Pfadabhängigkeiten schwer durch moderne Ansätze wie das 4CID-Modell zu ersetzen sind, da dies hohe Investitionen und Prozessanpassungen erfordert.

Warum wird das 4CID-Modell als „Ozeandampfer“ bezeichnet?

In Anlehnung an van Merriënboer wird das Modell als Ozeandampfer charakterisiert, weil seine Implementierung zwar fundiert und stabil ist, aber viel Zeit, Geduld und Energie für die Steuerung und Anpassung erfordert.

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Résumé des informations

Titre
Durchführung einer Präsenzveranstaltung als Mitarbeiter am Lehrgebiet. Die Konzeption eines Schulungskonzeptes
Université
University of Hagen
Auteur
Jan Mundhenk (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
17
N° de catalogue
V323594
ISBN (ebook)
9783668227774
ISBN (Livre)
9783668227781
Langue
allemand
mots-clé
durchführung präsenzveranstaltung mitarbeiter lehrgebiet konzeption schulungskonzeptes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan Mundhenk (Auteur), 2014, Durchführung einer Präsenzveranstaltung als Mitarbeiter am Lehrgebiet. Die Konzeption eines Schulungskonzeptes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323594
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Extrait de  17  pages
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