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Pierre Bourdieu. Sprache als Mittel zur symbolische Macht

Título: Pierre Bourdieu. Sprache als Mittel zur symbolische Macht

Trabajo Escrito , 2016 , 11 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tino Silber (Autor)

Sociología - Conocimientos e Información
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Der Soziologe Pierre Bourdieu (1930-2002) sieht die Sprache als ein Machtinstrument bzw. als ein Herrschaftsinstrument. Die vorliegende Arbeit setzt an dieser Stelle an und beschäftigt sich mit der Fragestellung, was Pierre Bourdieu genau unter Sprache versteht und wie er den Zusammenhang von Sprache und Macht begründet. Dies thematisiert er vor allem in seinem Werk „Was heißt Sprechen? Zur Ökonomie des sprachlichen Tausches“, welches auch für die folgende Arbeit die Grundlage bildet.

Es ist bekannt, dass die Sprache für das Verhalten der Menschen untereinander und damit für das gesellschaftliche Leben von großer Bedeutung ist. Trotz ihrer Wichtigkeit wird sie oftmals als schlicht gegeben hingenommen und als ein reines Instrument der Kommunikation verstanden.

Eine einheitliche Sprache innerhalb einer Gesellschaft, ist eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes System. Es gibt zahlreiche Beispiele in der Geschichte, die dieses auf das extremste verdeutlichen. Ein Beispiel hierfür bietet in Sri Lanka die Abschaffung von Tamil als Amtssprache. Sri Lanka ist ein Inselstaat, bewohnt von zwei Bevölkerungsgruppen, mit zwei verschiedenen Sprachen, tamilisch und singalesisch. Während der Kolonialherrschaft von Großbritannien wurden viele Verwaltungsbeamter von Tamilen, da sie die englische Sprache beherrschten, besetzt. Die Singalesen, die die Mehrheit der Bevölkerung bilden, strebten nach der Kolonialzeit die Abschaffung von Tamil als Amtssprache an, um so den Machtvorsprung der Tamilen einzugrenzen. Somit blieben viele öffentliche Berufsmöglichkeiten den Tamilen verwehrt. Der Zugang zu den Hochschulen war fast unmöglich. Die Tamilen fühlten sich als Minderheit unterdrückt und dies war der Beginn des Bürgerkriegs. Die Folgen verdeutlichen in wieweit die Sprache die Gesellschaft bestimmt und das in der Tat mit Sprache auch eine gewisse Macht ein her geht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bourdieus Terminologie

3 Komponenten der Analyse

3.1 Sprache

3.2 Symbolische Macht

4 Sprache als Instrument der symbolischen Macht

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das soziologische Verständnis von Sprache und Macht bei Pierre Bourdieu, mit dem primären Ziel zu ergründen, wie Bourdieu den Zusammenhang zwischen sprachlichem Handeln und symbolischer Gewalt theoretisch begründet.

  • Grundlagen der soziologischen Terminologie nach Bourdieu (Kapital, Habitus, sozialer Raum).
  • Die Konzeption von Sprache als soziales Handeln jenseits linguistischer Strukturen.
  • Die theoretische Herleitung der symbolischen Macht als Herrschaftsinstrument.
  • Sprache als Mittel zur gesellschaftlichen Distinktion und zur Etablierung legitimer Normen.
  • Die Übertragbarkeit der Bourdieu'schen Konzepte auf moderne, globalisierte Kommunikationsverhältnisse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sprache

Sprache dient nicht nur der Verständigung. Dies wird zum Beispiel an der Integrationspolitik in Deutschland deutlich. Für eine erfolgreiche Integration ist der erfolgreiche Spracherwerb unausweichlich. Durch Sprache kann Wissen vermittelt werden, Sprache ist eine Voraussetzung für die erfolgreiche Eingliederung in die Arbeitswelt und die Sprache gibt den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Selbstständigkeit.

Bourdieu selbst befasste sich intensiv mit der Sprache und grenzt sich von den Sprachwissenschaften ab. Denn die Sprache selbst zu betrachten ohne den sozialen Kontext mit einzubeziehen, wie es die Sprachwissenschaftler tun, reicht für die soziologische Betrachtungsweise nicht aus. Je nachdem, wie das soziale Umfeld bzw. der Habitus ist, können sprachliche Äußerungen unterschiedliche Bedeutungen haben. Vor allem ist die Sprache ausschließlich im ethnologischen Kontext zu betrachten (vgl. Bourdieu 2005: 38), da unterschiedliche Völker und Nationen unterschiedliche Sprachen sprechen. Des Weiteren ist Bourdieu der Ansicht, dass Kommunikation paradox sei. Sprache an für sich soll einheitlich sein, aber individuell interpretiert werden (vgl. Bourdieu 2005: 43ff.). Inwiefern sie ähnlich, unterschiedlich bzw. individuell interpretiert werden, hängt von dem sozialen Umfeld und den persönlichen Erfahrungen, also dem Habitus ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Sprache als Machtinstrument ein und stellt die Forschungsfrage nach Bourdieus Verständnis von Sprache und Macht anhand seines Werkes „Was heißt Sprechen?“ vor.

2 Bourdieus Terminologie: Dieses Kapitel erläutert die zentralen theoretischen Begriffe Bourdieus, insbesondere die verschiedenen Kapitalsorten, den sozialen Raum und das Habitus-Konzept.

3 Komponenten der Analyse: In diesem Teil werden die beiden Hauptkomponenten „Sprache“ und „symbolische Macht“ detailliert definiert und in ihren soziologischen Kontext eingebettet.

4 Sprache als Instrument der symbolischen Macht: Hier wird untersucht, wie die offizielle Sprache durch politische Institutionen als Legitimationsgrundlage dient und zur symbolischen Machtausübung genutzt wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit von Bourdieus Theorie auf die heutige globalisierte Welt.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Sprache, symbolische Macht, Habitus, Kapital, soziologische Theorie, Herrschaft, Kommunikation, Distinktion, soziale Ungleichheit, symbolische Gewalt, Integration, Nationalsprache, Sprachwissenschaft, Sozialer Raum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das soziologische Machtverständnis von Pierre Bourdieu unter besonderer Berücksichtigung seiner sprachtheoretischen Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Sprache und Macht, die Theorie des sozialen Feldes, der Habitusbegriff sowie die Entstehung und Legitimierung symbolischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bourdieu den Zusammenhang zwischen Sprache und Macht begründet und warum Sprache nach seiner Auffassung als Instrument der symbolischen Gewalt fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit der soziologischen Literatur von Pierre Bourdieu und ergänzenden Fachkommentaren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Klärung der Bourdieu’schen Terminologie, die Definition der Komponenten Sprache und symbolische Macht sowie die Analyse der Sprache als spezifisches Instrument eben jener symbolischen Macht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Habitus, symbolische Macht, Kapital, soziale Ungleichheit und symbolische Gewalt.

Inwiefern unterscheidet sich Bourdieus Sprachverständnis von der klassischen Linguistik?

Bourdieu betrachtet Sprache nicht als formales System von Syntax und Semantik, sondern ausschließlich im sozialen und ethnologischen Kontext als Teil menschlicher Machtverhältnisse.

Welche Rolle spielt das Bildungssystem bei der Machtausübung durch Sprache?

Laut Bourdieu dient das Bildungssystem als Instanz, die die offizielle Sprache zur legitimen Norm erhebt und dadurch den gesellschaftlichen Einfluss bestimmter Gruppen festigt.

Ist Bourdieus Theorie laut dem Autor auch heute noch relevant?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Bourdieus Theorie auch in der globalisierten Welt hilfreich ist, um zu verstehen, wie sich auf Basis von Sprachkompetenzen neue symbolische Machtverhältnisse bilden.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Pierre Bourdieu. Sprache als Mittel zur symbolische Macht
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Soziologie)
Curso
Kommunikations- und Interaktionstheorien
Calificación
1,7
Autor
Tino Silber (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
11
No. de catálogo
V323681
ISBN (Ebook)
9783668228092
ISBN (Libro)
9783668228108
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bordieu Sprache Verhalten Kommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tino Silber (Autor), 2016, Pierre Bourdieu. Sprache als Mittel zur symbolische Macht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323681
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