Die vorliegende Arbeit wird sich mit folgender Fragestellung beschäftigen: Welche Bedeutung nimmt die Familie bei der Entwicklung von Medienkompetenz ein? Hierbei wird folgende Hypothese aufgestellt: Je höher der Bildungsgrad der Eltern ist, desto bessere Chancen haben die Kinder, einen kompetenten Umgang mit Medien zu erlernen.
Unter Medien werden in dieser Arbeit Verfahren zur Verbreitung von Informationen, Bildern, Nachrichten usw. verstanden.
Zunächst werden zur Beantwortung der Fragestellung im nächsten Kapitel die vier Sozialisationsinstanzen von Kindern beschrieben. Hierbei soll einerseits die Bedeutung der Medien im Alltag deutlich gemacht werden und andererseits illustriert werden, dass der Medienkompetenzerwerb nicht nur im Elternhaus stattfindet. Im darauffolgenden Kapitel wird der Medienkompetenzansatz von Aufenanger (1997) erläutert, um sich dem Begriff Medienkompetenz theoretisch zu nähern. Im letzten inhaltlichen Kapitel vor dem Fazit werden empirische Befunde zur Bedeutung der Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz von Kindern dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sozialisationsinstanzen
3. Medienkompetenzansatz nach Aufenanger
4. Medienkompetenz in der Familie
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Familie bei der Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern und prüft die Hypothese, ob ein höherer Bildungsgrad der Eltern die Entwicklung eines kompetenten Umgangs mit Medien bei Kindern begünstigt.
- Bedeutung der Familie im Kontext verschiedener Sozialisationsinstanzen
- Theoretische Fundierung durch den Medienkompetenzansatz nach Aufenanger
- Einfluss von Familienstruktur und Bildungsgrad auf den Medienkompetenzerwerb
- Die Rolle von Eltern und Geschwistern bei der Medienerziehung
- Herausforderungen der alltäglichen Mediennutzung in der Familie
Auszug aus dem Buch
3. Medienkompetenzansatz nach Aufenanger
Nachdem im vorherigen Kapitel die Bedeutsamkeit der Medien gegenüber den anderen drei Sozialisationsinstanzen hervorgehoben wurde, wird im Folgenden der Medienkompetenzansatz nach Aufenanger (1997) vorgestellt.
Dieser Medienkompetenzansatz gliedert sich in sechs Dimensionen. Dabei handelt es sich um die kognitive Dimension, die Handlungsdimension sowie um die moralische, soziale, affektive und ästhetische Dimension. Diese Dimensionen werden in der genannten Reihenfolge erklärt und auch dahingehend erläutert, welche Bedeutung die Familie in jeder einzelnen Dimension einnimmt. Einzig in der affektiven und ästhetischen Dimension kann hierzu nur wenig gesagt werden, da die Forschung auf diesem Gebiet noch ein Desiderat aufweist (Aufenanger 2003: 150).
Die kognitive Dimension in Aufenangers Medienkompetenzansatz bezieht sich auf Wissen, Verstehen und Analysieren im Zusammenhang mit Medien. Diese Dimension soll deutlich machen, dass Kenntniss über Medien und Mediensysteme eine entscheidende Grundlage der Medienkompetenz ist. Zudem erweist es sich als vorteilhaft, wenn die in den Medien verwendeten Symbole und Codierungen verstanden und entschlüsselt werden können. Außerdem beschreibt diese Dimension, dass Medien und ihre Inhalte analytisch betrachtet werden müssen (Aufenanger 1997: 19). Wie der Name der Dimension schon sagt, spielen also allgemeine kognitive Fähigkeiten die zentrale Rolle. Aus diesem Grund erweist sich die sozialisatorische Interaktion in der Familie als eine entscheidende Bedingung, damit Kinder solche Fähigkeiten ausbilden können (Aufenanger 2003: 149).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Familie für die Medienkompetenz von Kindern und stellt die zentrale Forschungsfrage sowie die Hypothese auf.
2. Sozialisationsinstanzen: In diesem Kapitel werden das Elternhaus, die Schule, die Peergroups und die Medien als wesentliche Instanzen beschrieben, die zur Identitätsbildung und Medienbiographie von Kindern beitragen.
3. Medienkompetenzansatz nach Aufenanger: Das Kapitel stellt die sechs Dimensionen der Medienkompetenz nach Aufenanger vor und untersucht, welche Rolle die Familie für die jeweilige Ausprägung dieser Dimensionen spielt.
4. Medienkompetenz in der Familie: Hier werden die familiären Rahmenbedingungen, wie etwa der Bildungshintergrund der Eltern oder die Familiengröße, kritisch im Hinblick auf die Förderung der Medienkompetenz bei Kindern analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Hypothese teilweise und betont die Komplexität des Feldes der Medienkompetenz sowie die Bedeutung verschiedener Familiensituationen.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Familie, Sozialisationsinstanzen, Aufenanger, Medienbildung, Medienerziehung, Mediennutzung, Bildungsgrad, Medienbiographie, Medienerlebnisse, Medienkompetenzansatz, Erziehung, Kindheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Familie als primäre Instanz bei der Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Sozialisation durch Medien, theoretische Modelle der Medienkompetenz sowie die Auswirkungen von Familienstrukturen und Bildung auf den Erwerb dieser Kompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, welche Bedeutung die Familie bei der Entwicklung von Medienkompetenz einnimmt, unter der Annahme, dass ein höherer Bildungsgrad der Eltern die Medienkompetenz der Kinder positiv beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Ansätzen, insbesondere dem Modell von Aufenanger.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sozialisationsinstanzen, die theoretische Erläuterung des Medienkompetenzansatzes nach Aufenanger und eine Analyse empirischer Befunde zur familiären Medienerziehung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Familie, Sozialisation, Medienpädagogik und Erziehung charakterisiert.
Welche Bedeutung haben die "sechs Dimensionen" in diesem Text?
Sie dienen als theoretisches Gerüst nach Aufenanger, um die unterschiedlichen Bereiche von Medienkompetenz – von kognitiven Fähigkeiten bis hin zur sozialen und ästhetischen Einordnung – systematisch zu erfassen.
Warum spielt die Familiengröße laut der Arbeit eine Rolle?
Die Arbeit führt aus, dass in kleineren Familien eine direktere Beobachtung und Begleitung des Medienkonsums durch die Eltern möglich ist, während dies in größeren Familien oder bei Ein-Eltern-Konstellationen oft schwieriger umzusetzen ist.
- Quote paper
- Eric Mootz (Author), 2014, Die Bedeutung der Familie für die Entwicklung von Medienkompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323728