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Die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachhaltigkeit der Ziele und die Folgen in der Analyse

Titre: Die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachhaltigkeit der Ziele und die Folgen in der Analyse

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 2013 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Eric Mootz (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Im Oktober 1957 schoss die Sowjetunion erstmals einen Satelliten ins All. Der „Sputnik-Schock“ erschütterte den Westen. Allerdings ist dieser technologische Fortschritt nicht der sowjetischen Forschung beizumessen, sondern deutschen Wissenschaftlern, die nach Ende des 2. Weltkriegs in der sowjetischen Raketenforschung gearbeitet haben. Dieser Tatbestand deutet darauf hin, dass das deutsche Bildungssystem in der Vorkriegszeit sehr funktions- und wettbewerbsfähig war. Warum aber kam es dann zur Bildungsexpansion? Diese Frage wird in dieser Arbeit auch Beantwortung finden.

Die zentrale Fragestellung wird jedoch Folgende sein: Wie nachhaltig ließen sich die Ziele der Bildungsexpansion in der Bundesrepublik umsetzen und welche direkten und indirekten Folgen ergaben sich aus der Bildungsexpansion? Dabei wird folgende Hypothese aufgestellt: Durch die gesellschaftliche Höherqualifizierung der Bevölkerung ergaben sich auch Folgen mit denen die Gesellschaft noch grundlegender als vorgesehen verändert wurde.

Bildungsexpansion meint die Erweiterung und Ausdifferenzierung der Bildungseinrichtungen sowie die Zunahme der Bildungsinhalte, der Bildungsdauer und der Anzahl der Gebildeten. Während dieser Zeit kam es vor allem zu einer Erweiterung der sekundären und tertiären Bereiche des Bildungswesens. Bereits in den 1950er Jahren kam es zu einer Erweiterung der Bildungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Erweiterung wird jedoch noch nicht zu dem geläufigen Begriff „Bildungsexpansion“ gezählt. Der Begriff Bildungsexpansion wird gemeinhin für die quantitative Erweiterung des Bildungssektors in den 1960er Jahren und 1970er Jahren verwendet. Aus Verständnisgründen wird in dieser Arbeit auch auf diese Regel zurückgegriffen.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage und Überprüfung der Hypothese wird zunächst die Ausgangslage erörtert, um zu verstehen, in welchem Kontext es zur Bildungsexpansion kam. Daran schließt sich eine Erläuterung zu den Ursachen der Bildungsexpansion an, um in einem weiteren Schritt darauf aufbauend die Ziele und die Nachhaltigkeit dieses Prozesses zu untersuchen. Im letzten inhaltlichen Kapitel dieser Arbeit werden die direkten und indirekten Folgen der Bildungsexpansion beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage vor der Bildungsexpansion

3. Ursachen der Bildungsexpansion

4. Ziele der Bildungsexpansion

4.1. Einfluss von Bildung auf das Wirtschaftswachstum

4.1.1 Nachhaltigkeit von Bildung auf das Wirtschaftswachstum

4.2. Demokratisierung der Gesellschaft

4.2.1 Nachhaltigkeit der Demokratisierung der Gesellschaft

4.3. Herstellung von Chancengleichheit

4.3.1. Nachhaltigkeit der Chancengleichheit

5. Folgen der Bildungsexpansion

5.1. Direkte Folgen der Bildungsexpansion

5.2. Indirekte Folgen der Bildungsexpansion

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Nachhaltigkeit der bildungspolitischen Ziele der Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit die intendierten Ziele wie Wirtschaftswachstum, Demokratisierung und Chancengleichheit erreicht wurden und welche direkten sowie indirekten Folgen dieser Prozess für die Gesellschaft hatte.

  • Historische Ausgangslage und Ursachen der Bildungsexpansion
  • Einfluss von Bildung auf das Wirtschaftswachstum
  • Demokratisierung der Gesellschaft und politische Partizipation
  • Herausforderungen bei der Herstellung von Chancengleichheit
  • Gesellschaftliche Auswirkungen und Folgen der Bildungsexpansion

Auszug aus dem Buch

4.3.1. Nachhaltigkeit der Chancengleichheit

Aus Sicht der Soziologen ist das meritokratische Leistungsprinzip keinesfalls chancengleichheitsfördernd. So entwickelten Pierre Bourdieu und Raymond Boudon bedeutsame theoretische Erklärungen, um die Chancenungleichheit zwischen den sozialen Schichten aufzudecken. Raymond Boudon unterscheidet primäre und sekundäre Herkunftseffekte bei Bildungschancen und Bildungserfolgen. Die primären Herkunftseffekte bezeichnen die Ausstattung und Förderung, die ein Individuum durch die Erziehung der Eltern bekommt. Dabei erlangen Individuen aus höheren Sozialschichten günstigere Voraussetzungen für bessere Schulleistungen, während Individuen aus unteren Schichten aufgrund ihrer sozialen Herkunft oft kognitive Nachteile gegenüber Individuen aus oberen Schichten aufweisen. Unter sekundären Herkunftseffekten fasst Raymond Boudon elterliche Bildungsentscheidungen. Elterliche Bildungsentscheidungen umfassen die Entscheidung, welche weiterführende Schulform ihr Kind nach der Grundschule besucht. Diese Bildungsentscheidungen sind vom Familien und Haushaltskontext abhängig. Damit einhergehend zeigt sich, dass Eltern höherer Schichten ihre Kinder bei gleichen schulischen Leistungen bedeutend öfter auf ein Gymnasium schicken als dies Eltern aus sozial schwachen Schichten tun.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Begriff der Bildungsexpansion und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie die zugrunde liegende Hypothese.

2. Ausgangslage vor der Bildungsexpansion: Dieses Kapitel beschreibt die zerstörten strukturellen Bedingungen des deutschen Bildungssystems nach dem Zweiten Weltkrieg und die ersten bildungspolitischen Abkommen zur Neuordnung.

3. Ursachen der Bildungsexpansion: Hier werden die Beweggründe für den Ausbau des Bildungssystems analysiert, insbesondere der wissenschaftlich-technische Fortschritt und die bildungspolitischen Debatten der 1960er Jahre.

4. Ziele der Bildungsexpansion: Das Kapitel untersucht die primären Ziele der Expansion: das Wirtschaftswachstum, die Demokratisierung der Gesellschaft und die Herstellung von Chancengleichheit.

5. Folgen der Bildungsexpansion: Es werden sowohl die direkten institutionellen Auswirkungen als auch die indirekten gesellschaftlichen Folgen, wie die kognitive Mobilisierung und veränderte soziale Strukturen, beleuchtet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Nachhaltigkeit der Ziele sowie die unerwarteten Folgen der Bildungsexpansion.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Bildungswesen, Chancengleichheit, meritokratisches Leistungsprinzip, Humankapital, Bildungsökonomie, Demokratisierung, politische Partizipation, soziale Schichten, kognitive Mobilisierung, Bildungsungleichheit, postmaterialistische Werte, Lebenserwartung, Akademisierung, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere hinsichtlich der Nachhaltigkeit ihrer gesetzten Ziele und der daraus resultierenden direkten und indirekten Folgen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang von Bildung und Wirtschaftswachstum, die Demokratisierung der Bevölkerung, die Herstellung von Chancengleichheit und die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie nachhaltig sich die Ziele der Bildungsexpansion in der Bundesrepublik umsetzen ließen und welche direkten und indirekten Folgen sich daraus ergaben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die bildungsökonomische Studien, soziologische Theorien (z.B. von Pierre Bourdieu und Raymond Boudon) und empirische Daten zur Bildungsbeteiligung und Wahlbeteiligung einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ausgangslage, der Ursachen, der Ziele (Wirtschaft, Demokratisierung, Chancengleichheit) sowie der direkten und indirekten Folgen der Bildungsexpansion.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungsexpansion, Chancengleichheit, Humankapital, meritokratisches Leistungsprinzip und kognitive Mobilisierung.

Warum konnte das Ziel des Wirtschaftswachstums nicht wie erhofft erreicht werden?

Der erhoffte direkte Effekt blieb aus, stattdessen wurde Bildung zu einer notwendigen Bedingung für berufliche Aussichten, was in der Literatur mit dem Phänomen der „Akademikerschwemme“ und einer Entwertung von Zertifikaten diskutiert wird.

Welche Rolle spielen die sekundären Herkunftseffekte bei der Chancengleichheit?

Sekundäre Herkunftseffekte beschreiben, wie elterliche Bildungsentscheidungen trotz gleicher schulischer Leistung das Kind zu unterschiedlichen Schulformen führen, wodurch soziale Ungleichheiten perpetuiert werden.

Welche unerwarteten Folgen hat die Bildungsexpansion für die Familienstruktur?

Zu den unerwarteten Folgen zählt eine zunehmende Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen, die teilweise auf eine längere Verweildauer im Bildungssystem und veränderte ökonomische Unabhängigkeit zurückzuführen ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachhaltigkeit der Ziele und die Folgen in der Analyse
Université
University of Marburg  (Politikwissenschaft)
Cours
Bildungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland
Note
1,3
Auteur
Eric Mootz (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
29
N° de catalogue
V323734
ISBN (ebook)
9783668230590
ISBN (Livre)
9783668230606
Langue
allemand
mots-clé
Bildungsexpansion Bildungspolitik PISA Wirtschaftswachstum Demokratisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eric Mootz (Auteur), 2013, Die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachhaltigkeit der Ziele und die Folgen in der Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323734
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Extrait de  29  pages
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