Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Trabajo, Educación, Organización

Das Konzept von Lean Production- Chancen und Grenzen eines Produktionsmodells

Título: Das Konzept von Lean Production- Chancen und Grenzen eines Produktionsmodells

Trabajo de Seminario , 2004 , 23 Páginas , Calificación: 2,5

Autor:in: Diana Schmidt (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology erhob 1985 im Rahmen des International Motor Vehicle Program, besser bekannt unter der Bezeichnung MIT-Studie, bestehende Produktivitätsunterschiede zwischen den Werken der Automobilindustrie. Dabei wurden die neuen japanischen Techniken, im Vergleich zu den älteren westlichen Massenproduktionstechniken als „Lean Production“ oder auch schlanke Produktion bezeichnet. Im ersten Teil meiner Arbeit möchte ich die signifikanten Merkmale von Lean Production herausarbeiten und dabei möglichst viele Ebenen des schlanken Unternehmens betrachten um zu verdeutlichen, wie weit die Maßnahmen zur „Verschlankung“ eines Unternehmens reichen. Danach soll die Umsetzung von Lean Production in westeuropäischen Ländern von Interesse sein, wobei ich drei Fallbeispiele herausgegriffen habe, die für die europäische Handhabung neuer Arbeitsorganisationsprinzipien stehen. Da sich die Literatur über Lean Production vor allem auf die großen Automobilhersteller konzentriert, werde ich mich in diesem Zusammenhang auch weitestgehend mit solchen Unternehmen beschäftigen. Beginnen möchte ich nun mit der Definition und den Merkmalen von Lean Production.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Definition Lean Production

2.2. Die Merkmale von Lean Production

2.2.1. Die spezielle Terminologie

2.2.2. Gruppenarbeit

2.2.3. Teilelager

2.2.4. Schlanke Produktion

2.2.5. Zulieferer

2.2.6. Produktentwicklung

2.2.7. Vertriebssystem

2.3. Zwischenresümee

3. Ist Lean Production das „Nonplusultra“ der Arbeitsorganisation?

3.1. Verbreitung und Umsetzung

3.2. Kritik an der Personalpolitik

4. Die Reaktion europäischer Unternehmen auf Lean Production

4.1. Anforderungen an europäische Unternehmen

4.2. Das Fallbeispiel Renault

4.3. Das Fallbeispiel Mercedes Benz

4.4. Das Fallbeispiel Volvo

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Lean Production" als Produktionsmodell, das ursprünglich aus der japanischen Automobilindustrie stammt. Ziel ist es, die signifikanten Merkmale dieses Ansatzes herauszuarbeiten, seine kritischen Aspekte zu beleuchten und die Übertragbarkeit bzw. Anpassung auf europäische Automobilhersteller anhand von Praxisbeispielen zu analysieren.

  • Grundlagen und Definition der schlanken Produktion
  • Zentrale Säulen wie Just-in-time, Gruppenarbeit und Kaizen
  • Kritische Reflexion der personalpolitischen Konsequenzen
  • Analyse der Implementierung bei Renault, Mercedes Benz und Volvo

Auszug aus dem Buch

2.2.3. Teilelager

Die Mitarbeiter des MIT haben in ihrer Studie, verschiedene Betriebe auf der ganzen Welt sehr genau untersucht, unter anderem auch die General Motors-Montagefabrik in Framingham, ein klassischer Fall eines Massenproduzenten und das Toyota-Werk in Takaoka, welches in einem sehr starken Maße das Konzept von Lean Production verkörpert. So fanden die Forscher zum Beispiel heraus, dass bei dem japanischen Automobilhersteller, im Gegensatz zur Massenproduktion, auf aufwendige innerbetriebliche Lagerhaltung oder große Puffer zwischen den einzelnen Produktionsabschnitten, die zur Überbrückung von Störungen dienen, verzichtet wurde. Außerdem wurde die Fläche im Toyota-Werk so weit reduziert, dass praktisch gar keine Lagerhaltung möglich war. Diese Flächenminimierung hat weiterhin den Vorteil, dass die Arbeiter untereinander Blickkontakt halten können, was einer leichteren und schnelleren Kommunikation zu Gute kommt.

Während also im GM-Werk neben jeder Arbeitsstation große Stapel von Teilen lagerten, manchmal der Bedarf von mehreren Wochen, es große Pufferspeicher mit fertigen Karosserien gab und vor der Lackiererei und vor der Endmontage wiederum riesige Lager von Teilen bestanden, existierten im Toyota-Werk praktisch keine Puffer zwischen Schweißerei und Lackiererei sowie zwischen Lackiererei und Endmontage. Teilelager wurden im Prinzip auch nicht benötigt, denn die Teile wurden in stündlichen Intervallen von den Zulieferern sofort nach der Herstellung direkt ans Band geliefert. An dieser Stelle sei schon einmal bemerkt, dass solch ein System natürlich höchste Ansprüche an die Flexibilität und Fertigkeiten der Arbeiter stellt. Der Produktionsprozess neigt als „ungepuffertes System“ (Kißler, 62) zu starker Transparenz. Jeder Fehler und seine Folgen werden sofort sichtbar und müssen unverzüglich behoben werden. Das verlangt jedem Mitarbeiter ein enormes Spektrum an erlernten Fähigkeiten ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die MIT-Studie und Vorstellung des Lean-Production-Konzepts sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2.1. Definition Lean Production: Erläuterung des vom MIT geprägten Begriffs als Synthese aus handwerklicher Effizienz und Massenfertigung zur Verschwendungsvermeidung.

2.2. Die Merkmale von Lean Production: Detaillierte Analyse der organisatorischen Bausteine wie Terminologie, Gruppenarbeit, Lagerhaltung und Zulieferstrukturen.

2.3. Zwischenresümee: Zusammenfassung der Bedeutung von Informationsaustausch und frühzeitiger Problemlösung für das schlanke Unternehmen.

3. Ist Lean Production das „Nonplusultra“ der Arbeitsorganisation?: Kritische Hinterfragung des "Mythos Japan" und der universellen Anwendbarkeit des Modells.

4. Die Reaktion europäischer Unternehmen auf Lean Production: Untersuchung der Anforderungen und Implementierungsversuche bei europäischen Automobilherstellern.

5. Fazit: Abschließende Bewertung des Modells als Chance für den Wandel, jedoch unter Berücksichtigung der arbeitssoziologischen Kritikpunkte.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Lean Production, Schlanke Produktion, MIT-Studie, Automobilindustrie, Toyota-System, Gruppenarbeit, Just-in-time, Kaizen, Arbeitsorganisation, Prozessinnovation, Produktentwicklung, Zulieferer, Qualitätssicherung, Personalpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Lean Production, dessen Entstehung und Anwendung in der internationalen Automobilindustrie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den organisatorischen Merkmalen des Konzepts, der Kritik an den Arbeitsbedingungen sowie der konkreten Umsetzung in europäischen Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob und inwieweit Lean Production als Vorbild für westliche Unternehmen dienen kann und wo die Grenzen des Modells liegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Fallbeispiele (Renault, Mercedes Benz, Volvo) vergleicht.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Lean-Elemente sowie die Analyse spezifischer europäischer Fallbeispiele hinsichtlich ihrer organisatorischen Anpassungen.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Effizienzsteigerung, Gruppenarbeit, Prozessinnovation und arbeitssoziologische Kritik an tayloristischen Strukturen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Werks in Uddevalla?

Das Volvo-Werk in Uddevalla wird als außergewöhnlicher Fall hervorgehoben, der besonders innovative, sozio-technische Konzepte zur Arbeitsgestaltung erfolgreich erprobte.

Warum wird Lean Production als „störanfällig“ bezeichnet?

Aufgrund des Just-in-time-Prinzips und des Verzichts auf Lagerpuffer kann bereits ein kleiner Störfaktor, wie ein Streik, den gesamten Produktionsprozess zum Stillstand bringen.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Konzept von Lean Production- Chancen und Grenzen eines Produktionsmodells
Universidad
University of Marburg  (Soziologie)
Curso
Neue Formen der Arbeitsorganisation
Calificación
2,5
Autor
Diana Schmidt (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
23
No. de catálogo
V32374
ISBN (Ebook)
9783638331074
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konzept Lean Production- Chancen Grenzen Produktionsmodells Neue Formen Arbeitsorganisation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Diana Schmidt (Autor), 2004, Das Konzept von Lean Production- Chancen und Grenzen eines Produktionsmodells, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32374
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  23  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint