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Über die Legitimation von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche

Título: Über die Legitimation von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche

Tesis (Bachelor) , 2015 , 85 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Taavi Wenk (Autor)

Musicología - Otras
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Während es sich in der systematischen Musikwissenschaft etabliert hat, dass die musikalische Kreativität als allgemein menschliche Fähigkeit angesehen werden kann, ist es häufig nicht Teil des eigenen Persönlichkeitskonzeptes.

Auch anhand der enormen Anzahl an Autoren, die sich für Kompositionsunterricht aussprechen, lässt sich ableiten, dass der Glaube an die generativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen doch vorhanden ist. Dennoch liegt die Annahme, jeder verfüge über eine gewisse musikalisch-kreative Begabung und habe das Potential zum Komponieren eines eigenen Werkes, vielen Menschen fern.

Dabei kann aber die nur wenig stattfindende Förderung von produktiv-musikalischen Fähigkeiten in Form von Kompositionsunterricht zu dem fehlenden Glauben an die eigene Kreativität führen, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass die generativ-musikalischen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Musikpädagogik an Musikschulen, allgemeinbildenden Schulen, Hochschulen und sonstigen musikpädagogischen Anwendungsbereichen zu wenig beachtet wird.

Somit stellt sich die Frage nach der Relevanz von Kompositionsunterricht. Auch ist zu fragen, ob nicht der Kompositionsunterricht eine aktiveres, tieferes und mit mehr Spaß verbundenes Lernen ermöglicht, welches darüber hinaus zu besseren musikalischen Lernergebnissen führt. Es lassen sich weiterhin mehrere außermusikalische Faktoren nennen, welche dem Kompositionsunterricht Legitimation zukommen lassen. Hierzu zählt die durch das Ausleben der Kreativität mögliche voranschreitende Persönlichkeits- und Sozialkompetenzentwicklung.

Daher lautet die These dieser Arbeit, dass der Kompositionsunterricht einen wertvollen Teil der Musikpädagogik einnehmen sollte und bisher zu wenig Beachtung findet. Im Gegensatz zum einseitig, auf Reproduktion konzentriertem Musikunterricht, sollte der Kompositionsunterricht stärker in der Musikpädagogik an Hochschulen, Musikschulen, Musikprojekten, sowie an allgemeinbildenden Schulen gefördert werden. Welche Vorteile der Kompositionsunterricht im Einzelnen hat, soll daher neben der Darstellung der aktuellen Situation des Kompositionsunterrichtes in Deutschland erörtert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Ansätze zur musikalischen Kreativität

2.1. Allgemein psychologische Grundlagen zur musikalischen Kreativität

2.2. Abgrenzung: Improvisation und Komposition

2.3. Entwicklung der musikalischen Kreativität

2.4. Kreativer Prozess

2.5. Bedeutung von sozialem Umfeld, Kultur und Domäne

2.6. Persönlichkeit des kreativen Künstlers

3. Aktuelle Situation in Deutschland

3.1. Kompositionsunterricht an Musikschulen

3.2. Kompositionsunterricht an Hochschulen

3.3. Kompositionsunterricht an allgemeinbildenden Schulen

3.4. Kompositionsprojekte, -klassen und -wettbewerbe

3.5. Zusammenfassung

4. Über die Legitimation von Kompositionsunterricht

4.1. Allgemeinpädagogische und individualpsychologische Aspekte

4.1.1 Pädagogische Aspekte

4.1.2. Persönlichkeitsbildung

4.2. Musikpädagogische Aspekte

4.2.1. Musikalische Bildung

4.2.2. Rezeptionsbereitschaft und ästhetische Bildung

4.2.3. Kritische Aspekte und Diskussion

4.3. Der Aspekt des sozialen Lernens

4.4. Kulturpolitische Aspekte

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Relevanz und Legitimation von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche. Angesichts einer in der Musikpädagogik oft vernachlässigten Förderung produktiver Fähigkeiten verfolgt die Thesis das Ziel, den Mehrwert des Musikerfindens für die Persönlichkeits- und Sozialkompetenzentwicklung sowie für musikalische Lernergebnisse wissenschaftlich zu untermauern und aufzuzeigen, warum dieser Bereich einen wertvollen Bestandteil musikpädagogischer Konzepte darstellen sollte.

  • Psychologische und theoretische Grundlagen der musikalischen Kreativität
  • Analyse der aktuellen Situation des Kompositionsunterrichts in Deutschland (Musikschulen, Schulen, Hochschulen)
  • Pädagogische und individualpsychologische Argumente für Kompositionsunterricht
  • Musikpädagogische Bedeutung von Improvisation und Komposition
  • Kulturpolitische Aspekte und Rezeptionsbereitschaft

Auszug aus dem Buch

2.1. Allgemein-psychologische Grundlagen zur musikalischen Kreativität

Mit Kreativität wird in der Wissenschaft die menschliche Fähigkeit zu schöpferischen Denken und Handeln beschrieben (vgl. Bullerjahn 2010: 240). Kreativität ist ein Begriff für „ein Gefüge intellektueller und nichtintellektueller (motivationaler, einstellungs,- und temperamentsmäßiger) Persönlichkeitszüge, die als Grundlage für produktive, originale, schöpferische Leistungen angesehen werden“ (Dorsch et al. 2009). Die musikalische Kreativität bildet einen Teilbereich der musikalischen Begabung (vgl. Bullerjahn 2010: 240). Jedoch wird der Begriff und seine vielversprechenden Erwartungen dadurch kritisiert, dass dieser noch sehr ungeklärt sei und damit auch die Forderungen und Behauptungen ungedeckt blieben (vgl. Hentig 1998: 32 ff.).1 Darüber hinaus sei das deutsche Wort Kreativität nur die Eindeutschung des Begriffes creativity, was eine nicht adäquate Übersetzung des Begriffes darstelle, da dieser sich in der Bedeutung unterscheide (ebd.).2 Daher werden häufig alternative Begriffe wie „generative musikalische Performanz“ und „musikalische Produktivität“ bedeutungsgleich mit Kreativität verwendet (vgl. Bullerjahn 2011: 23).

Viele bringen mit einem Komponisten schnell den Begriff „Genie“ in Verbindung und implizieren damit, das ein Komponist ohne besondere Anstrengung (Gottesgabe) besondere Potentiale habe (vgl. auch Bullerjahn 2004). Damit wird der Glaube an die eigene Kreativität erstickt und die Arbeit, die hinter einer besonderen musikalisch-produktiven Leistung steckt, missachtet. Jedoch hat sich spätestens nach der Kreativitätsforschung von Guilford1 in den 1950er Jahren – zumindest in der Wissenschaft – die Annahme stark gemacht, jeder habe das Potential zu schöpferischen Denken und Handeln und damit auch zu musikalischer Produktivität (vgl. Hickey 2002, 2003; Petrat 2000; Bullerjahn 2011, 2005, 2010; Lehmann 2008; Azzara 2002; Guilford 1950, 1959; Liewald 1998 uvm).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung musikalischer Kreativität und stellt die These auf, dass Kompositionsunterricht einen wertvollen Teil der Musikpädagogik bilden sollte.

2. Theoretische Ansätze zur musikalischen Kreativität: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen, den kreativen Prozess sowie die Einflüsse von Umwelt und Persönlichkeit auf das schöpferische Handeln.

3. Aktuelle Situation in Deutschland: Es wird untersucht, wie Komposition an Musikschulen, Hochschulen und Schulen gefördert wird und welche Rolle Projekte wie "Response" dabei einnehmen.

4. Über die Legitimation von Kompositionsunterricht: Das Kapitel diskutiert die pädagogischen, psychologischen und musikdidaktischen Argumente, die für eine stärkere Einbindung des Musikerfindens sprechen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse, die den Bedarf an einer pädagogischen Neuausrichtung in der Musiklehre hervorhebt.

Schlüsselwörter

Kompositionsunterricht, musikalische Kreativität, Musikerfinden, Musikpädagogik, Persönlichkeitsbildung, Improvisation, Musikschulen, ästhetische Bildung, Sozialkompetenz, Produktivität, generative Fähigkeiten, Musikschulen, Kulturpolitik, Musikunterricht, schöpferisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Legitimation und Bedeutung von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche im deutschen Bildungssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der musikalischen Kreativität mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Unterrichtssituation und einer pädagogischen Begründung für die Förderung des Musikerfindens.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Die zentrale Frage ist, inwieweit Kompositionsunterricht als wertvoller Bestandteil der Musikpädagogik legitimiert werden kann, um über die reine Reproduktion von Musik hinauszugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um eine literatur- und konzeptbasierte Analyse, die Ergebnisse aus der Musikpsychologie, pädagogischen Studien sowie Evaluationsdaten von Kompositionsprojekten wie „Response“ und „Schüler komponieren“ zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der gegenwärtigen Situation in verschiedenen Bildungsinstitutionen sowie eine detaillierte Diskussion pädagogischer, psychologischer und sozialer Argumente für den Kompositionsunterricht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind Musikpädagogik, Kreativitätsförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Musikerfinden und ästhetische Bildung.

Welche Rolle spielt die Improvisation im Vergleich zur Komposition?

Die Arbeit versteht Improvisation und Komposition als Punkte auf einem Kontinuum, wobei die Improvisation oft als intuitiver Anstoß für den bewussteren Kompositionsprozess dient.

Welchen Einfluss hat das soziale Umfeld auf die kreative Entwicklung?

Das Umfeld (Lehrer, Eltern, Institutionen) wird als entscheidender Faktor identifiziert, der Kreativität entweder durch starre Vorgaben hemmen oder durch offene Anreize fördern kann.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Über die Legitimation von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Musikwissenschaft und Musikpädagogik)
Calificación
1,2
Autor
Taavi Wenk (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
85
No. de catálogo
V323934
ISBN (Ebook)
9783668232136
ISBN (Libro)
9783668232143
Idioma
Alemán
Etiqueta
über legitimation kompositionsunterricht kinder jugendliche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Taavi Wenk (Autor), 2015, Über die Legitimation von Kompositionsunterricht für Kinder und Jugendliche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323934
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