Lust am Leiden. Eine Untersuchung des Masochismus in Heinses „Ardinghello und die glückseligen Inseln“, Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ und Elfriede Jelineks „Lust“


Examensarbeit, 2015
56 Seiten, Note: 1,5
Anonym

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung von Sadismus und Masochismus
2.1 Sadismus
2.2 Masochismus

3. Der Sadomasochismus in der Literatur

4. Wilhelm Heinse „Ardinghello und die glückseligen Inseln“
4.1 Kunst, Genuss und das höchste Ziel in Heinses „Ardinghello“
4.2 Die Kunstbetrachtungen und das Masochismusmotiv im „Ardinghello“
4.3 Fazit zu Heinses Ardinghello

5. Leopold von Sacher-Masoch „Venus im Pelz“
5.1 Sacher-Masochs Frauenfigur
5.2 Masochismus und Fetisch in Venus im Pelz
5.3 Fazit Venus im Pelz

6. Elfriede Jelinek „Lust“
6.1 Die Oberflächliche von „Lust“
6.2 Das Masochismus-Motiv und das Obszöne in „Lust“
6.3 Fazit zu Elfriede Jelineks „Lust“

7. Fazit

„Von allen Tieren ist der Mensch das Einzige, das grausam ist. Keines außer ihm fügt anderen Schmerz zum eigenen Vergnügen zu.“ Mark Twain

1. Einleitung

Direkt zu Beginn der Recherche für meine wissenschaftliche Arbeit musste ich feststel- len, dass die Datenlage zum Thema des Masochismus eher dürftig ist. Es sind kaum statistische Daten vorhanden die belegen, wie hoch der Anteil der Menschen mit maso- chistischen Neigungen in der Gesellschaft ist. Es gibt Spekulationen und Annahmen, die allerdings nur schwer belegt werden können und nicht repräsentativ für die Gesamtbe- völkerung sind. Ursache hierfür ist sicherlich die heutzutage immer noch vorherrschen- de Meinung, es handle sich bei Sadismus und/oder Masochismus um eine „Störung“ der Psyche des betroffenen Individuums. Beide sexuellen Verhaltensvarianten wirken noch immer stigmatisierend. Das Thema ist also auch in der Gegenwart, trotz der vielfältig verbreiteten offenen Zugänglichkeit pornographischer, sexueller und erotischer Medien wie Literatur, Film, Spiele, Lokationen etc. von einem spürbaren Deckmantel verhüllt. Es wird zwar öffentlich über das Thema Sexualität mit all seinen Facetten geschrieben und diskutiert. Und auch im Film ist das Thema ständig präsent. Aber sich zu Vorlieben zu bekennen, die sich als immer noch „pikant“ darstellen, möchten die Wenigsten.

Im Verlauf meiner Arbeit bin ich ferner zu dem Schluss gekommen, dass es eigentlich nicht möglich ist, Masochismus unter gänzlicher Ausblendung des Sadismus zu betrach- ten, denn jeder Masochist, der durch Schmerz seine Lust steigern oder befriedigen möchte ist dabei auf einen Sadisten angewiesen, der gewillt ist, ihm diese Schmerzen zuzufügen.

Deswegen erweist es sich in einem ersten Schritt als sinnvoll, einen kurzen Blick auf die Begriffe Sadismus und Masochismus zu werfen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk darauf, woher die Begriffe eigentlich ursprünglich stammen.

Die Begriffe Masochismus und Sadismus lassen sich auf zwei Autoren zurückführen, die wahre Künstler ihrer Zeit sind, und deren Namen auch weniger belesenen Menschen ein Begriff ist: Leopold von Sacher-Masoch und Donatien-Alphonse-François, Marquis de Sade. Da es in meiner Arbeit um die deutschsprachige Literatur geht, und nicht um die französische, ist es naheliegend, mein Hauptaugenmerk auf den Masochismus zu legen, der auf Leopold von Sacher-Masoch zurückgeht.

Ziel meiner Arbeit ist es aufzuzeigen, wann und wie Masochismus als Lustbefriedigung durch Gewalt oder Schmerz in der deutschen Literatur eine erste Darstellung findet und wie sich das literarische Thema im Verlauf der Zeit bis heute entwickelt hat.

Als Untersuchungsmaterial habe ich Wilhelm Heinses „Ardinghello und die glückseligen Inseln“ (1787), Leopold Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ (1870) und Elfriede Jelineks „Lust“ (1989) zugrunde gelegt, da diese Werke in ihrer Zeit die prägnantesten und offensichtlichsten Beispiele masochistischer Literatur darstellen. Zwischen den Werken liegen jeweils ca. 100 Jahre, während denen sich die Gesellschaft sowie die Literatur stark verändert und weiterentwickelt haben.

Meine Arbeit soll zeigen, dass sich die Beschreibung von Sexualität, Lust, Erotik und Masochismus sowie Sadismus im Laufe der Jahrhunderte von einer kunstvollen Ästhetik der Beschreibung zu einer Literatur des krass Obszönen entwickelt hat, die vor 300 Jahren nicht vorstellbar gewesen wäre. Elfriede Jelineks Arbeiten wären natürlich zu Wilhelm Heinses Zeit undenkbar gewesen. Gleichwohl haben alle drei Werke in ihrer Zeit für Polarisierung und teilweise auch Empörung gesorgt. Die Grenze des Sagbaren wurde dabei Schritt für Schritt weiter hinausgeschoben.

Ich werde Textauszüge als Beispiele bringen, die zeigen, wie sich die Ausdrucksformen und die Intensität der erotischen Darstellung im Laufe der Zeit verändert haben, und werde versuchen, Gründe hierfür zu finden. Dabei wird sich zeigen, dass das Erotische in den Epochen von Heinse und Sacher-Masoch noch stark mit der Natur und ästheti- schen Vorstellungen verknüpft war. Dieser Sinn für die Natur und das Schöne ist bei Elfriede Jelinek verschwunden und wird von einer rohen, kalten und gewaltsamen Obs- zönität abgelöst, in der Liebe und romantische Gefühle keine Rolle mehr spielen.

2. Begriffsbestimmung von Sadismus und Masochismus

Die Begriffe Sadismus und Masochismus wurden erstmals von dem Mannheimer Psy- chiater und Rechtmediziner Richard von Krafft-Ebing wissenschaftlich eingeführt. In seinem 1886 erschienenen Werk „Psychopathia sexualis“1 beschreibt Krafft- Ebing se- xuelle Abweichungen und Perversionen anhand von Fallbeispielen und nimmt eine Ka- tegorisierung vor. Hierbei bedient er sich der Begriffe Sadismus und Masochismus, die er von den beiden Schriftstellern Marquis de Sade und Sacher-Masoch ableitet. Da eini- ge Teile von Krafft-Ebings Werk „Psychopathia sexualis“ für die damalige Zeit beson- ders anstößig waren, sind sie in Latein verfasst. Dies sollte verhindern, dass die unter- suchten Perversionen für jeden Laien zugänglich waren. Sein Werk war sehr erfolg- reich, wurde in sieben Sprachen übersetzt und dient auch heute noch als wichtiges Lehrbuch.

Statistisch ist es auch heutzutage noch relativ schwierig, gesichert nachzuprüfen, wie hoch der Bevölkerungsanteil und die soziale Zugehörigkeit von Menschen mit sadisti- schen und masochistischen Neigungen sind. Der Anteil derer, welche sadistische und masochistische Phantasien tatsächlich in die Realität umsetzen, dürfte wohl weitaus geringer sein, als man denkt. Außerdem scheint der Anteil männlicher Sadisten größer zu sein, als der Anteil weiblicher Sadisten. Somit könnte man vermuten, dass es, Hete- rosexualität vorausgesetzt, rein rechnerisch mehr masochistische Frauen als Männer geben muss. Auch steht in der Wissenschaft die Idee im Raum, dass eine größere An- zahl masochistischer Männer aus Gruppen kommt, die beruflich eine gehobene Stellung mit viel Verantwortung ausüben und diese Belastung in einer masochistischen Position in ihrem Sexualleben zu kompensieren suchen. Allerdings gibt es auch die gegenteilige These, dass gerade Menschen mit viel Macht diese auch in ihre sexuelle Befriedigung transferieren.

2.1 Sadismus

Sadismus ist nach Krafft-Ebing die Bezeichnung für die Neigung, anderen Menschen Schmerzen zuzufügen, sie zu demütigen und dadurch selbst Lust zu empfinden. Dies muss sich nicht immer auf den sexuellen Bereich beziehen. Brauchbar für die vorliegende Arbeit finde ich die folgende Definition:

Sadismus: Quälsucht. Sexuelle Paraphilie, bei welcher die sexuelle Befrie- digung an die Mißhandlung und Demütigung eines Partners gebunden ist, der entweder die erwartete Mißhandlung fürchtet oder darin einwilligt (Ma- sochismus). Die Handlungen reichen von Beißen und Kratzen über Schla- gen und Auspeitschen zu schweren Verletzungen […] und Tötung mit an- schließender Zerstückelung der Leiche. […] Der Sadist versucht durch diese Handlung auch, den Partner zu nötigen, ihn zu lieben und ihm zu vergeben, was die Schuldgefühle aufhebt, von denen der Geschlechtsverkehr begleitet wird. In einem erweiterten, von Freud begonnenen, weit verbreiteten Sprachgebrauch bedeutet Sadismus die alleinige Ausübung von Gewalt oh- ne sexuelle Befriedigung, wenn auch evtl. mit Lustgewinn2

Die Dominanz, die ein Sadist ausübt, gibt ihm seiner Meinung nach das Recht, sich zu nehmen, was er möchte, andere zu bestrafen, wenn er es für angemessen hält und über andere zu bestimmen, wenn es ihm beliebt. Sich sein Gegenüber zum Beispiel durch Fesseln oder andere Repressalien gefügig zu machen ist dem Sadisten ein geläufiges Mittel, um sein Ziel zu erreichen. All dies gehört für den Sadisten zum Lustgewinn, zur Luststeigerung und Lustbefriedigung zusammen. Der in der Definition verwendete Be- griff der Paraphilie ist eine Sammelbezeichnung für Formen sexueller Befriedigung, die an normabweichende Bedingungen geknüpft sind.3 Dies macht deutlich, dass der Sa- dismus auch heute noch, genauso wie früher, als abweichendes Sexualverhalten angese- hen wird.

Die Anlehnung des Begriffs Sadismus an den Marquis de Sade (1740-1814) beruht auf dessen charakterlicher Besonderheit und seinen literarischen Werken. De Sade wird in der Literatur als schizophrener Psychopath bezeichnet, der seine eigene sexuelle Lustbe- friedigung in der Quälerei anderer fand. Oft machte er sich Frauen mit Betäubungsmit- teln gefügig. Seine andersartige Lust und sein psychopathologisch Persönlichkeit spie- geln sich auch in seinen Werken wider, in denen er immer wieder auf sehr ausführliche Weise sadistische Sexualpraktiken schildert. Als Beispiel hierfür sei seine Schrift „Die 120 Tage von Sodom“ genannt. Beschäftigt man sich näher mit de Sade wird nachvollziehbar, aus welchen Gründen er Krafft-Ebing als Namensgeber des Sadismus diente. Schon weit vor der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dieser sexuellen Abweichung, war der Sadismus ein der Gesellschaft bekanntes Phänomen, auch, wenn sicher nicht in aller Öffentlichkeit darüber gesprochen wurde. De Sades Werk kann als literarischer Beweis dafür gelten und sicher ließen sich bei eingehender Recherche auch zu weit früheren Zeiten Belege für einen praktizierten Sadismus finden.

2.2 Masochismus

Mit dem Begriff Masochismus bezeichnet Krafft-Ebing die freiwillig erlittene erotische Demütigung und die sexuelle Unterwerfung. Auch beim Masochismus ist es nicht zwingend notwendig, dass sich dieser nur auf den Bereich des Sexuellen beschränkt. Der Masochist ist vom Sadisten abhängig, denn er benötigt ein Gegenüber, das gewillt ist, ihm die erwünschte Demütigung oder den erwünschten Schmerz zuzufügen. Der Sadist dagegen ist weniger von einem Masochisten abhängig, da er zu seiner Lustbe- friedigung einem anderen Menschen Schmerz zufügen kann, auch wenn dieser es gar nicht möchte. Krafft-Ebing behauptet in seiner „Psychopathia sexualis“, dass der wahre Masochismus sich nur auf den Mann beziehe, der sich einem despotischen Weibe un- terordnen wolle. Der Masochismus der Frau wird dagegen als eine eher naturgemäße Haltung des Weibes angesehen, da die Unterordnung unter den Mann durch ihre gesell- schaftliche Rolle quasi in ihrer Natur liege. „Als feststehend kann aber wohl angenom- men werden, dass eine Neigung zur Unterordnung unter den Mann (die ja als erworbene zweckmässige Einrichtung, als Anpassungserscheinung an sociale Thatsachen gelten kann) beim Weibe bis zu einem gewissen Grade als normale Erscheinung sich vorfin- det.“4 Weiter zitiert Michael Gratzke den Sexualforscher Iwan Bloch, der behauptet, „die natürliche Passivität der Frau sei die Passivität des Magneten. Aus der sinnlichen Überlegenheit der Frau folge der männliche Masochismus. Die reizende und zugleich bedrohliche Naturhaftigkeit des Weiblichen bildet hier den ideologischen Hintergrund“5 Schließlich sei noch eine wissenschaftliche Definition von Masochismus angeführt:

Masochismus: Nach Sacher-Masoch benannte sexuelle Paraphilie. Die se- xuelle Befriedigung ist an die Bedingung geknüpft, vom Partner Schmerzen, Mißhandlungen und Demütigungen zu erleiden. >>Beruht auf der mit sexu- ellen Lustgefühlen betonten Vorstellung, von der Consors Unbilden zu er- dulden und sich schrankenlos deren Gewalt unterworfen zu fühlen<< (R.v. Krafft-Ebing). […]6

Genauso wie der Sadismus, beschränkt sich der Masochismus nicht nur auf den sexuel- len Bereich. Das Bedürfnis nach Unterwerfung und nach Bestrafung durch eine Autori- tät kann sich auch auf den Lebensalltag beziehen. Im sexuellen Bereich gehen die Be- strafungen und Bändigungen einher mit Fesseln, Knebeln und anderen Folterwerkzeu- gen, die dem Masochisten durch den Schmerz, den sie verursachen einen Lustgewinn und Befriedigung bereiten.

Freud verbindet den Masochismus mit dem Todestrieb. Es ist nachvollziehbar, dass ein Masochist sich, indem er sich dem Schmerz und der Demütigung durch den Sadisten ganz ausliefert, sicherlich auch in eine Art Todesnähe begeben kann. Allerdings hat nicht jeder Masochist den Wunsch zu sterben. Genauso wenig hat nicht jeder Sadist den Wunsch bis zum Äußersten zu gehen und jemanden zu töten. Dem Masochisten geht es um das Gefühl ausgeliefert zu sein und dem Sadisten im gleichen Zug darum, Macht über den Unterworfenen auszuüben.

Wie oben schon erwähnt formuliert Krafft-Ebing den Begriff Masochismus in Anleh- nung an den Literat Leopold von Sacher-Masoch. Dieser schlug eine akademische Laufbahn ein und war schon in jungen Jahren Professor für Geschichte an der Universi- tät Lemberg. Auch wenn Sacher-Masoch für seine Arbeiten stets von den Kollegen ge- lobt wurde, war sein Ruhm in Deutschland nicht so groß wie seine Anerkennung im Ausland, vor allem in Frankreich. Da sich quasi sein gesamtes Werk mit der Thematik des Masochismus, und damit indirekt auch dem Sadismus beschäftigte, ist nachvoll- ziehbar, dass Krafft-Ebing Sacher-Masoch als Namensgeber heranzog. Auch wird be- richtet, dass Sacher-Masoch in einer bereits vorhandenen SM-Szene einen Ruf hatte und man seinen Namen als geheimes Signal nutzte um anderen codiert mitzuteilen, welche sexuellen Bedürfnisse man hatte. Mit „Venus im Pelz“ war er der erste Autor, in dessen Roman sich der Protagonist freiwillig einer Frau als Sklave unterwarf, was schriftlich mit einem sogenannten Sklavenvertrag festgelegt wurde. Da Sacher-Masochs Novelle als Paradebeispiel für den Masochismus in der deutschen Literatur steht, habe ich mich für seine Untersuchung in meiner Arbeit entschieden. Von Sacher-Masoch ist bekannt, dass er selbst Masochist war und von seiner Frau Wanda die Peitsche nicht nur als se- xuelle Befriedigung genoss, sondern auch als Motivation für seine literarische Arbeit nutzte.

3. Der Sadomasochismus in der Literatur

Im Laufe meiner Arbeit soll deutlich werden, wie sich das Schreiben über Sadismus und Masochismus von Heinse bis Jelinek verändert hat. Aus Heinses Zeit ist keine S/M Szene bekannt. Jedenfalls wurde Sadomasochismus nicht wie heutzutage, gefördert durch die Emanzipation und den gesellschaftlichen Wandel, nach außen getragen und kommuniziert. Das heißt sadomasochistische Andeutungen in der Literatur erfüllten zu dieser Zeit andere Funktionen, als sie es heute tut. Zu Sacher Masochs Zeit ging es noch hauptsächlich um eine ästhetische Darstellung des Phänomens. Der Leser sollte aus ei- ner nachvollziehbaren Kombination von Chiffren der Leidenschaft und einem Exotis- mus des Settings verzaubert werden.7 Sacher-Masoch gilt als Begründer des Realismus. Als Realismus kann man in Sacher-Masochs Venus im Pelz den Bezug zwischen Mensch und Natur sowie deren realistische Darstellung bezeichnen. Was die Darstel- lung des Masochismus angeht, kann man die Werke Sacher Masoschs nicht als Literatur bezeichnen, die reale Perversionen abbildet. Vielmehr geht um einen „Zauber […], eine traumhafte Atmosphäre, die es erlaubt, alltagsuntaugliche Gefühle zu erleben“,8 einen Zauber, den der Autor in künstlerisch ästhetischer Weise produziert, ohne dabei Perver- sionen oder Obszönitäten zu verwenden. In der heutigen Literatur, vor allem im Bereich der S/M Literatur, ist dies nicht mehr der Fall. Man kann diese zu einem großen Teil als pornographische Literatur bezeichnen, in der das Hauptaugenmerk auf der Darstellung realer Perversionen liegt. „Diese Literatur ist anderen Verwendungsmechanismen un- terworfen als die Sacher-Masochs heute: zum einen liefern perverse Darstellungen des „Untergrunds“ konkrete Informationen über die Ausrüstung, zum anderen wird um den Zusammenhang von Lesen und erotischer Erregung kein Schleier gelegt. Die meisten Texte sind durchaus als Wichsvorlagen zu lesen.“9 Um dies zu verdeutlichen führe ich zwei Zitate zum Vergleich an. Bei dem ersten Zitat handelt es sich um eine Szene aus Sacher-Masochs Venus im Pelz. Bei dem zweiten Zitat um eine Szene aus einem aktuellen Werk von Thomas A.

Wir saßen auf Wandas Ottomane, sie in der Hermelinjacke, das offene Haar wie eine Löwenmähne über den Rücken, und sie hing an meinen Lippen und sog mir die Seele aus dem Leibe. Mir wirbelte der Kopf, das Blut begann mir zu sieden, mein Herz pochte heftig gegen das ihre. ,Ich will ganz in dei- ner Hand sein, Wanda‘, rief ich plötzlich, von jenem Taumel der Leiden- schaft ergriffen, in dem ich kaum mehr klar denken oder frei beschließen kann, , ohne jede Bedingung, ohne jede Beschränkung deiner Gewalt über mich, ich will mich auf Gnade und Ungnade deiner Willkür überliefern.‘ Während ich dies sprach, war ich von der Ottomane zu ihren Füßen herab- gesunken und blickte trunken zu ihr empor.“10

Groß und stark rutschte der Schwanz in mich hinein und begann zu stoßen. Ich versuchte, so wenig wie möglich in meinen Knebel zu stöhnen, versuch- te, gleichmäßig und tief zu atmen. Ich brauchte meine Kraft, um die Fesse- lungen auszuhalten. Ich dachte nicht eine Sekunde darüber nach, wer von den drei Herren mich gerade bumste. Es war mir egal, ich wollte nur eines: Sex, Sex, Sex.11

Diese unterschiedlichen Ausdrucksformen und Kommunikationsabsichten in der Maso- chistischen Literatur sollen im weiteren Verlauf untersucht und deutlich gemacht wer- den.

4. Wilhelm Heinse „Ardinghello und die glückseligen Inseln“

Unter dem Titel „Ardinghello und die glückseligen Inseln. Eine Italiänische Geschichte aus dem sechszehnten Jahrhundert“ erscheint Heinses Roman im Jahr 1787 anonym in einer Buchhandlung in Lemgo. 1794 erscheint eine überarbeitete zweite Auflage mit dem Titel „Ardinghello und die glückseligen Inseln“. In dem Roman verarbeitet Heinse seine Eindrücke, die er während seiner dreijährigen Italienreise in den Jahren 1780 bis 1783 gewonnen hat. Im Mittelpunkt seines Romans steht der vielseitig talentierte

Ardinghello. Dieser verkörpert „das Bild des uomo universale im Renaissancezeitalter - noch bevor die Nachwelt dieser Epoche ihren Namen gegeben hat. Ardinghello […] ist Dichter, Maler, Gelehrter, Staatsmann, Musiker, Philosoph, Soldat, Seeräuber, Liebha- ber der verschiedensten Frauen sowie Gründer eines utopischen Inselstaates.“12 Trotz der Tatsache, dass Heinses Roman in seiner Zeit sehr viel Kritik über sich hat ergehen lassen müssen, gilt er als „erster Künstler- und Renaissanceroman der deutschen Litera- tur mit Vorbildwirkung für die literarische Darstellung eines künstlerischen Lebens weit über die Romantik hinaus.“13 Heinses Kritiker bemängelten, er verfüge in seinen Wer- ken über kein kontinuierliches Thema und ihm fehle es am Talent, künstlerische Wohl- geformtheit hervorzubringen. Nach einer ersten Lektüre des Romans ist man sich der polarisierenden Wirkung des Werks nicht sogleich bewusst, man fühlt sich eher von den vielen langwierigen Kunstbeschreibungen erschlagen und auch ein wenig gelangweilt. Heinse selbst führt seinen Roman ein mit den Worten: „Sollte verschiedenen, wegen Ferne des Landes und der Zeit, einiges dunkel oder zu gelehrt vorkommen: so können sie solches bequem überschlagen und sich bloß an den Faden der Begebenheiten halten; in der Natur selbst müssen die Weisesten manches so vorbeigehn.“14 Ein wiederholtes Lesen des Romans zieht den Schleier aus Kunst- und Naturbeschreibungen beiseite und eröffnet dem Leser den Blick auf das Offensichtliche des Werks. In einer Zeit, in der das Individuum gesellschaftlich noch nicht als Einzelnes betrachtet wird, in der die bür- gerliche Frau ihren häuslichen und familiären Pflichten nachgeht, in der der Humani- tätsgedanke noch in seiner Geburtsstunde steckt und in der Liebe, Erotik und zwi- schenmenschliche Beziehungen in der Literatur noch ohne Körperlichkeiten auskom- men müssen, erscheint Heinses Roman mit einer Gewalt an Bildern, Beschreibungen, Formulierungen und Ansichten zu einer Natur des wahren Lebens, die seine Zeit nicht gekannt hat. Daher sind die Reaktionen seiner Kritiker nachvollziehbar. So schreibt J. W. Goethe bei seiner Rückkehr aus Italien:

Nach meiner Rückkunft aus Italien […] fand ich neuere und ältere Dichter- werke in großem Ansehn, von ausgebreiteter Wirkung, leider solche, die mich äußerst anwiderten, ich nenne nur Heinses ,Ardinghello‘ […] Jener war mir verhaßt, weil er Sinnlichkeit und abstruse Denkweisen durch bildende Kunst zu veredlen und aufzustutzen unternahm […]15

Andere Autoren bemängeln, Heinses Held fehle der innere Entwicklungsprozess. Der Held bleibe immer derselbe, nur die Frauen, denen seine Aufmerksamkeit gelte, wech- selten.

Heinses Absicht lag aber nicht darin, mit seinem Roman einen inneren Entwicklungs- prozess darzustellen, sondern es ging ihm um die Vermittlung seines Verständnisses der menschlichen Existenz und ihrer inneren Natur, die jedes Individuum ausmacht. Heinses Verständnis des Menschseins wird in seinem Roman als eine Komponente des Erotischen dargestellt. Sein Werk verbindet vielseitige Interessen und Diskurse mitei- nander. Literarische und künstlerische Erörterungen, seine Faszination für die Renais- sance, Kunst und Religion und Beschreibungen des Erotischen sind seine Themen. Es geht ihm nicht um das Aufstellen moralischer Thesen, oder das Anprangern sozialer Missstände, sondern um eine Darstellung der dem Menschen von Natur aus gegebenen erotischen Bedürfnisse. Zur damaligen Zeit war der Begriff des Masochismus noch nicht existent. Das Thema Sexualität mit all seinen Begriffen und Spielarten war ein Tabu. Die Onanie zum Beispiel war gänzlich tabuisiert und konnte nicht thematisiert werden.

Diese Tabuisierung der Sexualität und Erotik galt nicht nur für das gesellschaftliche Leben, sondern spiegelt sich auch in der Literatur der Zeit wider. Liebe und ehelicher Vollzug werden quasi körperlos dargestellt. Körperliche Berührungen und auch die Körperteile selbst werden in der damaligen Literatur nicht explizit genannt, sondern höchstens angedeutet. Gefühlsbeschreibungen mussten für eine bildliche Rezeption im Kopf der Leser ausreichen. Allerdings kam es im 18. Jahrhundert allmählich zu einer Entwicklung „[…] hinsichtlich des Zusammenspiels von Wahrnehmung und Phantasie, wobei Letztere das Angeschaute nicht nur ästhetisch und erotisch bereichert, sondern zudem auch das Begehren von dem angeschauten Objekt entführt und seine Erfüllung an einen anderen Ort verweist“16 Heinse bricht mit seinem ,Ardingehllo‘ als einer der ersten Autoren der deutschen Literatur die gängigen moralischen Konventionen. Durch das Zusammenspiel praller Sinnlichkeit und scharfer Kunstbetrachtungen polarisiert Heinses Roman die literarische Gesellschaft. Zur Vermittlung seiner Einstellung zur Natur, zum Mensch und zu dessen Freiheit, auch in Bezug auf eine freie körperlichsexuelle Bedürfnisbefriedigung, nutzt Heinse seine Begegnungen mit den künstlerischen Meisterwerken der italienischen Renaissance. Vor allem Kunstwerke von Raffael, Tizian und Michelangelo beeindrucken Heinse sehr. Heinse bedient sich bei seinen Kunstbeschreibungen einer sehr ausgeprägten und bildhaften Darstellungsweise. Er beschreibt die Kunst die er sieht mit einer ausgeprägten Intensität. Aber es ist nicht nur die Beschreibung der Kunst als Objekt, sondern es sind die Emotionen, die die Kunst in ihm auslöst, die er ebenso zu beschreiben sucht. Er beschreibt die Ineinsbildung des Gefühls mit dem schönen Kunstgegenstand, den er betrachtet. Dies unter dem Vorzeichen der Liebe und Erotik, die das Objekt in ihm auslöst. Heinses Bildbeschreibungen faszinieren, weil die Intensität des Fühlens nicht ins Dumpfe führt, sondern die Augen öffnet, den Kreis des Subjekts seiner privaten Bedürfnisse überwindet. Genuß wird zur zentralen Kategorie gelingender Erkenntnis, denn in ihm ist die Ineinsbildung völlig vollzogen, fallen Intention und Gehalt zusammen.17

Für Heinse steht der Genuss an oberster Stelle des menschlichen Daseins. Nur der Mensch, der zum Genuss fähig ist und seine Bedürfnisse genussvoll zu befriedigen weiß, kann die Erfüllung seiner Existenz in Einklang mit der Natur vollends erreichen. „Genuss ist […] eine Erkenntniskategorie, in der die Vereinigung des abgespaltenen Subjekts mit etwas Anderem gelingt: mit nichts weniger als mit dem übergreifenden Zusammenhang der Natur.“18 Das Erotische ist für Heinse nicht nur ein literarisches Motiv, sondern er betrachtet das Erotische als untrennbares Element der menschlichen Existenz.19

„Der Roman selbst ist als ein Plädoyer für freie Liebe und unbegrenzte Sexualität zu verstehen.“20

Auch wenn masochistische Praktiken im Roman nicht dargestellt werden, hat Heinse es mit seinem „Ardinghello“ immerhin geschafft, der deutschen Literatur eine Tür in den Bereich der Erotik allgemein zu öffnen. Und auch wenn bei näherer Betrachtung auf- fällt, dass sich Heinses sexuelle Äußerungen noch auf einem sehr zaghaften und eher ästhetisch verbrämten Niveau befinden, so lassen sich in dem Roman und vor allem in seinen persönlichen schriftlichen Zeugnissen und Bekenntnissen starke Tendenzen in den Bereich einer direkten Sexualität zurückverfolgen. Festzuhalten ist der Punkt, dass das Erotische für Heinse eine Voraussetzung für den Genuss und das vollkommene Dasein des Menschen im Einklang mit der Natur bildet. Der Mensch steht in Heinses Betrachtungsweise als Individuum im Fokus. Es geht um die Empfindungen, Wahrnehmungen und Bedürfnisse eines jeden Einzelnen und nicht mehr um die Betrachtung der Menschen als Bestandteil eines gesellschaftlichen Kollektivs. Das beinhaltet eben auch die Akzeptanz individueller sexueller Bedürfnisse.

Heinses Roman provozierte und polarisierte in besonderem Ausmaß. Rezipiert wurde er gerade in höheren gesellschaftlichen Kreisen. Außerdem wurde er gleichermaßen von Männern wie Frauen gelesen. Kritik sowie Lob erhielt Heinses Werk aus allen gesell- schaftlichen Schichten, wobei die Kritik bis vor einigen Jahrzehnten überwog. Grund hierfür ist unter anderem, dass die Editionslage zu Wilhelm Heinse sehr dürftig war und er nicht zu den bekanntesten Schöpfern seiner Zeit zählte. Nicht nur, weil sein Roman „Ardinghello" so sehr polarisierte und teilweise auch tabuisiert wurde, sondern weil Heinse als Autor keine besonderen klassischen literarischen Fähigkeiten aufwies und seine weiteren Werke eher unauffällig, wenig abwechslungsreich und von der literari- schen Qualität her eher zur Kritik Anlass boten. Daher hat sich die Wissenschaft in der Vergangenheit kaum mit Wilhelm Heinse beschäftigt. „Heinses Bild in der Wissen- schaft erscheint widersprüchlich, zerlegt in unvereinbare Einflußnahmen und Abhän- gigkeiten. Eine unbefriedigende Editionslage schafft weitere Spielräume der Vieldeu- tigkeit.“21

4.1 Kunst, Genuss und das höchste Ziel in Heinses „Ardinghello“

„Die Darstellung des Erotischen hat Heinses Roman zu seiner Zeit berüchtigt gemacht. In Wahrheit ging es dem Dichter um die Anerkennung des Sinnlich-Triebhaften als ei- nes im hohen Sinne Menschlichen“22 Heinse geht es um eine Versinnbildlichung, also um eine sinnlich bildliche Beschreibung von Erotik und menschlicher Lust. Sein höchs- tes anzustrebendes menschliches Ziel ist der Genuss. Um die Vermittlung seiner An- sichten zu erreichen, macht sich Heinse den menschlichen Körper als Objekt seiner Be- schreibungen zu nutze. Diese Körper betrachtet er aber in erster Linie nicht bei den Menschen selbst, sondern er projiziert seine visuellen Erkenntnisse und Gefühlserlebnisse, die er mit verschiedenen Skulpturen und Gemälden hat, auf die real-körperliche Ebene beim Mensch.

Bei Heinse werden sowohl Kunstwerke als auch lebendige Menschen glei- chermaßen sinnlich beschrieben; im Roman existieren keine getrennten Be- schreibungsmuster, die jeweils für das Menschliche oder Göttliche bestimmt wären. So unterscheidet sich die Schönheit der griechischen Venus nicht von der der wirklichen Frauen. Mit Hilfe derselben sprachlichen Mittel, die für die Schilderung von Kunstwerken dienen, werden dem Leser die Men- schenkinder näher gebracht. Die Beschreibung zeichnet den Körper plas- tisch nach.23

Man könnte Heinses Roman in dieser Hinsicht als eine Kunstgeschichte des Auges24 bezeichnen. Das Auge ist das Hauptsinnesorgan, durch welches es dem Betrachter mög- lich ist, die Schönheit von Kunst und Natur wahrzunehmen. Es geht nicht darum zu beurteilen, was jeder Einzelne in einem Kunstwerk sieht, sondern welche erotische, emotionale Wirkung die Kunst auf das Individuum hat. In diesen Wahrnehmungen sieht Heinse den wahren Genuss. Und höchstes Ziel jedes Einzelnen soll die Befriedigung seines Genussbedürfnisses sein. Dieses Streben nach Genussbefriedigung als oberstes Ziel lässt Ardinghello gefühlsmäßig in emotionale Grenzbereiche der Wahrnehmung eintreten. Wir sprechen hier von ekstatischen Übersteigerungen, die sich in den Schilde- rungen der Kunst widerspiegeln. Max L. Baeumer ordnet die ekstatischen erotischen und emotionalen Übersteigerungen Ardinghellos dem Bereich des Dionysischen zu.25 Für Heinse ist der Grundtrieb des Menschen die Freude und die Lust. Diese Lust besteht für ihn im Genuss der Schönheit, derer er sich durch die Betrachtungen der Kunst er- freut. Genuss und Lustbefriedigung können durch Macht, Gewalt und Kraft erreicht werden26. Kommen hier noch Weisheit und Liebe hinzu, spricht Heinse von einem gott- gleichen Menschen. Nur dieser gottgleiche Mensch sei des dionysischen Schönheitsge- nusses wert.27

[...]


1 Krafft-Ebing v.; R.: Psychopathia sexualis: mit besonderer Berücksichtigung der conträren Sexualempfindung. Eine klinisch-forensische Studie. 9. Auflage, Stuttgart: Enke 1894.

2 Peters, Uwe H.: Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, medizinische Psychologie: mit einem englisch- deutschen Wörterbuch als Anhang. 5. Auflage, München: Urban & Fischer, 2000, S. 483.

3 Ebd., S. 483.

4 Krafft-Ebing v.; R.: Psychopathia sexualis: mit besonderer Berücksichtigung der conträren Sexualempfindung. Eine klinisch-forensische Studie. 9. Auflage, Stuttgart: Enke 1894, S.137.

5 Gratzke, Michael: Liebesschmerz und Textlust. Figuren der Liebe und des Masochismus in der Literatur. Würzburg: Könighausen und Neumann, 2000, S.15.

6 Peters, Uwe H.: Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, medizinische Psychologie: mit einem englischdeutschen Wörterbuch als Anhang. 5. Auflage, München: Urban & Fischer, 2000, S. 341.

7 Gratzke, Michael: Liebesschmerz und Textlust. Figuren der Liebe und des Masochismus in der Literatur. Würzburg: Könighausen und Neumann, 2000, S.25.

8 Ebd., S.25.

9 Ebd., S.24.

10 Leopold von Sacher-Masoch: Venus im Pelz. Mit einer Studie über den Masochismus v. Gilles Deleuze. Berlin: Insel 2013. 13. Auflage, S.64.

11 Gratzke, Michael: Liebesschmerz und Textlust. Figuren der Liebe und des Masochismus in der Literatur. Würzburg: Könighausen und Neumann, 2000, S.24.

12 Theile, Gert: Wilhelm Heinse. Lebenskunst in der Goethezeit. München 2011, S. 164.

13, S. 164.

14 Heinse, Wilhelm: Ardinghello und die glückseligen Inseln. Kritische Studienausgabe, Reclam 1998, S.7.

15 Glückliches Ereignis: in Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Band X. Autobiographische Schriften: 2. Hamburg: Wegner 1966, S. 538.

16 Schindler, Stephan. K: Geistige Striptease: Die Struktur des erotischen Blicks um 1800 in: Calhoon, Kenneth S., Geulen, Eva, Haas, Claude, Reschke, Nils (Hrsg.): „Es trübt mein Auge sich in Glück und Licht“. Über den Blick in der Literatur., Berlin 2010, S. 70.

17 Boehm, Gottfried: Anteil. Wilhelm Heinses >>Bildbeschreibung<<, in: Helmut Pfotenhauer (Hrsg.): Kunstliteratur als Italienerfahrung, Tübingen 1991, S. 26.

18 Ebd., S. 26.

19 Bonter, Urzula: Wollen wir uns entkleiden? Zur Präsenz des Erotischen im deutschen Roman zwischen 1747 und 1787. Hannover: Wehrhahn 2000, S. 93.

20 Ebd., S. 93.

21 Boehm, Gottfried: Anteil. Wilhelm Heinses >>Bildbeschreibung<<, in: Helmut Pfotenhauer (Hrsg.): Kunstliteratur als Italienerfahrung, Tübingen 1991, S. 21.

22 Ardinghello und die glückseligen Inseln, mit einem Nachwort von Erich Hock, Leipzig ca. 1960, S.362. 14

23 Bonter, Urzula: Wollen wir uns entkleiden? Zur Präsenz des Erotischen im deutschen Roman zwischen 1747 und 1787. Hannover: Wehrhahn 2000, S.174.

24 Gottfried Boehm: Eins zu sein und Alles zu werden. Wilhelm Heinse und die bildende Kunst, in: Hölderlin-Jahrbuch Bd. 26 (1988/89), S.21.

25 Baeumer, Max Lorenz: Das Dionysische in den Werken Wilhelm Heinses: Studie zum dionysischen Phänomen in der dt. Literatur, Bonn 1964.

26 Ebd., S.48 ff.

27 Ebd., S. 48 ff.

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Details

Titel
Lust am Leiden. Eine Untersuchung des Masochismus in Heinses „Ardinghello und die glückseligen Inseln“, Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ und Elfriede Jelineks „Lust“
Note
1,5
Jahr
2015
Seiten
56
Katalognummer
V323975
ISBN (eBook)
9783668260696
ISBN (Buch)
9783668260702
Dateigröße
736 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lust, leiden, eine, untersuchung, masochismus, motivs, heinses, ardinghello, inseln, sacher-masoch, venus, pelz, elfriede, jelineks
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Anonym, 2015, Lust am Leiden. Eine Untersuchung des Masochismus in Heinses „Ardinghello und die glückseligen Inseln“, Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ und Elfriede Jelineks „Lust“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323975

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Titel: Lust am Leiden. Eine Untersuchung des Masochismus in Heinses „Ardinghello und die glückseligen Inseln“, Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ und Elfriede Jelineks „Lust“


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