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Das Iran-Abkommen von 2015. Analyse eines politischen Ereignisses der internationalen Beziehungen anhand eines Medienartikels

Titre: Das Iran-Abkommen von 2015. Analyse eines politischen Ereignisses der internationalen Beziehungen anhand eines Medienartikels

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Hürner (Auteur)

Politique - Sujet: Paix et Conflits, Sécurité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Medienartikelanalyse beschäftigt sich mit dem Artikel "Trotz Iran-Abkommen: Eine Welt ohne Atombomben? Keine Chance!" aus dem Online-Angebot des Handelsblatts vom 15.Juli 2015. Die Autorin nimmt das Abkommen zwischen der 5+1-Gruppe und dem Iran nach zehnjähriger – immer wieder unterbrochener – Verhandlung als aktuellen Aufhänger, beschäftigt sich aber mit der Entwicklung nuklearer Waffenprojekte und Abkommen im Allgemeinen.

Die zerstörerische Gewalt, die von Atomwaffen ausgeht, ist aufgrund teils undurchsichtiger Aktivitäten verschiedener Staaten zwar unheimlich schwer einzukalkulieren, allerdings steht eines fest: Sie sind rein potentiell die größte Bedrohung für das gesamte Leben auf dem Erdball und haben, so lange noch auch nur eine einzige Atomwaffe existiert, eine genaue und kontinuierliche Betrachtung nicht nur verdient, sie ist aufgrund der Wichtigkeit dieses Themas einfach notwendig. Das Duell der beiden Großmächte Russland und den USA nimmt nicht nur im Artikel den Hauptteil ein, sie ist auch geschichtlich gesehen der Konflikt mit der höchsten globalen Brisanz und soll im Folgenden anhand zweier politischer Theorien auf Grundlage der aktuellen Ereignisse rund um eine unwahrscheinliche atomwaffenfreie Zukunft analysiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Institutionalismus

2.1 Grundannahmen des Institutionalismus

2.2 Die Regimetheorie

2.3 Anwendung auf Medienartikel

3 Neorealismus

3.1 Grundannahmen des Realismus

3.2 Der Neorealismus

3.3 Anwendung auf Medienartikel

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, aktuelle internationale politische Ereignisse – konkret die Dynamiken rund um Atomwaffenprojekte und Abrüstungsbemühungen – mittels zweier politikwissenschaftlicher Großtheorien zu analysieren. Dabei soll untersucht werden, inwieweit die Perspektiven des Institutionalismus und des Neorealismus das Verhalten von Großmächten wie den USA und Russland vor dem Hintergrund aktueller Medienberichterstattung erklären können.

  • Analyse des Institutionalismus und dessen Kernkonzepte wie Interdependenz und Regimetheorie.
  • Untersuchung des Neorealismus mit Fokus auf Sicherheitsdilemma, Anarchie und Machtkonkurrenz.
  • Theoretische Einordnung eines konkreten Medienartikels zur aktuellen nuklearen Abrüstungsproblematik.
  • Gegenüberstellung und Bewertung der Erklärungskraft beider Theorien anhand der untersuchten Konfliktlage.

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundannahmen des Realismus

Historische Denker wie Thukydides und Machiavelli und deren Ansicht, dass Macht die zentrale Rolle in der Politik spiele, waren neben konkreten Zeitumständen und Krisenerfahrungen aus den 1930er und 1940er Jahren, für die Entstehung des Realismus als Theoriegattung grundlegend. Hans J. Morgenthau, der Begründer der Lehre der "Realistischen Schule", sieht in seiner praxisorientierten Sicht das nationale Interesse der Staaten als regulierende Kraft der internationalen Politik. Er geht davon aus, "dass Machtinteressen das zentrale Antriebsmoment menschlichen und damit auch staatlichen Handelns bilden." "Die existenzielle Unsicherheit im menschlichen Daseinsempfinden erfordert den Machttrieb schon aus Selbsterhaltungsgründen. Auf das Staatensystem übertragen bedeutet dies, dass jeder Staat ein maximales Interesse daran haben muss, die eigene Macht zu sichern und zu vergrößern, um die Existenz des Staates zu gewährleisten."

Morgenthau überträgt also anthropologische Prämissen auf das Verhalten von Staaten, die sich in einem System befinden, in dem der Hobbes'sche Naturzustand der Anarchie herrscht. Relevante Akteure im Realismus sind ausschließlich Staaten, die allesamt zweckrational und egoistisch handeln sowie nach Macht streben. Ein wichtiger Begriff ist hier auch das Sicherheitsdilemma: Aufgrund der fundamentalen Unsicherheit greifen Staaten zur Selbsthilfe in Form von Vorsorge. Da alle Staaten im Wettlauf um Sicherheit aufrüsten, kann sie nur noch mit Machtmitteln geschützt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz politischer Theorie anhand des Beispiels von Albert Einstein ein und begründet die methodische Notwendigkeit einer medienanalytischen Auseinandersetzung mit globalen Sicherheitsthemen.

2 Der Institutionalismus: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen des Institutionalismus, insbesondere die Bedeutung von Interdependenz, internationaler Kooperation und die Funktion von Regimen als stabilisierende Institutionen.

2.1 Grundannahmen des Institutionalismus: Hier werden die Ursprünge der Theorie, die Rolle von internationalen Akteuren sowie die Annahme gegenseitiger Abhängigkeiten zur Vermeidung von Gewalt vertieft.

2.2 Die Regimetheorie: Dieser Abschnitt definiert Regime als regelhafte Kooperationsbeziehungen und beschreibt, wie sie durch Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahren Transaktionskosten senken.

2.3 Anwendung auf Medienartikel: Es erfolgt die praktische Anwendung institutionalistischer Konzepte auf den gewählten Medienartikel, wobei insbesondere Abrüstungsabkommen als Instrumente der Kooperation analysiert werden.

3 Neorealismus: Dieses Kapitel führt in die neorealistische Perspektive ein, die den Fokus von anthropologischen Ansätzen auf eine systemtheoretische Sichtweise der internationalen Politik verlagert.

3.1 Grundannahmen des Realismus: Es werden die theoretischen Wurzeln des Realismus beleuchtet, mit Fokus auf das Streben nach Macht, das nationale Interesse und den Hobbes'schen Naturzustand der Anarchie.

3.2 Der Neorealismus: Hier wird das Machtproblem unter systemtheoretischen Aspekten betrachtet, wobei das Sicherheitsdilemma und das Bestreben nach einer Balance of Power zentral sind.

3.3 Anwendung auf Medienartikel: Die Analyse des Medienartikels erfolgt hier durch die neorealistische Brille, wobei russische Aufrüstungspläne als Ausdruck eines Nullsummenspiels und relativer Gewinne interpretiert werden.

4. Fazit: Das Fazit bewertet beide Theorien im Hinblick auf ihre Erklärungskraft für das untersuchte Fallbeispiel und kommt zu dem Schluss, dass der Neorealismus in Bezug auf nukleare Rüstungsfragen eine schlüssigere Erklärung liefert.

Schlüsselwörter

Internationale Beziehungen, Institutionalismus, Neorealismus, Regimetheorie, Atomwaffen, Abrüstung, Interdependenz, Sicherheitsdilemma, Machtgleichgewicht, Balance of Power, Anarchie, Außenpolitik, Russland, USA, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Berichterstattung über nukleare Abrüstung und Waffenprojekte, indem sie die Ereignisse durch zwei gegensätzliche theoretische Konzepte der internationalen Beziehungen interpretiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rolle von Atomwaffen in der Weltpolitik, das Spannungsfeld zwischen den Großmächten USA und Russland sowie die Frage, wie internationale Kooperation und militärische Machtansprüche politisch-theoretisch erklärt werden können.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Erklärungskraft des Institutionalismus und des Neorealismus anhand eines aktuellen Medienartikels zu vergleichen und zu prüfen, welche Theorie die Handlungsweisen der Staaten in der gegenwärtigen Sicherheitsarchitektur besser abbilden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der theoretisch geleiteten Medienanalyse, bei der ein Zeitungsartikel als empirische Basis dient, um die Anwendung abstrakter politikwissenschaftlicher Theorien auf konkrete politische Sachverhalte zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung des Institutionalismus und des Neorealismus, gefolgt von einer detaillierten Anwendung dieser Theorien auf den im Artikel thematisierten russisch-amerikanischen Konflikt um nukleare Abrüstung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Internationale Beziehungen, Institutionalismus, Neorealismus, Sicherheitsdilemma, Balance of Power und nukleare Abrüstung charakterisiert.

Warum fällt der Institutionalismus bei der Erklärung der russischen Aufrüstung schwerer?

Laut Autorin ist der Institutionalismus in diesem Kontext begrenzt, da er Kooperation als Standard annimmt und bei aggressivem, unilateralem Handeln – wie der Aufrüstung durch Russland – weniger klare Erklärungsmodelle bietet als der Neorealismus.

Weshalb wird der Neorealismus als "aussagekräftigere" Theorie für dieses Thema bewertet?

Der Neorealismus wird als passender eingeschätzt, da sein Fokus auf Machtstreben und dem Nullsummenspiel der Akteure die Handlungslogik im Bereich nuklearer Rüstung und das Festhalten an militärischer Stärke konsequenter erklärt als die Regimetheorie.

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Résumé des informations

Titre
Das Iran-Abkommen von 2015. Analyse eines politischen Ereignisses der internationalen Beziehungen anhand eines Medienartikels
Université
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung)
Note
1,0
Auteur
Thomas Hürner (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
13
N° de catalogue
V323979
ISBN (ebook)
9783668231726
ISBN (Livre)
9783668231733
Langue
allemand
mots-clé
Iran-Abkommen Medienanalyse Neorealismus Internationale Beziehungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Hürner (Auteur), 2015, Das Iran-Abkommen von 2015. Analyse eines politischen Ereignisses der internationalen Beziehungen anhand eines Medienartikels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323979
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Extrait de  13  pages
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